Corona-Schutzimpfung
08:42 · 16. Dezember 2021

Corona-Schutzimpfung und einrichtungsbezogene Impfpflicht: Was das Gesundheitspersonal jetzt wissen muss

Bei Transparenz und Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung stehen besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie pflegende Angehörige und Betreuerinnen und Betreuer im Fokus. Sie haben direkten Kontakt zu Menschen – und genießen großes Vertrauen. Mehr zur Corona- und Grippeschutzimpfung sowie zur Impfpflicht für diese Personengruppen erfahren Sie hier.

Das Gesundheitspersonal ist besonders gefordert.

Sie arbeiten Tag und Nacht für unsere Gesundheit. Sie kümmern sich fachlich kompetent und unter höchster Belastung um Kranke und Pflegebedürftige. Immer wieder stehen sie Menschen auch im täglichen Kampf um Leben und Tod in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zur Seite. Sie sind Pflegerin und Pfleger, Medizinerin und Mediziner, Seelsorgerin und Seelsorger – und manchmal alles zugleich. Das gilt auch für pflegende Angehörige sowie Betreuerinnen und Betreuer, die sich um die rund 3,3 Millionen pflegebedürftigen Menschen kümmern, die in Deutschland in den eigenen vier Wänden versorgt werden. Die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar ihr aller Engagement ist. Sie sind es, die sich an vorderster Stelle gegen die Pandemie stemmen – und dadurch nicht zuletzt einem höheren Risiko ausgesetzt sind, sich selbst zu infizieren. Gleichzeitig müssen sie durchweg darauf achten, dass Pflegebedürftige sowie Patientinnen und Patienten sich nicht anstecken. Sie tragen in der Pandemie also eine zusätzliche Verantwortung.

Der Weg aus der Pandemie: Darum ist die Corona-Schutzimpfung so wichtig

Personen im Gesundheits- und Pflegesektor wie auch pflegende Angehörige sowie Betreuerinnen und Betreuer haben eine weitere wichtige Rolle inne: Sie können wesentlich dabei mithelfen, Patientinnen und Patienten oder Pflegebedürftige, die sich impfen lassen könnten, aber noch unsicher sind, fundiert über die Corona-Schutzimpfung zu informieren.

Insbesondere für medizinisches Personal und Pflegekräfte, die engen Kontakt zu Personengruppen mit hohem Risiko für einen schweren oder gar tödlichen COVID-19-Verlauf haben, ist ein verlässlicher Schutz vor dem Coronavirus enorm wichtig. Egal, ob sie auf der Intensivstation arbeiten, pflegebedürftige oder Menschen mit Behinderung in einer stationären Einrichtung betreuen oder bei einem ambulanten Pflegedienst tätig sind – Infektionen sind überall möglich. Hinzu kommt, dass pflegebedürftige Menschen, Patientinnen und Patienten auf gute medizinische Versorgung und Pflege angewiesen sind.

Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal

Ab dem 15. März 2022 gilt in Deutschland eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal. Dies haben Bundestag und Bundesrat mit Blick auf die ernste Lage hinsichtlich der vierten Welle am 10. Dezember 2021 beschlossen. Die Änderung im Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen bis Mitte März 2022 Nachweise über einen vollen Impfschutz oder eine Genesung vorlegen müssen – oder eine ärztliche Bescheinigung, dass sie nicht geimpft werden können. Die Impfpflicht gilt auch für Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderungen betreut werden, ferner bei Rettungsdiensten und in sozialpädagogischen Zentren.

Schon im Vorfeld hatten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten von Bund und Ländern in ihrem Beschluss vom 18. November 2021 dafür ausgesprochen, dass es besonders die vulnerablen Gruppen zusätzlich zu schützen gilt: "Die Länder halten es für erforderlich, dass einrichtungsbezogen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie in Alten- und Pflegeheimen und bei mobilen Pflegediensten bei Kontakt zu vulnerablen Personen verpflichtet werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.“

Gut zu wissen: Einige Länder im Ausland haben sich schon vor Monaten zu einer Impfpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen entschieden. Der wichtigste Grund: Diese Personengruppe hat engen Kontakt zu meist vulnerablen Gruppen.

Wer bis zum Ablauf des 15. März 2022 keinen Immunitätsnachweis vorlegen kann, darf nach dem aktuellen Infektionsschutzgesetz nicht in den von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffenen Unternehmen beschäftigt werden. Ausgenommen von der Regelung sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. In diesem Fall ist die Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Zeugnisses erforderlich.

Ärztinnen und Ärzte sind hierzulande dank der Impfpriorisierung schon im Juli 2021
zu 94 Prozent vollständig geimpft gewesen, das Pflegepersonal zu 90 Prozent. Mehr zu den Zahlen lesen Sie in dieser Studie.

Unabhängig davon gilt: Auch das Angebot der Auffrischungsimpfung sollte dringend wahrgenommen werden.

Sie haben weitere berufsrechtliche Fragen? Antworten finden Sie hier.

Warum eine Auffrischungsimpfung für Pflegebedürftige besonders wichtig ist

Der größte Teil der Pflegebedürftigen, die ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen COVID-19-Verlauf haben, ist vollständig gegen COVID-19 geimpft. Bei immungeschwächten Patientinnen und Patienten, Höchstbetagten und Pflegebedürftigen kann es allerdings zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort nach einer vollständigen COVID-19-Impfung kommen. Eine Auffrischungsimpfung ist besonders für diese Menschen dringend empfohlen. Die Impfungen können von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder von (mobilen) Teams der Impfstellen vorgenommen werden.  Sie sollten in der Regel ab drei Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Testpflicht in Pflegeheimen und Kliniken

Zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen ist es enorm wichtig, dass Infektionen so früh wie möglich erkannt werden. Seit dem 18. November 2021 müssen alle Personen, die Pflegeheime und Kliniken betreten, einen negativen PCR-Test- oder Schnelltest-Nachweis vorzeigen können. Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Personen, die geimpft oder genesen sind, erhalten den Test kostenfrei. Auch geimpfte Beschäftigte müssen regelmäßig ein negatives Testergebnis vorweisen. Diese Tests können auch als Selbsttest durchgeführt werden.

Gut zu wissen: Seit dem 16. März 2022 gilt zudem eine einrichtungsbezogene Impfpflicht in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Influenza-Impfung: Doppelt geschützt durch den Winter – Grippe- und COVID-19-Impfung kann gleichzeitig verabreicht werden

Wenn durch eine Grippeschutzimpfung weniger Menschen schwer an Influenza erkranken, haben Krankenhäuser, Gesundheitsämter und Praxen mehr Kapazitäten – auch für COVID-19-Erkrankte. Wie üblich sollte die Influenza-Impfung im Spätherbst von Mitte Oktober bis Mitte Dezember erfolgen. Die STIKO empfiehlt die Impfung vor allem für Risikogruppen – dazu zählen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen. Medizinisches Personal oder Menschen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, sich anzustecken, und sollten sich gegen die echte Grippe impfen lassen. Die Grippe-Schutzimpfung kann zusammen mit der Corona-Schutzimpfung – also auch der Auffrischungsimpfung – verabreicht werden.

Weiteres zur Grippe-Schutzimpfung erfahren Sie hier.

So gestalten Sie ein erfolgreiches Impfgespräch

Eine erfolgreiche Impfkampagne und deren Fortsetzung gelingt nur mit Hilfe der medizinischen und pflegerischen Fachkräfte in Krankenhäusern, in Pflegeeinrichtungen und im öffentlichen Gesundheitsdienst sowie in der ambulanten Versorgung. Der persönliche Austausch ermutigt Patientinnen und Patienten und kann ihre Impfbereitschaft erhöhen. Ein vertrauensvolles ärztliches Beratungsgespräch bildet eine fundierte Grundlage für eine informierte und sichere Entscheidung. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Risikoabwägung bei der Corona-Schutzimpfung mit und für zu impfende Personen.

Für weitere Informationen zur Impfberatung laden Sie die kostenlose STIKO-App des
Robert Koch-Instituts herunter. Die Anwendung richtet sich speziell an impfende Ärztinnen und Ärzte sowie ans Fachpersonal im Gesundheitswesen. In der App sind auch Informationen zu den Impfstoffen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema abrufbar. 

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Impfung:

  • Hilfreiche Links und weiterführende Informationen finden Sie in unseren ständig aktualisierten FAQs.
  • Unser Partner Pflegenetzwerk Deutschland bietet regelmäßig Digitale Pflegedialoge an, bei denen sich Angehörige der Pflegeberufe zu einem virtuellen Dialog treffen können. Hier finden Sie die nächsten Termine.
  • Unterstützung für Pflegekräfte in der arbeitsintensiven und anstrengenden Pandemie-Zeit finden Sie in der Rubrik ‚Helfende Hände‘. Hier bieten Initiativen, Unternehmen und Ehrenamtliche bieten hier Unterstützung an.
  • Den Informations-Leitfaden für Pflegepersonal, Betreuerinnen und Betreuer sowie Angehörigen von Pflegebedürftigen finden Sie hier.

AHA+A+L-Formel anwenden und das Miteinander pflegen

Um den Pflegealltag so sicher wie möglich zu gestalten, gilt die allgemein gültige AHA+A+L-Formel, die neben der Corona-Schutzimpfung den bislang besten Schutz vor COVID-19 darstellt: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen, Corona-Warn-App nutzen und regelmäßig lüften. Auch pflegende Angehörige sollten im Umgang mit der pflegebedürftigen Person auf Hygieneregeln achten. Soweit vertretbar und möglich halten Sie Abstand, umarmen Sie sich nicht, fassen Sie sich nicht ins Gesicht. Idealerweise tragen Sie eine medizinische Maske oder eine Maske des Standards FFP2, FFP3, KN95 oder N95. Vor allem: Lüften Sie regelmäßig – Frischluft senkt das Infektionsrisiko. Bei aller Vorsicht sollte das Miteinander natürlich nicht zu kurz kommen: Informieren Sie die pflegebedürftige Person über die aktuelle Situation. Sprechen Sie auch über Sorgen und Ängste.

Auf vielfältige Beratungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige hinweisen

Für Angehörige kann die Notwendigkeit einer privaten Pflege einer oder eines Pflegebedürftigen während der Pandemie eine große Herausforderung darstellen.

Dabei gibt es für pflegende Angehörige umfangreiche Beratungsangebote. Beispielsweise das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegeversicherung unter der Rufnummer 030 / 340 60 66 – 02, das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums unter der Rufnummer 030 / 20179131 oder die Website der Telefon-Seelsorge. Weitere Unterstützungsangebote finden Sie auf der Seite „Wege zur Pflege“ – unter anderem zu Pflegeunterstützungsgeld oder zur Vereinbarung von Pflege und Beruf. Pflegebedürftige haben zudem Anspruch auf kostenlose Beratung durch ihre Pflegekasse oder in einem Pflegestützpunkt.

Aktuelle Veranstaltungen des Pflegenetzwerks Deutschland im März und April:

Dienstag, 26. April 2022, 16 Uhr

Die Belastungen durch die Pandemie bewältigen

Um die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen, müssen Patientinnen und Patienten ebenso wie das Pflegepersonal mit teils einschneidenden Maßnahmen geschützt werden. Oft ist dies eine kaum zu bewältigende Herausforderung mit weitreichenden Auswirkungen. Ein Forschungsteam der Universität Witten/Herdecke untersucht im Vorhaben InPace, welche Folgen die mit der Pandemie einhergehenden Auflagen haben. Projektkoordinator Prof. Dr. Patrick Brzoska stellt im Praxisdialog erste Ergebnisse des Projekts vor und geht dabei auf ethische, soziale und rechtliche Aspekte ein.

Donnerstag, 28. April 2022, 11 Uhr

Vorstellung der Umfrage „Situation von Pflegefachpersonen in der Coronapandemie“

„Die Umfrageergebnisse zeigen ganz eindeutig, dass die Pflege in einem besorgniserregenden Zustand ist und somit die Sorgen und Ängste der Pflegefachpersonen begründet sind. In Pflegeheimen, Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten herrscht Unzufriedenheit, was vor allem auf die zu hohe Arbeitsbelastung zurückgeht.“ So lautet das Fazit von Professorin Brigitte Anderl-Doliwa, Vorständin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, mit Blick auf die der Ergebnisse einer Studie zur „Situation von Pflegefachpersonen in der Coronapandemie“. Die Studie wurde 2021 gemeinsam von der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. In unserem Praxisdialog stellt Anderl-Doliwa die Ergebnisse vor und zeigt auf, welche Handlungsempfehlungen für die Pflege daraus folgen.

Dienstag, 3. Mai 2022, 11 Uhr

Gesundheitsvorsorge im Alter – Best Practice „Gemeindeschwester plus“

Viele Menschen benötigen auch im hohen Alter noch keine Pflege. Für sie ist es wichtig, dass sie zu vorbeugenden und gesundheitsfördernden Maßnahmen beraten werden, damit sie so lange wie möglich in gewohntem Umfeld ein gutes und selbstbestimmtes Leben führen können. Das Land Rheinland-Pfalz erprobt für diesen Zweck seit Juli 2015 den Einsatz von „Gemeindeschwestern plus“. Neben einer individuellen Beratung zur Gesundheitsvorsorge im Alter ist die Arbeit der „Gemeindeschwester plus“ darauf ausgerichtet, die regionalen Netzwerke und sozialen Unterstützungssysteme zu stärken. Dies beinhaltet neben präventiven Angeboten auch die Zusammenarbeit mit lokalen Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen.

Dienstag, 3. Mai 2022, 16 Uhr

SARS-CoV-2 Ausbrüche in stationären Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen tragen ein besonderes Risiko, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken. Das Bundesministerium für Gesundheit hat deshalb eine Studie gefördert, welche auf Literaturbasis Maßnahmen zur Prävention und Einflussfaktoren untersucht. Prof. Dr. Thomas Fischer von der Evangelischen Hochschule Dresden war federführend an der Studie beteiligt. Im Praxisdialog stellt er die Ergebnisse vor.

Mittwoch, 4. Mai 2022, 11 Uhr

Arbeitsmodelle in der Pflege – Möglichkeiten in der Intensiv- und Akutpflege

in Dienstplan, der auf individuelle Bedürfnisse angepasst ist? Ausfälle, die kompensiert werden, ohne dass jemand aus dem Frei geholt werden muss? Dass das möglich ist, zeigt das sogenannte UniFlexTeam in der Universitätsmedizin Rostock. Caren Erdmann, Referentin des Pflegevorstands, stellt das aus den Niederlanden stammende Konzept vor, das Rostock als erste Uniklinik in Deutschland in dieser Form anwendet.

Donnerstag, 5. Mai 2022, 14:30 Uhr

Neues zur Entlohnung nach Tarifen in der Langzeitpflege

Mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz wurden zugelassene Pflegeeinrichtungen verpflichtet, ab dem 1. September 2022 eine Entlohnung mindestens in Höhe von Tarif zu zahlen. „Gute Pflege verdient gute Entlohnung. Dafür sorgen wir auch mit den heute veröffentlichten Richtlinien. Für viele Pflege- und Betreuungskräfte ist das eine deutliche Verbesserung“, sagt Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit. Im Praxisdialog erläutert Nadine-Michèle Szepan, Abteilungsleiterin beim AOK-Bundesverband, diese neuen Regelungen genauer.

Dienstag, 10. Mai 2022, 11 Uhr

ereinbarkeit von Familie und Beruf – Meine Rechte als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer

Im Wettbewerb um qualifizierte Pflegekräfte sind attraktive Arbeitsbedingungen ein entscheidender Faktor. Dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dennoch gibt es Unternehmen, die sich flexible Arbeitszeiten, einen abgestimmten Dienstplan oder Springerpools nicht leisten können oder wollen. Dies muss als betroffene Pflegekraft nicht zwangsweise mit einer Kündigung verbunden sein. Aber welche Rechte habe ich als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Barbara Susec arbeitet bei Verdi im Bereich Gesundheitswesen/Gesundheitspolitik und ist auf Fragen rund um Pflege spezialisiert.

Mittwoch, 11. Mai 2022, 11 Uhr

Digitalisierung in der Pflege – Was bedeuten E-Rezept und die elektronische Patientenakte für die Pflege?

Die Digitalisierung in der Pflege kann dazu beitragen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Prozesse zu optimieren, sodass den Pflegekräften mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: die bedarfsgerechte Pflege der Patientinnen und Patienten. Insbesondere in Krankenhäusern könnten das sogenannte E-Rezept und die elektronische Patientenakte (ePA) zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen. Wie aber können diese Verbesserungen genau aussehen? Wie ändern E-Rezept und ePA gewohnte Abläufe? Und was bedeutet dies für Umstellungszeit von Papier auf digital? Diese und weitere Fragen möchte Marleen Herschel, Produktmanagerin eHealth bei gematik GmbH diskutieren. Die gematik GmbH ist als mandatierte National Digital Health Agency direkt an der Umsetzung des E-Rezepts und der ePA beteiligt.

Dienstag, 17. Mai 2022, 11 Uhr

Gesunde und attraktive Dienstplangestaltung in der Pflege

Vom Spätdienst direkt in den Frühdienst, zu viele aufeinanderfolgende Diensttage und zu geringe Erholungszeiten sind in der Pflege leider keine Ausnahme. Für viele Pflegekräfte ein Grund, die Anstellung aufzugeben oder sich nach Arbeitgebern mit flexibleren Arbeitszeitmodellen umzuschauen. Für Pflegeeinrichtungen kann eine attraktive Dienstplangestaltung unter Beachtung der Work-Life-Balance deshalb einen echten Unterschied in der Personalbindung und -anwerbung machen. Wie gute Praxisbeispiele aussehen können, hat die Soziale Innovation GmbH im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untersucht. Hierzu wurden in 19 Einrichtungen der stationären Alten- und Krankenpflege Interviews zur Dienstplangestaltung durchgeführt. Im Praxisdialog stellt Dr. Cordula Sczesny, Geschäftsführerin Soziale Innovationen GmbH, diese Ergebnisse vor und freut sich im Anschluss auf den Austausch mit Ihnen.

Donnerstag, 19. Mai 2022, 11 Uhr

Onboarding anpassen – für einen guten Einstieg internationaler Pflegekräfte

Die Einarbeitungsphase – das sogenannte Onboarding – gilt als das Herzstück der betrieblichen Integration neuer Mitarbeitender. Je besser eine Einarbeitung organisiert und umgesetzt wird, umso schneller und besser können neue Mitarbeitende sich in den Arbeitsalltag einbringen. Im Fall von international angeworbenen Pflegekräften muss das Onboarding angepasst werden: Welche weiteren Informationen und Einführungen sind nötig? Und wie kann alles mit dem Anerkennungsverfahren vereinbart werden? Dr. Sarina Strumpen, Projektleiterin im Kuratorium Deutsche Altershilfe, stellt im Praxisdialog gemeinsam mit Indat Tas vom Sana Klinikum in Offenbach vor, wie ein gelungener Onboarding-Prozess aussehen kann. Das Universitätsklinikum erprobt mit der Portalstation eine neue Art der Einarbeitung von internationalen Pflegefachkräften im Anerkennungsverfahren.

Freitag, 20. Mai 2022, 14 Uhr

Achtsamkeit in der Pflege

Stress und hohe Belastung sind in der Pflege leider oft Alltag – die Selbstsorge kommt nicht selten zu kurz. Die Folge ist oftmals Überarbeitung bis hin zur Kündigung. Dabei können Achtsamkeitsübungen helfen, mehr über die eigenen Bedürfnisse, Ängste und andere Emotionen herauszufinden, um frühzeitig zu handeln. Gleichzeitig können sie die psychische Erholung während der Arbeit fördern. In unserem Praxisdialog erklärt Dr. Claudia Lorena Orellana, Psychologin an der Asklepios Klinik Triberg, wie wichtig Achtsamkeit im Pflegealltag ist und wie man sie einüben kann.

Mittwoch, 25. Mai 2022, 11 Uhr

Pflegemanagement in der Langzeitpflege: Personalbemessung

Mehr Personal, autonomeres Arbeiten, modernere Organisationsstrukturen, besserer Informationsfluss: Michael Wipp, Pflegekraft und Dozent, berichtet von der neuen Personalbemessung (PeBeM) in der Langzeitpflege. Er hat das Personalbemessungsverfahren nach Prof. Rothgang (Personalbemessung in der Pflege nach § 113c SGB XI) weiterentwickelt und wird seine Positionen dazu darlegen.

Anmeldungen erfolgen per E-Mail an: praxisdialog@pflegenetzwerk-deutschland.de

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen des Pflegenetzwerkes finden Sie hier.

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