Nuvaxovid® von Novavax

Hier finden Sie verlässliche Informationen über den COVID-19-Impfstoff von Novavax. Wir beantworten Fragen zur Wirksamkeit, zu Impfreaktionen, der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und zu Booster-Impfungen.

Wie wirksam ist der Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax?

In zwei großen klinischen Studien mit insgesamt rund 45.000 Teilnehmenden zeigte sich, dass Nuvaxovid® von Novavax, die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, um rund 90 Prozent verringern kann. Auch das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf reduzierte sich mit der Impfung. Wie gut die Schutzwirkung vor der Virusvariante Omikron ist, wird derzeit noch untersucht und der Impfstoff laut Hersteller gegebenenfalls angepasst.

Stand: 18.05.2022 

Seit wann steht der Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax in Deutschland zur Verfügung?

Die ersten Impfdosen sind am 24. Februar 2022 in Deutschland eingetroffen.

Stand: 25.02.2022 

Was empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) zum Novavax-Impfstoff Nuvaxovid®?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax zur Grundimmunisierung von Personen ab 18 Jahren. Verimpft werden zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen. Ausgenommen von der Empfehlung sind Schwangere und Stillende, weil zum jetzigen Zeitpunkt noch entsprechende Sicherheitsdaten fehlen. Eine Impfung mit Nuvaxovid® in der Schwangerschaft und Stillzeit ist jedoch im Einzelfall möglich, wenn medizinische oder produktspezifische Gründe gegen eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff sprechen – zum Beispiel eine Allergie gegen Inhaltsstoffe eines mRNA-Impfstoffs. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer medizinischen, produktspezifischen Kontraindikation.

Bislang ist der Protein-Impfstoff nicht als Auffrischungsimpfung zugelassen, kann laut STIKO jedoch in Einzelfällen bei einer medizinischen, produktspezifischen Kontraindikation nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung der zu impfenden Person zum Boostern verwendet werden. Es ist zu erwarten, dass der Hersteller für Nuvaxovid® auch eine Zulassung für eine Anwendung als Booster-Impfung beantragen werden wird. Die STIKO wird die Daten dann evaluieren und die Empfehlungen gegebenenfalls anpassen.

Auch Ungeimpfte, die bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, können zur Grundimmunisierung eine Impfstoffdosis Nuvaxovid® erhalten. Ebenso kann eine begonnene Impfserie mit dem Impfstoff von Novavax vervollständigt werden.

Stand: 31.05.2022 

Welche Nebenwirkungen und Impfreaktionen wurden bei dem Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax beobachtet?

Zu den häufigsten Beschwerden, die in den Studien nach einer Impfung mit Nuvaxovid® von Novavax auftraten, gehörten Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Unwohlsein (mehr als 10 Prozent). Die Beschwerden waren in der Regel leicht oder mäßig und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung.

Ebenfalls wurden Rötungen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen beobachtet (weniger als 10 Prozent). Bei weniger als 1 Prozent der Teilnehmenden traten vergrößerte Lymphknoten, Bluthochdruck, Hautausschlag, Hautrötung, Juckreiz an der Injektionsstelle und juckender Hautausschlag auf. Die Reaktionen waren in der Regel mild und vorübergehend, und es gab keine Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Impfung.

Stand: 06.05.2022

 

Wie unterscheidet sich der Novavax-Impfstoff von den anderen COVID-19-Impfstoffen?

Nuvaxovid® von Novavax ist ein sogenannter rekombinanter Proteinimpfstoff. Das heißt, er enthält winzige im Labor hergestellte Proteine des Coronavirus (die sogenannten Spike-Proteine), die das Immunsystem zur Antikörperbildung anregen. So entsteht eine schützende Immunantwort. Im Gegensatz zu mRNA- und Vektorimpfstoffen, die den Körper dazu anregen, selbst ungefährliche Kopien des Spike-Proteins herzustellen, wird bei Nuvaxovid® direkt mit in Zellkulturen gezüchteten Bestandteilen der Hülle des Virus geimpft. Um die Immunreaktion zu verstärken, enthält der Proteinimpfstoff zudem ein sogenanntes Adjuvans, das ist ein Wirkverstärker. Gegenüber den mRNA- und vektorbasierten Impfstoffen haben Proteinimpfstoffe den Vorteil, dass sie bei normalen Kühlschranktemperaturen von 2°C bis 8°C gelagert werden können und dort bis zu 6 Monate haltbar sind.

Stand: 07.06.2022

Ist Nuvaxovid® von Novavax ein „Totimpfstoff“?

Der Impfstoff von Novavax ist ein proteinbasierter Impfstoff, der einem klassischen Totimpfstoff sehr ähnelt – denn er enthält nicht vermehrungsfähige Erregerbestandteile (winzige im Labor hergestellte Spike-Proteine), die das Immunsystem zur Antikörperbildung anregen. Im Unterschied zu Totimpfstoffen im herkömmlichen Sinne enthält der Impfstoff von Novavax keine „echten“ abgeschwächten Virenpartikel, sondern künstlich im Labor hergestellte Virus-Proteine. Er ist demnach im weiteren Sinne ein Totimpfstoff. Außerdem ist ein sogenanntes Adjuvans – ein Wirkverstärker – hinzugefügt, damit die abgeschwächten Erregerbestandteile das Immunsystem ausreichend aktivieren können.

Wichtig zu wissen: Der Begriff „Totimpfstoff“ stammt noch aus einer Zeit, in der es nur die klassischen Lebend- oder Totimpfstoffe gab. Solche klassischen Totimpfstoffe sind inaktiviert, das heißt, sie enthalten abgetötete Erreger oder Bestandteile davon, die sich weder vermehren noch eine Erkrankung auslösen können. Auch die in Deutschland zugelassenen mRNA- und Vektorimpfstoffe enthalten keine vermehrungsfähigen Viren. Insofern können auch sie mit Totimpfstoffen gleichgesetzt werden.

Stand: 01.06.2022 

Wie viele Impfdosen sind für einen umfassenden Schutz nötig?

Für die Grundimmunisierung mit Nuvaxovid® von Novavax sind zwei Dosen im Abstand von drei Wochen notwendig. 

Stand: 01.06.2022 

Wie lange hält der Impfschutz an?

Genaue Daten zur Dauer des Impfschutzes liegen noch nicht vor. Wie bei anderen Impfstoffen ist es aber auch bei Nuvaxovid® möglich, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlassen kann.

Stand: 07.06.2022

Kann der Impfstoff mit anderen Impfstoffen kombiniert werden?

Nuvaxovid® kann z. B. bei Personen, die eine medizinische Kontraindikation gegen einen anderen COVID-19-Impfstoff haben, im Rahmen eines heterologen Impfschemas zur Grundimmunisierung genutzt werden. Obwohl Nuvaxovid® bisher nicht zur Auffrischungsimpfung zugelassen ist, kann der Impfstoff bei einer Kontraindikation gegenüber mRNA-Impfstoffen in Einzelfällen dennoch zur Booster-Impfung verwendet werden. Nuvaxovid® kann gleichzeitig mit einem Influenza-Totimpfstoff verabreicht werden. Für die Gabe von anderen Totimpfstoffen sowie Lebendimpfstoffen ist ein Abstand von mindestens 14 Tagen vor und nach der Impfung mit Nuvaxovid® einzuhalten. 

Stand: 19.05.2022 

Können mit dem Impfstoff von Novavax auch Auffrischungsimpfungen erfolgen?

Aktuell wird eine Auffrischungsimpfung seitens der STIKO (Ständige Impfkommission) mit Nuvaxovid® von Novavax noch nicht empfohlen. Es ist zu erwarten, dass der Hersteller für Nuvaxovid® auch eine Zulassung für eine Anwendung als Booster-Impfung beantragen werden wird. Die STIKO wird die Daten dann evaluieren und die Empfehlungen zu den möglichen Impfstoffen für die Auffrischimpfung gegebenenfalls anpassen. In Einzelfällen ist eine Auffrischungsimpfung mit Nuvaxovid® laut STIKO bereits jetzt möglich.

Stand: 24.05.2022 

Können sich auch Schwangere mit Nuvaxovid® von Novavax impfen lassen?

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Nuvaxovid® bei Schwangeren vor, so dass derzeit keine Impfempfehlung vorliegt.

Stand: 24.05.2022 

Können auch Kinder mit dem Impfstoff von Novavax geimpft werden?

Da zur Sicherheit und Wirksamkeit von Nuvaxovid® bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren derzeit noch keine Daten vorliegen, kommt der Impfstoff nur bei Personen ab 18 Jahren zum Einsatz.

Stand: 06.05.2022

Was sind Adjuvanzien?

Adjuvanzien sind Zusatzstoffe, die die Immunantwort des Körpers auf eine Schutzimpfung verstärken – sie werden daher auch Wirkverstärker genannt. Sie sind in sogenannten inaktivierten Impfstoffen enthalten („Totimpfstoffe“), weil solche Impfstoffe nur abgetötete Erreger oder Teile davon enthalten, die allein keine ausreichende Immunreaktion auslösen können. Adjuvanzien helfen dem Immunsystem also dabei, einen wirksamen Schutz aufzubauen. Das macht auch die Herkunft des Wortes deutlich: Der Begriff stammt aus dem Lateinischen („adjuvans“) und bedeutet „unterstützend“.

Stand: 25.02.2022 

Sind Zusatzstoffe in Impfstoffen, sogenannte Adjuvanzien, gefährlich?

Nein. Die Konzentration der Adjuvanzien (Wirkverstärker) in Impfstoffen ist so gering, dass keine gesundheitsgefährdende Wirkung von ihnen ausgeht. Das wird in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sichergestellt, das alle relevanten Daten für den Einsatz von sicheren Impfstoffen und Arzneimitteln fortlaufend überprüft.

Stand: 25.02.2022