Angepasste COVID-19 Impfstoffe

Hier finden Sie wichtige Informationen bezüglich der neuen auf die Omikron-Variante angepassten COVID-19-Impfstoffe.

Ist es ratsam zu warten, bis die auf die Omikron-Variante angepassten neuen Impfstoffe angeboten werden?

Das ist eine individuelle Entscheidung, die jeder im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt treffen muss. Abzuwägen ist dabei das Risiko, sich in einer relativ überschaubaren Zeit anzustecken, mit der deutlich besseren Wirkung des angepassten Impfstoffs im Vergleich zum Wuhan-Impfstoff gegen die aktuell dominierende Omikron-Variante. 

Stand: 01.09.2022

Kann der BA.1-Impfstoff nach der EMA-Zulassung auch ohne Empfehlung der STIKO verimpft werden?

Ja, die Impfung ist im Rahmen der Zulassung möglich. Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient entscheiden darüber gemeinsam. Außerdem umfasst die STIKO-Empfehlung bereits den angepassten Impfstoff. Es wird der „vorhandene“ Impfstoff empfohlen. Eine gesonderte STIKO-Empfehlung für den angepassten Impfstoff wird kurzfristig erwartet.

Stand: 01.09.2022

Wie wurde der BA.1-Impfstoff getestet?

Die Wirkung und Verträglichkeit des angepassten BA1-Impfstoffs wurde mit mehreren tausend Probandinnen und Probanden getestet. Die Zulassung erfolgt auf Grundlage aller Studienergebnisse und bisherigen Daten zu den jeweiligen mRNA-Impfstoffen (BioNTech und Moderna). Die EMA prüft aktuell auch die Unterlagen für den BA.5-Impfstoff. Bei diesem wurden gegenüber dem BA.1-Impfstoff die Veränderungen der aktuell dominierende BA.4/5-Virusvariante angepasst. Die durch die BA.4/5-Anpassung erreichte deutlich verbesserte Wirksamkeit bei der Antikörperbildung wurde in Tierversuchsreihen bestätigt, die übrige Zusammensetzung des Impfstoffs bleibt unverändert. Das Vorgehen ist vergleichbar mit der jährlichen Anpassung der Grippe-Impfstoffe und hat sich bewährt. Auf diese Weise können die weltweit milliardenfach bewährten mRNA-Impfstoffe schnellstmöglich an die Änderungen der zirkulierenden Virusvarianten angepasst werden und die Bevölkerung gegenüber neuen Varianten geschützt werden.

Stand: 01.09.2022

Wie viele Impfstoffdosen müssen im Rahmen der Anpassung an die Omikron-Variante verworfen werden?

Keine. Da nicht bekannt ist, wie sich das Virus entwickelt, wird der Wuhan-Impfstoff Vorsorglich eingelagert. Abhängig von Zulassung und STIKO wird der Ursprüngliche Impfstoff auch weiterhin für die Grundimmunisierung eingesetzt. Davon sind (Stand Ende August 2022) noch 98 Mio. Impfstoffdosen in den Beständen des Bundes. Falls Virusvarianten mit neuen Eigenschaften auftauchen, bei denen der alte Impfstoff besser wirkt, sind wir vorbereitet. Der Überschuss, den die EU und damit auch Deutschland bei den Impfstoffen hat, ist Folge der Portfolio-Risikostreuung-Strategie und grundsätzlich sinnvoll. Vorsorge ist besser als Knappheit, wenn überraschende neue Wellen kommen, wie tatsächlich erlebt zum Jahreswechsel 2021/22, als wir die Impfstoff-Abgabe wegen Knappheit für die Praxen deckeln mussten. 

Stand: 01.09.2022