Impfangebote

Es gibt verschiedene Orte, an denen die Corona-Schutzimpfung angeboten wird. Dazu zählen unter anderem Arztpraxen, Apotheken und Betriebe. Nützlichen Informationen zu den verschiedenen Impfstellen erhalten Sie hier.

Inhalte

Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen

Was sind Vertragsärztinnen und Vertragsärzte?

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte (früher als "Kassenärztinnen und Kassenärzte" bezeichnet) sind Ärztinnen und Ärzte, die eine Zulassung haben, gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten behandeln zu dürfen und ihre Leistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abzurechnen. Die Zulassung ist an Voraussetzungen gebunden, zum Beispiel eine staatliche Zulassung als Ärztin oder Arzt (Approbation), eine Eintragung in das Arztregister sowie eine Verpflichtung auf die vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie ist jeweils an einen bestimmten Vertragsarztsitz gebunden. Zu den Vertragsärztinnen und Vertragsärzte zählen auch Zahnärztinnen und Zahnärzte.

Stand: 10.09.2022

Wie viele Vertragsärzte und Ärztinnen werden beliefert? Wie können die Arztpraxen bestellen?

Es gibt über 100.000 Vertragsarztpraxen in Deutschland. Im Impfdashboard können Sie nachschauen, wie viele Impfstoffdosen an Arztpraxen geliefert wurden.

Alle teilnehmenden Haus- und Privatarztpraxen werden einmal wöchentlich über den pharmazeutischen Großhandel mit COVID-19-Impfstoffen beliefert. Praxen können Impfstoff bei der Apotheke, mit der sie üblicherweise zusammenarbeiten, wöchentlich bis Dienstag 12 Uhr bestellen. Auch das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen und gegebenenfalls NaCl-Lösung) wird in entsprechender Anzahl von der Apotheke mitgeliefert.

Stand: 10.09.2022 

Wie läuft das Verteilungssystem?

Die Belieferung der Arztpraxen erfolgt – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – über die Apotheken. Die Apotheken werden dabei über die etablierten Strukturen des pharmazeutischen Großhandels beliefert.

Die Verteilung von Impfstoffen und Impfzubehör an die Bundesländer erfolgt unter Berücksichtigung des jeweiligen Bevölkerungsanteils, sowie des bundeslandspezifischen Marktanteiles des jeweiligen Großhandelsunternehmens. 

Stand: 10.09.2022

Wie viel Impfstoff von welchem Hersteller wird an die Vertragsarztpraxen geliefert?

Alle wichtigen Informationen sowie Hinweise zu Verfügbarkeiten von Impfstoffen und zum Bestellprozess finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Stand: 10.09.2022 

Wer wird in Arztpraxen geimpft und wie kommt man an einen Impftermin?

Grundsätzlich können sich Personen ab einem Alter von 5 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Welcher Impfstoff für welche Personengruppen empfohlen wird, erfahren Sie hier.

Einen Termin für die Corona-Schutzimpfung können sie direkt per Telefon oder teilweise per digitaler Terminbuchungsmöglichkeit in Ihrer Arztpraxis vereinbaren. Eine zentrale Einladung für die Impfung gibt es nicht. 

Wo Sie sich in Ihrer Nähe schnell und unkompliziert impfen lassen können und wie die Impfung abläuft erfahren Sie hier

Stand: 10.09.2022

 

Wie werden die Apotheken und Großhändler vergütet?

Die Regelungen zur Vergütung ist in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegt, die am 1. April 2021 in Kraft getreten ist.

Stand: 10.09.2022

Ist ausreichend Impfzubehör auf dem Markt verfügbar, um alle Vertragsarztpraxen damit auszustatten?

Ja, in Deutschland ist ausreichend Impfzubehör verfügbar. Arztpraxen erhalten das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen sowie gegebenenfalls NaCl-Lösung) zusammen mit dem Impfstoff von der Apotheke. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und hier

Stand: 10.09.2022

Dürfen nur die Ärzte in den Praxen impfen?

Nein, es gibt mittlerweile verschiedene impfende Stellen. Dies gilt grundsätzlich auch für die jetzt wichtigen Auffrischungsimpfungen. Neben niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten dürfen auch Privatärztinnen und Privatärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eine Corona-Schutzimpfung vornehmen. Nach Aktualisierung der Coronavirus-Impfverordnung vom 25.05.2022, haben nun auch Zahnärztinnen und Zahnärzte die Möglichkeit, die Corona-Schutzimpfung durchzuführen. Ob in Ihrer Zahnarztpraxis ebenfalls Impfungen gegen COVID-19 durchgeführt werden, erfahren Sie vor Ort.

Zum Teil gibt es auch noch Impfzentren, obwohl deren Zahl reduziert worden ist. Mobile Impfteams können insbesondere für die Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Auch Gesundheitsämter und Krankenhäuser in die COVID-19-Impfkampagne einbezogen.

Nach letzter Aktualisierung der Coronavirus-Impfverordnung ist das Impfen nun auch in Apotheken möglich. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Hier erfahren Sie, wo Sie ihr Impfangebot wahrnehmen können.

Stand: 10.09.2022

Müssen die Ärztinnen und Ärzte Dosen für die Zweitimpfung zurückhalten?

Nein, es ist derzeit nicht nötig, dass Impfstoffdosen für die erforderliche Zweitimpfung in den Arztpraxen zurückgelegt werden. Die Ärztinnen und Ärzte können und sollten die Termine entsprechend planen und dann die benötigten Dosen für die Zweitimpfungen bestellen.

Stand: 10.09.2022

Kann ich mir bei der Vertragsärztin oder dem Vertragsarzt aussuchen, mit welchem Impfstoff ich geimpft werden möchte?

Es gibt die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Impfangeboten, bei denen unterschiedliche Impfstoffe verimpft werden, zu wählen. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit unterschiedlicher Impfstoffe. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welchen Impfstoff diese oder dieser nutzt oder in der Regel bestellt. 

Mehr Informationen dazu, für wen welcher Impfstoff empfohlen wird, finden Sie hier

Stand: 10.09.2022

Corona-Schutzimpfung in Apotheken

Unter welchen Voraussetzungen können Apotheken Corona-Schutzimpfungen durchführen?

Für die Durchführung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Die öffentliche Apotheke muss auf der Grundlage einer Selbstauskunft eine Bescheinigung der zuständigen Landesapothekerkammer einholen. Die Selbstauskunft beinhaltet, dass eine geeignete und entsprechend ausgestattete Räumlichkeit sowie eine Betriebshaftpflichtversicherung, die mögliche Schädigungen aus der Durchführung der Impfung abdeckt, zur Verfügung stehen und die Impfungen nur von Personen vorgenommen werden, die zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus, gegebenenfalls nach einer ärztlichen Schulung, berechtigt sind.

Zudem müssen die öffentlichen Apotheken an die Impfsurveillance angebunden sein.  

Stand: 13.09.2022 

Warum impfen Apotheken?

Aufgrund der zeitweise überdurchschnittlich hohen Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen, insbesondere Booster-Impfungen, war eine schnelle Organisation und Durchführung der Schutzimpfungen notwendig.

Um den großen Bedarf nach COVID-19-Impfungen bestmöglich zu decken, sind mittlerweile laut § 20b des Infektionsschutzgesetzes neben Ärztinnen und Ärzten unter bestimmten Voraussetzungen weitere Berufsgruppen, unter anderem Apothekerinnen und Apotheker, zur Durchführung von Corona-Schutzimpfungen für einen vorübergehenden Zeitraum berechtigt.

Mit den öffentlichen Apotheken stehen Bürgerinnen und Bürgern neben den etablierten Impfmöglichkeiten (Arztpraxen, Impfzentren, mobile Impfteams, Gesundheitsämter oder Betriebsärztinnen und -ärzte) eine weitere Anlaufstelle für eine Corona-Schutzimpfung zur Verfügung.

Stand: 10.09.2022

Kann ich mich in allen Apotheken impfen lassen?

Öffentliche Apotheken können durch Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Coronavirus-Impfverordnung Corona-Schutzimpfungen durchführen. Da dies eine freiwillige Leistung der öffentlichen Apotheken ist, entscheidet jede Apothekeninhaberin und jeder Apothekeninhaber, ob ihre oder seine Apotheke Schutzimpfungen gegen COVID-19 anbietet.

Informieren Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort, ob diese Corona-Schutzimpfungen durchführt. Außerdem können Sie hier impfende Apotheken in Ihrer Nähe finden und einen Termin vereinbaren.

Stand: 10.09.2022

Wer kann sich in Apotheken impfen lassen?

Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene können sich gegen COVID-19 in Apotheken von Apothekerinnen und Apotheker, die eine entsprechende Schulung absolviert haben, impfen lassen.

Apothekerinnen und Apotheker, die für die Durchführung von Grippeschutzimpfungen geschult sind, dürfen nur Personen ab 18 Jahren impfen. Wenn sie eine Ergänzungsschulung absolviert haben, dürfen sie auch Jugendliche ab 12 Jahren impfen.

Nur Ärztinnen und Ärzte dürfen Kinder ab 5 Jahren und Jugendliche bis 12 Jahre impfen. 

Stand: 01.09.2022 

Welche Berufsgruppen können in Apotheken impfen?

Neben Apothekerinnen und Apotheker, die eine entsprechende Schulung absolviert haben, können auch andere berechtigte Personen gegen COVID-19 impfen. Dies können Ärztinnen und Ärzte, geschulte Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie geschulte Tierärztinnen und Tierärzte sein. 

Stand: 15.09.2022  

Inwiefern sind bzw. werden Apothekerinnen und Apotheker fürs Impfen ausgebildet?

Die Schulung zur Durchführung von Schutzimpfungen umfasst neben der praktischen Umsetzung auch die Anamnese, Aufklärung, Impfberatung sowie die Beobachtung im Anschluss an die Impfung und das Beherrschen und unter Umständen auch Anwenden von Notfallmaßnahmen im Falle von akuten Impfreaktionen.

Apothekerinnen und Apotheker müssen eine Schulung nach § 20b des Infektionsschutzgesetzes erfolgreich absolviert haben, bevor sie gegen COVID-19 impfen dürfen. Die Schulung soll dabei alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln, die für eine sichere Durchführung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erforderlich sind. 

Die Bundesapothekerkammer hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer ein Mustercurriculum für die Schulungen der Apothekerinnen und Apotheker erstellt.

Apotheker und Apothekerinnen, die bereits im Rahmen von Modellvorhaben nach § 132j SGB V in der Durchführung von Grippeschutzimpfungen eine Schulung absolviert haben, dürfen auch Erwachsene gegen COVID-19 impfen.

Stand: 10.09.2022

Welche Impfstoffe werden in Apotheken verimpft?

Öffentlichen Apotheken stehen alle zugelassenen und verfügbaren COVID-19-Impfstoffe zur Verimpfung zur Verfügung.

Stand: 10.09.2022

Besteht freie Impfstoffwahl?

Die Leistungserbringer sind angehalten, die STIKO-Empfehlungen und die zulassungsbezogenen Angaben bei der Auswahl des Impfstoffs für jede Impfwillige und jeden Impfwilligen zu beachten.

Stand: 10.09.2022

Führen Apotheken nur Auffrischungsimpfungen oder auch Erst- und Zweitimpfungen durch?

Öffentliche Apotheken können sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungsimpfungen gegen COVID-19 durchführen.

Stand: 10.09.2022

Warum sollen auch Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Tierärztinnen und Tierärzte Corona-Schutzimpfungen durchführen?

Die Regelung soll das Ziel unterstützen, möglichst zeitnah den Schutz des Einzelnen und eine hinreichend breite Immunität in der Bevölkerung zu erreichen, um die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. Unter bestimmten Voraussetzungen wurden neben Ärztinnen und Ärzte weitere Berufsgruppen zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen COVID-19 für einen vorübergehenden Zeitraum berechtigt. Zu den in § 20b des Infektionsschutzgesetzes genannten Berufsgruppen zählen Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Tierärztinnen und Tierärzte.

Stand: 10.09.2022   

Ab wann wird auch in Zahnarzt- und Tierarztpraxen geimpft?

Auf der Grundlage des § 20b IfSG können sich ärztlich geschulte Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie ärztlich geschulte Tierärztinnen und Tierärzte in bereits vorhandenen Strukturen (zum Beispiel Impfzentren) in die Impfkampagne einbringen und mitimpfen. Ein Curriculum für die ärztliche Schulung der Zahnärztinnen und Zahnärzte und für die ärztliche Schulung der Tierärztinnen und Tierärzte wurde von der Bundeszahnärztekammer beziehungsweise der Bundestierärztekammer in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer erstellt und liegt seit Ende des letzten Jahres vor.

Nach der Aktualisierung der Coronavirus-Impfverordnung vom 25. Mai 2022 haben auch Zahnärztinnen und Zahnärzte die Möglichkeit, die Corona-Schutzimpfung durchzuführen. Ob in Ihrer Zahnarztpraxis Impfungen gegen COVID-19 durchgeführt werden, erfahren Sie vor Ort. Die Einbeziehung von Tierarztpraxen als eigenständige Leistungserbringer i.S.v. § 3 der Coronavirus-Impfverordnung wird noch geprüft und soll in weiteren Schritten gesondert folgen. Die dafür notwendigen Voraussetzungen, insbesondere die technische Einbindung in die Impfsurveillance, sind derzeit nicht erfüllt. Lösungen für die offenen Fragen werden aktuell ausgearbeitet.  

Stand: 23.08.2022

Corona-Schutzimpfung in Betrieben

Wer hat Anspruch auf eine Impfung bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt?

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des jeweiligen Betriebes haben Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung bei der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt. Erfasst sind alle Betriebsangehörigen, und zwar unabhängig etwa von ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort, also auch Grenzpendlerinnen und Grenzpendler sowie Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter. Die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können grundsätzlich etwa auch Angehörige der Beschäftigten in die Impfungen einbeziehen. 

Stand: 10.09.2022

Wie läuft die Impfaufklärung vor der Corona-Schutzimpfung genau ab? Was sollten Betriebsärztinnen und Betriebsärzte beachten?

Die Aufklärung ist ein wichtiger Teil der Impfleistung. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sind verpflichtet, die zu impfende Person über die Vorteile und Risiken vorab zu informieren. Diese Punkte gilt es hierbei zu beachten:

Aushändigung des Aufklärungsmerkblattes für entweder mRNA-, vektor- oder proteinbasierte Impfstoffe

  • Die Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung erfolgt insbesondere vor der ersten Impfung. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt dafür bundesweit einheitliche Aufklärungsmerkblätter zu den Impfstoffen als druckfähige PDF-Dateien zur Verfügung.
  • Geben Sie der zu impfenden Person oder der gesetzlichen Vertretungsperson das Aufklärungsmerkblatt zu lesen.
  • Die Dokumente werden fortlaufend dem aktuellen Impfgeschehen angepasst und sind auch in mehreren Fremdsprachen und leichter Sprache hier abrufbar.

Das Aufklärungsgespräch

  • Der zu impfenden Person ist Gelegenheit zu geben, Fragen und Unklarheiten zur Corona-Schutzimpfung mit der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt zu besprechen. Ein Aufklärungsgespräch ist aber nicht zwingend erforderlich. Die zu impfende Person kann auch auf das ärztliche Aufklärungsgespräch verzichten, wenn sie sich hinreichend informiert fühlt.

Impffähigkeit feststellen

  • Betriebsärztinnen und -ärzte sollten sich überzeugen, dass die zu impfende Person aktuell impffähig ist.
  • Eine Anamnese ist vor allem dann erforderlich, wenn die Betriebsärztin oder -arzt die Person nicht kennen, weil sie zum ersten Mal die Praxis aufsucht. Hierfür kann der Anamnesebogen genutzt werden, den Sie hier herunterladen können.
  • Sollte der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt der Gesundheitszustand der zu impfenden Person bereits bekannt und dokumentiert sein, ist eine erneute Anamnese nicht erforderlich. Auch bei diesen Personen muss die Impffähigkeit aber zumindest im Hinblick auf akute Infektionen etc. geprüft werden.

Einwilligung der zu impfenden Person

  • In der Patientinnen- oder Patientenakte wird dokumentiert, dass die zu impfende Person aufgeklärt wurde und in die Impfung eingewilligt hat.
  • Eine schriftliche Einwilligung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll. Dazu kann das Aufklärungsmerkblatt oder das Muster des RKI für eine Einwilligungserklärung verwendet und von der zu impfenden Person unterschrieben werden. Auch eine formlose Einwilligungserklärung ist möglich.

Stand: 10.09.2022

Gibt es Nebenwirkungen und Risiken? Inwieweit haften impfende Ärztinnen und Ärzte für Impfschäden?

Infos zu Nebenwirkungen und Impfreaktionen der zugelassenen Impfstoffe finden Sie hier.

Für das Melden von Nebenwirkungen nutzen Betriebsärztinnen und -ärzte die gewohnten Wege:

  • Meldung an das Gesundheitsamt: Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht eine namentliche Meldepflicht einer sogenannten unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) an das jeweilige Gesundheitsamt. Dieses leitet die Meldung weiter an die zuständige Landesbehörde und an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).
  • Meldung an die Arzneimittelkommission: Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die berufsrechtliche Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Diese leitet die Meldung pseudonymisiert an das PEI weiter. Die entsprechenden (Online-)Formulare sowie weitere Infos finden Sie hier.
  • Meldung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder an das PEI: Angehörige der Gesundheitsberufe, das heißt auch Apothekerinnen und Apotheker, werden nach dem Arzneimittelgesetz ausdrücklich aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden.
  • Meldung an Angehörige der Gesundheitsberufe oder direkt an das BfArM oder PEI: Möglichkeit für Patientinnen und Patienten Nebenwirkungen mitzuteilen oder in das Portal des BfArM oder PEI einzugeben.

Für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen gegen COVID-19 eingetreten sind und die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit dem 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, besteht seit dem 1. Juni 2021 bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung (§ 60 IfSG).

Stand: 12.09.2022 

Müssen Betriebe etwas für den Betriebsarzt zahlen, wenn sie ein Impfangebot machen wollen?

Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Vergütung für Impfungen in Betrieben trägt ebenfalls der Bund.

Grundsätzlich ist die Betreuung durch eine Betriebsärztin oder einen Betriebsarzt ab einer oder einem Angestellten für jedes Unternehmen Pflicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Firma eine eigene Betriebsärztin oder -arzt einstellen muss. Auf Verlangen der Behörden, Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger sollte jedes Unternehmen aber in der Lage sein, abhängig von der Betriebsgröße angemessene Betreuung nachweisen zu können.

Die fortlaufend aktualisierten Lieferprognosen für Betriebe können Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit einsehen.

Weitere Informationen zur Impfstoffbestellung für Betriebsärztinnen und -ärzte finden Sie hier.

Stand: 05.08.2022

Wo finden Betriebe Informationen zum Impfmanagement?

Hinweise zum Impfmanagement und wichtige Informationsmaterialien finden Betriebe auf der Website der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Stand: 01.09.2022

Corona-Schutzimpfung in Zahnarztpraxen

Welche Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen gegen COVID-19 impfen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

In die Impfkampagne der Bundesregierung sind sowohl die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzte (Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte) als auch ausschließlich privatärztlich tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte (Privatzahnärztinnen und Privatzahnärzte) einbezogen. Die Teilnahme an der Impfkampagne ist freiwillig.

Folgende Vorraussetzungen müssen erfüllt werden:  

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte sind zur Durchführung von COVID-19-Schutzimpfungen nur dann berechtigt, wenn sie eine ärztliche Schulung zur Erbringung von Impfleistungen abgeschlossen und bestanden haben.
  • Um auf dieser Grundlage als Leistungserbringer nach der Coronavirus-ImpfV Impfleistungen erbringen zu dürfen, müssen Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte ihre Impfberechtigung nachweisen.
  • Privatzahnärztinnen und Privatzahnärzte müssen neben dem Nachweis der Impfberechtigung zudem einen Nachweis über ihre Niederlassung erbringen.
  • Zudem müssen Vertragszahnärztinnen, Vertragszahnärzte, Privatzahnärztinnen und Privatzahnärzte an der Impfsurveillance des Robert-Koch-Institutes teilnehmen und täglich die betreffenden Surveillance-Daten übermitteln, um Impfleistungen nach der Coronavirus-ImpfV abrechnen zu dürfen. 

Stand: 10.09.2022

Wer darf von Zahnärztinnen und Zahnärzten gegen COVID-19 geimpft werden?

Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen ausschließlich Personen impfen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben. Kinder unter 12 Jahren sind von der Impfberechtigung nicht umfasst. 

Stand: 10.09.2022

Warum konnten Apotheken schneller und unkomplizierter in die COVID-19-Impfkampagne eingebunden werden als Zahnarztpraxen?

Durch die bestehende Möglichkeit zur Grippeschutzimpfungen in Apotheken, sind die Abrechnungsmodalitäten für Apotheken bereits vorhanden und konnten der aktuellen Situation angepasst werden. Diese Infrastruktur (z.B. Anbindungsmöglichkeiten an die Impf-Surveillance des RKI; Schaffung von Abrechnungsverfahren für Leistungen außerhalb der regulären vertragszahnärztlichen Versorgung; Möglichkeit zur Erstellung digitaler Impfzertifikate etc.) musste für Zahnärztinnen und Zahnärzte hingegen erst geschaffen sowie mit dem Bundesministerium für Gesundheit als Verordnungsgeber der Coronavirus-ImpfV abgestimmt werden.

Nach Schaffung der erforderlichen Infrastrukturen durch die zahnärztlichen Körperschaften bedurfte es sodann einer entsprechenden Änderung der Coronavirus-ImpfV durch das Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen eines Verordnungsverfahrens. Erst mit dieser Schaffung auch der rechtlichen Voraussetzungen durch das Bundesministerium für Gesundheit besteht nunmehr für Zahnärzte die Möglichkeit zur Erbringung von COVID-19-Schutzimpfungsleistungen in eigener Praxiswerden. 

Stand: 10.09.2022

Wo können sich Zahnärztinnen und Zahnärzte zum COVID-19-Impfmanagement informieren?

Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich auf Website der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zum COVID-19-Impfmanagement informieren. 

Stand: 10.09.2022