Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren

Hier finden Sie Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren – welche Impfstoffe für Kinder und Jugendliche zugelassen sind, was es für Eltern zu beachten gilt und wie Familien mit der Impfung gegen COVID-19 umgehen können.

Können sich alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja, am 19. August 2021 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren veröffentlicht. Alle Personen zwischen 12 und 17 Jahren können sich mit dem zugelassenen mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  impfen lassen. Vor der Impfung sind eine entsprechende ärztliche Aufklärung und gegebenenfalls die Zustimmung der Sorgeberechtigten notwendig.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Stand: 05.04.2022 

 

Was empfiehlt die Ständige Impfkommission zur Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer.

Aufgrund mangelnder Datenverfügbarkeit wurde die COVID-Impfung zunächst nicht allgemein für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen. Die Impfempfehlung galt zunächst für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen sowie für Kinder und Jugendliche im Umfeld von Personen, die sich selbst nicht schützen können, also zum Beispiel jüngere Geschwisterkinder oder Schwangere sowie für Jugendliche mit arbeitsbedingt erhöhtem Expositionsrisiko. Mittlerweile sind ausreichend Daten zur Sicherheit des Impfstoffes verfügbar, sodass die Ständige Impfkommission (STIKO) nach Prüfung der Daten und einer gründlichen Risiko-Nutzen-Abwägung seit dem 19. August 2021 allen Personen ab 12 Jahren eine COVID-19-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfahl. Dies schränkte die STIKO am 18. November 2021 mit der Aktualisierung der STIKO-Empfehlung dahingehend ein, dass Personen unter 30 Jahren nicht mehr mit dem Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna  geimpft werden sollen. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/PfizerDie finale Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung lesen Sie hier.

Weitere Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren finden Sie in diesem Artikel.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Stand: 07.04.2022

Bei welchen Vorerkrankungen hat die Ständige Impfkommission die Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren ursprünglich empfohlen und welche Rolle spielen diese Vorerkrankungen angesichts der nun allgemeinen Impfempfehlung der STIKO noch?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer schon seit einiger Zeit allgemein für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Zuvor hatte die STIKO diese Impfung als Indikationsimpfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen, die wegen folgenden Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung haben:

  • Adipositas (> 97. Perzentile des Body-Mass-Index)
  • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung < 80 Prozent) und Einkammerherzen nach Fontan-Operation
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere pulmonale Hypertonie
  • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion (ausgenommen ist ein gut eingestelltes Asthma bronchiale)
  • chronische Nierenerkrankungen
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen
  • Trisomie 21
  • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes mellitus (wenn nicht gut eingestellt beziehungsweise mit HbA1c-Wert >9,0 Prozent)

Die Auflistung ist nicht nach Relevanz sortiert und stützt sich auf zwei Quellen: Zum einen sind dies publizierten internationalen Studien, die Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf und Hospitalisierung bei COVID-19-Erkrankung von Kindern und Jugendlichen untersuchten und zum anderen ein Register, in dem die Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI) Daten zu hospitalisierten Kindern und Jugendlichen mit COVID-19 in Deutschland sammelt. 

Stand: 10.05.2022

Gibt es eine Impfpflicht für Kinder?

Es gibt keine Impfpflicht für Kinder in Deutschland.

Wichtig: Seit September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für Kinder ab 12 Jahren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die STIKO hat außerdem am 17. Dezember 2021 ihre Empfehlung zur Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren veröffentlicht. Kindern mit Vorerkrankungen wird eine Grundimmunisierung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer empfohlen. Die Impfdosis soll dabei nur ein Drittel von der Dosis eines Erwachsenen sein, nämlich 10 µg statt 30 µg. Die COVID-19-Impfung kann auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankungen bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Generell gilt: Die Corona-Schutzimpfung ist wichtig, um sich selbst zu schützen, um den Schutz der Gemeinschaft zu erreichen und um auch diejenigen zu schützen, die sich derzeit nicht impfen lassen können.

Stand: 28.03.2022

Mit welchem Impfstoff können Kinder ab 12 Jahren geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren die COVID-19-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Vor der Impfung sind eine entsprechende ärztliche Aufklärung und gegebenenfalls die Zustimmung der Sorgeberechtigten notwendig. 

Gut zu wissen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna am 18. November 2021 auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren beschränkt. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Einen Artikel zur Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren finden Sie hier.

Stand: 21.04.2022

 

Wo können sich Kinder und Jugendliche gegen COVID-19 impfen lassen?

Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren können zum Beispiel in Impfzentren, bei niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten oder bei Hausärztinnen und -ärzten geimpft werden. Jugendliche und Kinder ab 12 Jahren können sich zudem auch in Apotheken impfen lassen.

Stand: 10.05.2022

Welche Impfreaktionen können nach der Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren auftreten?

Wie bei jeder Impfung können auch nach der Corona-Schutzimpfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  bei Kindern und Jugendlichen Impfreaktionen oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an.

Die in den Zulassungsstudien am häufigsten berichteten Impfreaktionen nach Gabe von Comirnaty® waren im zumeist zweimonatigen Beobachtungszeitraum:

  • Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 90 Prozent)
  • Ermüdung und Kopfschmerzen (mehr als 70 Prozent)
  • Muskelschmerzen und Schüttelfrost (mehr als 40 Prozent)
  • Gelenkschmerzen und Fieber (mehr als 20 Prozent).

In den Zulassungsstudien, die alle Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer ab 12 Jahren berücksichtigen, wurden folgende Impfreaktionen bei weniger als 10 Prozent der Personen berichtet: Häufig (zwischen 1 und 10 Prozent) traten Übelkeit und Rötung der Einstichstelle auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 und 1 Prozent) traten Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen im Impfarm, Unwohlsein, Juckreiz an der Einstichstelle sowie Überempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel allgemeiner Ausschlag und Juckreiz) auf. Seit Einführung der Impfung wurde außerdem sehr häufig (bei 10 Prozent oder mehr) über Durchfall und häufig (zwischen 1 und 10 Prozent) über Erbrechen berichtet. In Einzelfällen trat außerhalb der Zulassungsstudien eine akute entzündliche Hauterkrankung auf.

Mehr Informationen dazu finden Sie in der STIKO-Empfehlung (ab Seite 24) sowie im Aufklärungsmerkblatt zu mRNA-Impfstoffen.

Stand: 19.05.2022

Welche Nebenwirkungen können nach der Corona-Schutzimpfung bei Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren auftreten?

Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) oder auch Impfkomplikationen – also Nebenwirkungen oder Impfschäden – nach Impfungen sind sehr selten. Dabei handelt es sich um Symptome, die über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehen.

Im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung mit den mRNA-Impfstoffen wurden sehr seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen, unter anderem bei Kindern und Jugendlichen, beobachtet. Sie traten zumeist wenige Tage nach der Impfung und überwiegend nach der 2. Impfstoffdosis auf. Jungen und junge Männer waren besonders betroffen (ca. 1:16.000). Die Verläufe sind zumeist gutartig, es fehlen jedoch Daten zum Langzeitverlauf.  Weitere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse sind bei 12- bis 17-Jährigen nach COVID-19 Impfung bisher nicht nachgewiesen worden, obwohl allein in den USA und Kanada in dieser Altersgruppe bereits über 12 Millionen Impfstoffdosen verabreicht wurden. Neuere Untersuchungen weisen allerdings auch darauf hin, dass Herzmuskelentzündungen nach einer COVID-19-Infektion auftreten können. 

Sollten Sie oder Ihr Kind wenige Tage nach der Impfung unter Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, beschleunigtem Puls oder Herzpochen leiden, holen Sie bitte unbedingt medizinischen Rat ein. Weitere Informationen zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen nach einer Corona-Schutzimpfung finden Sie in diesem Artikel.

Gut zu wissen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna am 18. November 2021 auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 beschränkt. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Stand: 29.04.2022

Wie wirksam ist die Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren?

In der Zulassungsstudie des Impfstoffs Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  für Kinder und Jugendliche (12 bis 15 Jahre) zeigte sich eine sehr gute Wirksamkeit für die Verhinderung von COVID-19-Erkrankungen: In der Zulassungsstudie konnte eine sehr hohe Wirksamkeit des Impfstoffs hinsichtlich der Verhinderung von COVID-19-Erkrankungen festgestellt werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) zog bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche auch internationale Daten heran. Die Aktualisierung der Impfempfehlung vom August 2021 berücksichtigte somit unter anderem auch Daten aus einem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu zehn Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen. Mögliche Risiken für diese Altersgruppe konnten so zuverlässiger quantifiziert und beurteilt werden.

Zum Hintergrund der Zulassung: Die Zulassungsstudie des Impfstoffs Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  für Kinder und Jugendliche (12 bis 15 Jahre) (2.260 Probandinnen und Probanden im Alter von 12-15 Jahren) untersuchte die Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs ab dem Zeitpunkt sieben Tage nach der Zweitimpfung im Vergleich zu einem Placebo. In der Gruppe, die den Impfstoff verabreicht bekommen hatte, traten unter den 1.005 Probandinnen und Probanden keine und in der Placebogruppe (978 Probandinnen und Probanden) 16 labordiagnostisch bestätigte COVID-19-Erkrankungen auf.

Daraus ergibt sich eine Impfstoffwirksamkeit zur Verhinderung von COVID-19 von 100 Prozent. Weder in der Impfstoff- noch in der Placebogruppe traten COVID-19-Fälle mit schwerem Verlauf oder COVID-19-bedingte Todesfälle auf. Deswegen kann auf Basis der vorliegenden Daten keine Aussage zur Wirksamkeit des Impfstoffs gegen schwere COVID-19-Verläufe in dieser Altersgruppe gemacht werden. Da aus den Zulassungsstudien bei Erwachsenen bekannt ist, dass die Wirksamkeit gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung und COVID-19-bedingte Hospitalisierung über der Wirksamkeit gegen eine milde oder moderate COVID-19-Erkrankung lag, kann man durchaus annehmen, dass auch bei Kindern und Jugendlichen eine gute Wirksamkeit gegen diese Endpunkte vorliegt.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Stand: 21.02.2022

Welche Regelungen gibt es im Falle eines Impfschadens nach einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen?

Wer durch eine COVID-19-Schutzimpfung gesundheitliche Schäden (Impfschaden) erleidet – egal, ob die Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wurde oder nicht –, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz (Vgl. § 60 Infektionsschutzgesetz). Ausgenommen davon sind Folgen, die durch Anwendungsfehler von Ärztinnen oder Ärzten entstanden sein könnten oder Fehler des pharmazeutischen Unternehmens.

Stand: 10.05.2022

Welche Rolle spielt der Bevölkerungsschutz bei der Corona-Schutzimpfung der Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren?

Die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren kann dazu beitragen, den Gemeinschaftsschutz zu erhöhen. Für Kinder und Jugendliche kann es beispielsweise im Schulalltag oder beim Treffen mit Freundinnen und Freunden schwierig sein, Abstände einzuhalten. Die Impfung von jungen Menschen verhindert, dass sich das Virus unter ihnen ausbreitet. Dadurch werden nicht nur sie selbst vor einer schweren Erkrankung geschützt, sondern auch diejenigen, mit denen sie Kontakt haben und die noch nicht geimpft wurden oder nicht geimpft werden können. Das sind zum Beispiel Bezugspersonen mit Vorerkrankungen oder Allergien, die eine Corona-Schutzimpfung unmöglich machen.

Die Impfung von Kindern und Jugendlichen (12 bis 17 Jahre, ohne Vorerkrankung) hätte ohne Verbesserung der Impfquoten in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen keinen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der vierten Welle. Durch die Impfung von Kindern und Jugendlichen kann jedoch ein direkter Schutz in dieser Altersgruppe erzielt werden. Unter der Annahme einer Impfquote von 50 Prozent unter gesunden 12- bis 17-Jährigen (und einer Impfquote von 75 Prozent bei den Erwachsenen) könnten geschätzt 37 Prozent der Meldefälle (symptomatische und asymptomatische Fälle), 36 Prozent der Hospitalisierungen und 36 Prozent der intensivmedizinisch versorgten Fälle in der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre im Zeitraum August-Dezember 2021 zusätzlich verhindert werden.

Mehr Informationen zur Impfung ab 12 Jahren finden Sie hier.  

Stand: 15.03.2022

Müssen sich geimpfte Kinder in der Schule testen lassen?

Kinder werden im Rahmen eines verbindlichen schulischen Konzeptes regelmäßig getestet, um den Präsenzunterricht so sicher wie möglich zu gestalten. Inwiefern dies geschieht, ist abhängig von den jeweiligen Verordnungen der Bundesländer. Bitte informieren Sie sich zu den Regelungen in Ihrem Bundesland.

Stand: 10.05.2022