Allgemeine Infos zum Testen

Coronatests helfen, wichtige Daten zu Infektionszahlen zu generieren, die bei der Eindämmung der Pandemie notwendig sind. Erfahren Sie, wann ein Test gegen das Coronavirus sinnvoll ist, wer sich testen lassen kann und wie lange die Auswertung dauert.

Inhalte

Was ist die Nationale Teststrategie?

Flächendeckendes Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Es ermöglicht die schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung infizierter Personen in Deutschland. Dies ist die Grundlage für die Unterbrechung von Infektionsketten und den Schutz vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. Testen entbindet nicht von der Einhaltung der AHA+L-Regel sowie notwendigen Hygienevorkehrungen und Symptom-Monitoring in Einrichtungen.

Mit der aktuellen Testverordnung wird allen Bürgerinnen und Bürgern mindestens ein kostenloser Schnelltest (PoC-Test) pro Woche zur Verfügung gestellt – unabhängig von Impf- oder Genesenenstatus. Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

Weitere Informationen zur Nationalen Teststrategie finden Sie auch auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI) und in unserem Artikel.

Stand: 10.05.2022

Was ist durch die Testverordnung geregelt?

Die Testverordnung regelt grundsätzlich den Anspruch auf Testungen im Bereich der Prävention bzw. zur Bestätigung positiver Testergebnisse bei asymptomatischen Personen.

Testungen für Personen mit medizinischer Indikation (insb. COVID-19-Symptomatik) werden im Rahmen der Krankenbehandlung abgerechnet.

Stand: 10.05.2022

Welche Tests gibt es und wofür sind diese Tests geeignet?

Laborbasierte PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests, weil sie besonders sensitiv sind. Das heißt, sie können auch geringe Mengen des Virus nachweisen, genauer gesagt  weisen sie das Erbmaterial des Virus nach. Die Probenentnahme erfolgt durch Personen, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben und in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen sind (§ 4 MPBetreibV). Die anschließende Auswertung der Proben erfolgt durch Labore. Der PCR-Test wird in erster Linie dafür eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt. Bei Vorliegen von Symptomen sollte daher direkt durch eine Ärztin oder einen Arzt eine PCR-Testung im Rahmen der Krankenbehandlung veranlasst werden. Bei asymptomatischen Personen kann ein PCR-Test (insbesondere bei niedrigen Inzidenzen) zur Bestätigung eines vorangegangenen positiven Antigentests sinnvoll sein.

 

PoC-NAT-Tests sind labormedizinische Untersuchungen, die wie der PCR-Test auch auf der Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT; Nachweis von viralen Genen) basieren, jedoch ohne Probenvorbereitung unmittelbar vor Ort (Point of Care, PoC), also patientennah und kurzfristig vor Ort ausgewertet werden können. Daher ist ihre Anwendung nicht auf medizinische Labore beschränkt.

PoC-NAT-Tests sind besonders gut in Situationen geeignet, in denen man schnell und innerhalb kurzer Zeit ein relativ sicheres Testergebnis benötigt, wie zum Beispiel bei Testungen in Notaufnahmen, Ambulanzen und Pflegeeinrichtungen. PoC-NAT-Tests bieten im Vergleich zu Antigen-Schnelltests auch im Reiseverkehr eine höhere Sicherheit.

Die Sensitivität von PoC-NAT-Tests ist im Vergleich zum PCR-Test etwas geringer. Dies bedeutet, dass es im Vergleich zur PCR- bzw. laborbasierten Verfahren zum Nachweis des Genmaterials des Virus häufiger falsch-negative Ergebnisse geben kann. Das heißt: Man ist tatsächlich infiziert, der Test ist jedoch negativ. In sensiblen Bereichen, zum Beispiel zum Schutz eines Virus-Eintrags in Bereiche mit Personen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, ist daher die laborbasierte PCR-Testung zu bevorzugen. Auch bei Zweifel an einem negativen PoC-NAT-Test, etwa weil man anhaltende Symptome hat, sollte eine PCR-Testung erwogen werden.

Hingegen bietet sich der PoC-NAT-Test aufgrund der guten Spezifität – das heißt, es gibt wenige falsch-positive Testergebnisse – zur schnellen Bestätigung positiver Antigen-Schnelltests bei asymptomatischen Personen an. Dies kann zur Vermeidung einer vorsorglichen mehrtägigen Quarantäne bis zum Eintreffen des Labor-PCR-Befundes genutzt werden, zum Beispiel bei positiv getestetem pflegerischem beziehungsweise medizinischem Personal. Ein positiver PoC-NAT-Test muss nicht durch einen im Labor durchgeführten PCR-Test bestätigt werden.

 

Antigen-Schnelltests haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt, da sie ebenfalls vor Ort ausgewertet werden können. Sie werden durch geschultes Personal durchgeführt – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht. Dabei werden virale Eiweiße nachgewiesen.

Antigen-Schnelltests kommen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohner vorsorglich regelmäßig zu testen. Zudem werden Antigen-Schnelltests als kostenloses Testangebot für asymptomatische Personen im Rahmen der Testung von Bürgerinnen und Bürgern eingesetzt.

Die Bestätigung eines positiven Antigen-Schnelltests durch einen PCR-Test ist insbesondere bei hohen Inzidenzen nicht zwingend notwendig, da ein positives Antigentestergebnis bei hohen Inzidenzen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine Infektion korrekt anzeigt. Ein positiver Antigen-Schnelltest sollte sehr ernst genommen und die Kontakte sollten deutlich eingeschränkt werden. Ein nachfolgender negativer Schnell- oder Selbsttest kann einen positiven Schnelltest übrigens nicht aufheben.

 

Selbsttests haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber, beispielsweise zuhause, machen kann. Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Gebrauchsanweisung leicht und verständlich sein, sowie Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – insbesondere auch da, wo sich Menschen möglicherweise ohne Maske begegnen, etwa bei einem privaten Besuch oder einer Feier. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden.

Stand: 10.05.2022

Sind die verschiedenen Coronatests in der Lage, bekannte neue Virusvarianten zu erkennen?

Bei den PCR-Testverfahren wird regelmäßig überprüft, ob die Tests zuverlässig alle zirkulierenden Coronavirus-Varianten nachweisen.

Bei der Zulassung von Antigen-Schnelltests gilt folgendes Mindestkriterium: Der Antragsteller muss Angaben zu den spezifischen Coronavirus-Proteinen (Antigenen) machen, die durch den jeweiligen Test nachgewiesen werden. Entsprechende Angaben zur Wirkungsweise des Tests sind auch in die Packungsbeilage entsprechend den Vorgaben der IVD-Richtlinie ("In-Vitro-Diagnostik") aufzunehmen. Wenn der betreffende Antigentest das Coronavirus-Oberflächenprotein ("Spike") detektiert, muss nachgewiesen werden, dass Mutationen des Coronavirus, die zu einer Variation im Spike-Antigen führen, zuverlässig erkannt werden.

Stand: 25.05.2022

Wer hat Anspruch auf einen Antigen-Schnelltest?

Jede Bürgerin und jeder Bürger hat mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest. Dieser Anspruch ist in § 4a der Testverordnung geregelt.

Stand: 20.04.2022 

Welche Nachweise haben die zu testenden Personen bei Inanspruchnahme eines Bürgertests zu erbringen?

Wer eine kostenlose Testung nach § 4a Testverordnung in Anspruch nehmen möchte, muss gegenüber testenden Stellen zum Nachweis der Identität einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Kinder und Jugendliche können sich auch mittels Kinderreisepasses oder mittels eines Schülerausweises ausweisen. Für Kinder und Jugendliche, die über kein Ausweisdokument verfügen, ist es ausreichend, dass die Erziehungsberechtigten bei Testung des minderjährigen Kindes ihr Ausweisdokument vorlegen. 

Stand: 10.05.2022

Welche Personen erhalten einen kostenlosen PCR-Test?

Ärztinnen und Ärzte können im Rahmen der Krankenbehandlung bei Vorliegen von COVID-19 spezifischen Symptomen eine PCR-Testung veranlassen. Dies gilt unabhängig von dem Vorliegen eines positiven Antigen-Schnelltests. Die Abrechnung erfolgt hier nicht nach der Testverordnung, sondern nach dem einheitlichen Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen (EBM).

Der Anspruch auf einen PCR-Test außerhalb der Krankenbehandlung (für asymptomatische Personen) ist in der Testverordnung geregelt.

Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, hat die getestete Person einen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses gemäß § 4b S. 1 TestV. Dies gilt auch bei Vorliegen eines positiven Selbsttests.

[Anmerkung: Bei sehr hohen Inzidenzen  ist ein positiver Antigen-Schnelltest sehr aussagekräftig – das heißt, er zeigt in den meisten Fällen eine bestehende Infektion korrekt an. Eine PCR-Bestätigung ist daher aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig. Ein nachfolgender negativer Schnell- oder Selbsttest kann einen positiven Schnelltest übrigens nicht aufheben (vgl. Welche Tests gibt es und wofür sind diese Tests geeignet?).

 

Zudem haben die nachfolgend aufgelisteten Personen einen Anspruch auf Testung. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht, da in vielen Fällen auch ein Antigen-Test ausreicht. Folgende Personengruppen haben gemäß Testverordnung einen Anspruch auf Testung:

  • Wenn sie von einem behandelnden Arzt einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person, von Einrichtungen und Unternehmen nach § 3 Abs. 2 TestV (z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen) oder vom öffentlichen Gesundheitsdienst als Kontaktperson identifiziert wurden
  • Wenn sie vom öffentlichen Gesundheitsdienst festgestellt werden, Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem als Virusvariantengebiet im Sinne von § 2 Nummer 3a der Coronavirus-Einreiseverordnung eingestuften Gebiet aufgehalten haben. Der Anspruch besteht bis zu 14 Tage nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland.
  • Wenn in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder einer vergleichbaren Einrichtung außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde, Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Bereichen der Einrichtung aufgehalten haben. Dies gilt zum Beispiel für Einrichtungen, wie
    • Schulen, Kindertagesstätten
    • Asylbewerberheime, Erstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünfte
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Tageskliniken
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen anderer medizinischer Heilberufe nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 9 IfSG
  • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen, und es die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst verlangen. Das gilt für folgende Einrichtungen oder Unternehmen: 
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Tageskliniken
    • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 Absatz 1 SGB IX
    • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerberbenden, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern

Stand: 07.04.2022

Besteht ein Anspruch auf einen PCR-Test, wenn der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion als Arbeitsunfall oder als Berufskrankheit besteht?

Ja. Voraussetzung ist allerdings, dass ein vorangegangener Antigen-Schnelltest positiv ausgefallen ist. In diesem Fall hat die getestete Person einen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses gemäß § 4b S. 1 TestV.

Stand: 11.04.2022

Besteht ein Anspruch auf einen PCR-Test, wenn die Corona-Warn-App eine Warnmeldung anzeigt?

Nein, eine Warnmeldung der Corona-Warn-App reicht nicht mehr als Begründung für einen PCR-Test aus. Die betroffenen Personen haben aber weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest (nach § 4a Satz 1). Fällt der Antigen-Schnelltest positiv aus, besteht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses (gemäß § 4b S. 1 TestV). Bei Vorliegen von COVID-19-spezifischen Symptomen kann im Rahmen der Krankenbehandlung durch eine Ärztin bzw. einen Arzt auch direkt ein PCR-Test veranlasst werden.

Stand: 10.05.2022

Welche Personengruppen werden nach der Nationalen Teststrategie priorisiert?

Die Nationale Teststrategie stellt eine fachliche Orientierungshilfe zum Einsatz von Testkapazitäten im Rahmen der COVID-19-Pandemie dar und hat von Beginn an bestimmte Indikationen mit einer Priorität versehen. Gemäß der Nationalen Teststrategie ist eine PCR-Testung in folgenden Situationen vorrangig:

  • PCR-Testung zur Klärung medizinisch-diagnostischer Fragen im ärztlichen Kontext (z. B. Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe)
  • PCR-Tests zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit medizinischer Einrichtungen (z. B. Arztpraxen, Krankenhaus, Pflege, Rettungsdienste)
  • Schutz vulnerabler Bereiche (z. B. Einrichtungen der Pflege, der Eingliederungshilfe, pflegende Angehörige)

Eine zuverlässige Testung und zeitnahe Befundung dieser Personengruppe ist zum Schutz der vulnerablen Gruppen und zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung von besonderer Bedeutung.

Diese Priorisierung bedeutet nicht, dass andere Personen keinen Anspruch auf PCR-Testungen haben. Der im Rahmen der Testverordnung geregelte Anspruch gilt im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten (vgl. §1 TestV) grundsätzlich weiter fort.

Stand: 18.05.2022

Wird auch ein Genesenen-Zertifikat ausgestellt, wenn die Infektion nur per Antigen-Schnelltest nachgewiesen wurde?

Nein, derzeit ist für die Ausstellung die Vorlage eines PCR-Testes erforderlich.

Stand: 10.05.2022

Wer kann Testnachweise ausstellen, die im Rahmen von möglichen 3G-Konzepten verwendet werden können?

Nicht alle Testnachweise sind im Rahmen der gesetzlichen 3G-Konzepte gültig. Welche Voraussetzungen ein Testnachweis erfüllen muss, regelt die Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung einheitlich für das gesamte Bundesgebiet.

Danach können 3G-gültige Testnachweise derzeit in drei verschiedenen Konstellationen ausgestellt werden:

1. Testung durch Leistungserbringer (nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung)

3G-fähige Testnachweise werden vor allem durch Personen oder Einrichtungen ausgestellt, die gemäß § 6 Abs 1 zur Leistungserbringung nach der Coronavirus-Testverordnung berechtigt sind. Dazu zählen insbesondere Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, Teststellen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, kommunal betriebene Teststellen sowie private Teststellen, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst mit der Durchführung von Testungen beauftragt wurden.

Digitale Testnachweise

In der Nähe befindliche Teststellen, die die Übermittlung von Schnelltest-Ergebnissen an die Corona-Warn-App (CWA) unterstützen, können über https://map.schnelltestportal.de/ gefunden werden. Eine Vielzahl der berechtigten Teststellen erstellen auch EU-konforme digitale Testzertifikate, die in der CWA gespeichert werden können. Die Nutzenden können dann ein digitales Testzertifikat für PCR- und Schnelltests anfordern, das im Falle eines negativen Testergebnisses ausgestellt wird. Sie können es in Ländern der Europäischen Union, sowie Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und weiteren Drittstaaten, die die digitalen EU-Zertifikate anerkennen, dafür verwenden, um ein negatives Testergebnis offiziell nachzuweisen. Nur mit der CovPassCheck-App können die QR-Codes auf ausgedruckten oder digitalen COVID-Zertifikaten der EU eingelesen und datenschutzkonform digital geprüft werden; eine bloße Sichtprüfung des Zertifikates ist nicht ausreichend.

Achtung: Testnachweise im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, die in Deutschland im Rahmen von impf-, genesenen- oder testnachweisbezogenen Schutzkonzepten (sogenannte 3G-Konzepte) verwendet werden sollen, dürfen nicht auf einer bloßen videoüberwachten Selbsttestung beruhen.

2. Testung durch fachkundiges Personal im Rahmen der betrieblichen Testung

Ein 3G-gültiger Testnachweis kann vom Arbeitgeber dann ausgestellt werden, wenn die zugrundeliegende Testung im Rahmen der betrieblichen Testung durch Personal erfolgt, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt. Es gilt ein Vier-Augen-Prinzip, das heißt, die Testung muss von einer dritten Person durchgeführt oder vor Ort überwacht werden. Wenn Beschäftigte sich unbeaufsichtigt selbst testen, kann für diese Testung kein 3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden, auch wenn die sich selbst testende Person fachkundig ist.

Ein EU-konformes digitales Testzertifikat kann im Rahmen dieser Testung hingegen nicht ausgestellt werden. Dies bleibt lediglich Leistungserbringern überlassen, die die oben beschriebenen kostenlosen Antigen-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger durchführen.

3. Testung vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der Adressat der konkreten Schutzmaßnahme ist

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Testung am Ort der 3G-Maßnahme unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist. Vor einem Restaurantbesuch kann beispielsweise ein Selbsttest unter Aufsicht eines Restaurantmitarbeiters durchgeführt werden und bei negativem Testergebnis das Restaurant besucht werden.

Achtung: Zu beachten ist aber, dass ein solcher Testnachweis nur an dem Ort gilt, an dem die Testung beaufsichtigt wurde. Anders als in den anderen beiden Konstellationen darf kein Testnachweis ausgestellt werden, der für die nächsten 24 Stunden auch in anderen 3G-Kontexten verwendet werden kann.

Stand: 22.02.2022

Sollte ich mich freitesten?

Ja, das Robert Koch-Institut empfiehlt nach einem positiven Testergebnis eine wiederholende Selbsttestung ab Tag 5 nach dem positiven Testergebnis. Betroffene sollten solange in Isolation bleiben, bis der Antigen- oder PCR-Test negativ ausfällt.

Stand: 03.05.2022

Machen Antigen-Schnelltests und Selbsttests PCR-Tests überflüssig?

Nein, PCR-Tests sind aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit der Goldstandard der Diagnostik und weiterhin Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen sofort PCR-Tests angebracht sind und in welchen Situationen Antigen-Schnelltests als Vortest, Bestätigung oder als Freitestung zum Einsatz kommen können. In der Regel sollte einer PCR-Bestätigung erst ein korrekt durchgeführter, qualitativ hochwertiger SARS-CoV-2-Antigen-Test vorausgegangen sein. Achtung: Eine PCR-Bestätigung eines korrekt durchgeführten und bewerteten positiven SARS-CoV-2-Antigen-Tests ist insbesondere bei den aktuell hohen Inzidenzen in der Regel nicht notwendig und sollte aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden.

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Corona-Tests und zur Nationalen Teststrategie finden Sie hier.

Stand: 29.04.2022

Haben auch Personen, die privat oder gar nicht versichert sind, einen Anspruch auf einen kostenlosen Test?

Ja. Mit der aktuellen Anpassung der Testverordnung werden allen Bürgerinnen und Bürgern wieder kostenlose Schnelltests zur Verfügung gestellt. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben diese mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test). Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn der öffentliche Gesundheitsdienst einen PCR-Test veranlasst hat. Dies gilt auch dann, wenn die Person nicht gesetzlich versichert ist.

Liegen bei einer oder einem Privatversicherten Krankheitssymptome vor und wird dann ein Test ärztlich angeordnet, handelt es sich um einen Versicherungsfall, der wie bei allen anderen Erkrankungen auch nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet wird. Die Versicherten erhalten wie üblich eine Rechnung, die sie zur Erstattung bei ihrem Versicherer einreichen können.

Stand: 11.05.2022

Wann sollte ich mich testen lassen?

Wer schwere Erkältungssymptome oder andere für COVID-19 typische Symptome wie zum Beispiel Geruchsverlust und/oder Magen-Darm-Beschwerden hat, sollte sich telefonisch bei der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt, unter der Nummer 116 117 oder beim Gesundheitsamt melden und das weitere Vorgehen besprechen. Ob ein kostenloser PCR-Test durchgeführt wird oder nicht, entscheiden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise das zuständige Gesundheitsamt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auch wenn Sie keine Symptome haben, können Sie sich testen lassen: Alle Bürgerinnen und Bürgern haben unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (PoC-Test). Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

Wichtig: Ein positives Selbst- oder Schnelltestergebnis erhärtet den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Einer PCR-Bestätigung sollte in der Regel erst ein korrekt durchgeführter, qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltest vorausgegangen sein.

Bei hohen Inzidenzen ist eine PCR-Bestätigung in der Regel nicht notwendig und sollte aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden. Für das Beenden einer verpflichtenden fünftägigen Isolation oder freiwilligen Quarantäne reicht der Antigen-Schnelltest bzw. Selbsttest. Weitere Informationen zu Antigen-Schnelltests und den verschiedenen Testverfahren finden Sie hier.

Weiterhin gilt eine bundesweite Testpflicht zum Schutz vulnerabler Personen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegeinrichtungen, Schulen, Kindertageseinrichtungen, in Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern und Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen, Maßregelvollzugseinrichtungen sowie anderen Abteilungen oder Einrichtungen, wenn und soweit dort dauerhaft freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen – insbesondere in psychiatrischen Krankenhäusern, Heimen der Jugendhilfe und für Senioren.

Stand: 03.05.2022

 

Wie lange muss ich auf mein Testergebnis warten?

Das Testverfahren mittels PCR nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens. In den meisten Fällen liegt ein Ergebnis innerhalb von 24 Stunden vor. Die Ergebnisse eines Express-PCR-Tests erhalten Sie dagegen, wie der Name schon sagt, schneller, in der Regel bereits innerhalb einer Stunde. 

Antigen-Schnelltests und Selbsttests zeigen meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis an.

Stand: 10.05.2022

Wer entscheidet, ob ein PCR-Test durchgeführt wird?

Ob ein PCR-Test durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte und das Gesundheitsamt vor Ort. Zur Abklärung sollten Sie vorab die Corona-Anlaufstelle (sofern in Ihrem Bundesland vorhanden) anrufen und einen Termin vereinbaren. Termine können Sie zum Beispiel hier vereinbaren. Personen mit leichten Erkältungssymptomen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten sie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über eine Krankschreibung sprechen.

Stand: 05.05.2022

Gibt es genügend Laborkapazitäten?

Bei der derzeit  ansteigenden Beanspruchung der bestehenden PCR-Kapazitäten werden bestimmte Personengruppen vorrangig getestet, für die zuverlässiges und zeitnahes Testen von besonderer Bedeutung ist. Das hochdynamische Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Virus erfordert für den Einsatz der PCR-Testkapazitäten eine Definition dieser Personengruppen.

Stand: 11.05.2022

Werden alle Personen getestet, die ins Krankenhaus kommen?

Ja. Wer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden soll, wird bei Aufnahme oder bereits vorab auf SARS-CoV-2 getestet.

Stand: 10.05.2022

Haben hohe oder niedrige Temperaturen Auswirkungen auf SARS-CoV-2 Testungen mit Antigentests?

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur. Hierfür sind die Herstellerangaben in der Gebrauchsanweisung des Tests zu beachten. Bei sachgemäßer Lagerung und Durchführung eines CE-gekennzeichneten Antigentests in den angegebenen Temperaturbereichen ist von einer gleichbleibenden hohen Leistung in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität auszugehen.

Abweichende Temperaturen während der Lagerung und Durchführung können das Testergebnis verfälschen. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen kommen. Besonders kritisch sind zu hohe Temperaturen zu beurteilen. Diese führen zu vermehrt falsch-negativen Resultaten. Insgesamt haben häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentests einen Einfluss auf die Testleistung und sind daher kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Bei starken Temperaturschwankungen kann Wasser in der Testkartusche kondensieren, dies führt zu einer erheblichen Einschränkung in der Testleistung.

Stand: 10.05.2022

Welche Fälle sind meldepflichtig und welche Informationen werden ans Robert Koch-Institut übermittelt?

Die Teststelle, die bei einer Person den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus feststellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, dass das Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldepflicht wurde erweitert für Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern, die dem Gesundheitsamt auch melden müssen, wenn eine Patientin oder ein Patient im Bezug auf COVID-19 ins Krankenhaus aufgenommen wird. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Übermittelt werden dabei Angaben wie der Name, die Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann. Die zuständigen Gesundheitsämter übermitteln die Informationen zu COVID-19-Fällen elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das Robert Koch-Institut (RKI), allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Website des RKI

Stand: 10.05.2022

Was muss ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Ein positives Selbsttestergebnis kann durch einen korrekt durchgeführten und bewerteten Antigen-Schnelltest bestätigt werden. Eine PCR-Bestätigung eines korrekt durchgeführten und zertifizierten positiven Antigen-Schnelltests ist insbesondere bei hohen Inzidenzen in der Regel nicht notwendig und sollte aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden. Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Fällt bereits der Antigen-Schnelltest positiv aus, müssen Sie sich von da an in die sogenannte Isolation begeben. Das bedeutet, dass Sie sich – soweit möglich – auch von Ihren Haushaltsmitgliedern isolieren sollten, um weitere Ansteckungen vermeiden. Halten Sie sich möglichst nicht in denselben Räumen auf, beachten Sie die Hygieneregeln und lüften Sie regelmäßig. Auch das Tragen einer medizinischen Maske kann in manchen Situationen, wie beispielsweise bei der Nutzung der Gemeinschaftsräume, sinnvoll sein. Weitere Informationen zu häuslicher Isolation bei bestätigter COVID-19-Erkrankung können Sie auch der entsprechenden Website des Robert Koch-Instituts entnehmen.

Nehmen Sie bitte umgehend mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Die angeordnete Isolation dauert fünf Tage. Jedoch wird dringend empfohlen, sich auch nach Tag fünf zu testen und weiterhin zu isolieren bis der Test negativ ausfällt. Gebündelte Informationen zu Isolation und den entsprechenden Regelungen finden Sie hier.

Wenn Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist es möglich, dass Sie auch andere Menschen angesteckt haben. Um dies nachvollziehen zu können, wird das Gesundheitsamt Sie nach Ihren Kontakten der letzten Tage fragen und versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu ermitteln. Ihre unmittelbaren Kontaktpersonen werden anschließend ebenfalls vom Gesundheitsamt kontaktiert. Hier ist es wichtig, dass Sie alle Informationen so präzise wie möglich weitergeben, damit Infektionsketten schnell durchbrochen werden und weitere Ansteckungen verhindert werden können. Nutzen Sie außerdem die Corona-Warn-App und hinterlegen Sie ihr positives Testergebnis dort. So können Sie andere Menschen, die sich in Ihrer Nähe aufgehalten haben, frühzeitig vor einer möglichen Erkrankung warnen.

Damit SARS-CoV-2-Infektionen in Zukunft noch besser behandelt werden können, ist es sinnvoll, ein Tagebuch über Ihre Symptome zu führen. Sollten Sie bemerken, dass sich Ihre Symptome verschlimmern, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder an die 116 117.

Mehr lesen Sie in diesem Artikel.

Stand: 03.05.2022

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem positiven Test?

In den allermeisten Fällen verläuft eine Erkrankung nach Infektion mit dem Coronavirus sehr milde und muss nicht behandelt werden. Viele Infizierte haben gar keine Symptome. Im Zentrum der Behandlung einer schweren Infektion stehen unterstützende Maßnahmen wie zum Beispiel Sauerstoffgabe, kreislaufunterstützende Medikamente und gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ- oder Begleitinfektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, das heißt gegen das Coronavirus selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen können Sie diesem Artikel entnehmen. 

Stand: 26.04.2022

Welche Regelungen gelten für Corona-Tests bei Kindern?

Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler sind von möglichen 3G-Regelungen ausgenommen und benötigen somit im Alltag keinen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis, um zum Beispiel Veranstaltungen zu besuchen oder ins Kino zu gehen. Alle anderen Kinder können sich im Rahmen der Bürgertests mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

Stand: 19.05.2022

Was sind Lolli-Tests für Kinder und wo werden sie eingesetzt?

Lolli-Tests (oder PCR-POOLTESTS) sind Corona-Tests für Kinder, die nach der PCR-Methode im Labor ausgewertet werden. Lolli-Tests können zum Beispiel in KiTa-Gruppen oder Schulklassen eingesetzt werden. Bei der Methode lutschen alle Kinder der jeweiligen Gruppe sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer für etwa 30 Sekunden an jeweils einem Abstrichtupfer wie an einem Lolli. Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe, dem sogenannten „Pool“, noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis.

Fällt einer der Tests positiv aus, müssen alle Kinder sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer noch einen weiteren einzelnen PCR-Test machen. So kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt wird. Wie die Organisation der Lolli-Tests genau abläuft, erfahren Sie auch in den mehrsprachigen Flyern des RKI.

Stand: 10.05.2022

In welchem Zusammenhang stehen die COVID-19-Fallzahlen zu der Anzahl durchgeführter Tests in Deutschland?

Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Das ist die Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems. Die Anzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen hängt generell vom Vorkommen dieser Infektionen in der Bevölkerung, der Teststrategie und der Anzahl der durchgeführten Tests ab.

Mehr durchgeführte Tests können zu einem Anstieg der Corona-Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären sind.

Stand: 10.05.2022

Ist der Anstieg der COVID-19-Fallzahlen in Deutschland auf die erhöhten Testzahlen zurückzuführen?

Nein, die erhöhten Fallzahlen in diesem Zeitraum gehen nicht auf eine Ausweitung der Tests zurück. Die Ausweitung von Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen, weil Fälle entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Der Anstieg von Fallzahlen kommt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) aber auch, wenn das Infektionsgeschehen generell zunimmt, etwa weil es vermehrt zu lokalen Häufungen von Infektionen kommt (unter anderem bei Familienfeiern, bei Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen). Dabei wird dann auch mehr getestet.

Stand: 10.05.2022

Zählt ein Antikörpertest als Nachweis, dass ich genesen bin?

Momentan reicht ein Antikörpernachweis nicht aus, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Bei der Frage der Anerkennung von Antikörpertests muss dabei zwischen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und den aktuellen Verordnungen unterschieden werden.

Laut der derzeit noch gültigen Schutzmaßnahmenausnahmeverordnung des Bundesjustizministeriums muss eine durchgestandene Infektion in der Regel mit dem Erregernachweis mittels PCR-Test nachge­wie­sen werden. Einzelne Bundesländer, zum Beispiel Bremen, erkennen Antikörpertests aber schon als Nachweis an und prüfen die Laborbefunde der Antikörpertests individuell.

Der Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion mittels Antikörpertest ist insbesondere für Personen wichtig, die keinen PCR-Test als Nachweis vorliegen haben. Der Nachweis wird zum Beispiel für die Durchführung der Corona-Schutzimpfung bei genesenen Personen benötigt, da diese bereits mit einer Impfdosis den vollständigen Impfschutz haben.

Stand: 24.05.2022

Kann ich durch einen Antikörpertest meinen Impfschutz überprüfen?

Um die Stärke oder Dauer des Impfschutzes nachzuweisen, eignen sich Antikörpertests nicht.

Für die Immunantwort sind nicht nur die Antikörper alleine verantwortlich. Daher eignet sich ein Antikörpertest auch nicht als verlässlicher Indikator, ob Sie eine Boosterimpfung erhalten sollten oder nicht.

Ein positiver Antikörpertest kann aber, auch bei geringen Antikörpermengen, Hinweise liefern, ob eine Impfung zu einer Aktivierung des Immunsystems geführt hat. Das gilt vor allem mit Blick auf immunsupprimierte Personen und Ältere. Bisher ist aber nicht bekannt, wie hoch die Antikörperkonzentration sein muss, damit man von einem sicheren Schutz ausgehen kann.

Stand: 10.05.2022

Wofür werden Antikörpertests eingesetzt?

Mittels Antikörpertest (serologische Diagnostik) kann eine durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen werden. Der Zeitpunkt der Infektion kann nicht mit der serologischen Diagnostik bestimmt werden. Die spezifischen SARS-CoV-2-Antikörpernachweise, die in einem Labor erfolgen, welches akkreditiert ist und/oder nach der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung arbeitet, sind mittlerweile so zuverlässig, dass sie nunmehr prinzipiell geeignet sind, einen Zustand nach SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen. Sie gelten aus verschiedenen Gründen jedoch noch nicht als gesicherter Nachweis, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät daher von einer routinemäßigen Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper nach erfolgter Impfung ab. Antikörpertests sind nicht für die Diagnose akuter Infektionserkrankungen geeignet. Goldstandard hierfür ist nach wie vor der direkte SARS-CoV-2-Nachweis mittels PCR-Test

Stand: 10.05.2022