Antigen-Schnelltest

Antigen-Schnelltests funktionieren ähnlich wie Schwangerschaftstests. Die leichte Handhabung eines Schnelltests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtung. Alle Fragen zu Schnelltests beantworten wir hier.

Wie funktionieren Antigen-Schnelltests?

Bei einem Antigen-Schnelltest wird eine Probe von fachkundigem Personal entnommen und vor Ort ausgewertet. Über das Ergebnis erhält man in der Regel innerhalb von 15 bis 30 Minuten einen Nachweis. Antigen-Schnelltests basieren dabei auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigen-Schnelltests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen, medizinischen Einrichtungen oder Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Antigen-Schnelltests müssen, im Gegensatz zu Selbsttests, von fachkundigem Personal durchgeführt werden.

Ein positives Selbst- oder Schnelltestergebnis erhärtet den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Einer PCR-Bestätigung sollte in der Regel erst ein korrekt durchgeführter, qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltest vorausgegangen sein. 

Hier finden Sie eine Übersicht der Testzentren sowie weitere Informationen. 

Stand: 12.01.2023  

Wie hoch ist die Genauigkeit von Schnelltests?

Grundsätzlich sind Schnelltests weniger genau als PCR-Tests.

Die Aussagekraft eines Schnelltests hängt vom Anteil der infizierten Personen unter den getesteten Personen (Vortestwahrscheinlichkeit) sowie von der Sensitivität und Spezifität der Tests ab. Die Sensitivität eines Tests gibt an, bei wie viel Prozent der getesteten Personen, die infiziert sind, ein positives Testergebnis angezeigt wird. Um Infizierte möglichst sicher zu erkennen, sollten Tests eine möglichst hohe Sensitivität haben. Die Spezifität gibt an, bei wie viel Prozent der getesteten Personen, die nicht infiziert sind, ein negatives Testergebnis angezeigt wird.

Stand: 10.01.2023

Welchen Qualitätskriterien unterliegen Antigen-Schnelltests?

Es dürfen nur solche Antigen-Schnelltests im Rahmen der Testverordnung und der Nationalen Teststrategie verwendet werden, die in der vom Gesundheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Die Liste ist über die Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar. Für die Erstattung von Antigen-Selbsttests gelten keine zusätzlichen Mindestkriterien, da Hersteller für ihre Antigen-Selbsttests über eine Prüfbescheinigung einer benannten Stelle verfügen müssen. Antigen-Selbsttests zur Eigenanwendung, die das reguläre Konformitätsbewertungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben und entsprechend CE-gekennzeichnet sind, können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden.

Stand: 13.12.2022 

Gibt es eine Meldepflicht bei einem positiven Antigen-Schnelltest?

Ja, positive Ergebnisse von Antigen-Schnelltests sind meldepflichtig. Auch Personen, die in Schulen oder anderen Einrichtungen diese Tests bei anderen Personen anwenden, sind in die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz einbezogen.

Stand: 10.01.2023

Wer kann Antigen-Schnelltests anwenden?

Antigen-Schnelltests müssen von fachkundigen Personen durchgeführt werden, entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen sowie Umgebungsbedingungen (beispielsweise Temperaturvorgaben bei Lagerung und Testung) müssen dabei berücksichtigt werden. Die korrekte Durchführung des Nasen- bzw. Rachenabstrichs ist ausschlaggebend. Wird der Abstrich fehlerhaft durchgeführt, kann es zu einem falschen Ergebnis des Schnelltests kommen.

Stand: 10.01.2023

Eignen sich Antigen-Schnelltests auch zum Nachweis der SARS-CoV-2 Omikron-Variante?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat in Labor-Untersuchungen überprüft, ob Antigen-Schnelltests auch die Omikron-Variante erkennen. Bisher gab es keine Anhaltspunkte für eine schlechtere Erkennung. Ausführliche Informationen veröffentlicht auch das PEI in den FAQ.

Mit der Änderung der Coronavirus-Testverordnung vom 29.06.2022 wurde die Erstattungsfähigkeit der Antigen-Schnelltests neu geregelt. Zukünftig sind nur noch die Antigen-Schnelltests zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattungsfähig, die in die gemeinsame Liste von Corona-Antigen-Schnelltests des Gesundheitssicherheitsausschusses der Europäischen Union aufgenommen wurden. 

Stand: 23.12.2022   

Wo gibt es kostenlose Antigen-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger?

Eine Übersicht der Testzentren sortiert nach Bundesland finden Sie in unserer Deutschlandkarte. Zusätzlich können weitere Teststellen von den Ländern beauftragt werden.

Mit dem Anspruch auf Bürgertests sollen insbesondere vulnerable Personen geschützt werden, unter anderem jene, die derzeit nicht geimpft werden können. Einen Anspruch auf kostenlose Bürgertests haben daher nur noch bestimmte Personengruppen. Wer dazu zählt, lesen Sie hier.   

Stand: 10.01.2023

Wie weise ich nach, dass ich Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest habe?

Wer eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte, muss sich gegenüber der testenden Stelle ausweisen und einen Nachweis erbringen.

Bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kann ein kostenloser Test vor Ort gemacht werden oder der Besuch wird der Teststelle gegenüber nachgewiesen. Als Nachweis bei der Teststelle kann z.B. das auf der Internetseite des BMG eingestellte Musterformular (PDF, nicht barrierefrei, 6 KB) nach Bestätigung durch das Pflegeheim genutzt werden. Der Besuch kann aber auch durch andere Mittel, etwa eine Selbstauskunft gegenüber der Teststelle, dargelegt werden.   

Pflegende Angehörige müssen darlegen, dass sie einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen, z.B. durch formlose Selbstauskunft oder einen Beleg des Pflegestatus.

Auch Leistungsberechtigte im Rahmen eines Persönlichen Budgets und bei ihnen beschäftigte Personen müssen diesen Umstand nachweisen. Eine leistungsberechtigte Person kann dies regelhaft durch einen entsprechenden Bescheid nachweisen.

Stand: 16.01.2023  

Wer hat Anspruch auf einen Bürgertest mit einer Eigenbeteiligung von 3 Euro?

Die Bürgertests mit einer Eigenbeteiligung von 3 Euro gibt es seit dem 25. November 2022 nicht mehr. Wer Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest hat, erfahren Sie hier.

Stand: 20.01.2023  

Wie werden die Nachweise der Eigenbeteiligung kontrolliert?

Personen, die den Bürgerstest mit Eigenbeteiligung wünschen, müssen eine Selbstauskunft unterschreiben, die Zweck und Zahlung der Testung beinhaltet. Diese wird in der Teststelle aufbewahrt und dient der besseren Nachweisbarkeit der tatsächlichen Zahlung des Eigenanteils und erschwert Abrechnungsbetrug. Die Teststellen unterstehen der Aufsicht der Länder bzw. der Kommunen und sie werden zudem von den zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen stichprobenhaft geprüft.

Stand: 11.07.2022 

Kann ich mich auch weiterhin ohne Grund testen lassen?

Wenn Sie keinen der oben genannten Gründe für einen kostenlosen Bürgertest haben und dennoch getestet werden wollen, ist das abhängig vom Angebot des Testzentrums weiterhin möglich, muss aber selbst bezahlt werden.

Stand: 25.11.2022

Ich habe Symptome, ist der Test für mich kostenlos? Und an wen soll ich mich wenden?

Symptomatische Patientinnen und Patienten sollten zu Hause bleiben und das weitere Vorgehen zunächst telefonisch abklären. Sie sollten auf jeden Fall eine Ärztin bzw. einen Arzt konsultieren. Die Ärztin oder der Arzt  hat zu entscheiden, ob bei Patientinnen und Patienten mit COVID-19-Symptomen die Durchführung einer (PCR-)Testung auf das Coronavirus zur Behandlung der Erkrankung erforder­lich ist. Für den Fall einer Testung im Rahmen der Krankenbe­handlung erfolgt die Abrechnung der vertragsärztlichen Leistung gegenüber den Kassenärztlichen Vereinigungen zu Lasten der Krankenkasse der Versicherten oder des Versicherten und ist für die Patientin oder den Patienten zuzahlungsfrei.

Stand: 25.11.2022

Wie lange ist das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests gültig?

Die Gültigkeitsdauer eines negativen Schnelltestergebnisses richtet sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben.

Stand: 10.01.2023  

Gibt es einen Anspruch auf einen PCR-Test bei einem positiven Schnell- oder Selbsttest?

Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, hat die getestete Person einen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses gemäß § 4b S. 1 TestV. Dies gilt auch bei Vorliegen eines positiven Selbsttests.

Stand: 10.01.2023

Wie können Antigen-Schnelltests bei möglichen Lockerungen hilfreich sein?

Der Umfang sowie der zielgerichtete und zeitgerechte Einsatz der Testung auf SARS-CoV-2 spielen eine wichtige Rolle um Infektionen frühzeitig zu erkennen, gegebenenfalls eine medizinische Versorgung einzuleiten und Infektionsketten effizient durchbrechen zu können. Darüber hinaus bilden die Zusammenführung und Analyse der Daten die Grundlage für die Einschätzung der epidemiologischen Lage. Die SARS-CoV-2-Testung ist jedoch nur Teil eines Bündels von Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, die koordiniert ineinandergreifen müssen, um ihr volles Wirksamkeitspotential entfalten zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Stand: 10.01.2023

Werden alle Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen und alle Schülerinnen und Schüler in Bildungseinrichtungen mit Antigen-Schnelltests getestet?

Mit Reihentests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten lassen sich Infektionsketten schnell erkennen und frühzeitig unterbrechen. Die Länder können eine Testpflicht in Schulen eigenständig erlassen. Bitte erkundigen Sie sich daher über die geltenden Regelungen auf der jeweiligen Seite Ihres Bundeslands

In Deutschland werden in bestimmten Einrichtungen folgende Personengruppen mit einem Antigen-Schnelltest getestet:

  • Patientinnen und Patienten, Betreute, Pflegebedürftige, Untergebrachte, vor allem in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung (ohne Praxen der human-, zahnärztlichen oder sonstigen humanmedizinischen Heilberufen), in (teil)stationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen, von ambulanten Pflegediensten und Diensten der Eingliederungshilfe und in Tageskliniken.
  • Besucherinnen und Besucher unmittelbar vor dem Betreten der Einrichtung: vor allem in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung (ohne Praxen der human-, zahnärztlichen oder sonstigen humanmedizinischen Heilberufen) sowie in (teil)stationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen.

Alle Personen (auch Geimpfte und Genesene), die in Pflegeheimen und Krankenhäusern behandelte, betreute, gepflegte oder untergebrachte Personen besuchen wollen, haben Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest

Stand: 23.12.2022