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Bildung
10:00 Uhr · 1. Juli 2020

Kontaktarm studieren

Mit diesen Tipps die Herausforderungen bewältigen.

Bild: Getty Images / James Woodson

Auch die Universitäten werden durch das neuartige Coronavirus vor eine Vielzahl besonderer Herausforderungen gestellt. An Online-Seminare und -Vorlesungen haben sich viele Lehrende und Studierende längst gewöhnt. Aber wie funktioniert die AHA-Formel zum Beispiel beim Lernen? Hier finden Sie Tipps für ein erfolgreiches – kontaktarmes – Studium.

1. Bilden Sie kleine Lerngruppen

Da der direkte Kontakt zu Kommilitonen und Kommilitoninnen im Vorlesungssaal weitestgehend ausbleibt, fehlt vielen Studierenden der Austausch. Um eine dynamische Lernsituation zu schaffen, können Sie kleine Lerngruppen mit 3-5 Teilnehmern bilden und regelmäßig zusammenkommen. Bitte beachten Sie dabei die Regelungen zur Kontakteinschränkung bei Ihnen vor Ort. Und bitte beachten Sie, dass die Gruppenkonstellation möglichst gleich bleibt, um eine Rückverfolgung im Falle einer Infektion zu vereinfachen. Um die Übertragung des Coronavirus über die Luft zu vermeiden, sollten Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, regelmäßig gelüftet werden. Bei gutem Wetter sollten Sie sich am besten draußen verabreden. Die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind, helfen dabei, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, Händewaschen) und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen. 

2. Definieren Sie Ihre Lernzone 

Ein digitales Studium fordert viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Daher bietet es sich an, eine klare Raumaufteilung zu schaffen. Auch in einem kleinen WG-Zimmer sollten Sie klare Abtrennungen zwischen Bereichen zum Lernen und zur Entspannung definieren. Es ist wichtig, dass Sie zwischendrin eine Pause machen können, ohne sich von offenen Aufgaben ablenken zu lassen. Eine räumliche Trennung hilft dabei, sich zu entspannen. Lernen Sie daher wenn möglich nicht in Ihrem Bett oder auf der Couch. Schaffen Sie sich einen kleinen Schreibtisch an und schaffen Sie einen gemütlichen Lernbereich. Tücher, Pflanzen oder Möbelstücke können bei der räumlichen Abtrennung helfen. 

3. Selbstorganisation lernen

Gerade wenn man einen Großteil des Studiums zuhause verbringt, ist es wichtig, die eigene Arbeit gut zu strukturieren. Reflektieren Sie Ihre Lernweise und finden Sie heraus, wie Ihnen die Selbstorganisation am besten gelingt. Erstellen Sie beispielsweise eine Übersicht mit allen To-Dos und dazugehörigen Deadlines und ordnen Sie all diese Aufgaben nach Priorität. Notieren Sie sich alle Termine, beispielsweise im Kalender des eigenen Smartphones mit Erinnerungs-Funktion. Nutzen Sie die Zeit zwischen (Video-) Vorlesungen sinnvoll, zum Beispiel für die Vor- und Nachbereitung eines Moduls. Probieren Sie verschiedene Methoden aus, wie Sie sich bestmöglich organisieren können. So sparen Sie Zeit und lernen vieles über Ihre eigenen Lernpräferenzen, was auch in zukünftigen Lebensabschnitten hilfreich sein kann. 

4. Trotz Online-Vorlesungen an die frische Luft

Da der Weg zur Hochschule größtenteils ausbleibt, fällt ein Teil der täglichen Aktivität bei vielen Studierenden weg. Daher ist es wichtig, dass Sie dennoch an die frische Luft gehen und sich bewegen.  Sport und Bewegung sind auch während der Coronavirus-Epidemie wichtig. Mehr darüber erfahren Sie hier.

5. Unterstützung von Ihrer Hochschule oder dem Studierendenwerk

In dieser besonderen Zeit ist sich auch Ihre Hochschule bewusst, dass jeder und jede Studierende vor mehreren Herausforderungen steht. Wenden Sie sich daher bei Sorgen oder Unklarheiten an eine Ansprechperson der Universität, des Instituts oder Fachbereichs und bitten Sie um telefonische Beratung. Wenn Sie sich Unterstützung bei psychischen Herausforderungen oder studienbedingten Problemen wünschen, bieten viele Studierendenwerke psychotherapeutische und psychosoziale Beratungen an. 

6. Machen Sie Pläne für die Zukunft

Bedingt durch das neuartige Coronavirus mussten auch viele Studierende ihre bereits geplanten Reisen oder Aktivitäten verschieben oder absagen. Dieser Verzicht kann belastend sein. Um diese Belastung etwas erträglicher zu machen, helfen kurze Listen mit Dingen, die Sie für Ihre Zukunft planen: Reisen, Berufserfahrungen oder Wünsche. Diese Pläne können Ihnen als Motivation dienen, um das derzeitige Studium weiterhin mit viel Kraft und Ausdauer zu bestreiten – auch digital. 

Weitere Informationen: 

Entscheidungen der Kultusministerkonferenz der Länder in der Coronavirus-Epidemie: https://www.kmk.org/aktuelles/entscheidungen-der-kmk-in-der-corona-krise.html