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Arbeit und Alltag
10:00 Uhr · 1. Juli 2020

Sicher arbeiten im Büro: 10 Tipps für Abstand und Hygiene am Arbeitsplatz

Die Regelungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden gelockert und immer mehr Menschen kehren aus dem Homeoffice zurück in ihre Büros. Arbeitgeber und Beschäftigte müssen sich unter diesen Umständen mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Die folgenden 10 Tipps zeigen, wie Sie auch jetzt am Arbeitsplatz gesund und sicher bleiben.

Bild: Getty Images / martin-dm

Noch immer arbeiten viele Menschen im Zuge der Coronavirus-Pandemie im Homeoffice oder eingeschränkt in Kurzarbeit. Angesichts der Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus arbeiten viele Unternehmen nun allerdings darauf hin, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allmählich wieder in ihre Büros zurückzuholen. Damit sie dort sicher arbeiten können, muss ein betrieblicher Infektionsschutzstandard sicherstellen, dass Beschäftigte hinreichend vor Ansteckungsrisiken geschützt sind. Die Bundesregierung hat einheitliche Standards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus am Arbeitsplatz beschlossen: Der „SARS CoV-2 Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet die Grundlage für eine sichere Rückkehr zum Arbeitsplatz während der Pandemie und für das Funktionieren des neuen Arbeitsalltags.

Abstand einhalten

Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss bei der Arbeit eingehalten werden und das sowohl in Gebäuden als auch im Freien oder in Fahrzeugen. In Betrieben können entsprechende Markierungen, Absperrungen oder Zugangsregelungen dabei helfen, sicherzustellen, dass die Beschäftigten den Sicherheitsabstand einhalten können.

Hygieneregeln beachten – und das immer und überall

Der Arbeitgeber muss Waschgelegenheiten bereit stellen, damit die Beschäftigten sich regelmäßig die Hände waschen können. Dazu zählen auch Desinfektionsspender. Kurze Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räumlichkeiten, Arbeitsmittel oder sonstige Kontaktflächen verbessern den Infektionsschutz weiter. Achten Sie bitte auch auf die geltenden Hygieneregeln wie das Niesen und Husten in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch.

Direkte Kontakte einschränken 

Minimaler direkter Kontakt zu anderen Menschen ist eines der wirksamsten Mittel, um sich vor einer Infektion zu schützen. Im Rahmen einer Schichtplangestaltung kann der Kontakt zwischen Beschäftigten untereinander reduziert werden: Mithilfe von Schichtwechseln, Pausen oder Anwesenheitskontrollen im Büro lässt sich organisieren, wann ein direkter Kontakt nötig ist beziehungsweise vermieden werden kann. 

Mund und Nase bedecken

Manchmal lassen sich persönliche Kontakte nicht vermeiden. Das gilt insbesondere für Betriebe, in denen ein hohes Maß an Teamarbeit gefordert ist oder wo es viel Umgang mit Kunden und Dienstleistern gibt. Hier ist es besonders wichtig, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, denn der reduziert das Risiko einer Tröpfcheninfektion. Weitere Informationen zum Mund-Nasen-Schutz oder den sogenannten Alltagsmasken finden Sie hier

Räume regelmäßig lüften

Die Forschung geht davon aus, dass das neuartige Coronavirus auch über Aerosole übertragen werden kann. Aerosole sind Tröpfchenkerne, die kleiner als fünf Mikrometer sind und die beim normalen Sprechen, aber vor allem beim Singen oder lauten Lachen freigesetzt werden können. Diese Tröpfchenkerne können über einen längeren Zeitraum in der Luft stehen. Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, sollten regelmäßig gelüftet werden, denn dadurch wird die Konzentration von potenziell in der Luft vorhandenen erregerhaltigen Tröpfchen reduziert.

Niemals krank zur Arbeit!

Folgendes gilt nicht nur während der Coronavirus-Pandemie: Wer krank ist, sollte zuhause bleiben. Wer mit Krankheitssymptomen am Arbeitsplatz erscheint, setzt seine Kolleginnen und Kollegen einem Ansteckungsrisiko aus. Personen mit erkennbaren Symptomen einer Coronavirus-Infektion sollten den Arbeitsplatz gar nicht erst betreten oder ihn umgehend verlassen. Falls Sie einen Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus haben, melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, unter der Nummer 116 117 beim ärztlichen Bereitschaftsdienst oder beim Gesundheitsamt.

Risikogruppen besonders schützen

Insbesondere Menschen, die einer Risikogruppe angehören, bangen um ihre Gesundheit und haben womöglich Bedenken, zu ihrem Arbeitsplatz zurückzukehren. Betroffene Menschen sollten, wenn möglich, eine individuelle Beratung zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren beim Betriebsarzt oder der Betriebsärztin in Anspruch nehmen. 

Maßnahmen aktiv kommunizieren

Führungskräfte und Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten klar und verständlich erklären, welche Infektionsschutzmaßnahmen sie am Arbeitsplatz umsetzen, welche ggf. eingeübt und erprobt werden sollten. Vor Ort muss sichergestellt werden, dass die Gesundheit aller Beschäftigten Priorität hat.

Corona-Warn-App benutzen

Eine weitere gute Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, ist die Corona-Warn-App. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Das verhilft den Bürgerinnen und Bürgern zu einem besseren Bild über die Ansteckungsgefahr und verringert das Risiko, dass das Virus unbemerkt weitergetragen wird. 

Erfahren Sie hier mehr über die Corona-Warn-Appoder folgen Sie dem Link, um zu erfahren, wie Sie sich die App kostenfrei auf Ihr Endgerät laden. 

Informiert bleiben

Informationen zu arbeitsrechtlichen Folgen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie finden Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums oder in der Podcast-Reihe des Bundesarbeitsministeriums „INQA Arbeitswoche – der Podcast zur Arbeitswelt in Zeiten von Corona“. Ausführliche Erläuterungen zu den 10 Tipps auf dieser Seite können Sie auch im „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ nachlesen.