Corona-Schutzimpfung
10:42 · 21. April 2022

Auffrischungsimpfung gegen COVID-19: Jetzt boostern lassen!

Auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung können grundsätzlich alle Impfberechtigten ihren Impfschutz kostenlos auffrischen lassen. Wann Sie sich boostern lassen sollten und für wen die Booster-Impfung besonders wichtig ist, lesen Sie hier.

Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus

Die Auffrischungsimpfungen sind gerade jetzt von zentraler Bedeutung: Die vierte Pandemie-Welle und die sich verbreitende Omikron-Variante stellen uns vor große Herausforderungen. Die Infektionszahlen sind sehr hoch – und es ist davon auszugehen, dass sie durch die Omikron-Variante steigen werden. Gleichzeitig lässt bei Personen, die bereits vor längerer Zeit vollständig geimpft wurden oder deren Immunantwort aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen schwächer ausgefallen ist, der Immunschutz langsam nach. Das ist ein natürlicher Vorgang: Im Prinzip vergisst das Immunsystem nach und nach, wie es das Coronavirus schnell und effektiv bekämpfen kann. Für sehr viele ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung. Denn nach wie vor gilt: Die Corona-Schutzimpfung ist der wirksamste Schutz vor schweren und tödlichen Krankheitsverläufen. Sie reduziert die Anzahl der Hospitalisierungen von COVID-19-Erkrankten erheblich. 

Wichtig zu wissen: Die STIKO hat am 15. Februar 2022 eine weitere wichtige Aktualisierung ihrer COVID-19-Impfempfehlung zu den Auffrischungsimpfungen veröffentlicht. Die STIKO empfiehlt eine 2. Booster-Impfung für Menschen ab 70 Jahren, Bewohnerinnen, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, sowie Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen. Die 2. Booster-Impfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens 3 Monate nach der 1. Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Bei Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen frühestens nach 6 Monaten. Kindern mit Immunschwäche ab 5 Jahren werden die erste und zweite Auffrischungsimpfung empfohlen.

Immunschutz einfach kostenlos auffrischen und stärken

Die gute Nachricht: Mit einer Auffrischungsimpfung lässt sich der Immunschutz einfach und effektiv boostern. Ihr Immunsystem erinnert sich an das Coronavirus und ist so gut darauf vorbereitet, es zu bekämpfen. Angesichts der in Deutschland noch vorherrschenden hochansteckenden Delta-Variante und der zunehmenden Ausbreitung der noch ansteckenderen Omikron-Variante ist das auch dringend notwendig. Für den individuellen Schutz und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden kann.

Wer kann jetzt eine Booster-Impfung erhalten?

Grundsätzlich können sich alle Personen ab 12 Jahren auffrischen lassen; die STIKO empfiehlt die Auffrischungsimpfung auch Jugendlichen. Der Booster ist ein extrem wertvolles Werkzeug im anhaltenden Kampf gegen die Corona-Pandemie. Sie sorgt dafür, dass der Schutz der Geimpften – unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen – effektiv aufrechterhalten und die Weiterverbreitung des Virus deutlich gesenkt wird. Darum können sich – so empfiehlt es die Ständige Impfkommission (STIKO) ausdrücklich – alle Personen ab 12 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 geben lassen, deren zweite Impfung mindestens drei, bei Jugendlichen drei bis sechs, Monate zurückliegt. Die Empfehlung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel.

Für Genesene beziehungsweise Menschen, die sich vor, während oder nach einer Impfserie mit dem Coronavirus infizieren, gilt:

  • Wer sich nach der COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) infiziert, kann ab drei Monaten nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten.
  • Wer sich vor der Erstimpfung infiziert und dann eine Impfstoffdosis erhalten hat, kann ab drei Monaten nach der vorangegangenen Impfung einen Booster bekommen.

Die STIKO empfiehlt im Rahmen der 17. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung die Auffrischimpfung nun auch für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 μg). Sie empfiehlt dies in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der zweiten Impfung (d.h. nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung).

Wirksame Impfstoffe für die Booster-Impfung: Comirnaty® und Spikevax®

Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde – mRNA- oder Vektorimpfstoff –, soll für die Auffrischungsimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden: Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab 12 Jahren oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna für Personen ab 30 Jahren. 

Gut zu wissen, insbesondere für Personen über 30 Jahren: Für eine schnelle und erfolgreiche Booster-Kampagne spielen beide mRNA-Impfstoffe eine zentrale Rolle. Das Paul-Ehrlich-Institut und die STIKO betonen: Die Impfstoffe sind qualitativ gleich gut und sicher, zeigen eine hohe Wirksamkeit auch gegen die hierzulande vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus und werden mit Blick auf die beste Verträglichkeit in den verschiedenen Altersgruppen eingesetzt. Dabei soll möglichst der Impfstoff verwendet werden, der bei der Grundimmunisierung genutzt wurde. Wichtig: Wenn dieser nicht verfügbar ist, kann aber auch ohne weiteres der jeweils andere mRNA-Impfstoff eingesetzt werden.

Mit welchem Abstand zur ersten Impfserie soll der Immunschutz aufgefrischt werden?

Vor allem mit Blick auf die Verbreitung der Omikron-Variante hat die STIKO ihre Empfehlung zur Auffrischungsimpfung hinsichtlich des Impfabstandes aktualisiert: Die Auffrischungsimpfung kann schon ab drei Monaten nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Hintergrund dieser Empfehlung ist das Ziel, durch diese beschleunigte Booster-Impfkampagne und den verkürzten Impfabstand schwere Verläufe von COVID-19 zu verhindern und die Übertragung insbesondere der sich ausbreitenden Omikron-Variante zu vermindern. 

Übrigens: Eine serologische Antikörpertestung vor einer Auffrischungsimpfung ist nicht notwendig und wird von der STIKO auch nicht grundsätzlich empfohlen. Zum einen ist der Wert, der eine dritte Impfstoffdosis unnötig machen würde, nicht bekannt und zum anderen bestehen bei einer dritten Impfstoffdosis keine Sicherheitsbedenken.

Personen mit einer schweren Immunschwäche (wie zum Bespiel Organtransplantierte) sollten bereits ab vier Wochen nach der ersten abgeschlossen Impfserie zum dritten Mal geimpft werden – dabei spricht man von einer Drittimpfung (siehe Infokasten). Bei ihnen kann im Einzelfall über eine weitere Auffrischungsimpfung im Abstand von drei weiteren Monaten entschieden werden.

Personen, die eine Grundimmunisierung mit einer Impfstoffdosis COVID-19 Vaccine Janssen® (Johnson & Johnson) erhalten haben, wird zur Optimierung ihres Impfschutzes eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab vier Wochen nach der Janssen®-Impfung empfohlen. Hierbei spricht man von einer Optimierung der Grundimmunisierung, da festgestellt wurde, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante aufweist. 

Wer sollte seinen Impfschutz wann auffrischen lassen?

Auffrischungsimpfung, Drittimpfung, weitere Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung – was ist was?

Eine Auffrischungsimpfung ist eine erneute Impfung, um eine nachlassende Immunantwort wieder zu erhöhen und den Impfschutz aufrechtzuerhalten. Dies ist auch von anderen Impfungen bekannt, etwa bei Tetanus oder Polio. Der Begriff Booster-Impfung ist ein verbreitetes Synonym für Auffrischungsimpfung. "Booster" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Verstärker". Eine Drittimpfung beziehungsweise eine weitere Impfung wird zur Optimierung der ersten Impfserie eingesetzt. Dies betrifft etwa Personen mit einer schweren Immunschwäche, zum Beispiel Organtransplantierte.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wo kann man die Auffrischungsimpfung erhalten?

Grundsätzlich können Auffrischungsimpfungen von allen Leistungserbringern nach der Coronavirus-Impfverordnung vorgenommen werden. Dies sind mobile Impfteams, Impfzentren, weitere Impfstellen der Länder, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte, Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen. Wie Sie schnell und unkompliziert an einen Impftermin in Ihrer Nähe kommen, erfahren Sie hier.

Wer sollte sich boostern lassen?

Die kostenlose Booster-Impfung steht im Prinzip allen Personen ab 12 Jahren offen. Dies ist in der Coronavirus-Impfverordnung geregelt. Dieses Angebot sollten alle Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen. Auch die STIKO empfiehlt allen Personen über 12 Jahren eine Auffrischungsimpfung ab drei, bei Jugendlichen drei bis sechs, Monaten nach der Grundimmunisierung. Für bestimmte Personengruppen ist es ganz besonders wichtig, möglichst zeitnah den Impfschutz zu erhöhen. Daher sollte laut STIKO älteren und vorerkrankten Personen prioritär eine Auffrischungsimpfung angeboten werden. Um welche Personengruppen es sich laut STIKO genau handelt, lesen Sie in dieser Aktualisierung auf Seite 6.

Impfstatus: nur mit Auffrischungsimpfung „vollständig geimpft“?

Nein, bisher gilt dies noch nicht. Wer über den vollständigen Impfschutz nach nationalen Regelungen verfügt, gilt auch ohne Auffrischungsimpfung weiterhin als vollständig geimpft im Sinne der Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung). Voraussichtlich werden EU-Impfnachweise ohne Booster ab dem 1. Februar 2022 allerdings nur noch neun Monate gültig sein. Ohne Auffrischungsimpfung verfällt der Impfnachweis also neun Monate nach der Grundimmunisierung. 

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