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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
08:28 · 21. Juni 2021

Mehr Tempo beim Impfen: Seit dem 7. Juni 2021 wird auch in Betrieben geimpft

Seit dem 7. Juni 2021 impfen auch Betriebsärztinnen und -ärzte gegen das Coronavirus. Ein wichtiger Schritt, um Beschäftigte vor Ansteckungen am Arbeitsplatz und schweren Krankheitsverläufen bei COVID-19 zu schützen. Hier erfahren Sie mehr über die Impfung in Unternehmen.

Jetzt auch in Betrieben: die Corona-Schutzimpfung

Deutschland impft und gewinnt dabei weiter an Tempo: Nachdem im April 2021 bereits niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, in die Impfkampagne eingestiegen sind, können seit dem 7. Juni 2021 verstärkt auch Betriebsärztinnen und -ärzte die COVID 19-Schutzimpfung durchführen. In Modellprojekten in den Ländern wird seit einiger Zeit in einigen Unternehmen geimpft. Nun können immer mehr Betriebsärztinnen und Betriebsärzte – ähnlich wie bei den jährlichen Grippeschutzimpfungen – einen wichtigen Beitrag zum beschleunigten Durchimpfen der Bevölkerung und zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Wie viele Impfstoffdosen für die Betriebe am Anfang vorgesehen sind und wie die Betriebe das Impfen zusätzlich zu den betriebseigenen Hygienekonzepten und Teststrategien organisieren, lesen Sie hier: 

Welche und wie viele Impfstoffe sind für das Impfangebot in Betrieben vorgesehen?

In Deutschland werden grundsätzlich nur Impfstoffe verabreicht, die wirksam und sicher sind und die hohen Zulassungsanforderungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erfüllen. Die Lieferprognosen der COVID-19-Impfstoffe für die nächsten Monate sind vielversprechend: Allein im Juni werden rund 18 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer für die Arztpraxen und Betriebsärztinnen und -ärzte erwartet (Stand 17.5.2021). Weitere Lieferungen anderer in der Europäischen Union (EU) zugelassener Impfstoffe sollen noch hinzukommen (je nach Lieferplan der Hersteller). Die fortlaufend aktualisierten Lieferprognosen können Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit einsehen.

Wie viele Betriebe beteiligen sich an der Impfkampagne?

Zahlreiche Unternehmen haben bereits ihre Teilnahme angekündigt und die notwendigen Vorbereitungen getroffenen. Einzelne Betriebe haben im Rahmen von Modellprojekten der Länder schon mit dem Impfen begonnen. Ob Ihr Unternehmen Schutzimpfungen gegen COVID-19 anbietet oder nicht, erfahren Sie direkt in Ihrem Betrieb und bei der zuständigen Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt.

Können sich alle Beschäftigten dann sofort impfen lassen?

Wie genau das Impfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert wird, entscheiden die Betriebsärzte in den Betrieben selbst. Sie sind auch zuständig für die sachgerechte Durchführung der Impfungen. Grundsätzlich ist mit einer hohen Nachfrage und gewissen Wartezeiten zu rechnen, da anfangs nur eine begrenzte Liefermenge an Impfdosen für die Betriebe zur Verfügung steht.

Am besten informieren Sie sich direkt in Ihrem Betrieb oder bei der zuständigen Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt, ob COVID-19-Schutzimpfungen durchgeführt werden und wie das Impfen dort abläuft. Grundsätzlich können alle Beschäftigten – unabhängig vom Alter oder möglichen Vorerkrankungen – ein Impfangebot bekommen.

Erfasst sind grundsätzlich alle Betriebsangehörigen, und zwar unabhängig etwa von ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort, also auch Grenzpendlerinnen und -pendler und Saisonarbeiterinnen und -arbeiter. All dies wird im Hinblick auf begrenzte Impfstoffmengen schrittweise erfolgen. Weitere Grundlagen für das Impfen in Betrieben werden in der neuen Coronavirus-Impfverordnung geregelt.

Wo können sich Mitarbeitende aus Unternehmen, die keine Betriebsärztin oder keinen Betriebsarzt beschäftigen, impfen lassen?

Die Betriebe, die ihre Beschäftigten ein Impfangebot unterbreiten wollen, aber nicht über eigene betriebsärztliche Strukturen verfügen, können dies mit Hilfe externer betriebsärztlicher Dienste umsetzen. Andernfalls ist natürlich auch eine Impfung durch die Hausärztin oder den Hausarzt möglich.

Wie erhalten die Betriebe die COVID-19-Impfstoffe?

Zur Belieferung der Betriebsärzte mit Impfstoffen und Impfzubehör ist ähnlich wie bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten grundsätzlich der Weg über den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken vorgesehen. Weitere Informationen rund um das Impfmanagement finden Sie zusammengefasst auf der Website der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Weitere logistische Fragen beantworten wir hier.

Was muss ich bei der Corona-Schutzimpfung beachten?

Bitte nehmen Sie in jedem Fall Ihren Impfpass zum Termin mit, damit die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt die Schutzimpfung dort entsprechend eintragen kann. Im Folgenden finden Sie zudem eine Checkliste, in der alles Wichtige zu Ihrem Impftermin zusammengefasst ist. Mithilfe des Aufklärungsmerkblattes, das vor allem über Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung informiert, sollten Sie sich schon im Vorfeld zu Hause sorgfältig informieren. Auch den Einwilligungsbogen mit dem Anamnesebogen, mit dem Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand geklärt werden, können und sollten Sie hier schon vorab einsehen:

Checkliste für Ihren Impftermin

Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (mRNA-Impfstoff)

Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (Vektor-Impfstoff)

Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung (mRNA-Impfstoff)

Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung (Vektor-Impfstoff)

Weitere Informationen zum Thema Arbeiten in der Corona-Pandemie finden Sie auf dieser Übersichtsseite. Weitere Fragen zur Corona-Schutzimpfung in Betrieben beantworten wir Ihnen hier und hier.

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