Bundesministerium für Gesundheit

Schwangere und Stillende

Sollten Sie sich als Schwangere oder Stillende gegen COVID-19 impfen lassen? Die Forschung ist sich einig: Ja! Warum eine Impfempfehlung für Schwangere und Stillende besteht und wie Sie sich und Ihr Neugeborenes gegen eine Corona-Infektion schützen können, lesen Sie hier.

Was muss ich über COVID-19 wissen?

Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr während der Schwangerschaft?

Schwangere haben nach bisherigen Erkenntnissen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, im Vergleich zu Nicht-Schwangeren allerdings häufiger einen schweren Infektionsverlauf. Zu den Risikofaktoren für einen schwereren COVID-19-Verlauf zählen ein höheres mütterliches Alter, starkes Übergewicht, Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes. Schwangere sollten sich daher besonders stark an die Verhaltensregeln halten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Zudem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel die Corona-Schutzimpfung beziehungsweise die Booster-Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer.

Weitere Informationen und Wissenswertes für Schwangere in der Corona-Pandemie finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 24.11.2021 

Können sich Säuglinge oder Kinder im Mutterleib mit dem Coronavirus infizieren?

Eine Übertragung von der Mutter auf ihr Neugeborenes, auch bereits im Mutterleib, kann nicht ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen zeigen die Kinder, deren Mütter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Hinweise auf durch das Virus ausgelöste Fehlgeburten gibt es bislang nicht. Werdende Mütter sollten sich jedoch vor einer Infektion so gut wie möglich schützen und die Verhaltensregeln beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, gründliches Händewaschen) und – da wo es eng wird – im Alltag eine Maske tragen.

Seit dem 17. September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) darüber hinaus die Corona-Schutzimpfung generell auch für Schwangere und Stillende (mehr dazu hier). 

Ist eine Mutter infiziert, ist jedoch eine Übertragung auf das Neugeborene über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Einen Artikel mit weiteren Informationen zu Schwangerschaft und dem Coronavirus finden Sie hier.

Stand: 17.11.2021

Kann sich das Neugeborene mit COVID-19 anstecken?

Aufgrund der Datenlage können aktuell noch keine abschließenden Aussagen über die Auswirkung einer Infektion auf das ungeborene Kind gemacht werden. Insgesamt scheint eine Übertragung einer mütterlichen SARS-CoV-2-Infektion auf das Neugeborene aber selten zu sein und beim Neugeborenen auch nur in seltenen Fällen Symptome auszulösen. Grundsätzlich kann aber eine Infektion, zum Beispiel mit hohem Fieber bei der schwangeren Person während des ersten Drittels der Schwangerschaft (auch Trimenon genannt) das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen. Daher ist eine Corona-Schutzimpfung für Frauen mit Kinderwunsch besonders wichtig, damit der Schutz vor einer schweren COVID-19-Erkrankung schon vor Eintritt der Schwangerschaft beziehungsweise im ersten Schwangerschaftsdrittel besteht. Einige Studienergebnisse zeigen zudem, dass insbesondere schwer an COVID-19 erkrankte Schwangere häufiger Frühgeburten hatten und die Neugeborenen öfter auf einer Intensivstation für Früh- und Neugeborene betreut werden mussten. Totgeburten oder Todesfälle sind bei Neugeborenen bislang wenig beschrieben, allerdings zeigen einzelne Studien im Fall einer schweren COVID-19-Erkrankung der Mutter ein höheres Risiko, dass das Baby tot zur Welt kommt.

Stand: 25.11.2021

Führt eine COVID-19-Erkrankung bei Schwangeren zu häufigeren Frühgeburten?

Das Robert Koch-Institut (RKI) arbeitet aktuell bereits publizierte systematische Reviews und Studien zum Einfluss einer SARS-CoV-2-Infektion auf Verlauf und Ausgang der Schwangerschaft auf. Zusätzlich werden Daten aus dem Projekt „COVID-19 Related Obstetric and Neonatal Outcome Study in Germany“ (CRONOS) des Forschungsnetzwerkes der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) berücksichtigt, das seit dem 3. April 2020 Frauen mit laborbestätigter SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft untersucht. In dem daraus aufgebauten Register wurden mit Stand 21. August 2021 bereits 2.803 positiv getestete schwangere Frauen erfasst.

Im 38. Epidemiologischen Bulletin veröffentlichte das RKI Zwischenergebnisse verschiedener Studien zu Schwangeren. Als besonders umfassend bewertet das Institut eine Forschungsarbeit, die insgesamt 192 Studien mit schwangeren Frauen einschloss. In der Übersichtsstudie wurde bei schwangeren Frauen mit COVID-19 ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten vor der 37. Schwangerschaftswoche im Vergleich zu Müttern ohne COVID-19 beschrieben. Zu derselben Aussage kommt auch eine andere Studie, die insbesondere auch den Schweregrad der Krankheit als ausschlaggebend definiert: So kam es bei Schwangeren mit schweren Krankheitsverläufen häufiger zu Frühgeburten als bei Schwangeren mit leichten COVID-19-Erkrankungen. In der Studie wurde zudem ein höheres Risiko für Totgeburten bei SARS-CoV-2-positiven Patientinnen im Vergleich zu SARS-CoV-2-negativ getesteten schwangeren Frauen ermittelt.

Zu den Studienergebnissen weist das RKI darauf hin, dass es sich bei der erhöhten Frühgeburtenrate auch um einen medizinisch induzierten Anstieg handeln könnte, da die allgemeinen Raten von spontanen Frühgeburten im Vergleich zu präpandemischen Zeiten gleich geblieben seien. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Studienergebnisse fasst das RKI zusammen, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko haben, im Rahmen von bestimmten Infektionskrankheiten wie COVID-19 Komplikationen zu erleiden und begründet damit die zuvor erfolgte generelle Impfempfehlung für Schwangere und Stillende.  

Stand: 29.10.2021

Muss ich alleine in den Kreißsaal?

Trotz aktueller Zugangsbeschränkungen in den Krankenhäusern dürfen werdende Mütter in der Regel eine Begleitperson mit in den Kreißsaal nehmen. Auch in den ersten Stunden nach der Geburt darf eine Begleitperson bei der Mutter bleiben. Auf der Wöchnerinnenstation sind Besucherinnen und Besucher in den meisten Krankenhäusern im eingeschränkten Rahmen erlaubt. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der 3G-Regel. Je nach Region können die Bestimmungen jedoch unterschiedlich sein, bitte beachten Sie die Regelungen an Ihrem Ort.

Stand: 27.10.2021

Welche Unterstützung erhalte ich als Schwangere oder junge Mutter während der Corona-Pandemie?

Das kosten- und barrierefreie Hilfetelefon "Schwangere in Not" unter der Nummer 0800 40 40 020 ist eine erste Anlaufstelle für Frauen, die über qualifizierte Beraterinnen und Berater Hilfe in örtlichen Schwangerschaftsberatungsstellen suchen. Dort werden auch fremdsprachige Beratungen angeboten. Informationen über finanzielle Unterstützungen und Mutterschaftsleistungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Stand: 01.11.2021

Was muss ich zur Corona-Schutzimpfung wissen?

Sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen?

Seit dem 17. September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung generell auch für Schwangere (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) und Stillende. Für die Empfehlung wurden neu verfügbare Daten zum Risiko von schweren COVID-19-Verläufen in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit der Impfung bei Schwangeren und Stillenden systemisch aufgearbeitet. Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Daten und Studienergebnisse spricht sich die STIKO für die COVID-19-Impfung von bisher nicht oder unvollständig geimpften Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel aus. Dies gilt auch für nicht oder unvollständig geimpfte Stillende. Für Stillende über 30 Jahren kommt laut STIKO-Empfehlung die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ) in Frage. Stillenden unter 30 Jahren wird von der STIKO nur die Corona-Schutzimpfung mit dem BioNTech/Pfizer-Impfstoff empfohlen.

***  Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna am 18. November 2021 auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren beschränkt. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Zudem soll laut STIKO-Empfehlung auch eine Impfung von Schwangeren unabhängig vom Alter vorsorglich nur mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  und ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. Die Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung zu diesem Punkt finden Sie hier. Für eine schnelle Booster-Kampagne spielen aber weiterhin beide mRNA-Impfstoffe – BioNTech/Pfizer und Moderna – eine wichtige Rolle. Sie sind qualitativ gleichwertig und bei Personen ab 30 Jahren gleich sicher. Auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat vor kurzem noch einmal deutlich gemacht, dass beide mRNA-Impfstoffe gleichermaßen sehr gut für Erst,- Zweit- oder Booster-Impfungen geeignet sind. Die ausführliche Meldung des PEI finden Sie hier***

 

Noch ungeimpften Schwangeren wird die also Impfung mit zwei Dosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty® von BioNTech/Pfizer im Abstand von drei bis sechs Wochen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt werden.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. empfiehlt nach Ausschluss allgemeiner Risiken, schwangere und stillende Frauen priorisiert mit mRNA-basierten Impfstoffen gegen COVID-19 zu impfen (zur STIKO-Einschränkung bezüglich Moderna für Personen unter 30 Jahren und Schwangere, siehe oben). Laut aktuellen Studien führt eine COVID-19-Impfung bei Schwangeren nicht vermehrt zu schwangerschaftsspezifischen Komplikationen oder einem erhöhten Sterberisiko für die Schwangere oder die Föten. Darüber hinaus weist die Impfung keine Unterschiede im Nebenwirkungsprofil im Vergleich zu Nicht-Schwangeren auf. mRNA des COVID-Impfstoffes konnte in Untersuchungen der Muttermilch von stillenden Frauen nicht beziehungsweise gegebenenfalls nur minimal nachgewiesen werden. Die veröffentliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe finden Sie hier.

Um Schwangere auch indirekt zu schützen, wird die Impfung von deren engen Kontaktpersonen, insbesondere Partnerinnen oder Partnern, sowie Hebammen und Ärztinnen beziehungsweise Ärzten empfohlen.

Stand: 19.11.2021

Wie sollten Schwangere ihren Impfschutz auffrischen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren die COVID-19-Auffrischungsimpfung, auch Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Die Auffrischungsimpfung von Schwangeren soll in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate ist im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind auch möglich. Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, soll die Booster-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer durchgeführt werden.

Stand: 23.11.2021

Warum wurde die Corona-Schutzimpfung für Schwangere und Stillende zunächst nicht ausdrücklich empfohlen?

Eine Empfehlung muss sich immer auf eine gute Datenbasis stützen. Zunächst lagen nur wenige Daten zur Impfung von Schwangeren vor. Aus diesem Grund sprach die Ständige Impfkommission (STIKO) die generelle Impfung von Schwangeren und Stillenden zuerst nicht aus. Nichtsdestotrotz 

Mit der Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung für Schwangere und Stillende vom 17. September 2021 zog die STIKO neu verfügbar gewordene Daten zu ihrer Entscheidung heran und bewertet die Corona-Schutzimpfung für Schwangere und Stillende als sicher und wirksam. Die Empfehlung basiert auf einer systematischen Aufarbeitung der wissenschaftlichen Evidenz. Im Rahmen eines sogenannten Umbrella-Reviews wurden auch bereits publizierte systematische Reviews zum Einfluss einer SARS-CoV-2-Infektion auf Verlauf und Ausgang der Schwangerschaft analysiert. Diese Daten wurden durch weitere aktuelle Studien aus dem Jahr 2021 nach einer entsprechenden systematischen Literaturrecherche ergänzt. Die ausführliche wissenschaftliche Begründung können Sie im Epidemiologischen Bulletin nachlesen.

Stand: 26.11.2021

Können sich Mütter in der Stillzeit impfen lassen?

Ja. Stillenden Müttern wird eine COVID-19-Impfung empfohlen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlichte am 16. September 2021 ihre Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung für Schwangere und Stillende. Sie begründet darin ihre Entscheidung auf Basis neu verfügbarer Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung bei Schwangeren und Stillenden. Es wurde eine systematische Review zu Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit der COVID-19-Impfung bei Schwangeren sowie zum Antikörper-Transfer über die Muttermilch und Sicherheit der COVID-19-Impfung für das Kind bei Impfung der Mutter in der Stillzeit durchgeführt. Das Ergebnis der Review: Die vorhandenen Daten sprechen für eine generelle Empfehlung.

Noch ungeimpften Stillenden empfiehlt die STIKO die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) beziehungsweise vier bis sechs Wochen (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna). Mit der Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung von November 2021 wird eine Impfung mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna nur noch für Personen ab 30 Jahren empfohlen.

Zudem wird ausgeführt:

Die COVID-19-Impfung von Stillenden mit mRNA-basierten Impfstoffen…

  • … weist eine gleichwertige Antikörperbildung und ein ähnlich geringes Nebenwirkungsprofil wie in der Schwangerschaft und bei nicht-schwangeren Frauen auf.
  • … kann eine Nestimmunität hervorrufen, da impfinduzierte Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen werden können.
  • … erfordert keine Stillpause oder einen -verzicht, da die mRNA des Impfstoffs nicht beziehungsweise gegebenenfalls nur minimal in der Muttermilch nachgewiesen werden konnte.

Stand: 23.11.2021

Was empfiehlt die STIKO zu mRNA-Impfstoffen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die COVID-19-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für alle Personen ab 12 Jahren, das heißt auch für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sowie für alle Schwangeren und Stillenden. Noch ungeimpften Schwangeren wird die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem zweiten Trimester durchgeführt werden. 

Der mRNA-Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna wird gemäß der STIKO-Empfehlung vom 18. November 2021 nur noch für Personen ab 30 Jahren empfohlen. Dies sieht die STIKO als eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Unabhängig vom Alter, wird eine Impfung mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna zudem vorsorglich nicht mehr für Schwangere empfohlen. Wichtig ist dabei, dass der Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna für Personen ab 30 Jahren ein wichtiges, sicheres und wirksames Element der Impfkampagne bleibt, insbesondere auch für die Booster-Impfung.

Für einen ausreichenden Impfschutz müssen die mRNA-Impfstoffe zweimal verabreicht werden. Die STIKO empfiehlt hierbei einen Abstand von drei bis sechs Wochen (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) beziehungsweise vier bis sechs Wochen (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) zwischen der ersten und der zweiten Impfung. Eine Besonderheit gilt bei Personen unter 60 Jahren, bei denen zur ersten Impfung Vaxzevria® von AstraZeneca ​​​​​verwendet wurde. Für diese Personen empfiehlt die STIKO zurzeit, die zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ab 18 Jahren oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ab 30 Jahren) mindestens vier Wochen nach der ersten Impfung durchzuführen. Personen ohne Immunschwäche, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus sicher nachgewiesen wurde, können in der Regel sechs Monate nach Genesung beziehungsweise nach der Diagnose geimpft werden und sollen dann lediglich eine Impfdosis erhalten. In einigen Fällen ist auch eine Impfung nach vier Wochen für Genesene möglich (mehr dazu hier).

Zudem empfiehlt die STIKO, alle COVID-19-Booster-Impfungen mit einem mRNA-Impfstoffen  (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ab 18 Jahren oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ab 30 Jahren) durchzuführen, unabhängig davon mit welchem Impfstoff die erste Impfserie durchgeführt wurde. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 24.11.2021 

Bildet der Fötus durch die Corona-Schutzimpfung der Mutter Antikörper gegen das Coronavirus?

Zum sogenannten plazentaren Antikörpertransfer laufen derzeit noch verschiedene Studien. In ersten Ergebnissen wurde berichtet, dass durch eine Corona-Schutzimpfung bei schwangeren Frauen mit einem mRNA-Impfstoff die Menge der nachgewiesenen Antikörper bei den meisten Feten dem der geimpften Mutter entsprechend messbar waren. Ob dadurch ein klinisch relevanter Schutz gegen das Coronavirus für das Neugeborene (auch Nestimmunität genannt) erzielt werden kann, ist derzeit allerdings noch nicht eindeutig nachgewiesen.

Ein Impfstofftransfer über die Plazenta hinweg in den Blutkreislauf des Fötus wurde allerdings bei keiner der Untersuchungen festgestellt. Es wird davon ausgegangen, dass die mRNA des Impfstoffes im Stoffwechsel der Mutter beziehungsweise des Kindes schnell abgebaut wird. Mehr Informationen hierzu finden Sie in der 38. Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins der Ständigen Impfkommission ().

Mehr Informationen zur Corona-Schutzimpfung in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Stand: 25.11.2021

Überträgt sich bei einer Corona-Schutzimpfung während der Stillzeit der Impfschutz auf das Baby?

Nach Impfungen mit einem mRNA-Impfstoff während der Stillperiode wurden Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen, deren Konzentration abhängig vom eingesetzten COVID-19-Impfstoff war. Dieser Antikörperspiegel geht einher mit dem im Blut der stillenden Person. Am höchsten ist der Spiegel ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis. Ob eine schützende Wirkung der Antikörper gegen COVID-19 bei Säuglingen von geimpften Müttern besteht, ist bislang noch unklar.

Es wird davon ausgegangen, dass die mRNA des Impfstoffes im Stoffwechsel der Mutter beziehungsweise des Kindes schnell abgebaut wird. Der Transfer von mRNA-Impfstoff in die Muttermilch konnte nämlich nur in minimalen Teilen nachgewiesen werden. Eine Stillpause nach der Corona-Schutzimpfung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen für Stillende und Schwangere finden Sie im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts.

Mehr Informationen zur Corona-Schutzimpfung in der Stillzeit finden Sie hier

Stand: 29.11.2021

Kann die Corona-Schutzimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bei Schwangeren zu Fehlbildungen oder Fehlgeburten führen?

Die vorhandene Datenlage zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe liefert keine Hinweise auf vermehrtes Auftreten von schweren schwangerschaftsbezogenen Nebenwirkungen in Form von Fehlbildungen, Fehlgeburten oder Frühgeburten. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe geht in ihrer Empfehlung der COVID-19-Impfung für schwangere und stillende Frauen genauer darauf ein.

Vielmehr besteht das Risiko von Fehlbildungen durch Komplikationen bei schweren COVID-19-Verläufen. Durch das erhöhte Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung (Präklampsie) durch eine Corona-Infektion kann es zu schwerwiegenden Folgen für Mutter und Kind kommen. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Epidemiologischen Steckbrief des Robert Koch-Instituts.

Stand: 19.11.2021