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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
09:05 · 24. Juni 2021

Impfstoffe gegen COVID-19: Comirnaty® von BioNTech/Pfizer

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer war der erste, der weltweit gegen COVID-19 zugelassen wurde. Wichtige Fakten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Schutzimpfung mit Comirnaty® im Überblick.

Der erste Impfstoff kam von BioNTech/Pfizer /

Der Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer wurde im Jahr 2020 von der deutschen Pharmafirma BioNTech in Kooperation mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer entwickelt. Am 21. Dezember 2020 hat die Europäische Kommission den Impfstoff für die Europäische Union – und damit auch für Deutschland – bedingt zugelassen. Hier lesen Sie mehr über den Impfstoff, seine Wirksamkeit und mögliche Impfreaktionen.

Der Biontech-Impfstoff auf einen Blick

  • Name: Comirnaty® von Biontech/Pfizer
  • Zulassungsinhaber: das deutsche Biotechnologieunternehmen BioNTech und der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer
  • Impfstofftyp + Wirkweise: mRNA-Impfstoff, der einen Bauplan für ein Merkmal des SARS-CoV-2-Virus (das Spike-Protein) in die Zelle einschleust, damit der Körper das Antigen selbst produzieren und das Immunsystem eine entsprechende Immunantwort auslösen kann.
  • Wirksamkeit: Comirnaty® bietet unter Einhaltung des von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Abstands von 6 Wochen zwischen beiden Impfungen eine Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent bei geimpften Personen in allen Altersgruppen.
  • Impfempfehlung: Auf Basis der derzeit verfügbaren Daten empfiehlt die STIKO, den Impfstoff Comirnaty® für alle Bürgerinnen und Bürger über 16 Jahre zu verwenden. Darüber hinaus wird die Impfung auch für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen, da diese ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19 Erkrankung haben.
  • Typische Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, Schmerzen und/oder Rötung an der Einstichstelle, Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome, Übelkeit
  • Verabreichung: per Spritze in den Oberarmmuskel (intramuskulär)
  • Impfschema: zwei Dosen im Abstand von 6 Wochen
  • Lagerung: Lagerung bei -90 °C bis -60 °C: bis zu 6 Monate. Die Lagerung im Kühlschrank bei 2°C bis 8 °C beträgt unverdünnt max. 31 Tage inklusive Zeit für Auftauen und Transport. Die Lagerung (unverdünnt) bei Raumtemperatur (max. 30 °C) ist maximal 2 Stunden möglich. Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.

So wirkt der Impfstoff

Bei Comirnaty® von BioNTech/Pfizer handelt es sich, wie bei dem Corona-Impfstoff von Moderna, um einen sogenannten mRNA-Impfstoff. Das „m“ in der Bezeichnung dieser neuen Impfstoff-Technologie steht für „messenger“ (Deutsch: Bote), RNA für Ribonucleic acid (Deutsch: Ribonukleinsäure, eine chemische Verbindung in Körperzellen). Die mRNA stellt den Bauplan für einen kleinen Teil des Coronavirus bereit, und zwar dessen Spike-Protein. Mit diesem markanten Protein – man kennt es von bildlichen Darstellungen als Zacken auf der Oberfläche des Virus –dringt das Coronavirus in menschliche Zellen ein. Das Protein selbst ist völlig ungefährlich.  

Bei der Corona-Schutzimpfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer gelangt die Bauanleitung des Spike-Proteins in einer Schutzhülle aus winzigen Fetttröpfchen, den sogenannten Lipiden, in die menschliche Muskulatur. Die Körperzellen dort stellen mithilfe des Bauplans das Protein selbst her und präsentieren es dem Immunsystem. Dieses erkennt es als Fremdkörper und entwickelt Antikörper und Abwehrzellen dagegen – so entsteht die schützende Immunantwort.

Gelangt nach einer späteren SARS-CoV-2-Infektion ein „echtes“ Coronavirus in den Körper, erkennt das Immunsystem es anhand dessen Spike-Protein sofort wieder und kann es umgehend auf breiter Fläche wirksam bekämpfen. Die im Impfstoff enthaltene mRNA hingegen wird im Körper schon nach wenigen Tagen abgebaut. Damit endet auch die körpereigene Herstellung des Spike-Proteins.

Wie funktionieren die neuen COVID-19-Impfstoffe?

So wirksam ist der Impfstoff

Der Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ist ein hochwirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus: Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Infektion an COVID-19 zu erkranken, sinkt hierbei für Geimpfte um rund 95 Prozent. Auch das Übertragungsrisiko wird signifikant reduziert: Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass vollständig Geimpfte ab dem 15. Tag nach der letzten Impfdosis das Coronavirus mit geringerem Risiko weitergeben als negativ Getestete.

Aufgrund des Restrisikos gelten Abstands- und Hygieneregeln allerdings auch für Geimpfte unverändert weiter. Weitere Studien werden noch zeigen, wie lange der Impfschutz anhält. Menschen, die trotz Impfung erkranken, können mit einem weniger schweren Verlauf der Krankheit rechnen. Inwiefern eine Auffrischungsimpfung wie zum Beispiel bei einer Grippeimpfung notwendig ist, ist derzeit noch offen und wird im Rahmen klinischer Prüfungen weiter untersucht.

mRNA-Impfstoffe erlauben eine einfachere Produktion und gewährleisten über die genutzte Plattformtechnologie das Herstellen von vielen Millionen Impfdosen in nur wenigen Wochen. Auch Anpassungen des Impfstoffs an veränderte Virusmutationen sind bei dieser Technologie in kurzer Zeit möglich.

Empfehlung für Menschen ab 12 Jahren

Seit Juni 2021 ist der Corona-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Die STIKO empfiehlt die Impfung für Personen ab 12 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen, für Kinder und Jugendliche im Umfeld von Personen, die sich selbst nicht schützen können, also zum Beispiel jüngere Geschwisterkinder oder Schwangere sowie für Jugendliche mit arbeitsbedingt erhöhtem Expositionsrisiko. Mehr dazu lesen Sie hier. Die allgemeine STIKO-Empfehlung für die Impfung für Personen ab 12 Jahren wird noch erwartet. Der Impfstoff wird in den Oberarmmuskel verabreicht. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen notwendig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt einen Abstand von sechs Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung.

Impfreaktionen und Nebenwirkungen

Impfreaktionen und Nebenwirkungen können grundsätzlich bei allen Impfungen unabhängig vom Krankheitserreger oder Impfstoff auftreten. Zu den häufigsten Beschwerden nach einer Impfung gehören Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopf- und Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen sowie Schüttelfrost. Die Beschwerden sind meist milde und treten eher bei jüngeren Menschen auf. Wichtige Informationen zur Corona-Impfung mit mRNA-basierten Impfstoffen und möglichen Nebenwirkungen finden Sie im Aufklärungsmerkblatt, das Sie sich hier herunterladen und ausdrucken können:

Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (mRNA-Impfstoff)

Impfungen können Reaktionen hervorrufen

Sicherheit fortlaufend geprüft

Bei bekannten Allergien gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes oder einer schweren allergischen Reaktion auf die erste Impfung sollte auf eine zweite Impfung verzichtet werden. Die entsprechenden Produktinformationen mit den Inhaltsstoffen aller zugelassenen COVID-19-Impfstoffe finden Sie hier. Die Sicherheit der Impfstoffe wird kontinuierlich beobachtet. Hinweise auf bislang unbekannte, sehr seltene mögliche Nebenwirkungen werden fortlaufend geprüft und ausgewertet, um im Bedarfsfall sofort reagieren zu können. Die entsprechenden Sicherheitsberichte des Paul-Ehrlich-Instituts können Sie hier einsehen.

Weitere Informationen zur  Corona-Schutzimpfung finden Sie auch in diesem Artikel.

Comirnaty® von BioNTech/Pfizer im Überblick

© Bundesministerium für Gesundheit, Stand: 15. Mai 2021 Quellen: Europäische Zulassung, Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit. *Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, sinkt bei den Geimpften um den genannten Prozentsatz. *Lipid-Nanopartikel-Formulierung.

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