Bundesministerium für Gesundheit

Corona-Schutzimpfung ab 5 Jahren

Der Kinder-Impfstoff von BioNTech ist seit Ende November in der EU für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission hat am 17. Dezember 2021 ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert. Sie empfiehlt die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen. Die COVID-19-Impfung kann auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankungen bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Hier finden Sie Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung für Kinder und was es für Eltern zu beachten gilt.

Können sich auch Kinder ab 5 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen?

Am 26. November 2021 hat die Europäische Kommission den BioNTech-Kinderimpfstoff für Kinder von 5 bis 11 Jahren zugelassen. Mit Zulassung ist die Impfung der Kinder dieser Altersgruppe möglich. Niedergelassene Kinderärztinnen oder -ärzte oder Hausärztinnen und -ärzte führen die Verimpfungen durch, aber auch andere Leistungserbringer werden einbezogen, insbesondere Krankenhäuser mit pädiatrischen Abteilungen, Impfzentren und mobile Impfteams.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre COVID-19-Impfempfehlung am 17. Dezember 2021 aktualisiert und empfiehlt die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen. Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (zum Beispiel Menschen unter immunsuppressiver Therapie).

Die COVID-19-Impfung kann auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankungen bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten nach ärztlicher Aufklärung erfolgen. Die STIKO-Empfehlung finden Sie hier.

Stand: 21.01.2022

Was empfiehlt die Ständige Impfkommission zur Impfung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 17. Dezember 2021 ihre COVID-19-Impfempfehlung bezüglich der Impfung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren aktualisiert. In Abwägung aller bisher vorhandenen Daten empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit verschiedenen Vorerkrankungen. Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (zum Beispiel Menschen unter immunsuppressiver Therapie).

Auch wichtig: Darüber hinaus können laut STIKO auch 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen gegen COVID-19 nach entsprechender ärztlicher Aufklärung geimpft werden, sofern ein individueller Wunsch der Kinder und Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten besteht.

Die STIKO-Empfehlung finden Sie hier.

Stand: 17.12.2021

Wann startet die Corona-Schutzimpfung bei 5-11-jährigen Kindern?

Der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer wird seit dem 13. Dezember 2021 (KW 50) an die Leistungserbringer ausgeliefert. Die Kinderimpfungen starteten damit eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Die Anzahl der Impfstoffdosen in den einzelnen Praxen hängt von den Bestellungen ab.

Die Belieferung der niedergelassenen Ärzte erfolgt – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – über die Apotheken. Die Apotheken werden über die etablierten Strukturen des pharmazeutischen Großhandels beliefert.

Stand: 17.12.2021

Warum ging das nicht schneller?

Der Impfstoff der Firma BioNTech für Impfungen bei 5- bis 11-Jährigen wurde am 26. November 2021 von der EU Kommission zugelassen. Das Unternehmen BioNTech hatte im Oktober 2021 in Europa eine Zulassung ihres Impfstoffs für Kinder von 5 bis 11 Jahren beantragt.

Der Antrag wurde bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eingereicht, die die Unbedenklichkeit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs bewertete und ein positives Nutzen/Risiko-Verhältnis für eine Verwendung bei Kindern dieser Altersgruppe feststellte. Nach Empfehlung des zuständigen Ausschusses für Humanarzneimittel bei der EMA, konnte die Europäische Kommission mit der Zulassung des Impfstoffs auf dem EU-Markt fortfahren.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlichte ihre COVID-19-Impfempfehlung am 17. Dezember 2021 und empfiehlt Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen die Impfung gegen COVID-19. Bei individuellem Wunsch und nach ärztlicher Beratung können auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden.

Bereits seit August 2021 empfiehlt die STIKO die Corona-Schutzimpfung für alle 12- bis 17-Jährigen. Die STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung finden Sie hier.

Stand: 17.12.2021

Wo können sich Kinder gegen COVID-19 impfen lassen?

In Deutschland wird ausreichend Impfstoff für diese Altersgruppe zur Verfügung gestellt. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, können sich an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte wenden. Darüber hinaus stehen auch die Impfzentren und die lokalen Impfaktionen für Eltern und ihre Kinder zur Verfügung. Informationen dazu sind auf den entsprechenden Informationsseiten der Kommunen zu finden.

Stand: 10.12.2021

Gibt es eine Impfpflicht für Kinder?

Es gibt keine Impfpflicht für Kinder in Deutschland.

Wichtig: Seit September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für Kinder ab 12 Jahren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Die STIKO hat außerdem am 17. Dezember 2021 ihre Empfehlung zur Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren veröffentlicht. Kindern mit Vorerkrankungen wird eine Grundimmunisierung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer empfohlen. Die Impfdosis soll dabei nur ein Drittel von der Dosis eines Erwachsenen sein, nämlich 10 µg statt 30 µg. Die COVID-19-Impfung kann auch bei 5- bis 11-jährigen Kindern ohne Vorerkrankungen bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern bzw. Sorgeberechtigten nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Generell gilt: Die Corona-Schutzimpfung ist wichtig, um sich selbst zu schützen, um den Schutz der Gemeinschaft zu erreichen und um auch diejenigen zu schützen, die sich derzeit nicht impfen lassen können.

Stand: 17.12.2021

Welche Impfreaktionen können nach der Corona-Schutzimpfung bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren auftreten?

Wie bei jeder Impfung können auch nach der Corona-Schutzimpfung mit dem Kinder-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bei Kindern Impfreaktionen oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an.

Die beobachteten Impfreaktionen in der Zulassungsstudie bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren sind ähnlich wie bei Personen ab 12 Jahren. Die häufigsten Impfreaktionen waren folgende lokale Reaktionen:

  • Schmerzen an der Impfstelle: 80 Prozent
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit: 50 Prozent 
  • Kopfschmerzen: 30 Prozent
  • Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle: 20 Prozent 
  • Gliederschmerzen: 10 Prozent

Systemische Reaktionen kamen bei den Kindern selten vor. Fieber trat bei 3 Prozent nach der ersten Impfung und 7 Prozent nach der zweiten Impfung auf. Schüttelfrost bei 5 Prozent nach der ersten Impfung und bei 10 Prozent nach der zweiten Impfung. Eine Vergrößerung der Lymphknoten wurde bei 0,9 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen beobachtet.

Mehr Informationen können Sie auch unserem Artikel "Corona-Schutzimpfung für Kinder ab 5 Jahren: Warum sich auch Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren impfen lassen sollten" entnehmen. 

Stand: 05.01.2022

 

 

Welche Nebenwirkungen können nach der Corona-Schutzimpfung bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren auftreten?

In der Zulassungsstudie wurden keine Nebenwirkungen, insbesondere keine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Herzbeutelentzündung (Perikarditis) beobachtet. Allerdings liegen aufgrund der Studiengröße bei Zulassung und der vergleichsweise kurzen Beobachtungszeit nach Impfung in den Ländern, die bereits in dieser Altersgruppe impfen, bisher noch keine ausreichenden Daten vor, um seltene und sehr seltene unerwünschte Nebenwirkungen erkennen zu können.

Stand: 29.11.2021

Mit welchem Impfstoff können Kinder zwischen 5 und 11 Jahren geimpft werden? Ist der Impfstoff neu?

Seit dem 26. November 2021 ist der Impfstoff von BioNTech/Pfizer, angepasst auf die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen, EU-weit zugelassen. Bei dem COVID-19-Impfstoff handelt es sich um eine niedriger dosierte Kinderformulierung, das heißt Zusammensetzung des Impfstoffs. Kinder zwischen 5 und 11 Jahren können laut EMA-Zulassung und STIKO-Empfehlung mit 10 µg des mRNA-Impfstoffs, also mit 1/3 der Erwachsenendosis geimpft werden.

Seit Mitte Dezember 2021 stehen 2,4 Millionen Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer, der auf die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen angepasst wurde, zur Verfügung. Ein großer Teil der Nachfrage kann also direkt bedient werden. Die gesamte Europäische Union hat die erste Lieferung Mitte Dezember 2021 erhalten. Seit dem 13. Dezember 2021 werden in Deutschland Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gegen COVID-19 geimpft. Mit weiteren Lieferungen ist zu Beginn des Jahres 2022 zu rechnen.

Stand: 17.12.2021

Kann für ein Kind eine reduzierte Erwachsenendosis verabreicht werden?

Eine Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren erfolgt bis zur Auslieferung der Kinderimpfstoffe in eigener Verantwortung und Entscheidung sowie nach individueller Beratung durch den niedergelassenen Arzt oder die Ärztin (Off-Label-Use). § 60 IfSG erlaubt in diesem Fall keine Haftungsübernahme durch den Bund.

Der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer unterscheidet sich in der Dosierung und Handhabung von dem Impfstoff, der ab 12 Jahren eingesetzt wird. So hat er eine niedrigere Konzentration, ein anderes Injektionsvolumen und kann mit zehn Wochen auch länger im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.

Stand: 10.12.2021

Wie wirksam ist die Corona-Schutzimpfung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren?

Die Zulassungsstudie hat ergeben, dass der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer für die Anwendung bei Fünf bis Elfjährigen wirksam ist und ein positives Nutzen/Risiko-Profil abgeleitet werden konnte. Durch Impfung kann das Risiko einer COVID-19-Erkrankung wirksam reduziert werden. Die Daten einer klinischen Prüfung Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren zeigten, dass die Verabreichung des Impfstoffs in einer Konzentration von bereits 10 Mikrogramm pro Dosis das Risiko einer COVID-19-Erkrankung um 90,7 Prozent reduziert. Auch die Immunantwort  (gemessen an der Menge der Antikörper gegen SARS-CoV-2) war nach der Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren vergleichbar mit der von geimpften Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Stand: 29.11.2021

Welche Regelungen gibt es im Falle eines Impfschadens nach einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen?

Wer durch eine COVID-19-Schutzimpfung gesundheitliche Schäden (Impfschaden) erleidet – egal, ob die Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wurde oder nicht –, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz (Vgl. § 60 Infektionsschutzgesetz). Ausgenommen davon sind Folgen, die durch Anwendungsfehler von Ärztinnen oder Ärzten entstanden sein könnten oder Fehler des pharmazeutischen Unternehmens.

Stand: 10.01.2022

Welche Rolle spielt der Bevölkerungsschutz bei der Corona-Schutzimpfung von Kindern ab 5 Jahren?

Mit der Impfung ab 5 Jahren können jetzt auch kleinere Kinder besser vor dem Coronavirus geschützt werden – das ist vor allem für Kinder wichtig, die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf haben oder viel Kontakt zu Menschen mit einem erhöhten Risiko, beispielsweise Geschwister mit Vorerkrankungen oder den Großeltern, haben. Außerdem ist das Infektionsgeschehen in den Grundschulen aufgrund der ansteckenden Delta-Variante zurzeit sehr dynamisch und die Inzidenzen bei jüngeren Kindern sind sehr hoch. Die COVID-19-Impfung verringert das Risiko, an COVID-19 zu erkranken und das Coronavirus weiterzugeben – so können Sie Ihr Kind selbst und besonders gefährdete Personen in Ihrer Familie, Ihrem Haushalt oder Ihrem Arbeitsumfeld schützen. Je mehr Personen geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus in der Gesellschaft und desto weniger Menschen erkranken oder sterben am Coronavirus

Stand: 29.11.2021

Wie werden digitale Impfnachweise von Kindern gespeichert?

Bei Bedarf können auch die digitalen Nachweise von Angehörigen entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App digital verwaltet werden. 

Stand: 29.12.2021

Müssen sich geimpfte Kinder in der Schule testen lassen?

Kinder werden im Rahmen eines verbindlichen schulischen Konzeptes regelmäßig getestet, um den Präsenzunterricht so sicher wie möglich zu gestalten. Inwiefern dies geschieht, ist abhängig von den jeweiligen Verordnungen der Bundesländer. Bitte informieren Sie sich zu den Regelungen bei Ihnen vor Ort.

Stand: 10.12.2021