Corona-Schutzimpfung
09:23 · 18. Mai 2022

Was sag' ich jetzt: Gute Argumente für die Corona-Schutzimpfung

Wenn es um die Corona-Schutzimpfung geht, führen Skeptikerinnen und Skeptiker bzw. Gegnerinnen und Gegner auch Schein-Argumente ins Feld. Wie Sie diese entkräften und mithilfe fundierter Informationen richtigstellen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Gute Argumente für die Corona-Schutzimpfung

In der Coronavirus-Pandemie werden Entscheidungen durch unzählige, zum Teil widersprüchliche Meldungen und Meinungen oft erschwert. Allein im Internet kursieren mitunter haarsträubende Geschichten. 

Gehen Sie auf Nummer sicher und setzen Sie auf solide wissenschaftliche Erkenntnisse und fundierte Informationsquellen! Im Folgenden nehmen wir die häufigsten „Argumente“ gegen die Corona-Schutzimpfung unter die Lupe.

1. “Impfen schützt nicht jeden.“

Richtig ist: Keine Impfung schützt zu 100%. Auch die Corona-Schutzimpfung kann nicht immer eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern, aber sie kann die Wahrscheinlichkeit zu erkranken deutlich senken. Bei COVID-19-Impfstoffen zeigt sich auch, dass bei denen, die trotz Impfung infiziert wurden, die Krankheit deutlich milder verläuft als bei Ungeimpften.

2. „Impfen ist gefährlich.“

Wie alles, was wirkt, können auch Impfstoffe Nebenwirkungen haben. Aber bei ihnen kennt man Schwere und Häufigkeit sehr gut – gerade, weil so viele Menschen geimpft wurden und werden. Für jede generell empfohlene Impfung sollte mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Und: Die Risiken und Nebenwirkungen der Impfung liegen deutlich unter denen der Erkrankung.

Eine seltene, aber schwere Nebenwirkung von Vektor-Impfstoffen ist die Hirnvenenthrombose. Da sie schon früh deutliche Symptome zeigt, ist sie gut behandelbar. Auch Herzmuskelentzündungen können nach einer Impfung auftreten, ebenfalls sehr selten. Im November 2021 hat die STIKO ihre Empfehlung auch diesbezüglich als vorsorgliche Maßnahme angepasst. Weiterhin wird kontinuierlich geprüft und neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden berücksichtigt, um jedes noch so kleine Risiko zu minimieren. Aber auch hier gilt: Das Risiko für schlimme Folgen nach einer COVID-19-Erkrankung ist viel höher.

 

3. „Niemand kennt die Spätfolgen der COVID-19-Impfung.“

Generell gilt: Nebenwirkungen, die erst Jahre nach einer Impfung auftreten, sind bei Impfstoffen nicht bekannt. Die aktuell in Europa zugelassenen COVID-19-Impfstoffe sind bereits millionen- bzw. sogar milliardenfach verimpft worden. In der Regel treten negative Folgen kurze Zeit nach der Impfung auf. Zudem werden alle Impfstoffe nach der Zulassung stets weiter beobachtet und überwacht. Diese Impfstoffe und ihre Nebenwirkungen sind inzwischen gut bekannt – auch sehr selten auftretende Nebenwirkungen.

 

4. „Impfen belastet das Immunsystem.“

Impfen aktiviert das Immunsystem, um uns vor den jeweiligen ansteckenden Erkrankungen zu schützen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass durch Impfungen die Immunabwehr überlastet wird. Tatsächlich setzt sich das Immunsystem, auch bei Kindern, tagtäglich mit einer vielfach größeren Menge von Antigenen auseinander, als dies bei Impfungen der Fall ist. 

 

5. „Früher ging es auch ohne Impfung.“

Viele haben auch das Autofahren ohne Sicherheitsgurt und Airbag überlebt. Aber die Zahl der Verkehrstoten lag in den 1960er Jahren etwa fünfmal so hoch wie heute. Dennoch ist auch hier Fakt: Eine Impfung schützt vor einem schweren Verlauf – und so wie Autofahren mit Sicherheitsgurt und Airbag sicherer ist, ist auch eine COVID-19-Impfung ein wichtiger Schutz. 

Fundierte Argumentationshilfe: Das Impfbuch für alle

Keine Frage: Impfen ist ein Thema, das viele Fragen aufwirft. Wer mehr über die Hintergründe des Impfens im Allgemeinen und der Corona-Schutzimpfung im Besonderen wissen möchte, kann sich im „Impfbuch für alle“ darüber informieren. Das Sachbuch bündelt auf 80 Seiten gesicherte Informationen aus aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es ist kostenlos in Apotheken sowie als PDF zum Download verfügbar. 

 

Fazit: Reden ist Gold!

Die COVID-19-Impfung dient oft als Aufhänger für krude Aussagen und Ideologien ohne Evidenz. Das einzige, was dagegen hilft, ist wissenschaftliche und belegbare Aufklärung: Versuchen Sie, regelmäßig mit impfskeptischen Menschen in Ihrem Umfeld zu sprechen. Das ist zwar mitunter anstrengend, lohnt aber, sobald Ihr Gegenüber hinterher drüber nachdenkt. 

Wir können die Coronavirus-Pandemie nur gemeinsam besiegen – hier ist die Gesellschaft sprichwörtlich als „Team“ gefragt: Indem wir uns alle impfen lassen, kann jede und jeder einen Beitrag dazu leisten, sich selbst und andere zu schützen. Hilfreiche Tipps für die Gesprächsführung finden Sie in den Gesprächskarten des RKI.

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