Bundesministerium für Gesundheit

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Aktuelle Regelungen

Durch aktuelle Verordnungen und Beschlüsse müssen Bürgerinnen und Bürger einiges in ihrem Alltag beachten. Dabei richten sich die Maßnahmen nicht nur an den tagesaktuellen Inzidenzen, sondern beispielsweise auch am Infektions- bzw. Impfstatus der Bürgerin oder des Bürgers.

Alle Informationen zur aktuellen Verordnung für Geimpfte und Genesene und dem Infektionsschutzgesetz finden Sie hier.

Neue Verordnung für Geimpfte und Genesene

Was ist die 3G-Regel?

Die sogenannte 3G-Regel steht für „geimpft, genesen oder getestet“. Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt (mehr dazu hier hier) muss seit dem 23. August 2021 in bestimmen Fällen entweder einen negativen Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen, um beispielsweise Zugang zu Innengastronomie, Veranstaltungen und Festen oder auch zum Besuch beim Friseur oder im Kosmetikstudio zu erhalten. Gleiches gilt für Besuche in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen. Die 3G-Regel ist auch bei Sport im Innenbereich oder Beherbergungen, etwa in Hotels und Pensionen, gültig.

Stand: 23.08.2021

Was dürfen Geimpfte und Genesene?

Geimpfte und genesene Personen werden mit Personen gleichgestellt, die negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet sind. Daher entfällt für geimpfte und genesene Personen ein negatives Testergebnis als Zugangsvoraussetzung, etwa zum Friseur oder bei einem Besuch der Innengastronomie. Außerdem gelten Kontaktbeschränkungen für geimpfte und genesene Personen nicht mehr.

Wichtig: Geimpfte und Genesene profitieren nur von diesen Erleichterungen, wenn sie asymptomatisch sind – also keine für eine Corona-Infektion typischen Symptome aufweisen. Denn obwohl das Risiko, sich oder andere Menschen zu infizieren bei geimpften und genesenen Menschen deutlich reduziert ist, besteht das Restrisiko einer Infektion mit dem Coronavirus und – in der Folge – an einer möglichen Erkrankung an COVID-19. Dies ist mitunter auch der Grund, warum Geimpfte und Genesene auch weiterhin die AHA-Formel einhalten sollen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Stand: 07.09.2021


 

Warum werden Genesene so behandelt wie Geimpfte?

Um eine zumindest zeitweise weitreichende Immunität gegen das Coronavirus zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten: eine Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung. Das Robert Koch-Institut ist nach Sichtung der aktuellen Studienlage zu dem Ergebnis gekommen, dass „aus Public-Health-Sicht durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert erscheint, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen.“ Für Genesene wird aufgrund der aktuellen Datenlage angenommen, dass der Schutz zumindest für sechs Monate nach durchgemachter Infektion besteht.

Stand: 07.07.2021

Warum bekommen Genesene und Geimpfte mehr Rechte als negativ Getestete?

Nach aktueller Studienlage ist das Risiko, dass Geimpfte und Genesene (bis sechs Monate nach durchgemachter Infektion) das Coronavirus noch übertragen, geringer als bei tagesaktuell negativ getesteten Personen. Geimpfte und Genesene profitieren allerdings nur von diesen Erleichterungen, wenn sie asymptomatisch sind – also keine für eine Corona-Infektion typischen Symptome aufweisen. Denn obwohl das Risiko, sich oder andere Menschen zu infizieren bei geimpften und genesenen Menschen deutlich reduziert ist, besteht das Restrisiko einer Erkrankung. Dies ist mitunter auch der Grund, warum Geimpfte und Genesene auch weiterhin die AHA-Formel einhalten sollen.

Stand: 08.06.2021

Wann gelte ich als geimpft, genesen oder getestet?

Als vollständig Geimpfte gelten Personen, die noch nicht nachweislich an COVID-19 erkrankt waren und einen Impfnachweis auf Papier oder in elektronischer Form haben und die letzte erforderliche Einzelimpfung vor über 14 Tagen erhalten haben. Bei Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ,Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna und Vaxzevria® von AstraZeneca sind dafür zwei Dosen nötig. Bei Janssen® von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Als vollständig Geimpfte gelten außerdem Personen, die an COVID-19 erkrankt waren und einen Impfnachweis auf Papier oder in elektronischer Form haben und eine Impfdosis erhalten haben. Aus den Unterlagen muss außerdem hervorgehen, dass sie eine COVID-19 Erkrankung überstanden haben.

Als Genesene gelten Personen, die nachweislich positiv auf das Coronavirus mit einem PCR-Test getestet wurden. Die Testung muss in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten erfolgt sein.

Als Getestete gelten Personen, die innerhalb der letzten 24 Stunden mit einem Antigen-Schnelltest oder einem PCR-Test negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Bei den Dokumenten, mit denen Personen nachweisen können, dass sie vollständig geimpft, genesen oder getestet sind, gilt laut Änderung im Infektionsschutzgesetz: Wer falsche Angaben in Impf-, Genesenen- und Testdokumenten einträgt und/oder unrichtige Dokumente dieser Art nutzt (beispielsweise einen gefälschten Impfpass), macht sich strafbar. Die Nutzung unrichtiger Dokumente wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe geahndet. Das Ausstellen unrichtiger Dokumente wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

Denn: Nur wer wirklich vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet ist, kann andere Menschen kaum noch infizieren. 

Stand: 17.08.2021

Warum gelten die neuen Regeln nicht bereits nach der ersten Impfung?

Die aktuell vorhandenen Daten weisen darauf hin, dass möglicherweise bereits nach der ersten Impfung eine gewisse Schutzwirkung erzielt wird, insbesondere vor einer schweren Erkrankung. Wie gut die erste Dosis vor einer Infektion schützt beziehungsweise wie weit dann die Viruslast reduziert wird, ist aber noch unklar. Den vollen Schutz erreicht man erst zwei Wochen nach Vollendung der Impfserie.

Bei den Impfstoffen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer , Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ​​​​​ ​​und Vaxzevria® von AstraZeneca ist das nach der zweiten Dosis der Fall, beim Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson bereits nach einer Dosis. Erst dann ist davon auszugehen, dass die geimpfte Person bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielt. Geimpfte und Genesene profitieren allerdings nur von diesen Erleichterungen, wenn sie asymptomatisch sind – also keine für eine Corona-Infektion typischen Symptome aufweisen. Denn obwohl das Risiko, sich oder andere Menschen zu infizieren bei geimpften und genesenen Menschen deutlich reduziert ist, besteht das Restrisiko einer Erkrankung. Dies ist mitunter auch der Grund, warum Geimpfte und Genesene auch weiterhin die AHA-Formel einhalten sollen.

Stand: 08.09.2021

Haben Personen nach einer gemischten Impfserie die gleichen Privilegien?

Ja, auch mit einer gemischten Impfserie profitieren Sie von den Erleichterungen für vollständig Geimpfte.

Wenn Sie eine erste Dosis von Vaxzevria® von AstraZeneca erhalten haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) folgendes: Anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis soll die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe erfolgen.

Stand: 24.08.2021

Wie kann ich nachweisen, dass ich genesen bin?

Der Nachweis über eine Genesung erfolgt über die Dokumentation des positiven PCR-Testergebnisses. Liegt diese nicht mehr vor, kann man sie sich neu ausstellen lassen. Der PCR-Test darf maximal sechs Monate alt sein und muss mindestens 28 Tage zurückliegen.

Stand: 07.09.2021

Wie kann ich nachweisen, dass ich geimpft bin?

Eine vollständige Impfung kann durch einen Eintrag in das gelbe Impfbuch oder einem Zertifikat im digitalen Impfnachweis auf dem Smartphone nachgewiesen werden. Sollte eine Person weder über einen Impfpass, noch über einen digitalen Impfnachweis verfügen, kann ihr am Ort der Impfung ein Ersatzformular zur Dokumentation der durchgeführten Impfung ausgestellt werden. Auch ausländische Impfzertifikate werden anerkannt. Voraussetzung hierfür ist, dass die Person mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft wurde.

Die Impfung gegen COVID-19 kann auch in das Digitale COVID-Zertifikat der EU eingetragen werden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 15.07.2021

Warum gilt nur ein PCR-Test-Ergebnis als Nachweis einer durchgestandenen Infektion und nicht ein positiver Antikörpertest?

Ein PCR-Test (Erregernachweis), der zum Zeitpunkt der Infektion durchgeführt wurde, weist eine Infektion mit dem Coronavirus sicher nach.

Antikörpertests können einen Hinweis auf eine durchgemachte Erkrankung geben. Allerdings ist die sogenannte serologische Diagnostik nicht geeignet, um den Infektionszeitpunkt zu bestimmen. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper mittels Antikörpertests vergehen etwa ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr).

Stand: 12.08.2021

Was ist mit Personen, bei denen die Infektion bereits mehr als sechs Monate zurückliegt?

Derzeit ist davon auszugehen, dass bis zu sechs Monate nach der durchgemachten Erkrankung eine ausreichende Immunität besteht. Laut Ständiger Impfkommission kann eine einmalige Impfung mit einem der zugelassenen Impfstoffe ab vier Wochen nach der Genesung erfolgen. Wer die Infektion vor mehr als sechs Monaten durchgemacht hat und danach einmal geimpft wurde, für den gelten dieselben Regeln wie für vollständig Geimpfte.

Stand: 07.09.2021

Was müssen Genesene in Bezug auf das Thema Impfen und Testen beachten?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind – zumindest vorübergehend – über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Im Regelfall empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) bei ehemals COVID-19-Erkrankten beziehungsweise Genesenen eine Impfung nach etwa sechs Monaten.

In Anbetracht der zunehmend besseren Impfstoffverfügbarkeit, der Unbedenklichkeit einer Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion sowie des Anstiegs der Infektionen mit der Delta-Variante, ist die Gabe einer einmaligen Impfstoffdosis laut STIKO bereits ab vier Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich. Bei einer asymptomatischen Infektion ab vier Wochen nach der laborbestätigten Diagnose (zum Beispiel mittels PCR-Test).

Bei Genesenen ist eine einmalige Auffrischungsimpfung ausreichend, denn aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch die einmalige, sogenannte Boosterung zu einer sehr guten Immunantwort. Für die Impfung von Genesenen können alle zugelassenen COVID-19-Impfstoffe verwendet werden. Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wichtig: Bei Symptomen sollten sich auch Geimpfte und Genesene testen lassen. Denn obwohl das Risiko, sich oder andere Menschen zu infizieren bei geimpften und genesenen Menschen deutlich reduziert ist, besteht das Restrisiko einer Erkrankung. Dies ist mitunter auch der Grund, warum Geimpfte und Genesene auch weiterhin die AHA-Formel einhalten sollen.

Stand: 23.08.2021 

Warum müssen Geimpfte und Genesene weiterhin bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einhalten wie beispielsweise das Tragen einer Maske?

Auch bei Geimpften und Genesenen besteht ein Restrisiko, sich selbst und andere anzustecken. Wenn daher in der Öffentlichkeit viele Menschen zusammenkommen, wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr oder wenn im privaten Bereich Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen besteht, sollten alle weiterhin vorsichtig bleiben.

Stand: 26.08.2021

Was müssen Geimpfte und Genesene beim Reisen beachten?

Alle wichtigen Informationen finden Sie hier auf der Website des Auswärtigen Amts. 

Stand: 08.09.2021

Sind geimpfte Personen von Einschränkungen befreit?

Seit dem 9. Mai 2021 gelten für vollständig geimpfte und genesene Personen Ausnahmen von den Einschränkungen. Laut der 3G-Regel, die seit dem 23. August bundesweit gilt, benötigen Geimpfte und Genesene keinen negativen Test, wenn sie zum Beispiel in der Innengastronomie zu Gast sind, zum Friseur wollen oder Sport im Innenbereich treiben möchten. Wer geimpft oder genesen ist, kann sich im privaten Rahmen ohne Einschränkungen treffen.

Gebote zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und Abstandsgebote (AHA+L-Formel) gelten nach wie vor auch für Geimpfte, Genesene und (negativ) Getestete. Das Tragen medizinischer Schutzmasken im Einzelhandel und im öffentlichen Personenverkehr bleibt wichtig und daher für die gesamte Bevölkerung verbindlich vorgeschrieben. Dies ist in der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung geregelt. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, kurz BMJV. Mehr Informationen zu Reisebestimmungen für Geimpfte und Genesene lesen Sie hier.  

Stand: 23.08.2021

Müssen sich geimpfte Kinder in der Schule testen lassen?

Ab dem 11. Oktober 2021 sind Coronatests im Rahmen der sogenannten Bürgertestung für alle Menschen kostenpflichtig, für die eine allgemeine Impfempfehlung gilt, folglich auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Kinder werden im Rahmen eines verbindlichen schulischen Konzeptes regelmäßig getestet, um den Präsenzunterricht so sicher wie möglich zu gestalten. Inwiefern dies geschieht, ist abhängig von den jeweiligen Verordnungen der Bundesländer. Bitte informieren Sie sich zu den Regelungen bei Ihnen vor Ort.

Stand: 24.08.2021

Gibt es auch Erleichterungen der Corona-Schutzmaßnahmen für Personen, die nicht geimpft werden dürfen?

Erleichterungen, die derzeit für vollständig geimpfte oder genesene Personen gelten, können auch für ungeimpfte Menschen gelten, sofern sie ein negatives Testergebnis vorlegen können. Für Menschen, die sich nicht impfen lassen können und für die keine allgemeine Impfempfehlung gilt – insbesondere Kinder unter 12 Jahren – wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben, sodass auch sie an den Erleichterungen teilhaben können.

Stand: 20.09.2021

Infektionsschutzgesetz

Was gilt durch das aktuelle Infektionsschutzgesetz?

Zum 1. Juli ist die einheitlich geregelte Bundesnotbremse als Teil des Infektionsschutzgesetzes ausgelaufen. Das bedeutet, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder individuell von den einzelnen Bundesländern beschlossen werden. Die Leitlinien dafür haben Bund und Länder gemeinsam festgelegt, zuletzt mit Beschluss vom 22. März 2021. Eine Auflistung der aktuellen Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern finden Sie in unserer Deutschlandkarte.

Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Empfohlen werden sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2/FFP3 oder KN95/N95. Das Risiko einer Infektion kann so reduziert und umstehende Personen können geschützt werden. Erläuterungen zur Hygiene und guter Händehygiene finden Sie hier.

Den besten Schutz im Kampf gegen die Pandemie bietet die Corona-Schutzimpfung. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie so sich und Ihre Liebsten. Nehmen Sie dafür vor allem auch die Zweitimpfung wahr. Nur so haben Sie einen vollständigen Impfschutz.

Stand: 21.09.2021

Wo findet man die gültigen Inzidenzen?

Eine Übersicht über die Inzidenzen in den einzelnen Landkreisen findet man hier. Berlin und Hamburg werden behandelt wie Landkreise. In Berlin zum Beispiel gilt also nicht die Bezirksinzidenz, sondern die Inzidenz des gesamten Stadtgebiets.

Stand: 23.08.2021

Sind Ausgangsbeschränkungen ein verhältnismäßiges Instrument zur Bekämpfung der Pandemie?

Bei hohen Inzidenzen sind Ausgangsbeschränkungen ein wichtiges Mittel, um das Infektionsgeschehen effektiv einzudämmen. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien unterstützt diesen Befund (z.B. diese Studie aus Frankreich).

Die Ausgangsbeschränkung können nicht rein vorsorglich verordnet werden, sondern unterliegen einer zeitlichen Begrenzung. Verschiedene Gerichte haben bereits bestätigt, dass Ausgangsbeschränkungen zulässig sind. Ausgangsbeschränkungen sind keine Freiheitsentziehung, sie schränken vielmehr die Benutzung öffentlicher Räume während der normalen Ruhens- und Schlafenszeiten ein. Aus triftigen Gründen dürfen Bürgerinnen und Bürger, im Falle einer Ausgangssperre, ihre Wohnung auch weiterhin verlassen.

Stand: 02.09.2021

Gelten die Regeln des Infektionsschutzgesetzes auch für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete?

Bestimmte Einschränkungen, die das Infektionsschutzgesetz zur Eindämmung der Pandemie vorsieht, gelten für Geimpfte und Genesene nicht mehr. Geimpfte, genesene und negativ getestete Personen werden nach der neuen Verordnung gleichgestellt. Details zu den genauen Bestimmungen finden Sie in der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 08.09.2021

Wer kontrolliert, ob die Regeln des Infektionsschutzgesetzes eingehalten werden?

Die Einhaltung der Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz werden von den zuständigen Landesbehörden – Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Polizei – überwacht.

Stand: 01.07.2021

Welche Aussagekraft hat die 7-Tage-Inzidenz?

Um die aktuelle Situation einschätzen zu können, betrachtet und bewertet die Bundesregierung mit Hilfe des RKI verschiedene Indikatoren (siehe www.rki.de/covid-19-situationsbericht). Ein zentraler – jedoch nicht der einzige – Indikator ist die Entwicklung der Fallzahlen. Sie wird dargestellt als 7-Tage-Inzidenz, das bedeutet die Anzahl der innerhalb der letzten 7 Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Geschwindigkeit an, mit der sich die Infektionen verbreiteten. Weitere wichtige Indikatoren sind die Anzahl der hospitalisierten Fälle, als Maß für die Krankheitsschwere und die Anzahl der Fälle, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, als Maß für die Belastung des Krankenversorgungssystems. Die verschiedenen Indikatoren bilden unterschiedliche Aspekte des Pandemiegeschehens ab. Sie hängen zusammen und werden immer gemeinsam betrachtet. Allerdings kann sich ihre jeweilige Bedeutung im Verlauf der Pandemie und bei neuen Rahmenbedingungen ändern.

Generell gilt: Je mehr Fälle auftreten, desto mehr schwere Verläufe (Krankenhauseinweisungen/ITS) und Todesfälle werden – mit etwas Zeitverzug – registriert. Gleichzeitig steigt die Belastung des Gesundheitssystems. Eine steigende 7-Tage-Inzidenz geht dieser Entwicklung voraus. Es ist der früheste aller Indikatoren. Die 7-Tage-Inzidenz ist daher auch weiter wichtig, um die Situation in Deutschland zu bewerten und frühzeitig Maßnahmen zur Kontrolle zu initiieren.

Aktuell steigt die Grundimmunität in der Bevölkerung durch Impfungen an. Insbesondere die Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, sind zum großen Teil durch Impfungen geschützt. Derzeit verbreitet sich das Virus vor allem in jüngeren Altersgruppen, die seltener schwer an Corona erkranken und im Krankenhaus oder auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Allerdings sind auch jüngere Personengruppen nicht von schweren Verläufen ausgenommen. Wenn aber mehr jüngere Menschen von einer Corona-Infektion betroffen sind, die nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen, stößt das Gesundheitssystem auch bei höheren Inzidenzen nicht an seine Grenzen. Dadurch nimmt die Bedeutung der 7-Tage-Inzidenz ab, die Bedeutung der Indikatoren der Krankenhausaufenthalte und Intensivstation-Behandlungen nimmt zu. Welche Indikatoren ausschlaggebend für Maßnahmen ist, bleibt jedoch eine politische Entscheidung (im Infektionsschutzgesetz ist auch nicht nur die Inzidenz aufgeführt).

Eine wachsende Grundimmunität in der Bevölkerung bedeutet nicht, dass die 7-Tage-Inzidenz vernachlässigt werden kann. Noch sind viele Millionen Menschen in Deutschland noch gar nicht oder nicht vollständig geimpft, für Kinder unter 12 Jahren ist noch keine Impfung zugelassen.

Bund und Länder werden alle Indikatoren, insbesondere die Inzidenz, die Impfquote, und die Zahl der schweren Krankheitsverläufe sowie die resultierende Belastung des Gesundheitswesens berücksichtigen, um das weitere Infektionsgeschehen zu kontrollieren.

Quelle: Robert Koch-Institut. Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie hier.

Stand: 11.08.2021