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Bundesministerium für Gesundheit
Körperliche Gesundheit
14:57 · 12. März 2021

Corona bei Kindern erkennen und vorbeugen

Auch Kinder können an COVID-19 erkranken und das Virus verbreiten. Die Krankheit verläuft bei ihnen meist mild, ähnlich wie eine Erkältung. Woran aber erkennen Eltern eine Infektion? Und wie können sie ihre Kinder gut schützen?

Meist verläuft COVID-19 bei Kindern mild

Bislang haben sich in Deutschland verhältnismäßig wenige Kinder mit dem Coronavirus infiziert. In ausländischen Studien, beispielsweise aus Israel oder China, wurde untersucht, wie empfänglich Kinder für eine COVID-19-Infektion sind. Alle kommen zum selben Ergebnis: Kinder infizieren sich seltener als Erwachsene mit dem Coronavirus. Zudem sind Kinder im Kindergartenalter weniger empfänglich als Schulkinder. Woran das konkret liegt, konnte die Wissenschaft bislang nicht final feststellen. 

Welche Symptome treten bei Kindern auf? 

Die Mehrzahl der Kinder haben nach bisherigen Studien keine Symptome oder einen milden Krankheitsverlauf. Wenn Symptome auftreten, haben sie ebenso wie die erkrankten Erwachsenen am häufigsten Fieber und Husten. Mehr Informationen über die Symptome und den Verlauf bei Kindern erfahren Sie hier.

Was können Eltern tun, wenn ein Kind an COVID-19 erkrankt? 

Keine Panik, aber erhöhte Wachsamkeit: Hustet ein Kind, bedeutet es nicht automatisch, dass es mit dem Coronavirus infiziert ist. Ist Ihr Kind krank, sollte es in jedem Fall zu Hause bleiben. Im Jahr 2021 stehen jedem Elternteil dafür 20 statt wie bisher 10 Kinderkrankentage pro Kind zur Verfügung, für Alleinerziehende 40 statt 20 Tage.  

Außerdem sollten Sie eine Kinderärztin oder Kinderarzt telefonisch konsultieren. Diese oder dieser empfiehlt, was zu tun ist oder entscheidet, ob ein Kind zur Untersuchung und für einen Test in die Praxis kommen soll. 

Wie schützen Eltern ihre Kinder vor einer Infektion? 

Obwohl Kinder kaum oder selten erkranken, können Eltern ihren Nachwuchs durch verschiedene Maßnahmen schützen und eine Infektion vorbeugen: etwa mit der AHA-Formel. Diese fasst die wichtigsten Grundregeln – Abstand wahren, auf Hygiene achten, Alltag mit Maske – zusammen. Hier ein paar hilfreiche Tipps, die das Infektionsrisiko für Ihr Kind verringern können: 

  • Abstand halten 

Kinder sollten einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einhalten – auch wenn sie mit Freundinnen und Freunden spielen. Vergessen sie das während des Spielens, sollte man sie immer wieder daran erinnern.  

  • Hygieneregeln beachten 

Durch regelmäßiges Händewaschen sowie richtiges Niesen und Husten kann man sich und andere schützen. Erinnern Sie Ihr Kind daran, beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten und sich von anderen Personen wegzudrehen. Häufiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist ein guter Schutz vor Infektionen. Ist kein Waschbecken da, hilft ein Handdesinfektionsgel. Zudem sollten Kinder mit ungewaschenen Händen möglichst nicht ihren Mund, die Nase und die Augen berühren. Auch Schmierinfektionen durch kontaminierte Gegenstände sind nicht auszuschließen und eine gute Händehygiene auch deshalb wichtig. 

  • Maske tragen 

Kinder ab sechs Jahren müssen im öffentlichen Raum (ÖPNV, Einkaufen, Schule) eine sogenannte OP-Maske oder Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 tragen.  

  • Kontakte vermeiden 

Wer sein Kind zuhause lässt, schützt es am besten vor einer Infektion. Da soziale Kontakte für Kinder aber wichtig sind, sollte man die Treffen mit Freundinnen oder Freunden reduzieren und zusammen mit seinem Kind Wunsch-Kontakte auswählen.  

Das heißt: Ihr Kind kann sich ein bis zwei beste Freundinnen oder Freunde aussuchen, mit denen es sich ausschließlich trifft. Anstelle von persönlichen Treffen können sich Kinder ab einem gewissen Alter aber auch gut online oder telefonisch mit Freunden austauschen.  

  • Für Frischluft sorgen 

Aerosole in der Luft sind der Hauptübertragungsweg für Corona. Kommen viele Menschen in einem Raum zusammen, steigt somit das Infektionsrisiko. Regelmäßiges Lüften ist der beste Weg, um Aerosole loszuwerden. Im Freien ist das Übertragungsrisiko daher deutlich geringer. Zudem ist Bewegung an der frischen Luft entspannend und gesund. Sonnenlicht sorgt für die Bildung des körpereigenen Vitamin D, was wiederum die Knochengesundheit und auch das Immunsystem stärkt. Viel Bewegung an der frischen Luft fördert somit die Gesundheit Ihres Kindes und reduziert das Infektionsrisiko. 

Richtig aufklären beugt vor und hält fit! 

Insgesamt scheinen Kinder weniger infektiös zu sein als Erwachsene. Dennoch können Kinder auch zum Beispiel die Großeltern oder weitere Personen anstecken. Das Angebot des Bundes, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger ein Mal pro Woche kostenlos von geschultem Personal, z.B. in Arztpraxen oder Apotheken, testen lassen kann, bietet vorab etwas Sicherheit bei solchen Besuchen. Zudem können Selbsttests in Drogerien oder Supermärkten erworben und selbst durchgeführt werden. Wer sich selbst, seine Angehörigen und auch seine Kinder vor einer Infektion schützen will, sollte diese richtig informieren. Wie? Indem man ihnen das Coronavirus und die Folgen einer möglichen Infektion altersgerecht und verständlich erklärt – ohne jedoch Angst zu schüren. 

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