Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Wissen
13:23 · 24. November 2021

Gemeinsam durch Herbst und Winter: So schützen wir uns vor dem Coronavirus

Wie wir die vierte Corona-Welle gemeinsam wieder abflachen können und warum die Schutzmöglichkeiten besser sind als je zuvor, lesen Sie hier.

Schutz vor COVID-19 im Herbst und Winter

Jede und jeder Einzelne kann mit dazu beitragen, den Anstieg der Infektionen zu stoppen und die jetzige COVID-19-Welle entscheidend abzuflachen.

Denn je mehr Menschen durch eine Impfung geschützt sind und zusätzlich ihre Kontakte reduzieren, desto weniger kann sich das Virus ausbreiten – und umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass neue gefährliche Virusvarianten entstehen.

So geht’s:

Jetzt impfen lassen 

Im vergangenen Jahr wurden sie noch sehnlichst erwartet: sichere und wirksame Impfstoffe, die vor dem Coronavirus schützen. Inzwischen sind die schützenden COVID-19-Impfstoffe zugelassen und jede und jeder in Deutschland ab 12 Jahren kann sich impfen lassen – das schützt vor einer schweren Erkrankung und trägt maßgeblich dazu bei, die Pandemie zu überwinden. Entsprechende Impfangebote stehen deutschlandweit in Impfzentren, Arztpraxen und Unternehmen zur Verfügung. Regionale Impfaktionen, bei denen man sich kurzfristig und ohne Termin impfen lassen kann, erweitern zusätzlich das Angebot. 

Nutzen Sie Ihre Chance und schützen Sie sich jetzt mit der Corona-Schutzimpfung vor einem schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Antworten auf wichtige Fragen zur Impfung haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

 

Boostern nicht vergessen

Die Corona-Impfstoffe helfen unserem Körper, ein Schutzschild gegen das Coronavirus aufzubauen: Durch ihre Wirkweise zeigen Sie dem Immunsystem, wie es das Coronavirus im Ernstfall abwehren und den Körper vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen kann. Doch ähnlich wie bei anderen Impfstoffen kann auch der Schutzschild der Corona-Impfstoffe nach einigen Monaten durchlässiger werden und sollte durch eine sogenannte Booster-Impfung in der Regel nach etwa sechs Monaten aufgefrischt werden. Wer die Einmaldosis Janssen® von Johnson & Johnson erhalten hat, sollte seinen Impfschutz bereits vier Wochen nach der Erstimpfung optimieren. Mehr über das Thema Booster-Impfungen und warum diese insbesondere für ältere und immungeschwächte Menschen wichtig sind, lesen Sie in diesem Artikel.

 Gut zu wissen: Nicht nur Coronaviren vermehren sich bei niedrigen Temperaturen. Auch andere Viren treten im Herbst und Winter deutlich häufiger auf – zum Beispiel Grippeviren und andere Erreger, die akute Atemwegsinfektionen verursachen können. Je mehr Menschen im Herbst an COVID-19, Grippe oder akuten Atemwegsinfekten erkranken und sogar im Krankenhaus behandelt werden müssen, desto schneller stößt unser Gesundheitssystem an seine Grenzen – und desto schwieriger ist es, das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen. 

Am besten ist es daher, schweren Erkrankungen (wenn möglich) mit einer Impfung vorzubeugen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihren aktuellen Impfstatus, lassen Sie auch andere Schutzimpfungen im Bedarfsfall auffrischen und nutzen Sie die Chance, sich gegen Grippe (Influenza) oder Pneumokokken impfen zu lassen.

 

Die Hygieneregeln einhalten und Kontakte reduzieren

Infektionsschutzmaßnahmen sind neben der Impfung die wichtigste Grundlage zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Auch wenn Infektionen bei Geimpften deutlich seltener vorkommen und meist milde verlaufen, können sie zu Übertragungen auf Personen
führen, die vorerkrankt und nicht ausreichend geschützt sind. Daher gilt nach wie vor – für Geimpfte wie Ungeimpfte – die AHA+L-Formel: Das heißt Abstand halten, die Hygieneregeln (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches und regelmäßiges Händewaschen) beachten, im Alltag Maske tragen und Innenräume regelmäßig lüften. 

Ebenfalls wichtig zu wissen: Wer weniger Kontakte hat, reduziert das Ansteckungsrisiko für sich und andere erheblich. Deshalb sollten Sie unnötige Kontakte meiden und sich bevorzugt draußen treffen.  

 In öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen ist das Tragen medizinischer Schutzmasken (in der Regel FFP2-, FFP3- und KN95/N95-Masken) weiterhin Pflicht, um vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. In Bussen und Bahnen gilt zusätzlich zur Maskenpflicht die 3G-Regel. Inwiefern diese Maßnahmen regional notwendig sind oder sogar erweitert werden müssen, überprüfen die Bundesländer regelmäßig. Welche Vorschriften aktuell in ihrem Bundesland gelten, erfahren Sie auf den Informationsseiten der Länder

 

Kostenlose Corona-Schnelltests nutzen

Das Testen bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Pandemiebekämpfung. Deshalb können sich alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus –mindestens einmal pro Woche kostenlos durch geschultes Personal testen lassen. Das ist besonders vor Treffen in Innenräumen wichtig, denn dort ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Nutzen Sie das Testangebot, denn nur so lassen sich auch unbemerkte Infektionen rechtzeitig erkennen. Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

 

Die „G-Regeln“ beachten 

Zutritt zu bestimmten Innenräumen (wie Fitness-Studios, Friseursalons, Innengastronomie, Theater, Schwimmbäder oder Konzertsäle) haben nur Personen, die vollständig geimpftgenesen oder mit einem Antigen-Schnelltest negativ getestet sind. Ausgenommen davon sind Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Schülerinnen und Schüler, die sich regelmäßig in der Schule testen. Die 3G-Regel kann zudem auf „3G-Plus“ verschärft werden – dann haben nur geimpfte, genesene oder mit einem PCR-Test getestete Personen Zutritt. 

Viele Bundesländer und Regionen setzen außerdem die 2G-Regel ein, bei der nur geimpften oder genesenen Personen Einlass gewährt wird. Als Nachweis muss entweder ein gültiges Impfzertifikat oder ein Genesenenzertifikat vorgelegt werden. Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen kann in einigen Bereichen künftig sogar „2G-Plus“ gelten, dabei erhalten nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Antigen-Schnelltest Zutritt zu Innenräumen und Veranstaltungen. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite Ihres Bundeslandes, welche Regeln zu beachten sind.

 

Frühwarnsysteme verwenden

Mithilfe der Corona-Warn-App können Sie und andere anonym und schnell darüber informiert werden, ob Sie sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. So lassen sich rechtzeitig entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen und Infektionsketten schneller durchbrechen. Mehr über die Corona-Apps erfahren Sie hier.

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