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Corona-Wissen
14:08 · 20. September 2021

Alltag in der Pandemie: Schützen Sie sich und andere mit der AHA-Formel

1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag Maske tragen – die AHA-Formel ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Wie wir unser Leben in der Corona-Pandemie sicher und achtsam gestalten und was wir wissen müssen.

Sich und andere mit der AHA-Formel schützen.

Auch im Jahr 2021 passen wir unseren Alltag an die Gegebenheiten der Corona-Pandemie an. Um die Zahl der Neuinfektionen niedrig zu halten, müssen wir uns auch weiterhin an wichtige Verhaltensregeln halten und die Maßnahmen beachten, die der Eindämmung der Pandemie dienen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff „Neuer Alltag“ genau? Konkret bedeutet er, dass wir mehr Rücksicht auf andere nehmen, damit sich weniger Menschen mit dem Virus infizieren. Ziel ist es, Menschenleben zu schützen und unser Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Das heißt auch, wachsam zu bleiben: Dort, wo das regionale Infektionsgeschehen stark zunimmt, können wieder konsequentere Maßnahmen ergriffen werden.

Der neue Alltag in der Pandemie - mit AHA!

Wir alle können dazu beitragen, unsere Mitmenschen und das Gesundheitssystem zu schützen. Alltag mit weniger Ansteckungsgefahr und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die AHA-Formel beachten:

  • Abstand halten: Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park. Wir halten 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen.

  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen. Wie es richtig geht, zeigt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

  • Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Masken an Orten, an denen es schwierig werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Deswegen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen sogenannter OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

In geschlossenen Räumen: AHA+L

L steht für Lüften. Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können, sollte auf eine gute Belüftung in Innenräumen geachtet werden. Aerosole sind Gemische aus Gasen und feinsten flüssigen und festen Schwebstoffen, die beim Sprechen an den Stimmlippen entstehen und beim Ausatmen in die Umwelt gelangen. Der Luftaustausch durch regelmäßiges Lüften verringert das Risiko einer Ansteckung. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie hier.

Im öffentlichen Raum: AHA+A 

Die AHA-Formel wird durch ein A ergänzt, das für Corona-Warn-App steht: Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines mit dem Coronavirus infizierten Menschen aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. In Kombination mit der AHA-Formel trägt die App somit zusätzlich zur Eindämmung der Pandemie bei. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier.

Masken schützen Sie und Ihre Mitmenschen

Insbesondere in Situationen, in denen die Abstandsregeln nicht immer eingehalten werden können und mehrere Menschen für längere Zeit zusammentreffen, verschaffen OP-Masken und Masken des Standards FFP2 sowie KN95/K95 einen erhöhten Schutz vor einer Infektion, die herkömmliche Alltagsmasken nicht bieten können. Die Bundesländer entscheiden in eigener Verantwortung, vor dem Hintergrund des jeweiligen
Infektionsgeschehens, über die genauen Regelungen an welchen Orten die Verpflichtung zum Tragen welcher medizinischen Maske gilt. Medizinische Masken unterscheiden sich von Alltagsmasken in ihrer Handhabung, Verwendung und ihrem Zweck. Einen Überblick über verschiedene Maskenarten und Informationen über die Nutzung einer Maske im Alltag finden Sie hier: Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder in diesem Artikel.

Testen lassen und Ansteckungen vermeiden

Um mehr Sicherheit im Alltag zu schaffen, ist der Einsatz von Coronatests sinnvoll. So können auch Fälle entdeckt werden, bei denen kein akuter Verdacht auf eine Infektion vorliegt und mögliche Ansteckungen vermieden werden.
Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Testarten beziehungsweise -produkten: Selbsttest, Antigen-Schnelltest und PCR-Test. Die Durchführung eines Schnell- oder eines Selbsttests vor einem persönlichen Treffen ist sehr ratsam, denn eine COVID-19-Erkrankung muss nicht immer mit Symptomen einhergehen und kann ohne Testung unentdeckt bleiben. Bei Symptomen haben Sie Anspruch auf einen PCR-Test. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Infografik hier und in unserem Artikel zur Nationalen Teststrategie.

Freunde und Familie im neuen Alltag

Das Coronavirus macht vor Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis nicht Halt. Deswegen ist es ratsam, den Personenkreis, mit dem man sich trifft, möglichst konstant zu halten. Bund und Länder aktualisieren die Kontaktbeschränkungen für den privaten und öffentlichen Raum regelmäßig und verschärfen oder lockern die Maßnahmen, je nach Inzidenzwert des jeweiligen Bundeslandes, beziehungsweise der Region. Dadurch verhindern wir, dass wir unsere Liebsten ungewollt anstecken und das Virus weiterverbreiten. Alle Regelungen für Ihr Bundesland können Sie in unserer Deutschlandkarte einsehen:

Für die Kleinen und Kleinsten in der Familie kann es schwierig sein, die Corona-Regeln nachzuvollziehen. Als Elternteil können Sie Ihrem Kind spielerisch erklären, wozu es Einschränkungen und Maßnahmen gibt, denn auch Kinder begegnen den Regelungen jeden Tag. Viele Schulen haben ihre Räumlichkeiten und den Unterricht so umgestaltet, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können, Coronatests wurden Teil der Schul-Routine und es herrscht oft eine Maskenpflicht im Unterricht, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Händewaschen wird mit den Lehrkräften zusammen geübt. All diese Veränderungen können Fragen aufwerfen. Gehen Sie auf diese behutsam ein und nehmen Sie die Fragen Ihres Kindes ernst. Erklären Sie Ihrem Kind die AHA-Formel dabei spielerisch: Die Hygieneregeln können Sie zum Beispiel zusammen üben, indem Sie zwei Mal laut „Happy Birthday“ beim Händewaschen singen. Denn so viel Zeit nimmt ausreichend langes Händewaschen in Anspruch.

Weitere Tipps für Familien finden Sie im Artikel Als Familie die Coronavirus-Pandemie überstehen und auf dieser Themenseite.

Kontakte zu älteren Personen in Alten- und Pflegeheimen

Gerade für viele ältere Menschen sind die strengen Kontaktbeschränkungen und Regelungen nicht leicht. Dennoch sollten Besuche bei älteren und vulnerablen Personen nur dann unternommen werden, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind. Wenn ein Besuch erfolgt, sind die Einhaltung des Mindestabstands sowie das Tragen einer Maske dabei grundsätzlich in den Einrichtungen vorgesehen. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst. 

Informieren Sie sich hier, was beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland zu beachten ist.

Nicht zuletzt: Mit der Corona-Schutzimpfung zurück zum Alltag!

Neben der AHA-Formel ist die Corona-Schutzimpfung unser wirksamstes Mittel zur Bekämpfung der Pandemie. Sie schützt nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern auch alle, die in ihrem direkten Umfeld sind und damit auch die Personen, die sich nicht impfen lassen können. Wer sich impfen lässt, trägt zum Gemeinschaftsschutz bei und schützt sich dabei selbst vor einer Ansteckung und einem schweren COVID-19-Verlauf. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller wird aus dem „neuen“ Alltag wieder ein normaler.
Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung lesen Sie hier.

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