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Bundesministerium für Gesundheit
Einfach erklärt
17:28 · 1. April 2021

Ein neuer Alltag

Deutschland im neuen Alltag. Es gilt: Abstandhalten, Hygieneregeln beachten und im Alltag Masken tragen. Wie wir unser Leben in der Coronavirus-Pandemie gestalten und was wir wissen müssen.

Sich und andere mit der AHA-Formel schützen /

Die meisten von uns haben 2020 viel Zeit zuhause verbracht. Auch 2021 ist die Coronavirus-Pandemie nicht vorbei. Um die Zahl der Neuinfektionen niedrig zu halten, müssen wir uns auch weiterhin an wichtige Verhaltensregeln halten und die Maßnahmen beachten, die der Eindämmung der Pandemie dienen. 

Der neue Alltag in der Pandemie - mit AHA!

Wir alle können dazu beitragen, unsere Mitmenschen und das Gesundheitssystem zu schützen. Alltag mit weniger Ansteckungsgefahr und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die AHA-Formel beachten:

  • Abstand halten: Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park. Wir halten 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen.
  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen. Wie es richtig geht, zeigt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwierig werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen sogenannter OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

In geschlossenen Räumen: AHA+L

L steht für Lüften. Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können, sollte auf eine gute Belüftung in Innenräumen geachtet werden. Aerosole sind Gemische aus Gasen und feinsten flüssigen und festen Schwebstoffen, die beim Sprechen an den Stimmlippen entstehen und beim Ausatmen in die Umwelt gelangen. Der Luftaustausch durch regelmäßiges Lüften verringert das Risiko einer Ansteckung. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie hier.

Im öffentlichen Raum: AHA+A 

Die AHA-Formel wird durch ein A ergänzt, das für Corona-Warn-App steht: Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines mit dem Coronavirus-Infizierten Menschen aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. In Kombination mit der AHA-Formel trägt die App somit zusätzlich zur Eindämmung der Pandemie bei. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier.

Und was bedeutet der Begriff „Neuer Alltag“ dabei genau? Konkret bedeutet er, dass wir mehr Rücksicht auf andere nehmen, damit sich weniger Menschen mit dem Virus infizieren. Ziel ist es, Menschenleben zu schützen und unser Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Das heißt auch, wachsam zu bleiben: Dort, wo das regionale Infektionsgeschehen stark zunimmt, werden wieder konsequentere Maßnahmen ergriffen werden müssen. 

Freunde treffen im neuen Alltag

Das Coronavirus verbreitet sich besonders schnell bei Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis. Wir sind dazu angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen wir Kontakt haben, gering und den Personenkreis möglichst konstant zu halten. Bund und Länder aktualisieren die Kontaktbeschränkungen für den privaten und öffentlichen Raum regelmäßig, je nach Inzidenzwert des jeweiligen Bundeslandes, beziehungsweise der Region. Für Kinder gibt es Ausnahmen in Form sogenannter Wunsch-Kontakte, mehr zum Corona-Alltag mit Kindern finden Sie hier. Dadurch verhindern wir, dass wir unsere Liebsten ungewollt anstecken und das Virus weiterverbreiten. Alle Regelungen für Ihr Bundesland können Sie hier nachlesen.

Der Mindestabstand schützt vor Ansteckung

Bei Treffen mit Freunden und Bekannten sollte in jedem Fall der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Darüber hinaus ist in bestimmten öffentlichen Bereichen eine medizinische Maske zu tragen. Für zusätzliche Informationen beachten Sie die Regelungen Ihres Bundeslandes. 

Sportliche und andere Großveranstaltungen (Volksfeste, Festivals etc.) mit Publikum sind weiterhin untersagt.

Um mehr Sicherheit im Alltag zu schaffen, kann der Einsatz von Coronatests sinnvoll helfen. Mittlerweile stehen ausreichend Tests zur Verfügung. Nun können nicht nur Menschen mit Symptomen oder nach Kontakt mit Infizierten getestet werden, sondern alle Bürgerinnen und Bürger, die keine Symptome aufweisen. So können auch Fälle entdeckt werden, bei denen kein akuter Verdacht auf eine Infektion vorliegt. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Testarten bzw. –produkten – Selbsttest, Antigen-Schnelltest und PCR-Test.Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag und in unserem Artikel zur Nationalen Teststrategie.

Kontakt zu älteren Personen

Gerade für viele ältere Menschen sind die strengen Kontaktbeschränkungen und Regelungen nicht leicht. Dennoch sollten Besuche bei älteren und vulnerablen Personen nur dann unternommen werden, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind. Wenn ein Besuch erfolgt, sind die Einhaltung des Mindestabstands sowie das Tragen einer Maske dabei grundsätzlich in den Einrichtungen vorgesehen. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst. 

Informieren Sie sich hier, was beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland zu beachten ist.

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