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Bundesministerium für Gesundheit
Bildung
09:08 · 22. März 2021

Den neuen Schulalltag meistern

Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte und Eltern müssen sich an einen Schulalltag mit neuen Regeln gewöhnen. Diese Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und sind stark vom Verlauf der Corona-Pandemie abhängig. Was Sie und Ihre Kinder bzw. Schülerinnen und Schüler im neuen Schulalltag zu beachten haben und wie Sie mit der Herausforderung umgehen können, erfahren Sie hier.

Mit AHA durch den Schulalltag /

Auch im zweiten Jahr der Pandemie stehen viele Fragen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern im Raum: Wie wird der Schulalltag in der nächsten Zeit aussehen? Wann wird es eine Rückkehr zur Normalität geben? Und wie kann das ohne Gefährdung des Gesundheitsschutzes geschehen?  

Zusammen haben die Länder in der Kultusministerkonferenz (KMK) am 4. Januar 2021 bekräftigt, dass der Öffnung von Schulen höchste Bedeutung zukommt. Gleichzeitig heißt es, dass eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Schulen nur in Abwägung mit Fragen des Gesundheitsschutzes erfolgen kann.   

Dafür hat die KMK einen 3-Stufen-Plan für allgemeinbildende und berufliche Schulen verabschiedet: In der ersten Stufe kehren lediglich die Jahrgänge 1 bis 6 in die Schule zurück. Stufe 2 lässt ergänzend einen Hybridunterricht mit Wechselmodellen und halbierten Klassengrößen ab Jahrgangsstufe 7 zu. Stufe 3 sieht schließlich die Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler vor.  

In der Frage der Schulöffnungen liegt die Entscheidung grundsätzlich bei den Bundesländern. Viele Länder denken über weitergehende Belüftungskonzepte und Teststrategien mit   Antigen-Schnelltests nach. Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Corona-Maßnahmen der einzelnen Bundesländer.  

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein gemeinsamer Rahmen für Hygiene- und Schutzregeln für das Schuljahr 2020/2021 beschlossen, der für die Bundesländer als Orientierung bei der Anpassung und Überarbeitung ihrer jeweiligen Regeln gilt. Es wird außerdem empfohlen, Schulklassen nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 25. November 2020 bei einem Infektionsfall in Quarantäne zu schicken. Nach fünf Tagen könnten die Schülerinnen und Schüler nach einem negativen Antigen-Schnelltest wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. Informieren Sie sich bei Ihrer Schule, welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden. Nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. Februar 2021 dürfen Schulen und Kindertageseinrichtungen wieder schrittweise öffnen. Das Tempo der Öffnungen obliegt den Bundesländern. Bitte informieren Sie sich daher auf den jeweiligen Regierungsseiten der Länder.  

Lehrerinnen und Lehrer erhalten priorisiert die Corona-Schutzimpfung

Als exponierte Berufsgruppe gehören Personen, die in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind, zur Impfgruppe zwei. In Impfgruppe drei folgen Personen, die in anderen Schulformen tätig sind. Lesen Sie in unserem Artikel "Informationen zu Impfgruppen und Terminvergabe in den Bundesländern" mehr darüber. 

Corona-Schnelltests in Schulen

Damit der Schulbetrieb sicher abläuft, werden nicht nur Lehrkräfte priorisiert geimpft, sondern zusätzlich Testkonzepte mit Antigen-Schnelltests entwickelt. Das Personal in Schulen sowie alle Schülerinnen und Schüler erhalten pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Antigen-Schnelltest. Das Testergebnis soll nach Möglichkeit bescheinigt werden. In diesem Dokument finden Sie die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu den Testkriterien an Schulen.

Die AHA-Formel im neuen Schulalltag anwenden 

Zusätzlich zu den geltenden Verhaltensregeln an der Schule gibt es individuelle Maßnahmen, die jeder persönlich beachten kann. Besonders wichtig und leicht zu lernen ist die AHA-Formel, die von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften auch im Schullalltag berücksichtigt werden sollte. AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltag mit Maske

  • Abstand halten: Soweit möglich im Unterricht, aber vor allem in der Pause oder auf dem Schulhof, achten wir auf 1,5 Meter Mindestabstand zu unseren Mitmenschen. Das entspricht etwa zwei Armlängen.  
  • Hygiene beachten: Wir achten auf richtiges Niesen und Husten (in die Armbeuge oder ein Taschentuch) und regelmäßiges Händewaschen. Tipp für Kinder: Ausreichend langes Händewaschen nimmt in etwa so viel Zeit in Anspruch wie zwei Mal „Happy Birthday“ singen. Mehr Informationen finden Sie z. B. auf infektionsschutz.de
  • Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Masken an Orten, an denen es schwierig werden kann, den Mindestabstand zu anderen einzuhalten. In manchen Bundesländern gilt die Pflicht, eine Maske sowohl in der Schule als auch in den Pausen oder im Unterricht zu tragen. In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften müssen zudem vielerorts OP-Masken oder Masken des Standards FFP2 bzw. KN95/K5 getragen werden, die einen noch besseren Infektionsschutz bieten. Informieren Sie sich dazu auf der Website Ihres jeweiligen Bundeslandes. Bitte beachten Sie: Wer eine Maske trägt, sollte trotzdem weiter darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.  

Wenn Sie als Lehrkraft Ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen, Schüler und Eltern über die AHA-Formel informieren wollen, nutzen Sie unseren Downloadbereich, wo Sie kostenlos Informationsmaterialen und Bodensticker bestellen können. Einen Artikel mit allen Infos zum Alltag mit Maske finden Sie hier.  

Bei Symptomen zuhause bleiben 

Wenn eine Lehrkraft oder Schülerinnen und Schüler typische Symptome einer Corona-Infektion zeigen (z.B. Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals), sollte sie oder er zuhause bleiben und eine Ärztin, bzw. einen Arzt, das zuständige Gesundheitsamt bzw. die 116117 verständigen. Dasselbe gilt im Fall eines Kontakts zu einer Person, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde. Über die nächsten Schritte informieren Sie sich bitte in unserem Artikel Was sollten Sie tun, wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? 

Als Lehrkraft können Sie sich in manchen Bundesländern freiwillig testen lassen. Über die genauen Regelungen zu den Tests bei Lehrkräften informieren Sie sich bitte auf den Internetseiten der jeweiligen Bundesländer. Eine Übersicht, welche Regelungen in den jeweiligen Bundesländern gelten, finden Sie hier.  

Als Elternteil sollten Sie für sich und Ihr Kind die Corona-Warn-App installieren. Mit der aktiven Nutzung der App tragen Sie dazu bei, dass sich weniger Menschen unbewusst anstecken und Kontaktpersonen leichter identifiziert sowie Infektionsketten leichter durchbrochen werden können. Das entlastet das Gesundheitssystem und bringt uns alle gesünder und sicherer durch den neuen Schulalltag.  

Stresssituationen und Herausforderungen im neuen Schulalltag bewältigen 

Lassen Sie sich und Ihrem Kind Zeit, im neuen Schulalltag anzukommen – jeder Mensch geht auf seine eigene Weise mit der aktuellen Situation um. Oft hilft es schon, wenn wir uns austauschen, einander zuhören und verständnisvoll reagieren. Anspannungen sind normal und gehören zu jedem Alltag. Der Schulalltag macht da keine Ausnahme – im Gegenteil. Wie Sie mit den besonderen Herausforderungen umgehen können, erfahren Sie in den Beiträgen Umgang mit Gefühlen und Kindern und Jugendlichen helfen auf unserer Website. 

Wenn Sie sich als Lehrkraft im neuen Schulalltag belastet fühlen, kann es helfen, sich auf vorhandene Stärken zu besinnen. Geben Sie sich Zeit, den Umgang mit der neuen Situation zu lernen. Für konkrete Tipps lesen Sie unsere Artikel, wie Sie mit der neuen Lebenssituation und mit Unsicherheit umgehen können. 

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