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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Wissen
13:45 · 25. Mai 2021

Wir Improvisationsprofis

Die Coronavirus-Pandemie zwingt uns dazu, unseren Alltag umzustrukturieren und Gewohnheiten zu überdenken. So manches Verhalten, das aus der Not geboren ist, sollten wir uns auch in Zukunft beibehalten. Einige Beispiele finden Sie hier.

Planen während der Pandemie? Wir improvisieren /

Die Geburtstagsfeier ist abgesagt, der Traumurlaub verschoben: In der Coronavirus-Pandemie sind Planänderungen zu unserem neuen Alltag geworden. Wir haben gelernt, mit diesen kleinen Enttäuschungen zu leben. Durch die besondere Lage sind wir aber auch alle zu Profis in Sachen Improvisation geworden. Und wir sehen: Das schränkt unser Leben nicht nur ein – es kann uns sogar bereichern.

Maßnahmen zur Einschränkung sozialer Kontakte sind nervenaufreibend. Doch sie haben auch neue, gute Gewohnheiten wachsen lassen. Fünf Beispiele, welche Chancen wir Improvisationsprofis in die „Zeit danach“ mitnehmen können:

Urlaub direkt vor der Haustür

Weite Reisen sind weiterhin schwer planbar. Der internationale Umgang mit dem Coronavirus variiert stark, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort. Ein spontaner Urlaub vor der eigenen Haustür ist daher die sicherste Lösung. Ob mit dem Fahrrad, auf Inlinern, im Kanu oder zu Fuß – erkunden Sie doch mal gezielt Orte in Ihrer Region, an denen Sie noch nicht waren. Das ist nicht nur spannend für Sie, es freut sicher auch die Gastronomen, bei denen Sie zwischendurch einkehren.

Lokal einkaufen

Die vergangenen Monate waren und sind für Unternehmerinnen und Unternehmer eine harte Prüfung. Die meisten Geschäfte verbuchen Verluste. Für sie sind Urlaub und Freizeit daheim jetzt eine Chance. Tausende Händlerinnen und Händler geben sich Mühe, Abstand, Hygiene und guten Service unter einen Hut zu kriegen. Wenn Sie sich für einen lokalen Einkauf entscheiden, sichern Sie auch die Vielfalt vor Ort über die Coronavirus-Pandemie hinaus.

Soziale Kontakte auf Distanz pflegen

Da persönliche Treffen während der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich sind, ist Kreativität gefragt. Virtuelle Gesellschaftsspiele, kulinarische Verkostungen, Kochkurse, Workshops und sogar Geburtstagsfeiern – Online-Freizeitaktivitäten sind Teil unseres Alltags in der Coronavirus-Pandemie geworden. Nach vielen Telefonaten und Videokonferenzen genießen wir das persönliche Miteinander umso mehr.

Neue Perspektiven entdecken

Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mussten Kurzarbeit akzeptieren, viele Selbständige fürchten um ihre Existenz. Die Coronavirus-Pandemie unterbrach schon so manche berufliche Laufbahn. Aber sie hat auch neue Perspektiven eröffnet. Konzepte für digitales Lernen wurden und werden erarbeitet. Wer sich weiterentwickeln möchte, hat auch ohne Präsenz-Seminare die Möglichkeit: Mittlerweile werden zahlreiche Online Workshops und Seminare zu den verschiedensten Themen angeboten und es gibt Online Unis, die einzelne Kurse zu diversen Themen anbieten.

Neue Gewohnheiten und Alltagsrituale beibehalten

Trotz der allgegenwärtigen Sorgen um die Gesundheit – viele Menschen haben durch die notwendigen Schutzmaßnahmen auch eine neue Ruhe gelernt. Anstehen mit Abstand für den Schnelltest, den Kaffee oder zum Einkaufen sind mittlerweile normal geworden. Während früher viele über das Schlange stehen klagten, achten heute die meisten Mitmenschen mehr aufeinander und wissen Rücksicht mehr denn je zu schätzen.

Auch so manche Gewohnheiten, die wir in unseren neuen Alltag integriert haben, wie Spaziergänge an der frischen Luft, Online-Sportkurse, Telefonieren mit den Liebsten oder das gemeinsame Abendessen mit der Familie stärken das Miteinander. Diese Alltagsrituale sollten wir auch unbedingt über die Corona-Pandemie hinaus beibehalten.

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