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Corona-Wissen
15:39 · 20. September 2021

Arbeit in Zeiten der Pandemie: Was Sie als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer wissen sollten

Die Corona-Pandemie hat unseren Arbeitsalltag maßgeblich verändert. Hier finden Sie Tipps, wie Sie im Job psychisch und physisch gesund bleiben.

Schützen Sie sich auch am Arbeitsplatz

Für das Arbeiten in Pandemiezeiten ist es unverzichtbar, dass wir auf andere, aber auch auf uns selbst Acht geben. Viele Menschen müssen sich mit der Herausforderung auseinandersetzen, auch an ihrem Arbeitsplatz gesund und sicher zu bleiben. Wer sich im Homeoffice oder in Kurzarbeit befindet, hat wiederum andere Sorgen. Hilfreiche Empfehlungen für den Alltag an Ihrem Arbeitsplatz finden Sie hier.

Beachten Sie die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Viele Menschen arbeiten auch weiterhin im Homeoffice oder eingeschränkt in Kurzarbeit. Für diejenigen, die weiter am Arbeitsplatz sind, muss durch einen betrieblichen Infektionsschutzstandard sichergestellt sein, dass die Beschäftigten hinreichend vor Ansteckungsrisiken geschützt sind. Die Bundesregierung hat einheitliche Standards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz beschlossen: Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet die Grundlage für eine sichere Rückkehr zum Arbeitsplatz während der Pandemie und für das Funktionieren des neuen Arbeitsalltags.

Niemals krank zur Arbeit!

Folgendes gilt nicht nur während der Corona-Pandemie: Wer krank ist, sollte zuhause bleiben. Wer mit Krankheitssymptomen am Arbeitsplatz erscheint, setzt seine Kolleginnen und Kollegen einem Ansteckungsrisiko aus. Personen mit Erkältungs- bzw. Symptomen einer Coronavirus-Infektion sollten den Arbeitsplatz gar nicht erst betreten oder ihn umgehend verlassen. Falls Sie den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus haben, melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 oder beim Gesundheitsamt.

Die AHA-Formel als zuverlässiger Begleiter

Auch am Arbeitsplatz müssen zur Eindämmung der Pandemie weiterhin bestimmte Hygiene- und Abstandsregelungen beachtet werden. Die AHA+L+A-Formel hilft, gesund und sicher zu bleiben: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Regelmäßiges Lüften von Innenräumen verringert das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus über Aerosole. Auch mit der Nutzung der Corona-Warn-App können Sie einen Beitrag leisten, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Denn die App hilft dabei, festzustellen, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person waren und ob ein Ansteckungsrisiko besteht. Weitere Empfehlungen bezüglich Hygiene am Arbeitsplatz finden Sie in diesem Artikel.

Homeoffice- und Maskenangebot

Grundsätzlich gilt weiterhin: Betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen müssen auf das notwendige Minimum reduziert bleiben. Auch während der Pausenzeiten und in Pausenbereichen muss der Infektionsschutz gewährleistet sein. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für Büroarbeit (oder vergleichbare Tätigkeiten) Homeoffice anbieten, um das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz gering zu halten. Sollte kein ausreichender Schutz gewährt werden können, müssen im Betrieb mindestens medizinische Masken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Testangebotspflicht in Unternehmen

Tests sind eine wichtige Säule im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Je mehr Menschen getestet werden, desto besser können Infektionen entdeckt und Infektionsketten durchbrochen werden. Seit Mitte April 2021 sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen Selbst- oder Schnelltest anzubieten. Ausnahmen gelten für vollständig geimpfte beziehungsweise von einer COVID-19-Infektion genesene Beschäftigte. Die Kosten für die Tests tragen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Diese Regelung ist zunächst bis zum 24. November 2021 befristet. Weitere Infos dazu finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit. Eine Übersicht über die aktuellen Testprodukte finden Sie hier. Mehr zum Thema Arbeitsschutz lesen Sie hier.

Impfangebote nutzen

Eine der wichtigsten Säulen der Pandemiebekämpfung ist die Corona-Schutzimpfung. Die Impfung trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie insgesamt bei: Sie ist der Schlüssel, um das Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen und zu einem normalen Leben und Arbeitsalltag zurückzukehren. Seit dem 7. Juni 2021 können auch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte die Corona-Schutzimpfung durchführen. Alle relevanten Informationen rund um die Impfung in den Betrieben finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert

Informationen zu arbeitsrechtlichen Folgen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie finden Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums oder in der Podcast-Reihe des Bundesarbeitsministeriums INQA Arbeitswoche – der Podcast zur Arbeitswelt in Zeiten von Corona. Ausführliche Erläuterungen zu den Tipps auf dieser Seite können Sie auch in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung nachlesen.

Im Fall der Fälle: Kontakt zur Agentur für Arbeit aufnehmen

Sie möchten sich arbeitssuchend melden oder Arbeitslosengeld beantragen? Bitte beachten Sie, dass auch die Agentur für Arbeit in Zeiten der Pandemie nur eingeschränkt erreichbar ist. Persönliche Kontakte sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Das heißt aber nicht, dass niemand für Sie und Ihr Anliegen da ist, im Gegenteil: Am besten nehmen Sie digital oder telefonisch Kontakt auf – die wichtigsten Kanäle, Formulare und FAQs rund um die Leistungen der Agentur für Arbeit während der Pandemie finden Sie hier.

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