Bundesministerium für Gesundheit

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Arbeiten und Corona

Die Corona-Pandemie hat unser aller Arbeitsleben verändert. Viele Angestellte arbeiten im Homeoffice. Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen stehen vor neuen Herausforderungen. Alles, was Sie zum Thema Arbeiten in der Pandemie wissen müssen, finden Sie hier.

Informationen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Wie schütze ich mich an meinem Arbeitsplatz?

Die Bundesregierung hat einheitliche Standards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz beschlossen: Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet die Grundlage für eine sichere Rückkehr zum Arbeitsplatz während der Pandemie und für das Funktionieren des neuen Arbeitsalltags. Halten Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz unbedingt an die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Den besten Schutz im Kampf gegen die Pandemie bietet die Corona-Schutzimpfung. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie so sich und Ihre Kolleginnen und Kollegen. Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber muss Ihnen ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Der Arbeitgeber hat die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte, die Schutzimpfungen aus Gründen des Bevölkerungsschutzes im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen.

Nutzen Sie Antigen-Schnelltests und Selbsttests: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen PCR-Antigen-Schnelltest oder Selbsttest anzubieten. Die Erfüllung der Angebotspflicht umfasst jeden Mitarbeitenden in Präsenz unabhängig von deren Impf- oder Genesungsstatus. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber. Diese Regelung ist zunächst bis zum 24. November befristet.

Stand: 10.09.2021

Welche Informationen muss ich meinem Arbeitgeber zu meinem Gesundheitszustand geben? Was muss ich tun, wenn er mich danach fragt?

Ist bei Ihnen eine Erkrankung durch eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden, kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber Auskunft hierüber verlangen, um der Fürsorge- und Schutzpflicht nachzukommen. Bitte beachten Sie jedoch die grundsätzliche Regelung: Fragen der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers nach dem Gesundheitszustand von Beschäftigten bedürfen einer besonderen Rechtfertigung. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Einer offiziellen Meldepflicht unterliegen aktuell nur Ärztinnen und Ärzte. Diese müssen bei Diagnose einer Infektion einer ihrer Patientinnen und Patienten mit dem Coronavirus das zuständige Gesundheitsamt darüber informieren.

Stand: 27.08.2021

Muss ich ins Büro, wenn die Kolleginnen und Kollegen Krankheitszeichen zeigen und z.B. husten?

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber weiterhin angehalten, betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Ist dies nicht möglich, sind diese verpflichtet, mithilfe entsprechender Maßnahmen den gleichwertigen Schutz für deren Beschäftigten sicherzustellen. Die Umsetzung der Regel liegt bei den Bundesländern. Informieren Sie sich deshalb bitte über die geltenden Regelungen vor Ort. Weitere Infos dazu finden Sie außerdem hier. Grundsätzlich sind Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen dazu angehalten, zuhause zu bleiben, wenn Sie Symptome aufweisen.

Stand: 02.09.2021

Welche Folgen hat es, wenn Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber Beschäftige nach Hause schicken, zum Beispiel weil sie Husten haben?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen offensichtlich arbeitsunfähig erkrankte Beschäftigte von der Arbeit fernhalten. Beschäftigte haben in dem Fall Anspruch auf Weiterzahlung des Gehalts im Krankheitsfall. Es gelten die Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Weitere Details finden Sie hier

Stand: 24.08.2021

Was mache ich, wenn mich mein Arbeitgeber wegen der Coronavirus-Pandemie nicht beschäftigen kann?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Beschäftigte sollten in dieser Situation stets das Gespräch miteinander suchen, um eine Lösung zu finden. Informationen erhalten Sie auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Stand: 20.09.2021

Was passiert, wenn der Arbeitgeber Kurzarbeit angeordnet hat?

Kommt es so zu einem Arbeitsausfall mit Entgeltausfall, etwa weil Lieferengpässe durch die Corona-Pandemie auftreten und der Betrieb in der Folge nur eingeschränkt oder gar nicht arbeitsfähig ist oder auf behördliche Anordnung schließen muss, so kommt ein Anspruch der betroffenen Beschäftigten auf Kurzarbeitergeld in Betracht. Kurzarbeitergeld kann für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten bewilligt werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall. Informationen für Beschäftigte sowie Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld.

Stand: 24.08.2021

Bekomme ich auch als Aushilfe weiter Geld, wenn mein Arbeitgeber Kurzarbeit anmeldet?

Da geringfügig Beschäftigte (450-Euro-Minijobberinnen und -Minijobber) versicherungsfrei in der Arbeitslosenversicherung sind, kann für sie kein Kurzarbeitergeld beantragt werden. Die vereinfachten Bedingungen für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld gelten nur, wenn ein Grundanspruch auf Kurzarbeitergeld gegeben ist. 

Stand: 23.09.2021

Welche Pflichten gelten für Grenzgänger und Grenzpendler?

Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie Grenzpendlerinnen und Grenzpendler unterliegen nicht der Anmeldepflicht (bei Einreisen oder Ausreisen von weniger als 24 Stunden, siehe auch die Regelungen zu Tagespendlerinnen und Tagespendlern). Auch gilt die Quarantänepflicht für diese Personengruppe nicht. Detaillierte Informationen können Sie in der aktuellen Corona-Einreiseverordnung nachlesen. 

Stand: 16.09.2021

Informationen für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

Was ist beim Arbeitsschutz zu beachten?

Laut Arbeitsschutzgesetz hat die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber grundsätzlich die Verpflichtung, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit für ihre oder seine Beschäftigten am Arbeitsplatz zu beurteilen und Maßnahmen hieraus abzuleiten. Die Bundesregierung hat einheitliche Standards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz beschlossen, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Er bietet die Grundlage für ein sicheres Arbeiten am Arbeitsplatz und für das Funktionieren des neuen Arbeitsalltags.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen auf das notwendige Minimum reduziert bleiben. Hierzu können sie ihren Mitarbeitenden beispielsweise Homeoffice anbieten. Für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice arbeiten können, haben die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber durch geeignete Maßnahmen den gleichwertigen Schutz sicherzustellen. Für das Arbeiten im Betrieb müssen daher mindestens medizinische Masken zur Verfügung stehen, wenn Anforderungen an Räume oder Abstand aus bestimmten Gründen nicht eingehalten werden können. 

Außerdem sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen Selbst- oder Schnelltest anzubieten. Die Erfüllung der Angebotspflicht umfasst jeden Mitarbeitenden in Präsenz unabhängig von deren Impf- oder Genesungsstatus. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber. Diese Regelung ist zunächst bis zum 24. November befristet. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten und anderes erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Stand: 10.09.2021

Wie kann ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Coronatests zur Verfügung stellen?

Antigen-Schnelltests können zum Beispiel im Fachhandel für Medizinprodukte oder in Apotheken bestellt werden. Informationen zu Anbietern von Antigen-Schnelltests in Deutschland stellt das BfArm auf dieser Seite bereit. 

Selbsttests sind darüber hinaus für alle Personen mittlerweile auch im Einzelhandel frei käuflich.

Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten und anderes erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)

Stand: 17.08.2021

Was bedeutet regelmäßiges und fachgerechtes Lüften? Was muss ich im Betrieb dafür leisten?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind nach der Empfehlung der Bundesregierung dazu angehalten, für eine regelmäßige Belüftung der Räumlichkeiten zu sorgen. Die Innenraumlufthygiene-Kommission am Umweltbundesamt empfiehlt in Innenräumen für eine möglichst hohe Zufuhr von Frischluft zu sorgen. Eine Querlüftung wird besonders empfohlen, bei der durch gegenüberliegende weit geöffnete Fenster Raumluft schnell gegen Frischluft ausgetauscht wird. Außerdem ist eine Stoßlüftung bei weit geöffnetem Fenster über einige Minuten effektiv. Wenn eine Person hustet oder niest, sollte am besten sofort eine Stoßlüftung durchgeführt werden. Wenn die Räume stark befüllt sind, ist ein gekipptes Fenster kaum wirksam, auch wenn dies dauerhaft erfolgt.

Bitte beachten Sie, dass regelmäßiges Lüften notwendig ungeachtet anderer Schutzmaßnahmen ist, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske). Deswegen heißt die neue Formel AHA + L. L steht dabei für richtiges und regelmäßiges Lüften.

Stand: 09.06.2021

Darf die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber Überstunden anordnen, wenn viele Kolleginnen und Kollegen krankheitsbedingt ausfallen?

In einer Situation wie der Coronavirus-Pandemie können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Erwägung ziehen, Überstunden anzuordnen. Allerdings gilt auch in Zeiten der Corona-Pandemie grundsätzlich das, was im Arbeitsvertrag geregelt ist. Prüfen Sie am Besten Ihre vertraglichen Rahmenbedingungen. Ein gemeinsames Gespräch hilft oft, zu guten Vereinbarungen zu gelangen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Stand: 30.08.2021

Wie können Supermärkte ihre Mitarbeitenden möglichst gut schützen und bei der Arbeit unterstützen?

Die Kundschaft sollten darauf hingewiesen werden, untereinander und zu den Mitarbeitenden mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten. Dies kann durch Hinweise auf dem Boden und Schildern bestärkt werden. Zusätzlich sollten die Kundschaft sowie Mitarbeitende die Verhaltensregeln beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Stand: 22.08.2021

Sind Handschuhe für das Supermarktpersonal sinnvoll?

Das Supermarktpersonal kann Handschuhe tragen, sollte jedoch trotzdem auf eine gründliche Handhygiene achten. Zudem kann das Tragen von Handschuhen daran erinnern, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Viele Supermärkte bitten darum, wenn möglich nur noch mit EC- oder Kreditkarte zu bezahlen. Durch das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen sowie das Husten und Niesen in die Armbeuge können Kundinnen und Kunden sowie das Personal geschützt werden (siehe AHA-Formel). Sofern Anzeichen einer Infektion auftreten, sollte die Person unmittelbar zuhause bleiben und sich an die zuständigen Stellen wenden.

Stand: 16.09.2021

Wie kann ich die Kunden in meinem Geschäft auf die Abstand- und Hygieneregeln hinweisen?

Ihre Kundschaft sollte darauf hingewiesen werden, untereinander und zu den Mitarbeitenden mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten. Dies kann durch Hinweise auf dem Boden und Schildern bestärkt werden. In unserem Downloadbereich finden Sie aktuelle Informationen und Plakate mit der AHA-Formel (Abstand, Hygiene und Alltag mit Maske), die Sie nutzen können.

Stand: 10.08.2021

Informationen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen

Ich habe ein Kleinunternehmen und mir sind wegen der Corona-Pandemie Aufträge weggebrochen. Kann ich Hilfe erhalten?

Für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbständige sowie gemeinnützige Organisationen gibt es eine Überbrückungshilfe für Umsatzrückgänge während der Coronavirus-Pandemie. Anträge können im bundesweiten Online-Antragsportal gestellt werden. Eine Übersicht, welche Unterstützungen es für Unternehmen gibt, finden Sie auch auf der Website des Wirtschaftsministeriums.

Stand: 25.08.2021

Ich bin Existenzgründer/ Existenzgründerin. Bekomme ich aktuell Unterstützung?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben umfassende Maßnahmenpakete für Start-Ups und kleine und mittelständische Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell verabschiedet. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Einen Überblick über alle Corona-Hilfen des BMWi finden Sie in dieser Datenbank.

Zusätzlich können neu gegründete Firmen, die weniger als fünf Jahre alt sind, Corona-Hilfskredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Informationen über die Überbrückungshilfen finden Sie hier.

Stand: 14.09.2021

Wo finde ich einen Überblick über finanzielle Hilfsmaßnahmen während der Coronavirus-Pandemie?

Die Bundesregierung und die zuständigen Ministerien haben mehrere Maßnahmen eingeleitet, die Betrieben helfen sollen, wenn sich durch die Coronavirus-Pandemie finanzielle Einbußen verzeichnen. Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Finanzen und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie Informationen darüber, welche Hilfen Sie beantragen können. 

Anträge auf Überbrückungshilfe können im bundesweiten Online-Antragsportal eingereicht werden.

Stand: 22.09.2021

Wo finde ich Informationen zu wirtschaftlichen Hilfsangeboten?

Informationen zu Soforthilfen und zur finanziellen Unterstützung von Unternehmen und Selbstständigen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Stand: 28.07.2021

Wo finde ich Informationen zum Arbeitsrecht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie?

Das Bundesarbeitsministerium hat Informationen zu arbeitsrechtlichen Folgen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hier zusammengestellt. 

Stand: 30.08.2021