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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Wissen
10:23 · 31. Mai 2021

Coronavirus-Neuinfektionen: Welche Maßnahmen wichtig sind

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen fordert eine Einschränkung des täglichen Lebens. Rücksicht und Zusammenhalt können uns gut durch diese herausfordernde Zeit bringen.

Zusammenhalt trotz hoher Fallzahlen

Das Coronavirus breitet sich weiter aus

Bei hohen und steigenden Fallzahlen sollten wir darauf achten, uns an die geltenden Verhaltensregeln, etwa die AHA-Formel zu halten und Symptome ernst zu nehmen. Nur, wenn wir achtsam bleiben, können wir uns und andere vor einer Infektion schützen. Das Coronavirus ist nicht nur für Risikogruppen eine Gefahr, sondern kann jede und jeden schwer treffen. 

Welche Corona-Regeln gelten gerade?

Die dritte Welle der Coronavirus-Pandemie erfordert konsequente Maßnahmen. Darum hat der Deutsche Bundestag am 21. April 2021 die Bundes-Notbremse beschlossen.

Aktuell gelten ab einer Inzidenz von 100 folgende Regelungen:

  • Private Treffen sind nur mit einer haushaltsfremden Person gestattet. Außerdem dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.
  • Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Nur noch im Notfall, zu dienstlichen Zwecken oder wenn man zum Beispiel mit dem Hund raus muss, darf man das Haus verlassen. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist außerdem erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen.
  • Tagsüber darf Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden, nicht im Verein oder einer Mannschaft. Davon ausgenommen sind Profisportler. Profisport findet ohne Zuschauer statt. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal 5 Kindern trainieren. Trainer müssen gegebenenfalls vorher einen Test machen.
  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden.
  • Die Bundesregierung kann darüber hinaus per Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundestages und Bundesrates weitere Maßnahmen, Präzisierungen und Ausnahmen erlassen.

Aktuelle Informationen zum neuen Infektionsschutzgesetz finden Sie hier.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Vollständig geimpfte sowie genesene Personen werden mit Personen gleichgestellt, die tagesaktuell negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet sind. Sie benötigen keinen negativen Corona-Test als Zugangsvoraussetzung für Aktivitäten wie Shopping im Einzelhandel oder Friseurbesuche. Auch Kontaktbeschränkungen im privaten Rahmen entfallen.

Wie kann ich nachweisen, dass ich geimpft oder genesen bin? Gegen COVID-19 geimpfte Personen können sich über ihre Impfdokumentation ausweisen – also den Eintrag im gelben Impfbuch, den Nachweis von der Ärztin oder dem Arzt bzw. Impfzentrum oder später den digitalen Impfausweis. Auch ausländische Impfzertifikate werden anerkannt. Geimpfte müssen vollständig mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff geimpft sein, die abschließende Impfung muss mindestens zwei Wochen zurückliegen.

Genesene weisen sich über die Dokumentation eines positiven PCR-Tests aus. Dieser Test muss mindestens 28 Tage und darf maximal sechs Monate zurückliegen. Eine nicht mehr vorliegende Dokumentation können sie sich neu ausstellen lassen. Sechs Monate nach ihrem positiven PCR-Test können Genesene durch eine einmalige Impfung mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff zu Geimpften werden.

AHA-Formel gilt auch für Genesene und Geimpfte weiter Auch bei Geimpften und Genesenen besteht ein Restrisiko, sich selbst und andere anzustecken. Dadurch sollten Sie in der Öffentlichkeit vorsichtig bleiben und die AHA-Formel (Abstand, Hygiene, Maske im Alltag) befolgen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auch beim Reisen gelten neue Regelungen für Geimpfte und Genesene. Antworten zu allen häufig gestellten Fragen finden Sie hier.

Die Inzidenzwerte in den Bundesländern

Der Inzidenzwert wird bestimmt durch die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen bzw. Einwohner innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um den jeweiligen 7-Tage-Inzidenzwert und weitere Informationen zu Fallzahlen in Ihrer Nähe zu verfolgen:

AHA+A+L – das beste Mittel gegen das Coronavirus

Die wichtigsten Regeln, die weiterhin gelten, umfasst die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) und Alltag mit Maske. Ergänzt wird die Formel durch ein L und ein A. Das L für Lüften bedeutet, dass wir zusätzlich zu den Verhaltensregeln auf eine regelmäßige Belüftung von Innenräumen achten sollten: Da sich das Virus auch über Aerosole verbreitet, kann ein guter Luftaustausch, insbesondere in geschlossenen Räumen, eine Ansteckung verringern. Das A steht für die (Corona-Warn-) App, mit der Menschen anonym und schnell darüber informiert werden können, wenn sie sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier. Alle wichtigen Informationen zu Corona-konformen Mund-Nasen-Bedeckungen finden Sie hier

Aktiv werden: Jeder kann in der Corona-Pandemie helfen

Ihr Beitrag kann einen Unterschied machen, wie andere durch die nächsten Monate kommen. Wer sich ehrenamtlich engagiert oder Hilfsangebote in Anspruch nimmt, erfährt gesellschaftlichen Zusammenhalt aus erster Hand. Unsere Rubrik Handeln bietet einen Überblick über Hilfsinitiativen, die im Zusammenhang mit der Pandemie entstanden sind. Bringen Sie sich nach Ihren Möglichkeiten ein und erleichtern Sie sich und anderen den Alltag trotz Pandemie-Einschränkungen. 

Nicht verunsichern lassen und in Ruhe Corona-Fakten prüfen

Im Internet kursieren immer wieder Falschmeldungen zum Thema COVID-19, die teilweise bewusst Ängste und Unsicherheit schüren. Orientieren Sie sich bei der Suche nach verlässlichen Informationen an geprüften Quellen wie beispielsweise dem Bundesgesundheitsministerium, dem Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Angebot www.infektionsschutz.de. Prüfen Sie, wer hinter Informationen im Internet steht und welche Ziele die Anbieter verfolgen.  

Psychische Gesundheit ernst nehmen und Hilfe suchen

Wenn Sie sich durch die Corona-Pandemie belastet fühlen, suchen Sie sich Unterstützung und Beratung bei Freundinnen, Freunden, der Familie oder qualifizierten Stellen. Die Offensive Psychische Gesundheit bietet eine Übersicht über bestehende Hilfsangebote. Halten Sie den Kontakt zu Familie und Bekannten auch über Telefon und Internet aufrecht. Weitere Informationen finden Sie hier.

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