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Bundesministerium für Gesundheit
Körperliche Gesundheit
16:13 · 26. März 2021

Coronavirus-Neuinfektionen: Welche Maßnahmen wichtig sind

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen fordert eine Einschränkung des täglichen Lebens. Rücksicht und Zusammenhalt können uns gut durch diese herausfordernde Zeit bringen.

Zusammenhalt trotz hoher Fallzahlen

Das Coronavirus breitet sich weiter aus

Bei hohen und steigenden Fallzahlen sollten wir darauf achten, uns an die geltenden Verhaltensregeln, etwa die AHA+L-Regel, zu halten und Symptome ernst zu nehmen. Nur, wenn wir achtsam bleiben, können wir uns und andere vor einer Infektion schützen. Das Coronavirus ist nicht nur für Risikogruppen eine Gefahr, sondern kann jede und jeden schwer treffen. 

Welche Corona-Regeln gelten gerade?

Die bis zum 31. Januar beschlossenen Maßnahmen werden bis zum 18. April 2021 verlängert. Private Treffen sind seit dem 8. März 2021 zwischen dem eigenen Haushalt und einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt. Sinkt die 7-Tage-Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro Woche, wird die Regelung weiter gelockert: Dann darf sich der eigene Haushalt mit zwei weiteren Haushalten treffen. Insgesamt dürfen sich so maximal 10 Personen sehen. Kinder unter 14 Jahren sind auch hier ausgenommen.

Steigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, treten die strengeren Kontaktbeschränkungen in Kraft, die bis zum 7. März galten. Damit müssen sich private Kontakte wieder auf eine Person außerhalb des eigenen Hausstandes beschränken, allerdings werden Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Auch Öffnungen des Einzelhandels, von Museen, Zoos oder Sportanlagen müssen wieder rückgängig gemacht werden.

Durch zusätzliche Maßnahmen soll dafür Sorge getragen werden, dass die Neuinfektionszahlen wieder verlässlich sinken. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen deshalb weitergehende Schritte umgesetzt werden – etwa Schnelltests in Bereichen, in denen Abstandhalten oder konsequentes Maskentragen erschwert sind, Ausgangs- oder verschärfte Kontaktbeschränkungen. Zudem gelten verschärfte Einreiseregeln: Vom 30. März bis einschließlich 12. Mai müssen sich alle Flugreisenden vor ihrer Einreise nach Deutschland testen lassen - mehr dazu hier.

In Landkreisen mit besonders hohen Fallzahlen, derzeit einer 7-Tage-Inzidenz über 200, wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt und darf nur verlassen werden, sofern ein triftiger Grund vorliegt. Die Regeln werden immer wieder an die jeweilige regionale Situation angepasst. Regionale Abweichungen sollten kein Anlass zum Frust sein – die Reaktionen vor Ort ermöglichen, dass strengere Maßnahmen nicht auf ganz Deutschland angewandt werden müssen, sondern nur in den besonders stark betroffenen Gebieten. Umso wichtiger ist es, die aktuellen Regelungen an Ihrem Aufenthaltsort zu kennen. Welche Corona-Regeln im Detail gelten, können Sie hier in unseren FAQ nachlesen.

AHA+L+A – das beste Mittel gegen das Coronavirus

Die wichtigsten Regeln, die weiterhin gelten, umfasst die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) und Alltag mit Maske. Ergänzt wird die Formel durch ein L und ein A. Das L für Lüften bedeutet, dass wir zusätzlich zu den Verhaltensregeln auf eine regelmäßige Belüftung von Innenräumen achten sollten: Da sich das Virus auch über Aerosole verbreitet, kann ein guter Luftaustausch eine Ansteckung verringern. Das A steht für die (Corona-Warn-) App, mit der Menschen anonym und schnell darüber informiert werden können, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier

Aktiv werden: Jeder kann in der Coronavirus-Pandemie helfen

Ihr Beitrag kann einen Unterschied machen, wie andere durch die nächsten Monate kommen. Wer sich ehrenamtlich engagiert oder Hilfsangebote in Anspruch nimmt, erfährt gesellschaftlichen Zusammenhalt aus erster Hand. Unsere Rubrik Handeln bietet einen Überblick über Hilfsinitiativen, die im Zusammenhang mit der Pandemie entstanden sind. Bringen Sie sich nach Ihren Möglichkeiten ein und erleichtern Sie sich und anderen den Alltag trotz Pandemie-Einschränkungen. 

Nicht verunsichern lassen und in Ruhe Corona-Fakten prüfen

Im Internet kursieren immer wieder Falschmeldungen zum Thema COVID-19, die teilweise bewusst Ängste und Unsicherheit schüren. Orientieren Sie sich bei der Suche nach verlässlichen Informationen an geprüften Quellen wie beispielsweise dem Bundesgesundheitsministerium, dem Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Angebot www.infektionsschutz.de. Prüfen Sie, wer hinter Informationen im Internet steht und welche Ziele die Anbieter verfolgen.  

Psychische Gesundheit ernst nehmen und Hilfe suchen

Wenn Sie sich durch die aktuelle Situation belastet fühlen, suchen Sie sich Unterstützung und Beratung bei Freundinnen, Freunden, der Familie oder qualifizierten Stellen. Die Offensive Psychische Gesundheit bietet eine Übersicht über bestehende Hilfsangebote. Halten Sie den Kontakt zu Familie und Bekannten auch über Telefon und Internet aufrecht. Weitere Informationen finden Sie hier.

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