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Corona-Wissen
15:32 · 20. September 2021

Neuinfektionen: Welche Maßnahmen wichtig sind

Steigt die Zahl der Corona-Fälle über einen gewissen Grenzwert, können Einschränkungen des täglichen Lebens erforderlich werden. Hier erfahren Sie welche Regeln aktuell gelten.

Zusammenhalt trotz hoher Fallzahlen

Bei hohen und steigenden Fallzahlen sollten wir darauf achten, uns an die geltenden Verhaltensregeln, etwa die AHA-Formel, zu halten und Symptome ernst zu nehmen. Aktuell breitet sich vor allem die besorgniserregende Virusvariante Delta schnell in Deutschland aus. Nur, wenn wir achtsam bleiben, können wir uns und andere vor einer Infektion schützen. Das Coronavirus ist nicht nur für Risikogruppen eine Gefahr, sondern kann jede und jeden schwer treffen.

Welche Corona-Regeln gelten gerade?

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden individuell von den einzelnen Bundesländern beschlossen. Die Leitlinien dafür haben Bund und Länder gemeinsam festgelegt, zuletzt mit Beschluss vom 22. März 2021.

Eine Auflistung der aktuellen Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern finden Sie in unserer Deutschlandkarte.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Vollständig geimpfte sowie genesene Personen werden mit Personen gleichgestellt, die tagesaktuell negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet sind. Sie benötigen keinen negativen Corona-Test als Zugangsvoraussetzung für Aktivitäten wie Shopping im Einzelhandel oder Friseurbesuche. Auch Kontaktbeschränkungen im privaten Rahmen entfallen.

Wie kann ich nachweisen, dass ich geimpft oder genesen bin? Gegen COVID-19 geimpfte Personen können sich über ihre Impfdokumentation ausweisen – also den Eintrag im gelben Impfbuch, den Nachweis von der Ärztin oder dem Arzt bzw. Impfzentrum oder später den digitalen Impfausweis. Auch ausländische Impfzertifikate werden anerkannt. Geimpfte müssen vollständig mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff geimpft sein, die abschließende Impfung muss mindestens zwei Wochen zurückliegen.

Genesene weisen sich über die Dokumentation eines positiven PCR-Tests aus. Dieser Test muss mindestens 28 Tage und darf maximal sechs Monate zurückliegen. Eine nicht mehr vorliegende Dokumentation können sie sich neu ausstellen lassen. Sechs Monate nach ihrem positiven PCR-Test können Genesene durch eine einmalige Impfung mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff zu Geimpften werden.

AHA-Formel gilt auch für Genesene und Geimpfte weiter Auch bei Geimpften und Genesenen besteht ein Restrisiko, sich selbst und andere anzustecken. Dadurch sollten Sie in der Öffentlichkeit vorsichtig bleiben und die AHA-Formel (Abstand, Hygiene, Maske im Alltag) befolgen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auch beim Reisen gelten neue Regelungen für Geimpfte und Genesene. Antworten zu allen häufig gestellten Fragen finden Sie hier.

Die Inzidenzwerte in den Bundesländern

Der Inzidenzwert wird bestimmt durch die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen bzw. Einwohner innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um den jeweiligen 7-Tage-Inzidenzwert und weitere Informationen zu Fallzahlen in Ihrer Nähe zu verfolgen:

AHA+A+L – das beste Mittel gegen das Coronavirus

Die wichtigsten Regeln, die weiterhin gelten, umfasst die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) und Alltag mit Maske. Ergänzt wird die Formel durch ein L und ein A. Das L für Lüften bedeutet, dass wir zusätzlich zu den Verhaltensregeln auf eine regelmäßige Belüftung von Innenräumen achten sollten: Da sich das Virus auch über Aerosole verbreitet, kann ein guter Luftaustausch, insbesondere in geschlossenen Räumen, eine Ansteckung verringern. Das A steht für die (Corona-Warn-) App, mit der Menschen anonym und schnell darüber informiert werden können, wenn sie sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier. Alle wichtigen Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen finden Sie hier

Hygienetipps für einen sicheren Alltag

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und nehmen Sie sich hierfür 20-30 Sekunden Zeit. Sollten Sie unterwegs keine Möglichkeit zum Händewaschen haben, kann Händedesinfektionsmittel helfen.
  • Vermeiden Sie bei der Begrüßung anderer Menschen Berührungen wie Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Halten Sie beim Husten oder Niesen genügend Abstand zu anderen Menschen und drehen Sie sich dabei von ihnen weg.
  • Husten oder Niesen Sie nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das Sie danach entsorgen.
  • Berühren Sie Ihr Gesicht so wenig wie möglich, um eine Schmierinfektion zu vermeiden.
  • Achten Sie auf eine gute Haushaltshygiene und nutzen Sie zum Putzen handelsübliche Reinigungsmittel. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln wird nicht routinemäßig empfohlen.

Impf- und Testangebot wahrnehmen

Die Corona-Schutzimpfung ist eine wichtige Säule im Kampf gegen die Pandemie. Die Impfung bietet den bestmöglichen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und vor schweren Verläufen. Mittlerweile steht genügend Impfstoff zur Verfügung, um alle impfwilligen Personen zu versorgen. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie sich und andere Personen. Nehmen Sie vor allem auch die Zweitimpfung wahr. Nur so haben sie einen vollständigen Impfschutz, vor allem auch vor der Virusvariante Delta. Mehr Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie hier.

Regelmäßige Corona-Tests bieten mehr Sicherheit im Alltag, nutzen Sie dazu auch das Angebot an Schnelltests. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Verbindliche Testpflicht im Rahmen der 3G-Regel seit dem 23. August 2021

Um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden, haben die Länder seit dem 23. August 2021 für alle Personen, die weder vollständig Geimpfte noch Genesene sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnell- oder PCR-Tests eingeführt. Ein Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Ausgenommen sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr sowie darüber hinaus Schülerinnen und Schüler, welche bereits im Rahmen des verbindlichen Schulkonzepts regelmäßig getestet werden.

Tests sollen Voraussetzung sein für: 

  1. Zugang als Besucherin oder Besucher zu Krankenhäusern, Alten-und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe
  2. Zugang zur Innengastronomie
  3. Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (zum Beispiel Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen
  4. Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (zum Beispiel Friseur, Kosmetik, Körperpflege)
  5. Sport im Innenbereich (zum Beispiel in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen)
  6. Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts

Die Länder können Regelungen vorsehen, dass die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt wird, solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt. Bundesländer können auch weitere Indikatoren in ihr System mit einbeziehen (wie zum Beispiel die Hospitalisierung), welche ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen widerspiegeln und dadurch ein Anstieg der Infektionszahlen durch die Aussetzung der Regelungen nicht zu erwarten ist. 

Die Erforderlichkeit der 3G-Regel wird mindestens alle vier Wochen überprüft. 

Aktiv werden: Jeder kann in der Corona-Pandemie helfen

Ihr Beitrag kann einen Unterschied machen, wie andere durch die nächsten Monate kommen. Wer sich ehrenamtlich engagiert oder Hilfsangebote in Anspruch nimmt, erfährt gesellschaftlichen Zusammenhalt aus erster Hand. Unsere Rubrik Handeln bietet einen Überblick über Hilfsinitiativen, die im Zusammenhang mit der Pandemie entstanden sind. Bringen Sie sich nach Ihren Möglichkeiten ein und erleichtern Sie sich und anderen den Alltag trotz Pandemie-Einschränkungen. 

Nicht verunsichern lassen und in Ruhe Corona-Fakten prüfen

Im Internet kursieren immer wieder Falschmeldungen zum Thema COVID-19, die teilweise bewusst Ängste und Unsicherheit schüren. Orientieren Sie sich bei der Suche nach verlässlichen Informationen an geprüften Quellen wie beispielsweise dem Bundesgesundheitsministerium, dem Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Angebot www.infektionsschutz.de. Prüfen Sie, wer hinter Informationen im Internet steht und welche Ziele die Anbieter verfolgen.  

Psychische Gesundheit ernst nehmen und Hilfe suchen

Wenn Sie sich durch die Corona-Pandemie belastet fühlen, suchen Sie sich Unterstützung und Beratung bei Freundinnen, Freunden, der Familie oder qualifizierten Stellen. Die Offensive Psychische Gesundheit bietet eine Übersicht über bestehende Hilfsangebote. Halten Sie den Kontakt zu Familie und Bekannten auch über Telefon und Internet aufrecht. Weitere Informationen finden Sie hier.

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