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Bundesministerium für Gesundheit
Körperliche Gesundheit
12:26 · 20. April 2021

Mit der Corona-Warn-App die Coronavirus-Pandemie eindämmen

Die Corona-Warn-App hilft dabei, Infektionsketten zu durchbrechen und die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Wie sie funktioniert, was sie kann und warum wir sie nutzen sollten.

Die Corona-Warn-App ist ein Projekt im Auftrag der Bundesregierung und wird von der Telekom, SAP und dem Robert Koch-Institut verwaltet. Nachdem bereits im Frühjahr 2020 erste Entwicklungsschritte an dem umfangreichen digitalen Programm unternommen wurden, war es im Juni letzten Jahres so weit: Die Corona-Warn-App wurde allen Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei zum Download zur Verfügung gestellt. Seitdem wurde die App millionenfach heruntergeladen und stetig weiterentwickelt. Sie ergänzt die AHA+L-Formel um ein zusätzliches und wichtiges „A“.

Wie funktioniert die Corona-Warn-App und was kann sie?

Mithilfe der App können Sie anonym und schnell darüber informiert werden, wenn Sie sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. So können Sie rasch reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiter zu verbreiten. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert Koch-Institut festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet und tragen ihr Testergebnis in die App ein, werden andere Nutzerinnen und Nutzer darüber informiert. Die Zufallscodes der oder des Infizierten werden allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die positiv getestete Person getroffen haben.

Wie sicher sind meine personenbezogenen Daten?

Bei der Benutzung der App bleiben Sie als Nutzerin oder Nutzer jederzeit anonym. Sie müssen keine persönlichen Daten angeben und die dezentrale Datenspeicherung auf den Endgeräten garantiert ein Höchstmaß an Datenschutz. Zudem arbeitet die App mit einer vollumfänglichen Pseudonymisierung: Das heißt, dass alle ihre Daten verschlüsselt und ausschließlich auf Ihrem eigenen Smartphone gespeichert werden. Ob Sie ein positives Testergebnis teilen, entscheiden Sie für sich. Daten, die eine Person identifizierbar machen, werden nicht ausgelesen, verwendet oder gespeichert, wodurch Kontaktpersonen auch keine Informationen über die-positiv getestete Person erhalten. Kontaktpersonen können durch die App lediglich erfahren, dass sie in der Nähe einer oder eines Infizierten waren, auf deren oder dessen Smartphone ein verifiziertes positives Testergebnis hinterlegt wurde. 

Wie hinterlege ich mein positives Testergebnis in der Corona-Warn-App?

Verifiziert werden können positive Testergebnisse mittels eines QR-Codes, den Sie direkt bei der Durchführung eines Coronatests erhalten, oder einer teleTAN, die Ihnen von der Verifizierungshotline unter der kostenfreien Rufnummer 0800 754 000 2 gegeben wird. Den QR-Code finden Sie in der Regel auf Ihrem Testformular, das Sie von der Teststelle erhalten.

Positiv getestet? So teilen Sie Ihr Ergebnis

Welche Warnstufen zeigt die Corona-Warn-App an und welche Kriterien nutzt sie zur Beurteilung?

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risikobegegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Wenn Ihnen in der App Warnhinweise angezeigt werden, dann bedeutet dies, dass Ihr Smartphone und das einer Person, die sich anschließend in der App als infiziert gemeldet hat, in den vergangenen 14 Tagen per Bluetooth Zufallscodes ausgetauscht haben. Die Bluetooth-Technik der App arbeitet mit vier Parametern, um Ihr individuelles Infektionsrisiko zu berechnen: die Dauer des Kontakts, der Abstand bei der Begegnung, die Zeit, die seit dem Aufeinandertreffen vergangen ist und die Infektiosität. Das Infektionsrisiko ist in der Corona-Warn-App dreistufig aufgebaut.

Die drei Warnstufen der Corona-Warn-App

Niedriges Risiko (grün)

  • Die Statusanzeige „niedriges Risiko“ zeigt an, dass die App keine Begegnung mit einer in der App verifizierten Corona-positiven Person identifiziert hat oder dass die relevanten Schwellenwerte beim Kontakt nicht überschritten wurden.
  • Zeigt die App ein „niedriges Risiko“ an und listet gleichzeitig Risikobegegnungen auf, bedeutet dies, dass die Nutzerin oder der Nutzer Kontakt mit einer Corona-positiven Person hatte, die Begegnung aber so kurz oder die Distanz so groß war, dass höchstwahrscheinlich kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden hat.
  • Was jetzt? Mit einem „niedrigen Risiko“ wird die App Sie über die allgemein geltenden Abstands-und Hygieneregelungen informieren. Halten Sie sich also weiterhin an die AHA+L+A-Formel.

Erhöhtes Risiko (rot)

  • Mit einem roten Hinweis werden Nutzerinnen und Nutzer darüber informiert, dass die Risiko-Überprüfung ein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben hat, da innerhalb der vergangenen 14 Tage Begegnungen mit mindestens einer Corona-positiv getesteten Person stattgefunden haben.
  • Was jetzt? Sie erhalten den Hinweis, sich – soweit möglich – zuhause zu isolieren und sich telefonisch an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder Ihr zuständiges Gesundheitsamt zu wenden.

Unbekanntes Risiko (grau)

  • War die Risiko-Ermittlung durch die Nutzerin oder den Nutzer nicht lange genug aktiviert, konnte zu diesem Zeitpunkt kein Infektionsrisiko berechnet werden. Die Person erhält die Statusanzeige „unbekanntes Risiko“.

Habe ich durch eine Warnmeldung in der App ein Recht auf einen Coronatest?

Wenn Ihre Corona-Warn-App Ihnen einen roten Hinweis anzeigt, haben Sie den Anspruch auf einen Coronatest. Ein grüner Warnhinweis reicht allerdings nicht aus, auch wenn Ihnen eine Risikobegegnung angezeigt werden sollte. Wenn Sie Symptome verspüren, wenden Sie sich bitte unabhängig von den Warnhinweisen der App telefonisch an Ihre behandelnde Ärztin, Ihren behandelnden Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder Ihr zuständiges Gesundheitsamt und bleiben Sie zuhause, während Sie auf Ihr Testergebnis warten.

Was ist das Kontakttagebuch der Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App verfügt neben den Warnhinweisen zu Risikobegegnungen über ein Kontakttagebuch. Nutzerinnen und Nutzer können über den Startbildschirm unter dem Button „Tagebuch führen“ den in der App integrierten Kalender nutzen, um zu dokumentieren, wann sie wen getroffen haben. Die Informationen werden für einen Zeitraum von 16 Tagen und ausschließlich auf dem Smartphone der Nutzerin oder des Nutzers gespeichert. Werden Sie innerhalb dieses Zeitraums positiv auf das Coronavirus getestet, dient das Kontakttagebuch als Erinnerungshilfe, um Menschen zu informieren, mit denen Sie sich in den vorangegangenen Tagen persönlich getroffen haben. Die Nutzung dieser Funktion ist - wie das Nutzen der App selbst -  freiwillig.

Wo kann ich die App herunterladen?

Die App ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich. 

Fragen und Antworten zur App finden Sie hier.

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