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Einfach erklärt
13:37 Uhr · 25. Mai 2020

Ein neuer Alltag

Deutschland stellt sich auf einen neuen Alltag ein. Dazu gehört es, Abstand zu wahren, Hygieneregeln zu beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken zu tragen.

Bild: Getty Images / freemixer

Die Coronavirus-Epidemie ist nicht vorbei. Einige Bestimmungen wurden gelockert, doch wichtige Verhaltensregeln bestimmen unseren Alltag weiter. Vor allem gilt die AHA-Formel: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen.

Durch die Coronavirus-Epidemie müssen wir uns an einen anderen Alltag gewöhnen. Einen Alltag, in dem wir mehr Rücksicht auf andere nehmen, damit weniger Menschen mit dem Virus infiziert werden. Ziel ist es, Menschenleben zu schützen und unser Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Mit den am von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen soll wieder mehr wirtschaftliches, soziales und kulturelles Leben möglich werden. Dennoch gilt es wachsam zu bleiben. Dort, wo das regionale Infektionsgeschehen bedenklich wird, werden wieder konsequentere Maßnahmen greifen. Zugleich gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen und die Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken. 

Beachten Sie die Regelungen in Ihrem Bundesland

Am 26. Mai haben Bund und Länder beschlossen, die verbindlichen Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni beizubehalten: Demnach ist die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten. Außerdem gilt grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen. Darüber hinaus ist in bestimmten öffentlichen Bereichen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen (näheres regeln die Länder). Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens können die Länder den Aufenthalt im öffentlichen Raum auf mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestatten. Zur Internetseite ihres Landes geht es hier

Notfallmechanismus bei regional starkem Infektionsgeschehen

Für den Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen in einer Region haben Bund und Länder einen „Notfallmechanismus“ beschlossen. Sollten in einer Stadt oder Gemeinde innerhalb von sieben Tagen insgesamt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten, werden dort weitere Maßnahmen getroffen. 

Beispiel: In der Stadt Kassel (200.000 Einwohner) würde der Notfallmechanismus aktiviert, wenn das dortige Gesundheitsamt innerhalb einer Woche 100 Neuinfektionen registrieren würde. (In den sieben Tagen vor dem 6. Mai gab es dort insgesamt 25 registrierte Neuinfektionen.)

Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einem Pflegeheim, könnte der Notfallmechanismus nur diese Einrichtung betreffen. Bei einem verteilten regionalen Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müssten dort allgemeine Beschränkungen, wie sie vor dem 20. April galten, wieder konsequent eingeführt werden. 

Im öffentlichen Raum: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken 

Wir alle können dazu beitragen, dass der Notfallmechanismus nicht eingesetzt werden muss, in dem wir uns selbst und andere vor einer Infektion schützen. Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die „AHA-Formel“ beachten: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

  • Abstand halten: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen halten.
  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen.
  • Alltagsmasken tragen: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Wer eine Maske trägt sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Erleichterungen für Kinder und Ältere

Bund und Länder haben vereinbart, dass Schulen noch vor den Sommerferien dafür sorgen sollen, dass alle Schüler und Schülerinnen vor Ort unterrichtet werden können. Allerdings gelten in den Schulen neue Hygieneregeln, was zu einer Umstrukturierung des Unterrichts, zu neuen Klassengrößen und Stundenplänen führt. Informieren Sie sich vor Ort, welche Regelungen für Sie bzw. Ihre Kinder gelten. Auch in Bezug auf Kindertagesstätten gibt es Unterschiede in den Bundesländern. 

Viele ältere Menschen in Pflegeheimen mussten über Wochen auf Besuch verzichten. Das ändert sich nun in allen Einrichtungen, in denen es keine aktiven Covid-19-Fälle gibt. Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen leben, dürfen nun wieder eine Kontaktperson empfangen, die auch regelmäßig wiederkehren kann. 

Mehr Freiheiten für Handel und Sport

Unter Hygiene- und Schutzauflagen dürfen Geschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. Die Beschränkung auf 800 Quadratmeter entfällt. Die Bundesländer entscheiden darüber, wann und unter welchen Auflagen gastronomische Betriebe und Hotels wieder öffnen können. Im Breiten- und Freizeitsport wird der Sport- und Trainingsbetrieb unter freiem Himmel wieder erlaubt. Sportliche und andere Großveranstaltungen (Volksfeste, Festivals etc.) mit Publikum sind weiterhin untersagt. Dieses Verbot gilt zunächst bis 31. August. 

Die Staatsministerin für Kultur und Medien sowie die Kultusminister und Kultusministerinnen der Länder sollen für Theater, Opern und Konzerthäuser sowie Kinos ein Konzept entwickeln. Museen dürfen in vielen Bundesländern wieder öffnen. Informieren Sie sich vor Ort, welche Regelungen diesbezüglich bei Ihnen gelten. 

Quellen: 

Neuregelungen von Bund und Ländern vom 26. Mai 2020  https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-massnahmen-1734724

Linkliste zu den Neuregelungen in den Bundesländern

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198