GebärdenspracheLeichte SpracheAudioinhalteDownloads

Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit
Schließen
empty
Einfach erklärt
13:37 Uhr · 25. Mai 2020

Ein neuer Alltag

Deutschland im neuen Alltag. Es gilt: Abstand wahren, Hygieneregeln beachten und – da, wo es eng wird – Alltagsmasken tragen. Wie wir mit der neuen Normalität umgehen.

Bild: Getty Images / freemixer

Die meisten von uns haben während der ersten Hälfte des Jahres 2020 viel Zeit zuhause verbracht. Der Umgang mit dem neuartigen Coronavirus war eine neue Herausforderung und die darauffolgenden Maßnahmen waren zuerst ungewohnt für alle. Doch wir sind im neuen Alltag angekommen. Auch wenn wir wieder mehr unternehmen und viele von uns sich wieder vermehrt mit Freunden und Verwandten treffen:  Die Coronavirus-Pandemie ist nicht vorbei. Viele Bestimmungen wurden zwar gelockert, doch wichtige Verhaltensregeln bestimmen unseren Alltag weiter. Vor allem gilt die AHA-Formel: Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da, wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen.

Und was bedeutet der Begriff „Neuer Alltag“ dabei genau? Konkret bedeutet er einen Alltag zu leben, in dem wir mehr Rücksicht auf andere nehmen, damit weniger Menschen mit dem Virus infiziert werden. Ziel ist es, Menschenleben zu schützen und unser Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Es bedeutet wachsam zu bleiben: Dort, wo das regionale Infektionsgeschehen bedenklich wird, werden wieder konsequentere Maßnahmen greifen. 

Freunde treffen im neuen Alltag

Wir sind dazu angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen wir Kontakt haben, gering und den Personenkreis möglichst konstant zu halten. Leider haben die letzten Wochen gezeigt, dass gerade Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis Infektionen verbreiten können. Bund und Länder beten daher alle Bürgerinnen und Bürger darum, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten notwendig und mit Blick auf das Infektionsgeschehen vertretbar sind. Außerdem gilt grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Darüber hinaus ist in bestimmten öffentlichen Bereichen eine Alltagsmaske zu tragen. Für zusätzliche Informationen beachten Sie die Regelungen Ihres Bundeslandes. Die Informationen finden Sie hier

Sportliche und andere Großveranstaltungen (Volksfeste, Festivals etc.) mit Publikum sind weiterhin untersagt. Dieses Verbot gilt zunächst bis zum 31. Dezember.

Erleichterungen für Kinder und Ältere

In den Schulen gelten neue Hygieneregeln, was zu einer Umstrukturierung des Unterrichts, zu neuen Klassengrößen und Stundenplänen führt. Informieren Sie sich vor Ort, welche Regelungen für Sie bzw. Ihre Kinder gelten. Auch in Bezug auf Kindertagesstätten gibt es Unterschiede in den Bundesländern. 

Gerade für viele ältere Menschen waren die strengen Kontaktbeschränkungen und Regelungen nicht leicht. In Pflegeheimen mussten viele über Wochen auf Besuch verzichten. Das hat sich geändert: Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen leben, dürfen wieder Besuch empfangen. Der Mindestabstand sowie das Tragen einer Alltagsmaske sind dabei grundsätzlich in den Einrichtungen vorgesehen. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst. 

Informieren Sie sich hier, was Sie beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland zu beachten haben.

Ausweisung von Risikogebieten: Notfallmechanismus bei regional starkem Infektionsgeschehen

Für den Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen in einer Region haben Bund und Länder einen „Notfallmechanismus“ beschlossen. Sollten in einer Stadt oder Gemeinde innerhalb von sieben Tagen insgesamt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten, werden dort weitere Maßnahmen getroffen. Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, z. B. in einem Pflegeheim, könnte der Notfallmechanismus nur diese Einrichtung betreffen. Bei einem verteilten regionalen Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müssten dort allgemeine Beschränkungen, wie sie noch vor dem 20. April galten, wieder konsequent eingeführt werden. Internationale Risikogebiete werden auf der Grundlage der Berichterstattung des Auswärtigen Amts sowie ggf. des Bundesministeriums für Gesundheit sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat eingestuft und bewertet. Eine Auflistung und weitere Informationen finden Sie z. B. auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Im öffentlichen Raum: AHA+A 

Wir alle können dazu beitragen, dass der Notfallmechanismus nicht eingesetzt werden muss, indem wir uns selbst und andere vor einer Infektion schützen. Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die AHA-Formel beachten:

  • Abstand halten: Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park. Wir halten 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen.
  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen.
  • Alltagsmasken tragen: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen einer Alltagsmaske im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Denken Sie auch an die Corona-Warn-App: Wir können alle dazu beitragen, dass sich weniger Menschen unbewusst anstecken, indem wir die App aktiv nutzen und Kontaktpersonen leichter identifiziert werden. So entlasten wir das Gesundheitssystem und kommen gesund und sicher durch den neuen Alltag.