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Einfach erklärt
13:35 Uhr · 25. Mai 2020

Freunde oder Oma treffen? Mit Abstand oder online.

Auch wenn einige Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie aktuell gelockert worden sind: Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin. Diese einzuhalten ist wichtig, damit die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder stark ansteigt.

Bild: Getty Images / wanderluster

Viele Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie sind gelockert worden. Andere Regeln gelten weiterhin. Diese einzuhalten ist wichtig, damit die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder stark ansteigt. 

Weil sich die meisten Menschen in Deutschland an die Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie gehalten haben, ist es gelungen, die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie konnte daher gelockert werden. Immer mehr Geschäfte öffnen unter Auflagen, in einigen Bundesländern stellen Restaurants ihre Tische nach draußen und für Schüler und Schülerinnen beginnt schrittweise wieder der Unterricht. Dennoch ist es wichtig, die weiterhin geltenden Verhaltensregeln zu beachten. Denn sonst kann sich die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus rasant beschleunigen, so dass die zwischenzeitlich erzielten Erfolge gefährdet sind. 

Welche allgemeinen Regeln noch gelten 

Am 26. Mai haben Bund und Länder beschlossen, die verbindlichen Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni beizubehalten: Demnach ist die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten. Außerdem gilt grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen. Darüber hinaus ist in bestimmten öffentlichen Bereichen eine Alltagsmaske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens können die Länder den Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestatten.  Welche Regelungen aktuell in Ihrem Bundesland gelten, können Sie hier nachlesen (für die Aktualisierung der Angaben sind die Länderbehörden zuständig): https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Wichtig ist es, die AHA-Formel weiterhin zu beachten:  Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

  • Abstand halten: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen halten.
  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen.
  • Alltagsmasken tragen: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen.

Wer eine Alltagsmaske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Zusammenkünfte im Familienkreis und mit Freunden

Gerade bei Gelegenheiten, bei denen sich viele Menschen nahekommen, ist das Virus in Deutschland und Europa schnell verbreitet worden: Après-Ski-Bars, Bierfeste, Karnevalssitzungen. Daher sind große öffentliche Veranstaltungen weiterhin untersagt. Das Verbot gilt vorerst bis zum 31. August. Aus demselben Grund startet die Fußball-Bundesliga ihren Spielbetrieb ohne Zuschauer und Zuschauerinnen. 

Natürlich kann sich das Virus auch bei privaten Feiern – egal ob Tanztee, Grillparty oder Spieleabend – verstärkt ausbreiten. Die Zeit für ausgelassene Partys ist leider noch nicht gekommen. Daher wurde die Regel erlassen, dass man sich unter Freunden zunächst nur im kleinen Kreis – mit einer anderen Familie oder allgemein: Personen eines anderen Hausstands – treffen darf. Verzichten Sie bei solchen Treffen auf engen Kontakt und halten Sie Abstand zu den Menschen, mit denen Sie nicht ohnehin zusammenwohnen. 

Oma und Opa sollten die Kinder auch weiterhin nicht hüten

In einer Situation, in der Kitas geschlossen sind und die Schulen noch entfernt vom Normalbetrieb sind, denken viele Eltern daran, die Kinder von den Großeltern beaufsichtigen zu lassen. Auch wer selbst keine Kinder betreuen muss, fragt sich, ob man Eltern, Großeltern oder generell ältere Menschen besuchen kann. Aber gerade ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gehören zur Risikogruppe, bei denen eine höhere Wahrscheinlichkeit auf einen schweren Verlauf von Covid-19 besteht. Daher wird von Familienbesuchen bei den Großeltern weiterhin abgeraten. Für die Kinderbetreuung sollten andere Wege gefunden werden. 

In Pflegeheimen mussten viele ältere Menschen über Wochen auf Besuch verzichten. Das ändert sich nun in allen Einrichtungen, in denen es keine aktiven Covid-19-Fälle gibt. Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen leben, dürfen nun wieder eine Kontaktperson empfangen, die auch regelmäßig wiederkehren kann. Beachten Sie aber unbedingt, dass Sie auch dann ein Überträger des Virus sein können, wenn Sie an sich keine Symptome bemerken und vermeiden Sie jedes Risiko einer Tröpfcheninfektion. 

Quellen

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-massnahmen-1734724