Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit

Schutzausrüstung

Insbesondere das Gesundheits- und Pflegepersonal sind von der Corona-Pandemie direkt betroffen. Welche Vorgehensweisen jetzt beachtet werden müssen, um sich selbst und Mitmenschen zu schützen, erfahren Sie hier.

Wie wird die Versorgung mit Schutzausrüstung sichergestellt?

Fehlende Schutzkleidung bedeutet für medizinisches Personal als auch für Patientinnen und Patienten ein höheres Infektionsrisiko. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) schafft zentral medizinische Schutzausrüstung an, die über die Länder und die Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt wird. Neben den Direktbeschaffungen von Schutzausrüstungsgegenständen durch das BMG wurden auch liefer- und produktionsintensivierende Maßnahmen mit Preis- und Abnahmegarantien ergriffen. Pflegeheime, Krankenhäuser, Arztpraxen sowie Länder sind aufgefordert, für weitere Schutzausrüstung zu sorgen. Diese wird über die gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet. Weitere Informationen zur Beschaffung von Schutzausrüstung finden Sie in der Chronik bisheriger Maßnahmen des BMG.

Um zukünftige Engpässe zu vermeiden, hat die Bundesregierung deshalb im Juni 2020 beschlossen, eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz (NRGS) aufzubauen. Im Rahmen der NRGS ist im Dezember 2020 die „Richtlinie für die Bundesförderung von Forschungs- und Technologievorhaben zur Produktion innovativer persönlicher Schutzausrüstung“ in Kraft getreten. Das Förderprogramm setzt Innovationsanreize entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion über die Logistik bis hin zu Reinigung und Recycling.

Stand: 25.05.2021

Welche Schutzmasken bieten Sicherheit in Gesundheits- und Pflegeberufen?

Im medizinischen Bereich kommen verschiedene Masken zum Einsatz: Der medizinische Mund-Nasen-Schutz (MNS; Operations-(OP-)Maske) dient dem Schutz anderer vor dem Kontakt mit infektiösen Tröpfchen. Filtrierende Halbmasken (zum Beispiel des Standards FFP2 oder FFP3) gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Rahmen des Arbeitsschutzes und schützen die oder den Maskentragenden vor allem vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Das FFP steht im Englischen für „Filtering Face Piece“. Im Deutschen spricht man auch von partikelfiltrierenden Halbmasken.

Ein selbst hergestellter, nichtmedizinischer „Mund-Nasen-Schutz“, der aus Stoffen oder anderen Materialien hergestellt wird, genügt nicht den Anforderungen für Schutzmasken im medizinischen Bereich. Daher wird eine solche selbst hergestellte Maske nicht als „Schutzmaske“, sondern ausschließlich als „Mund-Nasen-Schutz“ oder „Alltagsmaske“ bezeichnet. Ein nichtmedizinischer Mund-Nasen-Schutz darf nicht als Medizinprodukt angeboten oder beworben werden. Eine Übersicht über verschiedene Maskenarten finden Sie hier.

Auch wenn Sie eine Maske tragen, sollten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einhalten und auf regelmäßiges Händewaschen und richtiges Husten und Niesen achten.

Stand: 12.05.2021

Welche Desinfektionsmittel sind gegen das Coronavirus wirksam?

Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit zur Händedesinfektion sind solche mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt eine Liste mit geprüften und anerkannten Desinfektionsmitteln und -verfahren online bereit.

Stand: 28.04.2021

Wie entsorge ich Abfälle wie z.B. Einmalhandschuhe? Wo soll ich diese sammeln?

Mülleimer zur Entsorgung von Einmalartikeln sollten im Innenbereich von Räumen vor der Tür aufgestellt werden. Bitte befragen Sie dazu Ihre Vorgesetzte oder Ihren Vorgesetzten in der Einrichtung, in der Sie arbeiten. Es gibt Regelungen zum Tragen und zur Entsorgung von Schutzkleidung.

Hier stellt das Robert Koch-Institut weitere Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 zur Verfügung. 

Stand: 28.04.2021

Gibt es Informationen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, sowie Krankenhäuser und Kliniken für den ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstung?

Der Ad-hoc Arbeitskreis "COVID-19" des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) hat zu dieser Frage im Auftrag des BMAS ein Informationspapier erarbeitet. Dieses ist hier abrufbar.

Weiterhin wird empfohlen, sich bei konkreten Fragen und Problemen an die bei Ihnen zuständige Arbeitsschutzbehörde oder sich an Ihren Unfallversicherungsträger zu wenden. Eine Liste mit Kontaktdaten der Arbeitsschutzbehörden finden Sie hier.

Informieren Sie sich ebenfalls bei dem Robert Koch-Institut (RKI). Die Kontaktdaten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sind hier abrufbar.

Stand: 19.05.2021