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Einfach erklärt
13:42 Uhr · 4. Mai 2020

Gut versorgt mit Arzneimitteln

Apotheken leisten während der Coronavirus-Pandemie einen wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit. Wie Apotheken uns helfen und was Sie beim Besuch einer Apotheke beachten sollten.

Bild: Getty Images / Tom Werner

Wer auf Medikamente angewiesen ist, bekommt diese auch während der Coronavirus-Pandemie zuverlässig. Dazu muss man nicht mal in die Apotheke gehen. Der Botendienst der Apotheken wird derzeit besonders stark nachgefragt und liefert Arzneimittel kontaktfrei nach Hause. So können insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen das Risiko einer Infektion minimieren und unter Quarantäne stehende Menschen müssen sich nicht sorgen, jemanden anzustecken. Dabei sei das Ansteckungsrisiko auch in der Apotheke sehr gering, sagte Kerstin Kemmritz, Präsidentin der Berliner Apothekerkammer. „Die Apotheke ist eine der sichersten Stellen, wo Sie derzeit hingehen können.“ 

Mit der AHA-Formel gut geschützt

Schon immer hätten sich die Menschen, die in Apotheken arbeiten, berufsmäßig mit Hygiene beschäftigt. Jetzt in der Pandemie würden sie für besonders hohe Standards sorgen, sagte Kemmritz. Die meisten Apotheken hätten sehr schnell auf die Situation reagiert und für Desinfektionsmittel, Plexiglasscheiben, Masken und Handschuhe gesorgt. „Auch der Abstand ist gut geregelt, zumal wir in Apotheken sowieso Diskretionszonen haben. Die Menschen halten sich auch gut an die Beschilderungen und bleiben auf Distanz zueinander“, so die Apothekerin.  

Um sich und andere in der Apotheke bestmöglich zu schützen, ist es wichtig, dass sich die Menschen in der Apotheke an die AHA-Formel (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) halten. Das heißt:

  • Abstand halten: Achten Sie auf 1,5 Meter Mindestabstand zu Ihren Mitmenschen. 
  • Hygiene beachten: Befolgen Sie die Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen. 
  • Alltagsmasken tragen: Tragen Sie eine Alltagsmaske an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. 

Kein Mangel an Desinfektionsmitteln

Desinfektionsmittel gebe es mehr als genug, betont Kemmritz. Auch, weil die Politik den Apotheken erlaubt habe, Biozide selber herzustellen. „Das war eine große Erleichterung, da zu Beginn der Pandemie die Nachfrage nach Desinfektionsmittel sehr groß war.“ Bürokratische Hürden seien schnell aus dem Weg geräumt worden. Mittlerweile hätte sich die Nachfrage normalisiert. Auch weil die meisten Menschen mittlerweile wüssten, dass Desinfektionsmittel für zuhause nicht notwendig seien und gründliches Händewaschen ausreiche. 

Quellen: 

Interview mit Dr. Kerstin Kemmritz, Präsidentin der Berliner Apothekerkammer: 

https://www.facebook.com/bmg.bund/videos/2903231223096926/

Statement der Bundesregierung zur Arzneimittelversorgung: 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/arzneimittelversorgung-1744068