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Psychisch stabil bleiben
15:08 Uhr · 13. November 2020

Homeoffice während der Coronavirus-Pandemie: Tipps für den Alltag

Mit den steigenden Infektionszahlen gehen wieder mehr Menschen ins Homeoffice. Doch wie funktioniert mobiles Arbeiten von zu Hause während der Pandemie am besten? Zehn Tipps, um zuhause körperlich und psychisch stabil zu bleiben.

Zuhause einen Arbeitsplatz einrichten /
Bild: Shutterstock / Travelpixs

Die steigenden Infektionszahlen veranlassen wieder mehr Menschen dazu, im Homeoffice zu arbeiten. Auch Bund und Länder raten dazu, wann immer möglich, die Option des Homeoffice zu nutzen. So können das Infektionsrisiko stark reduziert und Risikogruppen geschützt werden. Denn trotz Alltagsmasken und Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie geteilten Büros ist es sinnvoll, so viele Kontakte wie möglich zu vermeiden, um das Risiko einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu minimieren.

Homeoffice: Gesetzliche Regelungen und Empfehlungen der Bundesregierung

Da kein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice besteht, zählt, was Sie mit Ihrem Arbeitgeber ausmachen. Weiterführende Informationen zu den aktuellen gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen der Bundesregierung finden Sie hier sowie hier

Viele Vorteile durch Remote Work

Das Homeoffice bedeutet für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neben der Verringerung des Infektionsrisikos ein Einsparen von langen Arbeitswegen, Anfahrtskosten und Ablenkungen durch den Trubel in so manchem Großraumbüro. Der Arbeitstag beginnt dadurch entspannter und am Ende des Tages bleibt mehr Freizeit übrig. Das kann die Produktivität steigern und Stress reduzieren. Neben vielen Vorteilen bringt mobiles Arbeiten von zu Hause aus aber auch einige Herausforderungen mit sich. 

Zehn Tipps für den Alltag im Homeoffice

Welche Methoden gibt es, um im Homeoffice körperlich und psychisch stabil zu bleiben?

1.      Die Arbeitsroutine beibehalten und jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufstehen. 

Das Beibehalten von regulärer Arbeitsroutine und Disziplin kann dabei helfen, Privates und Arbeit klarer zu trennen und den Alltag zuhause besser zu strukturieren. 

2.     Einen festen Arbeitsplatz einrichten, getrennt von Räumen, in denen Sie entspannen. 

Das Arbeiten auf der Couch klingt zunächst verlockend. Doch Orte wie dieser sind für die Entspannung und Freizeit gedacht. Richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz getrennt und geordnet ein, um zu signalisieren: Hier wird gearbeitet. Außerdem kann eine falsche Sitzposition zu Folgeschäden wie Rückenschmerzen führen.

3.     Pausen abwechslungsreich gestalten, z. B. mit Sportübungen. 

Der Weg zum Arbeitsplatz, zur Kaffeemaschine oder der kurze Spaziergang in der Mittagspause fallen zuhause weg. Schon wenige Sportübungen, zum Beispiel während der Pause, können die fehlende Bewegung ersetzen und stärken nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit. Regelmäßiges Stoßlüften bringt außerdem frische Luft in die Räumlichkeiten und schützt vor Müdigkeit.

Sehen Sie hierzu einige Fitness-Tipps für zuhause von Professor Ingo Froböse: https://www.youtube.com/watch?v=QCCtfbbCW2w

4.     Regelmäßig die Kolleginnen und Kollegen anrufen, um ein Gefühl von Isolation zu vermeiden.

Für viele Menschen ist das Fehlen der Kolleginnen und Kollegen eine der größten Hürden während  des Homeoffice. Machen Sie sich bewusst, dass es im Moment den meisten so geht und trauen Sie sich, andere regelmäßig zu kontaktieren. So vermeiden Sie nicht nur ein Gefühl der Isolation bei sich selbst, sondern auch bei anderen und beugen psychischer Überlastung vor. 

Mehr zum Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz während der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier.

5.     Den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten, um Rückenbeschwerden vorzubeugen. 

Nicht jeder hat zuhause die richtige Ausstattung. Es lohnt sich aber, den Arbeitsbereich – im besten Falle genauso wie im Büro - ergonomisch zu gestalten und zum Beispiel in den passenden Bürostuhl zu investieren. Kontaktieren Sie hierfür auch Ihren Arbeitgeber, der ggf. die Kosten übernimmt. 

6.     Sich digital mit den Kolleginnen und Kollegen zur Pause treffen. 

Bei den meisten ist die Pause mit den Kolleginnen und Kollegen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Nutzen Sie digitale Möglichkeiten wie etwa Videoanrufe, um die Mittagspause gemeinsam mit anderen zu verbringen. Das kann anfangs ungewohnt sein und ersetzt natürlich nicht den persönlichen Austausch. Trotzdem fühlt man sich weniger allein und verliert nicht den Anschluss zu den Kolleginnen und Kollegen.

7.     Arbeitskleidung tragen statt Jogginghose.

Die Verlockung während des Homeoffice ist groß: eine bequeme Jogginghose ist gemütlich und in der Videokonferenz fällt diese niemandem auf. Doch das Beibehalten der gewohnten Arbeitskleidung kann genauso hilfreich für das Aufrechterhalten der Arbeitsatmosphäre sein, wie etwa das Einrichten eines abgetrennten Arbeitsplatzes oder das Einhalten der gewohnten Arbeitszeit.  

8.     Störfaktoren wie z. B. den Fernseher aus dem Arbeitszimmer verbannen. 

Sofern Sie zuvor nicht in einem Großraumbüro tätig waren, sind Sie womöglich an eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre gewöhnt. Behalten Sie dies bei und entfernen Sie nach Möglichkeit alle Ablenkungen wie störende Geräte oder auffällige Dekoration aus Ihrem Arbeitsbereich. 

9.     Arbeitszeiten und Arbeitstage klar mit den Kolleginnen und Kollegen kommunizieren.  

Machen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass Sie in der Regel nur während eines festgelegten Zeitfensters tätig sind. Durch die fehlende räumliche Trennung von Büro und zuhause laufen Sie ansonsten Gefahr, ständig erreichbar zu sein und mehr zu arbeiten als normal. 

10.  Einen Zeitplan mit Zielen und Meilensteinen aufstellen. 

Beschreiben Sie Ihre Ziele genau und stellen Sie einen Zeitplan auf. Das hilft, die Arbeit einzuteilen und sich weder zu über- noch zu unterfordern. Zudem hilft es, Struktur in Ihre Arbeit und somit in Ihren Alltag zuhause zu bringen. 

Die Coronavirus-Pandemie ist kein Dauerzustand.

Die beschriebenen Methoden und Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Alltag und das Homeoffice so gut wie möglich zu gestalten. Sofern man kein Freund vom Homeoffice ist, hilft es, sich stets vor Augen zu halten, dass die derzeitige Situation kein Dauerzustand, sondern nur eine Phase ist. Nutzen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, und freuen Sie sich auf die Zeit, wenn Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen in Zukunft wieder persönlich treffen können.