Bundesministerium für Gesundheit

Ältere Menschen

Seniorinnen und Senioren sind durch Corona besonders gefährdet. Alles was Sie und ihre Angehörigen jetzt wissen müssen, können Sie hier nachlesen.

Wie kann ich persönliche Kontakte aufrechterhalten?

Eine gute Möglichkeit ist es, den Kontakt zu anderen und insbesondere zu den Angehörigen über regelmäßige (Video-)Telefonate oder das Internet aufrechtzuerhalten. Bei einem persönlichen Treffen mit Menschen, die zur Risikogruppe gehören oder nicht geimpft sind, sollten Sie sich besonders streng an die allgemein geltenden Maßnahmen halten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen, gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Auch der Ort des Treffens ist entscheidend: An der frischen Luft ist das Infektionsrisiko geringer als in geschlossenen Räumen. Falls Sie sich nicht draußen treffen können, öffnen Sie regelmäßig die Fenster und sorgen Sie für gute Luftzirkulation im Raum. Vermeiden Sie körperlichen Kontakt, zum Beispiel Händeschütteln und Umarmungen. Sollten Sie zum Zeitpunkt des persönlichen Treffens noch nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein, lassen Sie sich bitte testen. Weitere Informationen zu Corona-Tests finden Sie hier.

Stand: 08.11.2021

Dürfen Großeltern Besuch von ihren Enkeln oder Kindern empfangen?

Aufgrund des Infektionsgeschehens rufen Bund und Länder dazu auf, Personenkreise, mit denen Sie sich treffen, möglichst klein und konstant zu halten.

Achten Sie vor allem bei Treffen mit älteren Personen und Personen mit Vorerkrankungen verstärkt darauf, sich dabei besonders streng an die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen zu halten: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Ein Schnelltest vor Ihrem Besuch kann zusätzliche Sicherheit geben.

Alten- und Pflegeheime haben eigene Regelungen, wie Besuche vor Ort stattfinden können, wie etwa das Tragen einer FFP2/FFP3- oder KN95/N95-Maske. Zudem gilt in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe seit dem 23. August die 3G-Regel: Besucherinnen und Besucher müssen (negativ) getestet, vollständig geimpft oder genesen sein. Menschen, die also weder vollständig geimpft noch genesen sind, müssen einen negativen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorlegen. Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 35 können die Bundesländer die 3G-Regel auch ganz oder teilweise aussetzen.

Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 16 Jahren sollten eine medizinische Maske beim Besuch ihrer Großeltern tragen. Bitte erkundigen Sie sich daher im Voraus, was zu beachten ist. Bitte bedenken Sie jedoch, dass das Coronavirus für ältere Menschen eine besondere Gefahr darstellt und sie besonders geschützt werden müssen.   

Den besten Schutz im Kampf gegen die Pandemie bietet die Corona-Schutzimpfung. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie so sich und Ihre Liebsten. Nehmen Sie dafür vor allem auch die Zweitimpfung wahr. Nur so haben Sie einen vollständigen Impfschutzschutz. Zudem wird insbesondere hochbetagen und immunschwachen Personen eine Auffrischungsimpfung empfohlen, um den Impfschutz zu verbessern. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 04.11.2021

Weshalb gehöre ich ab einem Alter von 60 Jahren zur Risikogruppe?

Bei Personen im Alter von über 60 Jahren ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs größer. Bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem können Personen über 60 eher schwer erkranken (Immunseneszenz). Zudem können Symptome wie Fieber, die als Reaktion auf eine Infektion auftreten, bei älteren Personen schwächer auftreten oder fehlen, weswegen diese häufig auch später eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Stand: 08.11.2021

Wie kann ich mich als älterer Mensch besonders schützen?

Personen mit Vorerkrankungen und hohen Alters haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus und sollten sich deshalb besonders schützen. Die Corona-Schutzimpfung hilft dabei, sich und andere Personen zu schützen. Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs der COVID-19-Erkrankung kann durch eine Impfung drastisch reduziert werden. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Corona-Schutzimpfung für Risikogruppen. 

Darüber hinaus rufen Bund und Länder weiterhin dazu auf, bei persönlichen Treffen weiterhin auf die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen zu achten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten verstärkt darauf achten, nur eine geringe Zahl an Besucherinnen und Besuchern zu empfangen und sich möglichst mit denselben Personen zu treffen. Beschränken Sie die Besuchsdauer und planen Sie Ihre Treffen am besten an der frischen Luft – draußen ist das Infektionsrisiko geringer als in geschlossenen Räumen. Falls Sie sich nicht draußen treffen können, öffnen Sie regelmäßig die Fenster und sorgen Sie für gute Luftzirkulation im Raum. Vermeiden Sie engen körperlichen Kontakt, der das Risiko einer Tröpfcheninfektion mit sich bringt. Rufen Sie zunächst bei Arztpraxen oder Apotheken an, bevor Sie persönlich dort erscheinen und lassen Sie sich Medikamente oder Rezepte im Idealfall von Kontaktpersonen bringen. Nehmen Sie zudem Angebote zu Ihrer Unterstützung durch Freunde und Familie oder weitere Initiativen wahr.

Stand: 17.11.2021

 

Wie gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen?

Nicht bei jeder Person, die unter einer Vorerkrankung leidet, verläuft eine Erkrankung an COVID-19 schwer. Vorerkrankte haben aber ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf als Gesunde. Zu den Risikofaktoren gehören u. a. Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge und/oder der Leber sowie eine Zuckerkrankheit oder Krebs. Auch ein durch Medikamente (z. B. Cortison) herabgesetztes Immunsystem, starkes Übergewicht und eine durch Rauchen belastete Lunge sind Risikofaktoren. Verschiedene Risikofaktoren können sich zudem gegenseitig verstärken. Das heißt bspw., dass ältere Personen mit Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren ganz besonders darauf achten müssen, nicht an COVID-19 zu erkranken. Dagegen ist die Corona-Schutzimpfung das stärkste Mittel.

Mit der Beachtung der AHA-Formel aus Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen, kann jede und jeder zusätzlich einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Beim Verdacht einer Ansteckung oder Fragen zum eigenen Krankheitsbild sollten Sie Kontakt zu Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel COVID-19-Impfung für Risikogruppen: Warum der Impfschutz so wichtig ist.

Stand: 29.10.2021

Wo kann ich Hilfe erhalten? Z. B. bei alltäglichen Besorgungen?

Es haben sich einige nachbarschaftliche Initiativen gegründet, bei denen Sie als Hilfsbedürftige oder Hilfsbedürftiger Unterstützung erhalten können. Eine Übersicht von Initiativen finden Sie hier.

Stand: 26.10.2021

Wie kann ich mich trotz Corona fit halten?

Die konkreten Regeln für den Sport treffen die Bundesländer. Grundsätzlich gilt je nach Infektionsgeschehen die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen) oder die 2G-Regel (geimpft oder genesen) für den freien Zutritt zum Sport im Innenbereich.

Außerdem gibt es aktuell zahlreiche Online-Fitnessangebote für zuhause. Beispiele sind Gesund aktiv älter werden oder die Aktion Gemeinsam fit – TEAMGEIST für Menschen mit Demenz. Zu Letzterem finden Sie hier alle Übungen dieser Reihe sowie Anleitungen zum Ausdrucken. Dort finden Sie auch Bewegungsvideos, mit denen sich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen auch zuhause im Team fit halten können.

Stand: 22.11.2021

Wie bekomme ich Medikamente? Kann ich zur Apotheke gehen?

Ja. Apotheken haben hohe Hygiene- und Sicherheitstandards. Wenn Sie sich fit fühlen, spricht nichts gegen einen Besuch bei der Apotheke. Achten Sie auch in der Apotheke auf die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Alternativ können Sie auch zunächst in Ihrer Apotheke anrufen, wenn Sie Medikamente benötigen. Oft ist es möglich, Medikamente per Telefon oder im Internet zu bestellen. Diese können dann zu Ihnen nach Hause geliefert werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel "Sichere Gesundheitsversorgung in der Corona-Pandemie".

Stand: 10.11.2021

Wie kann ich Menschen mit Demenz helfen, die Pandemie zu überstehen?

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft informiert auf ihrer Website umfangreich über den Umgang mit Demenzerkrankten. Weitere Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Teamgeist für Menschen mit Demenz - Gemeinsam fit.

Stand: 10.11.2021

Wie kann ich meinen Angehörigen helfen, die in einem Heim leben? Wie kann ich aktuell Kontakt zu ihnen aufnehmen, damit sie nicht vereinsamen?

Der Mindestabstand sowie das Tragen einer Maske sind in Pflege- und Altenheimen grundsätzlich vorgesehen. Empfohlen werden sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2/FFP3 oder KN95/N95. Seit dem 18. November 2021 gilt bundesweit eine Testpflicht für Besuche in Krankenhäusern. Alle Besucherinnen und Besucher müssen demnach ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist, Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst.

Informieren Sie sich hier, was Sie beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland beachten müssen und erkundigen Sie sich bitte über die vor Ort geltenden Regelungen. Wenn Sie sich krank fühlen oder im Heim Ihrer Angehörigen derzeit kein Besuch gestattet ist, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, den Kontakt über regelmäßige (Video-)Telefonate oder das Internet aufrecht zu erhalten.

Stand: 22.11.2021

Welche Maske soll ich als vorerkrankte Person tragen?

Alltagsmasken erbringen nicht die in den technischen Normen definierten Leistungsnachweise, wie sie für medizinische Gesichtsmasken und partikelfiltrierende Halbmasken gefordert sind. Sie bieten also in der Regel weniger Schutz als diese regulierten und geprüften Maskentypen. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Schutzwirkung haben.

FFP2/FFP3-Masken senken die Gefahr für eine Ansteckung vergleichsweise deutlich, da sie auch dem Selbstschutz dienen. Durch ihre Filterleistung bieten sie einen wirksamen Schutz gegen Aerosole und können so das Infektionsrisiko minimieren. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Maskentypen und ihrer jeweiligen Schutzwirkung finden Sie hier.

Stand: 10.11.2021