Bundesministerium für Gesundheit

Ältere Menschen

Seniorinnen und Senioren sind durch Corona besonders gefährdet. Alles was Sie und ihre Angehörigen jetzt wissen müssen, können Sie hier nachlesen.

Wie kann ich persönliche Kontakte aufrechterhalten?

Eine gute Möglichkeit ist es, den Kontakt zu anderen und insbesondere zu den Angehörigen über regelmäßige (Video-)Telefonate oder das Internet aufrechtzuerhalten. Bei einem persönlichen Treffen mit Menschen, die zur Risikogruppe gehören oder nicht geimpft sind, sollten Sie sich besonders streng an die allgemein geltenden Maßnahmen halten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Auch der Ort des Treffens ist entscheidend: An der frischen Luft ist das Infektionsrisiko geringer als in geschlossenen Räumen. Falls Sie sich nicht draußen treffen können, öffnen Sie regelmäßig die Fenster und sorgen Sie für gute Luftzirkulation im Raum. Vermeiden Sie körperlichen Kontakt, zum Beispiel Händeschütteln und Umarmungen. Sollten Sie zum Zeitpunkt des persönlichen Treffens noch nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein, lassen Sie sich bitte testen. Weitere Informationen zu Corona-Tests finden Sie hier.

Stand: 10.01.2022

Dürfen Großeltern Besuch von ihren Enkelinnen und Enkeln oder Kindern empfangen?

Aufgrund des Infektionsgeschehens rufen Bund und Länder dazu auf, den Kreis der Personen, mit denen Sie sich treffen, möglichst klein und konstant zu halten.

Seit dem 21. Dezember 2021 gelten neue Kontaktbeschränkungen:

  • Für Ungeimpfte gilt ungeachtet der Inzidenz: Private und öffentliche Zusammenkünfte mit nicht geimpften bzw. nicht genesenen Personen sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 14 Jahres sind hiervon ausgenommen.
  • Geimpfte und Genesene dürfen sich seit dem 28. Dezember 2021 mit einer maximalen Anzahl von zehn Personen treffen. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind hiervon ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person an einem Treffen teilnimmt, gelten dieselben Kontaktbeschränkungsregeln wie für ungeimpfte Personen.

Achten Sie vor allem bei Treffen mit älteren Personen und Personen mit Vorerkrankungen verstärkt darauf, sich an die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen zu halten: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge sowie gründliches und regelmäßiges Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Ein Schnelltest vor Ihrem Besuch kann zusätzliche Sicherheit geben.

Alten- und Pflegeheime haben eigene Regelungen, wie Besuche vor Ort stattfinden können, wie etwa das Tragen einer FFP2/FFP3- oder KN95/N95-Maske. Seit dem 18. November 2021 müssen alle Personen, die Pflegeheime und Kliniken betreten, einen negativen Testnachweis (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) vorzeigen können. Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Personen, die geimpft oder genesen sind, erhalten den Test kostenfrei. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren sollten eine medizinische Maske beim Besuch ihrer Großeltern tragen. Bitte erkundigen Sie sich daher im Voraus, was zu beachten ist.

Den besten Schutz im Kampf gegen die Pandemie bietet die Corona-Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung derzeit allen Personen ab 12 Jahren. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie so sich und Ihre Liebsten. Nehmen Sie dafür vor allem auch die Zweitimpfung wahr. Nur so haben Sie einen vollständigen Impfschutz. Zudem wird allen Personen ab 18 Jahren und insbesondere Hochbetagten und immunschwachen Personen eine Auffrischungsimpfung empfohlen, um den Impfschutz zu verbessern. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 28.12.2021

Weshalb gehöre ich ab einem Alter von 60 Jahren zur Risikogruppe?

Bei Personen im Alter von über 60 Jahren ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs größer. Bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem können Personen über 60 eher schwer erkranken (Immunseneszenz). Zudem können Symptome wie Fieber, die als Reaktion auf eine Infektion auftreten, bei älteren Personen schwächer auftreten oder fehlen, weswegen diese häufig auch später eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Stand: 09.12.2021

Wie kann ich mich als älterer Mensch besonders schützen?

Personen mit Vorerkrankungen und hohen Alters haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus und sollten sich deshalb besonders schützen. Die Corona-Schutzimpfung hilft dabei, sich und andere Personen zu schützen. Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs der COVID-19-Erkrankung kann durch eine Impfung drastisch reduziert werden. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Corona-Schutzimpfung für Risikogruppen. Für einen anhaltenden Immunschutz ist auch die sogenannte Auffrischungsimpfung sehr wichtig. Mehr dazu erfahren Sie hier

Darüber hinaus rufen Bund und Länder weiterhin dazu auf, bei persönlichen Treffen weiterhin auf die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen zu achten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten verstärkt darauf achten, nur eine geringe Zahl an Besucherinnen und Besuchern zu empfangen und sich möglichst mit denselben Personen zu treffen. Beschränken Sie die Besuchsdauer und planen Sie Ihre Treffen am besten an der frischen Luft – draußen ist das Infektionsrisiko geringer als in geschlossenen Räumen. Falls Sie sich nicht draußen treffen können, öffnen Sie regelmäßig die Fenster und sorgen Sie für gute Luftzirkulation im Raum. Vermeiden Sie engen körperlichen Kontakt, der das Risiko einer Tröpfcheninfektion mit sich bringt. Rufen Sie zunächst bei Arztpraxen oder Apotheken an, bevor Sie persönlich dort erscheinen und lassen Sie sich Medikamente oder Rezepte im Idealfall von Kontaktpersonen bringen. Nehmen Sie zudem Angebote zu Ihrer Unterstützung durch Freunde und Familie oder weitere Initiativen wahr.

Stand: 20.12.2021

 

Wie gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen?

Nicht bei jeder Person, die unter einer Vorerkrankung leidet, verläuft eine Erkrankung an COVID-19 schwer. Vorerkrankte haben aber ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf als Gesunde. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge und/oder der Leber sowie eine Zuckerkrankheit oder Krebs. Auch ein durch Medikamente (zum Beispiel Cortison) herabgesetztes Immunsystem, starkes Übergewicht und eine durch Rauchen belastete Lunge sind Risikofaktoren. Verschiedene Risikofaktoren können sich zudem gegenseitig verstärken. Das heißt beispielsweise, dass ältere Personen mit Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren ganz besonders darauf achten müssen, nicht an COVID-19 zu erkranken. Dagegen ist die Corona-Schutzimpfung das stärkste Mittel.

Mit der Beachtung der AHA-Formel aus Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen, kann jede und jeder zusätzlich einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Beim Verdacht einer Ansteckung oder Fragen zum eigenen Krankheitsbild sollten Sie Kontakt zu Ihrer Hausärztin beziehungsweise Ihrem Hausarzt aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel COVID-19-Impfung für Risikogruppen: Warum der Impfschutz so wichtig ist.

Stand: 10.01.2022

Ich bin chronisch krank. Was muss ich beachten, wenn ich mich mit COVID-19 infiziere?

Chronisch Erkrankte sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass eine Infektion mit dem Coronavirus einen schweren Verlauf nimmt. Die Impfung wird deshalb für sie besonders empfohlen.

Wenn sich bei Ihnen erste Anzeichen einer Infektion zeigen, bleiben Sie bitte zunächst zuhause und vermeiden Sie weitere Kontakte. Rufen Sie Ihre Haus- oder Facharztpraxis an oder, falls diese nicht erreichbar ist, kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117.

Wenn Sie akut an Krebs erkrankt sind, sollte in der Regel die Behandlung (Operation, Chemo- oder Strahlentherapie) unter Schutzbedingungen in Absprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt fortgeführt werden. Bei Schwierigkeiten, einen Untersuchungs- oder Behandlungstermin zu bekommen, hilft Ihnen der Krebsinformationsdienst weiter. Sie erreichen die Stelle täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Sollten Sie auf eine Dialyse angewiesen sein, kontaktieren Sie bei Infektionsverdacht Ihr Dialysezentrum telefonisch und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Ist der Verdacht begründet, kümmert sich das Zentrum oder ein Krankenhaus darum, dass die Dialyse unter Schutzbedingungen durchgeführt werden kann.

Weitere Informationen können Sie auch den Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf des Robert Koch-Instituts (RKI) entnehmen. 

Stand: 03.01.2022

Wo kann ich Hilfe erhalten? Zum Beispiel bei alltäglichen Besorgungen?

Es haben sich einige nachbarschaftliche Initiativen gegründet, bei denen Sie als Hilfsbedürftige oder Hilfsbedürftiger Unterstützung erhalten können. Eine Übersicht von Initiativen finden Sie hier.

Stand: 21.12.2021

Wie kann ich mich trotz Corona fit halten?

Die konkreten Regeln für den Sport treffen die Bundesländer. Grundsätzlich gilt je nach Infektionsgeschehen die 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen), die 2G-Regel (geimpft oder genesen) oder die 2G-Plus-Regel (geimpft oder genesen plus tagesaktueller negativer Test) für den freien Zutritt zum Sport im Innenbereich.

Außerdem gibt es aktuell zahlreiche Online-Fitnessangebote für zuhause. Beispiele sind Gesund aktiv älter werden oder die Aktion Gemeinsam fit – TEAMGEIST für Menschen mit Demenz. Zu Letzterem finden Sie hier alle Übungen dieser Reihe sowie Anleitungen zum Ausdrucken. Dort finden Sie auch Bewegungsvideos, mit denen sich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen auch zuhause im Team fit halten können.

Stand: 07.01.2022

Wie bekomme ich Medikamente? Kann ich zur Apotheke gehen?

Ja. Apotheken haben hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards. Wenn Sie sich fit fühlen, spricht nichts gegen einen Besuch bei der Apotheke. Achten Sie auch in der Apotheke auf die allgemein geltenden Vorsichtsmaßnahmen, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Alternativ können Sie auch zunächst in Ihrer Apotheke anrufen, wenn Sie Medikamente benötigen. Oft ist es möglich, Medikamente per Telefon oder im Internet zu bestellen. Diese können dann zu Ihnen nach Hause geliefert werden.

Stand: 10.01.2022

Wie kann ich Menschen mit Demenz helfen, die Pandemie zu überstehen?

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft informiert auf ihrer Website umfangreich über den Umgang mit Demenzerkrankten. Weitere Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Teamgeist für Menschen mit Demenz - Gemeinsam fit.

Stand: 10.11.2021

Wie kann ich meinen Angehörigen helfen, die in einem Heim leben? Wie kann ich aktuell Kontakt zu ihnen aufnehmen, damit sie nicht vereinsamen?

Der Mindestabstand sowie das Tragen einer Maske sind in Pflege- und Altenheimen grundsätzlich vorgesehen. Empfohlen werden sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2/FFP3 oder KN95/N95. Seit dem 18. November 2021 gilt bundesweit eine Testpflicht für Besuche in Krankenhäusern. Alle Besucherinnen und Besucher müssen demnach ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst.

Informieren Sie sich hier, was Sie beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland beachten müssen und erkundigen Sie sich bitte über die vor Ort geltenden Regelungen. Wenn Sie sich krank fühlen oder im Heim Ihrer Angehörigen derzeit kein Besuch gestattet ist, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, den Kontakt über regelmäßige (Video-)Telefonate oder das Internet aufrecht zu erhalten.

Stand: 20.12.2021

Welche Maske soll ich als vorerkrankte Person tragen?

FFP2/FFP3-Masken senken die Gefahr für eine Ansteckung vergleichsweise deutlich, da sie auch dem Selbstschutz dienen. Durch ihre Filterleistung bieten sie einen wirksamen Schutz gegen Aerosole und können so das Infektionsrisiko minimieren. Für ältere und vorerkrankte Personen sind FFP2/FFP3-Masken daher besonders geeignet.

Alltagsmasken hingegen erbringen nicht die in den technischen Normen definierten Leistungsnachweise, wie sie für medizinische Gesichtsmasken und partikelfiltrierende Halbmasken gefordert sind. Sie bieten also in der Regel weniger Schutz als diese regulierten und geprüften Maskentypen. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Schutzwirkung haben.

Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Maskentypen und ihrer jeweiligen Schutzwirkung finden Sie hier.

Stand: 10.01.2022