Bundesministerium für Gesundheit

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Medizinische Versorgung und Gesundheit

Unsere allgemeine Gesundheit ist in Zeiten der Coronavirus-Pandemie wichtiger denn je. Was Sie zu Besuchen bei Ihren Ärztinnen oder Ärzten wissen müssen, wie Blutspenden zur Zeit abläuft und ob Rezepte auch per Post verschickt werden können - das und mehr haben wir für Sie zusammengestellt.

Wie erfolgt die medizinische Versorgung für Akutfälle, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben?

Die Versorgung von medizinischen Akut- und Notfällen ist in Deutschland trotz der Coronavirus-Pandemie uneingeschränkt möglich. Wenn Sie krank sind und diese Erkrankung wahrscheinlich nicht mit dem Coronavirus in Zusammenhang steht, rufen Sie wenn möglich vorher Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt an, bevor Sie die Praxis aufsuchen. Hat Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder deren Vertretung keine Sprechstunde, können Sie sich auch an die bundeseinheitliche Rufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 wenden. Im Notfall können Sie natürlich weiterhin eine Notfallambulanz aufsuchen oder über die Notrufnummer 112 einen Rettungsdienst rufen.

Stand: 22.10.2021

Was muss ich beim Besuch in der Arztpraxis beachten?

Arztbesuche sind auch während der Corona-Pandemie möglich. Wichtig ist: Wenn Sie Symptome aufweisen, melden Sie sich vor einem Arztbesuch unbedingt telefonisch in der Praxis. Hier erfahren Sie mehr dazu, welche Symptome auf eine Corona-Infektion hinweisen können. Viele Praxen haben getrennte Bereiche für Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten und für jene ohne Symptome eingerichtet. Beachten Sie bei einem Praxisbesuch bitte außerdem die Hygienemaßnahmen und denken Sie an die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten, und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Stand: 30.09.2021

Was ist eine Videosprechstunde und was sind die Vorteile gegenüber einer gewöhnlichen Sprechstunde?

Die Videosprechstunde ist die digitale Alternative zum gewöhnlichen Besuch einer Arztpraxis. Statt wie gewohnt im Behandlungszimmer, findet das Gespräch digital per Videotelefonie statt.

Ein Vorteil der Videosprechstunde während der Coronavirus-Pandemie ist, dass Patientinnen und Patienten dafür nicht das Haus verlassen müssen und so potenzielle Ansteckungsrisiken vermeiden. Insbesondere für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben, hat sich die Videosprechstunde bei alltäglichen Erkrankungen bewährt. Sie ist jedoch nicht in jedem Fall einer gewöhnlichen Sprechstunde vorzuziehen. In manchen Fällen ist der direkte Kontakt zur Ärztin oder zum Arzt unausweichlich.

Durch die Coronavirus-Pandemie erfreut sich die Videosprechstunde hoher Beliebtheit sowohl auf Seiten der Patientinnen und Patienten als auch bei Ärztinnen und Ärzten. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel So funktioniert die Videosprechstunde.

Stand: 24.09.2021

Kann es zu einer hohen Auslastung auf den Intensivstationen kommen, weil aktiv Kapazitäten abgebaut wurden?

Nein. In vielen Krankenhäusern können personalbedingt nicht alle verfügbaren Intensivbetten belegt werden. Ein Bett kann jedoch nur als frei gemeldet werden, wenn eine Klinik die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte hat, um eine Patientinnen oder einen Patienten darin zu versorgen. Deswegen sinken mancherorts die Kapazitäten auf Intensivstationen. Mehr Informationen zu Behandlungskapazitäten auf Intensivstationen in Deutschland finden Sie im DIVI-Intensivregister.

Stand: 24.09.2021

Wie können Operationen während der Pandemie stattfinden?

Im Falle einer hohen Auslastung der Intensivbetten durch COVID-19-Erkrankte, können einige Krankenhäuser den Regelbetrieb nicht einhalten.

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über Operationstermine und Vorschriften in Ihrem Krankenhaus und Bundesland. Krankenhäuser haben ihre Hygienemaßnahmen verstärkt und für die Behandlung und Pflege von COVID-19-Erkrankten ergänzende Maßnahmen im klinischen Bereich ausgebaut. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt auf seiner Website einen Überblick zur Verfügung.

Informationen zur derzeitigen Situation in den Krankenhäusern finden Sie bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), zur Situationen auf den Intensivstationen informiert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Stand: 13.09.2021

Ist die ambulante Versorgung Pflegebedürftiger noch möglich?

Ja, die ambulante Versorgung von Pflegebedürftigen ist weiterhin möglich. Einige Pflegedienste haben Infektionsschutzteams eingerichtet. Bereiche wie die Unfallhilfe, der Rettungsdienst oder der Hausnotruf sind auch im Notfall erreichbar.

Stand: 15.09.2021

Kann man Rezepte per Post verschicken? Braucht die Ärztin oder der Arzt zur Ausstellung eines Rezepts meine Gesundheitskarte?

Häufig können Rezepte per Post versandt werden, wenn die Patientin oder der Patient der Ärztin oder dem Arzt bekannt sind. Gegebenenfalls besteht auch die Option, das Rezept und die Medikamente von einem Boten ausliefern zu lassen.

Stand: 29.09.2021

Darf ich Krankenhauspatientinnen und -patienten besuchen?

Seit dem 23. August gilt bundesweit die 3G-Regel für Besuche in Krankenhäusern. Besucherinnen und Besucher müssen demnach nachweisen können, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Im Falle von hohen Infektionszahlen können verschärfte Besuchsregeln oder sogar Besuchsverbote eingeführt werden. In Landkreisen mit einem niedrigen Infektionsgeschehen kann die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt werden. Da sich die Regelungen je nach Bundesland und Krankenhaus unterscheiden können, informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch, welche Regelungen in Ihrem Krankenhaus gelten. Allgemein besteht eine besondere Gefahr für Krankenhauspatientinnen und -patienten, denn viele Krankheiten können sich durch das Coronavirus verschlimmern. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt aus diesem Grund, sich vor jedem Krankenhausbesuch die Frage zu stellen, ob der Besuch notwendig ist. Wenn Sie sich doch für einen Krankenhausbesuch entscheiden, achten Sie dringend auf die AHA-Formel, desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände, vermeiden Sie Körperkontakt zu den Krankenhauspatientinnen und -patienten und fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht.

Stand: 29.09.2021

Blutspenden

Weshalb sind Blutspenden auch während der Corona-Pandemie so wichtig?

Unser Gesundheitssystem ist auch während der Coronavirus-Pandemie unbedingt auf Blutspenden angewiesen. Denn ohne Blutspenden kann die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert werden. Es gibt keine künstliche Alternative zu Blutspenden.

Wenn Sie gesund und fit sind, können auch Sie mit einer Blutspende dazu beitragen, die Versorgung zu sichern. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stand: 05.10.2021

Wer kann aktuell Blut spenden?

Nach wie vor werden Blut- und Plasmaspenden dringend benötigt. Es besteht keine erhöhte Infektionsgefahr bei Spendeterminen. 

Grundsätzlich spenden dürfen gesunde Personen ab 18 Jahren ohne Krankheitssymptome jeglicher Art und ab einem Gewicht von 50 Kilogramm. Die Blutgruppe spielt hierbei keine Rolle. Regelmäßige Spenden sind bis zum 68. Lebensjahr möglich, das Höchstalter für die erste Spende beträgt 60 Jahre.

Personen, die Kontakt zu einem mit COVID-19 infizierten Menschen hatten, sollten vier Wochen kein Blut spenden. Bei Personen, die selbst mit dem Coronavirus infiziert waren, beträgt dieser Zeitraum acht Wochen.

Eine Impfung gegen COVID-19 steht einer Blut- oder Plasmaspende nicht im Weg. Weitere Informationen zum Blut- und Plasmaspenden finden Sie hier

Stand 22.10.2021

Finden aktuell Blutspendetermine statt?

Ja, es finden aktuell Blutspendetermine statt. Eine Übersicht über Blutspendeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie über die Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Personen, die bereit sind zu spenden, sollten sich bei den Spendediensten nach den aktuellen Spendeterminen und Voraussetzungen erkundigen. Bitte beachten Sie, dass es momentan kurzfristig zu Änderungen bei Terminen und Orten für die Blutspende kommen kann. Bitte prüfen Sie kurz vor Ihrem Blutspendetermin daher nochmals Angaben zu Ort und Zeit bei den für Blutspenden zuständigen Organisationen und bei den staatlich-kommunalen und universitären Blutspendediensten oder anderen Organisationen, die Sie über diese Informationsseite.

Stand: 19.08.2021

Ist ein Schutz vor Infektion gewährleistet?

Es ist weiterhin ein hoher Schutz für Blutspenderinnen und Blutspender, sowie Helferinnen und Helfer gewährleistet. Die Schutzmaßnahmen sind durch die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen geregelt. Es werden zusätzliche Hygienemaßnahmen angewendet, wie eine häufigere Desinfizierung von Kontaktflächen und Handschuhen oder ein häufigerer Wechsel der Handschuhe sowie ein vergrößerter Abstand zwischen den Spendeliegen.

Stand: 29.09.2021

Kann ich nach meiner Corona-Schutzimpfung Blut spenden?

Nach einer Corona-Schutzimpfung wird empfohlen, mindestens einen Tag zwischen der Impfung und der Blutspende vergehen zu lassen. Wie auch bei anderen Impfungen sind Impfreaktionen oder Nebenwirkungen möglich, sodass eine kurze Wartezeit sinnvoll ist. Bei Wohlbefinden können Sie dann am Folgetag der Impfung Blut spenden. Sie sollten einen Spendetermin nur wahrnehmen, wenn es Ihnen gut geht. Eine Rückstellung nach einer Corona-Schutzimpfung ist allerdings nicht vorgeschrieben. Weitere Informationen zu Blutspenden während der Coronavirus-Pandemie finden Sie im Artikel "Blutspenden werden dringend benötigt"

Stand: 11.08.2021

Werden Spenderinnen und Spender bzw. das gespendete Blut auf COVID-19 getestet?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Erreger durch Blut oder Blutprodukte übertragen werden kann. Daher werden Spenderinnen und Spender beziehungsweise das gespendete Blut nicht getestet.

Die Sicherheit von Blutspenden ist weiterhin sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Infektionserregern durch eine Bluttransfusion bleibt äußerst gering. Die zuständigen Aufsichtsbehörden beobachten und analysieren hierbei sehr genau. Weitere Informationen zur Sicherheit von Blutspenden finden Sie hier.

Allgemeine Informationen zur Blut- und Plasmaspende finden Sie hier.

Stand: 18.10.2021