Bundesministerium für Gesundheit

Medizinische Versorgung und Gesundheit

Unsere allgemeine Gesundheit ist in Zeiten der Coronavirus-Pandemie wichtiger denn je. Was Sie zu Besuchen bei Ihren Ärztinnen oder Ärzten wissen müssen, wie Blutspenden zur Zeit abläuft und ob Rezepte auch per Post verschickt werden können - das und mehr haben wir für Sie zusammengestellt.

Wie erfolgt die medizinische Versorgung für Akutfälle, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben?

Die Versorgung von medizinischen Akut- und Notfällen ist in Deutschland trotz der Coronavirus-Pandemie uneingeschränkt möglich. Wenn Sie krank sind und diese Erkrankung wahrscheinlich nicht mit dem Coronavirus in Zusammenhang steht, rufen Sie wenn möglich vorher Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt an, bevor Sie die Praxis aufsuchen. Hat Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder deren Vertretung keine Sprechstunde, können Sie sich auch an die bundeseinheitliche Rufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 wenden. Im Notfall können Sie natürlich weiterhin eine Notfallambulanz aufsuchen oder über die Notrufnummer 112 einen Rettungsdienst rufen.

Stand: 22.12.2021

Was muss ich beim Besuch in der Arztpraxis beachten?

Arztbesuche sind auch während der Corona-Pandemie möglich. Wichtig ist: Wenn Sie Symptome aufweisen, melden Sie sich vor einem Arztbesuch unbedingt telefonisch in der Praxis. Hier erfahren Sie mehr dazu, welche Symptome auf eine COVID-19-Erkrankung hinweisen können. Viele Praxen haben getrennte Bereiche für Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten und für jene ohne Symptome eingerichtet. Beachten Sie bei einem Praxisbesuch bitte außerdem die Hygienemaßnahmen und denken Sie an die AHA-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten, und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch sowie gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Stand: 10.01.2022

Was ist eine Videosprechstunde und was sind die Vorteile gegenüber einer gewöhnlichen Sprechstunde?

Die Videosprechstunde ist die digitale Alternative zum gewöhnlichen Besuch einer Arztpraxis. Statt wie gewohnt im Behandlungszimmer, findet das Gespräch digital per Videotelefonie statt.

Ein Vorteil der Videosprechstunde während der Coronavirus-Pandemie ist, dass Patientinnen und Patienten dafür nicht das Haus verlassen müssen und so potenzielle Ansteckungsrisiken vermeiden. Insbesondere für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben, hat sich die Videosprechstunde bei alltäglichen Erkrankungen bewährt. Sie ist jedoch nicht in jedem Fall einer gewöhnlichen Sprechstunde vorzuziehen. In manchen Fällen, beispielsweise im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung, ist der persönliche Kontakt jedoch unausweichlich.

Für die Videosprechstunde wird keine besondere Technik benötigt. Allerdings müssen Sie Zugang zu einem Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone mit Kamera und Mikrofon haben. Zusätzlich benötigen Sie eine Internetverbindung. Die Videosprechstunde wird über einen zertifizierten Videoanbieter durchgeführt, sodass alle datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt werden.

Durch die Coronavirus-Pandemie erfreut sich die Videosprechstunde hoher Beliebtheit, sowohl auf Seiten der Patientinnen und Patienten als auch bei Ärztinnen und Ärzten. Weitere Informationen zur Videosprechstunde finden Sie auf diesem Informationsblatt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Stand: 09.12.2021

Kann es zu einer hohen Auslastung auf den Intensivstationen kommen, weil aktiv Kapazitäten abgebaut wurden?

Nein. In vielen Krankenhäusern können personalbedingt nicht alle verfügbaren Intensivbetten belegt werden. Ein Bett kann jedoch nur als frei gemeldet werden, wenn eine Klinik die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte hat, um eine Patientinnen oder einen Patienten darin zu versorgen. Deswegen sinken mancherorts die Kapazitäten auf Intensivstationen. Mehr Informationen zu Behandlungskapazitäten auf Intensivstationen in Deutschland finden Sie im DIVI-Intensivregister.

Stand: 07.01.2022

Wie können Operationen während der Pandemie stattfinden?

Im Falle einer hohen Auslastung der Intensivbetten durch COVID-19-Erkrankte, können einige Krankenhäuser den Regelbetrieb nicht einhalten.

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über Operationstermine und Vorschriften in Ihrem Krankenhaus und Bundesland. Krankenhäuser haben ihre Hygienemaßnahmen verstärkt und für die Behandlung und Pflege von COVID-19-Erkrankten ergänzende Maßnahmen im klinischen Bereich ausgebaut. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt auf seiner Website einen Überblick zur Verfügung.

Informationen zur derzeitigen Situation in den Krankenhäusern finden Sie bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), zur Situationen auf den Intensivstationen informiert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Stand: 10.01.2022

Was ist ein E-Rezept?

Beim E-Rezept handelt es sich um ein digitales Rezept, das Schritt für Schritt ab Januar 2022 eingeführt werden soll. Es dient dazu, die Behandlung mit Arzneimitteln sicherer zu gestalten, Abläufe in Apotheken und Arztpraxen zu erleichtern und Arztbesuche in Zeiten der Corona-Pandemie zu vereinfachen, da das E-Rezept auch im Rahmen einer Videosprechstunde ausgestellt werden kann.

Das E-Rezept ermöglicht viele neue digitale Anwendungen: von der Medikationserinnerung bis hin zum Medikationsplan mit eingebautem Wechselwirkungscheck. So kann überprüft werden, ob alle Arzneimittel untereinander verträglich sind. Mehr Informationen zum E-Rezept finden Sie hier.

Stand: 30.12.2021

Ist die ambulante Versorgung Pflegebedürftiger noch möglich?

Ja, die ambulante Versorgung von Pflegebedürftigen ist weiterhin möglich. Einige Pflegedienste haben Infektionsschutzteams eingerichtet. Bereiche wie die Unfallhilfe, der Rettungsdienst oder der Hausnotruf sind auch im Notfall erreichbar.

Stand: 23.12.2021

Kann man Rezepte per Post verschicken? Braucht die Ärztin oder der Arzt zur Ausstellung eines Rezepts meine Gesundheitskarte?

Häufig können Rezepte per Post versandt werden, wenn die Patientin oder der Patient der Ärztin oder dem Arzt bekannt sind. Gegebenenfalls besteht auch die Option, das Rezept und die Medikamente von einem Boten ausliefern zu lassen.

Stand: 08.12.2021

Darf ich Krankenhauspatientinnen und -patienten besuchen?

Aktuell gilt bundesweit eine Testpflicht für Besuche in Krankenhäusern. Alle Besucherinnen und Besucher müssen demnach ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist, Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Im Falle von hohen Infektionszahlen können verschärfte Besuchsregeln oder sogar Besuchsverbote eingeführt werden. Informieren Sie sich bitte zusätzlich vor Ihrem Besuch, welche Regelungen in Ihrem Krankenhaus gelten. Allgemein besteht eine besondere Gefahr für Krankenhauspatientinnen und -patienten, denn viele Krankheiten können sich durch eine Infektion mit dem Coronavirus und einer eventuell daraus folgenden Erkrankung an COVID-19 verschlimmern. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt aus diesem Grund, sich vor jedem Krankenhausbesuch die Frage zu stellen, ob der Besuch notwendig ist. Wenn Sie sich doch für einen Krankenhausbesuch entscheiden, achten Sie dringend auf die AHA-Formel, desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände, vermeiden Sie Körperkontakt zu den Krankenhauspatientinnen und -patienten und fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht.

Stand: 10.01.2022