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Schwangerschaft und Geburt

Schwangere und Neugeborene gehören in Bezug auf COVID-19 nicht zur besonders gefährdeten Risikogruppe. Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch geboten.

Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr während der Schwangerschaft?

Schwangere haben nach bisherigen Erkenntnissen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, im Vergleich zu Nicht-Schwangeren allerdings häufiger einen schweren Infektionsverlauf. Zu den Risikofaktoren für einen schwereren COVID-19-Verlauf zählen ein höheres mütterliches Alter, starkes Übergewicht, Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes. Schwangere sollten sich daher besonders stark an die Verhaltensregeln halten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Weitere Informationen und Wissenswertes für Schwangere in der Corona-Pandemie, zum Beispiel zur COVID-19-Impfung, finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 20.09.2021 

Können sich Säuglinge oder Kinder im Mutterleib mit dem Coronavirus infizieren?

Eine Übertragung von der Mutter auf ihr Neugeborenes, auch bereits im Mutterleib, kann nicht ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen zeigen die Kinder, deren Mütter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Hinweise auf durch das Virus ausgelöste Fehlgeburten gibt es bislang nicht. Werdende Mütter sollten sich jedoch vor einer Infektion so gut wie möglich schützen und die Verhaltensregeln beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, gründliches Händewaschen) und – da wo es eng wird – im Alltag eine Maske tragen. Seit dem 17. September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) darüber hinaus die Corona-Schutzimpfung generell auch für Schwangere und Stillende (mehr dazu hier). 

Ist eine Mutter infiziert, ist jedoch eine Übertragung auf das Neugeborene über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Einen Artikel mit weiteren Informationen zu Schwangerschaft und dem Coronavirus finden Sie hier.

Stand: 21.09.2021

Sollten sich Schwangere gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung generell für Schwangere und Stillende. Nach einer systemischen Aufarbeitung neu verfügbarer Daten zum Risiko von schweren COVID-19-Verläufen in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit der Impfung bei Schwangeren und Stillenden, bewertete die STIKO die COVID-19-Impfung für Schwangere und Stillende als sicher und wirksam. Noch ungeimpften Schwangeren wird die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) beziehungsweise vier bis sechs Wochen (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt werden.

Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel

Stand: 20.09.2021

Muss ich alleine in den Kreißsaal?

Trotz aktueller Zugangsbeschränkungen in den Krankenhäusern dürfen werdende Mütter in der Regel eine Begleitperson mit in den Kreißsaal nehmen. Auch in den ersten Stunden nach der Geburt darf eine Begleitperson bei der Mutter bleiben. Auf der Wöchnerinnenstation sind Besucherinnen und Besucher in den meisten Krankenhäusern im eingeschränkten Rahmen erlaubt. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der 3G-Regel. Je nach Region können die Bestimmungen jedoch unterschiedlich sein, bitte beachten Sie die Regelungen an Ihrem Ort.

Stand: 24.09.2021

Welche Unterstützung erhalte ich als Schwangere oder junge Mutter während der Coronavirus-Pandemie?

Das kosten- und barrierefreie Hilfetelefon "Schwangere in Not" unter der Nummer 0800 40 40 020 ist eine erste Anlaufstelle für Frauen, die über qualifizierte Beraterinnen und Berater Hilfe in örtlichen Schwangerschaftsberatungsstellen suchen. Dort werden auch fremdsprachige Beratungen angeboten. Informationen über finanzielle Unterstützungen und Mutterschaftsleistungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Stand: 09.09.2021