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Bundesministerium für Gesundheit

Schwangerschaft und Geburt

Schwangere und Neugeborene gehören in Bezug auf COVID-19 nicht zur besonders gefährdeten Risikogruppe. Vorsichtsmaßnahmen sind dennoch geboten.

Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr während der Schwangerschaft?

Schwangere haben nach bisherigen Erkenntnissen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, im Vergleich zu Nicht-Schwangeren allerdings häufiger einen schweren Infektionsverlauf. Bestehende Komorbiditäten (das heißt, eine Grunderkrankung geht mit weiteren Krankheiten einher) sowie höheres mütterliches Alter sind Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Schwangeren. Schwangere sollten sich daher besonders stark an die Verhaltensregeln halten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. 

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Schwangerschaft: Wie kann ich mein Baby und mich vor einer Coronavirus-Infektion schützen?

Stand: 24.06.2021 

Können sich Säuglinge oder Kinder im Mutterleib mit dem Coronavirus infizieren?

Eine Übertragung von der Mutter auf ihr Neugeborenes, auch bereits im Mutterleib, kann nicht ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen zeigen die Kinder, deren Mütter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Hinweise auf durch das Virus ausgelöste Fehlgeburten gibt es bislang nicht. Werdende Mütter sollten sich jedoch vor einer Infektion so gut wie möglich schützen und die Verhaltensregeln beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, gründliches Händewaschen) und – da wo es eng wird – im Alltag eine Maske tragen. Ist eine Mutter infiziert, ist jedoch eine Übertragung auf das Neugeborene über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Einen Artikel mit weiteren Informationen zu Schwangerschaft und dem Coronavirus finden Sie hier.

Stand: 25.05.2021

Muss ich alleine in den Kreißsaal?

Trotz aktueller Zugangsbeschränkungen in den Krankenhäusern dürfen werdende Mütter in der Regel eine Begleitperson mit in den Kreißsaal nehmen. Auch in den ersten Stunden nach der Geburt darf eine Begleitperson bei der Mutter bleiben. Auf der Wöchnerinnenstation sind Besucherinnen und Besucher meist nicht erlaubt. Je nach Region können die Bestimmungen jedoch unterschiedlich sein, bitte beachten Sie die Regelungen an Ihrem Ort.

Stand: 28.05.2021

Welche Unterstützung erhalte ich als Schwangere oder junge Mutter während der Coronavirus-Pandemie?

Das kosten- und barrierefreie Hilfetelefon "Schwangere in Not" unter der Nummer 0800 40 40 020 ist eine erste Anlaufstelle für Frauen, die über qualifizierte Beraterinnen und Berater Hilfe in örtlichen Schwangerschaftsberatungsstellen suchen. Dort werden auch fremdsprachige Beratungen angeboten. Informationen über finanzielle Unterstützungen und Mutterschaftsleistungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Stand: 15.07.2021