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Bundesministerium für Gesundheit
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14:52 Uhr · 21. Januar 2021

Masken: Mund-Nasen-Schutz ist bei der Eindämmung der Pandemie hilfreich

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann zu einer geringeren Verbreitung des Coronavirus beitragen. Wer eine Alltagsmaske trägt, schützt andere, kann sich aber trotzdem mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. Noch besser ist das Tragen einer medizinischen Maske. 

Eine Alltagsmaske schützt Sie und andere /
Bild: Getty Images / Rike_

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie sehen wir in ganz Deutschland Menschen, die eine Maske tragen. Hier erklären wir, warum das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Alltagsmaske) oder sogar einer medizinischen Maske in bestimmten Regionen und Situationen Pflicht ist und was man noch tun sollte, um sich und andere zu schützen.

Profi-Schutzmasken schützen nicht nur medizinisches Personal und Risikogruppen 

 Professionelle Schutzmasken, wie OP-Masken oder filtrierende Halbmasken (FFP-Masken), waren zunächst vor allem für medizinisches Personal und Risikogruppen vorgesehen (alle Informationen zu FFP2-Masken für Risikopatientinnen und -patienten finden Sie hier). Inzwischen wird das Tragen einer medizinischen Maske auch der breiten Bevölkerung empfohlen und ist in Situationen wie in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln auch verpflichtend.

Die Begriffe „Mund-Nasen-Schutz“ oder „Alltagsmaske“ bezeichnen einen einfachen, oft selbst genähten Basisschutz aus Stoff. Bastelanleitungen dafür gibt es im Internet. Allein durch einen Mund-Nasen-Schutz kann man sich jedoch nicht vor einer Infektion schützen. Auch wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, sollte unbedingt die Verhaltensregeln  – den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen, eine gute Händehygiene und das Husten und Niesen in die Armbeuge – beachten. Jedoch ist klar: Ein Mund-Nasen-Schutz kann dazu beitragen, dass sich das Virus weniger schnell ausbreitet. Um das zu verstehen, ist es sinnvoll, sich die Übertragungswege des neuartigen Coronavirus zu verdeutlichen.  

Ein Mund-Nasen-Schutz trägt dazu bei, dass sich Viren nicht so stark verbreiten

 Nach bisherigem Erkenntnisstand des Robert Koch-Instituts ist der Hauptübertragungsweg des neuartigen Coronavirus die Tröpfcheninfektion. Das bedeutet: Beim Husten oder Niesen geben Infizierte feine Tröpfchen an die Umwelt ab, die Virenpartikel in sich tragen. Geraten diese über die Luft an Schleimhäute eines anderen Menschen, kann dieser sich infizieren. Trägt ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch einen Mund-Nasen-Schutz, wird ein Teil der Tröpfchen zurückgehalten und kann sich daher nicht so stark verbreiten wie ohne Schutz. 

Die Maske ist Pflicht

Da man das Virus in sich tragen kann, ohne es zu wissen, ist es wichtig, eine Maske zu tragen, selbst wenn man nicht positiv auf das Virus getestet wurde. Das gilt vor allem in Situationen, in denen man anderen Menschen unbeabsichtigt näherkommen kann, als es die Abstandsregeln vorgeben – wie etwa beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer daher Vorschriften für das Tragen einer medizinischen Maske erlassen. Die Tragepflicht gilt u. a. im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf. Darüber hinaus gelten regional weitere Regelungen. Bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Vorschriften an Ihrem Ort. Für Verstöße gegen die Maskenpflicht haben die Länder (mit Ausnahme Sachsen-Anhalts) am 27. August ein bundesweites Mindestregelbußgeld in Höhe von 50 Euro festgelegt.

Eine Maske erinnert daran, sich nicht ins Gesicht zu fassen

 Ein weiterer möglicher Übertragungsweg des neuartigen Coronavirus ist die Schmierinfektion. Das Virus gelangt beispielsweise von einem Infizierten auf eine Türklinke und von da an die Hand eines Menschen, der noch nicht infiziert ist. Fasst sich der oder die Betroffene mit der Hand unbewusst an Mund oder Nase, kann das Virus über die Schleimhäute aufgenommen werden. Auch in diesem Fall könnte eine Maske die Wahrscheinlichkeit einer Infektion verringern – dadurch, dass er Trägerin oder Träger daran erinnert, sich nicht mit der Hand ins Gesicht zu fassen.

Ein falsches Gefühl von Sicherheit ist trügerisch 

 FFP2-Masken müssen mindestens 94 % der Aerosole filtern und bieten damit auch der Person, die die Maske trägt, einen Schutz vor Infektion über Tröpfchen und Aerosole.

Alltagsmasken können aber weder Tröpfchen- noch Schmierinfektion verhindern. Dafür sind die nur 120 bis 160 Nanometer großen Virenpartikel zu klein bzw. die Stoffmaschen zu groß. Als Risiko des Mund-Nasen-Schutzes sehen einige Expertinnen und Experten zudem, dass er Menschen ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt. Wenn der Stoff vor dem Gesicht dazu verleitet, Abstands- und andere Verhaltensregeln nicht mehr zu beachten, wäre das kontraproduktiv. 

Die korrekte Handhabung für den besten Schutz gegen Corona

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt Hinweise für den sicheren Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz bzw. Alltagsmasken. Ein Mund-Nasen-Schutz sollte aus möglichst fest gewebtem Stoff gefertigt werden. Beim Umgang damit sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten. Das heißt, vor dem An- und nach dem Ablegen sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen, um eine etwaige Kontamination zu unterbinden.

Der Mund-Nasen-Schutz soll Mund und Nase komplett abdecken und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Ein durch Benutzung durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz sollte umgehend abgenommen und möglichst ausgetauscht werden. Generell sollte er nach dem Tragen möglichst sofort gewaschen oder bis dahin luftdicht verwahrt werden. Idealerweise wäscht man den Mund-Nasen-Schutz bei 95 Grad oder mindestens 60 Grad.

Weitere Tipps zur richtigen Handhabung von Alltagsmasken in der Übersicht:

  • Auf richtigen Sitz achten: Fixieren Sie die Nasenbügel und passen Sie diese an Ihrer Nase an. So sitzt die Alltagsmaske dicht am Gesicht und Brillenträger vermeiden so, dass die Gläser beschlagen. Achten Sie als Brillenträger zusätzlich darauf, dass Sie die Brille erst aufsetzen, wenn der Mund-Nasen-Schutz richtig sitzt. So vermeiden Sie, dass Sie die Alltagsmaske über eine Brille ziehen und damit den Schutz gefährden, beispielsweise wenn Sie die Brille absetzen wollen.
  • Mund und Nase vollständig bedecken: Der Mund-Nasen-Schutz sollte nicht nur den Mund, sondern auch die Nase bedecken. Anderenfalls ist der Schutz nicht gewährleistet, da eine ungefilterte Atmung durch die Nase stattfindet. Entfalten Sie die Alltagsmaske vollständig, damit sie auch am Kinn dicht anliegen kann. Achten Sie darauf, dass Sie den Mund-Nasen-Schutz nur richtig herum aufsetzen.
  • Berührung vermeiden: Vermeiden Sie, die Position Ihrer Alltagsmaske mit Ihren Händen nachträglich zu korrigieren, da sich Viren auf der äußeren Seite des Stoffes ansammeln könnten und durch die Berührung auf die Hände gelangen könnten. Gleiches gilt für das Tragen um den Hals: Vermeiden Sie den Kontakt der Alltagsmaske mit Kleidung und anderen Körperteilen als Ihrem Gesicht.
  • Bänder korrekt anlegen: Sie sollten die Haltebänder der Alltagsmaske von Anfang an korrekt angelegen. Achten Sie also rechtzeitig auf mögliche Verdrehungen der Bänder oder Überschneidungen mit Ihrem Ohr. So vermeiden Sie, dass Sie sich an den Kopf oder ins Gesicht fassen.

Ausführliche Handhabungstipps für einen Mund-Nasen-Schutz und für professionelle Schutzmasken finden Sie hier: 

www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Informationen zu den Übertragungswegen des neuartigen Coronavirus beschreibt das Robert Koch-Institut:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Weitere Informationen finden Sie in unseren Videos:

Alltagsmasken für Kinder erklärt

Dr. Zinn erklärt: Die korrekte Verwendung von Alltagsmasken

Prof. Dr. Broich erklärt: Masken zum Schutz vor dem Coronavirus

Richtiger Umgang mit Alltagsmasken

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