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14:44 Uhr · 19. Mai 2020

Mit Existenzsorgen zurechtkommen

Auch wenn es finanzielle Hilfsmaßnahmen des Staates gibt, haben viele Menschen Sorgen um ihre Existenz. Was kann dabei helfen, in dieser Situation Zuversicht zu behalten?

Bild: Getty Images / Jose Luis Pelaez Inc

Die Einschränkungen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Auch wenn es finanzielle Hilfsmaßnahmen des Staates gibt, haben viele Menschen Sorgen um ihre Existenz. Einzelhändler, kleine Gewerbebetriebe, Gastronomen, Solo-Selbständige, Start-ups, Künstler, Schausteller, Freiberufler, Vereine: Nicht wenige befürchten eine Insolvenz, wenn die Rücklagen aufgebraucht sind. Auch ist eine hohe Zahl von Angestellten in Kurzarbeit, denn viele Unternehmen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. 

Mit dem Wegfall der Einkünfte sind häufig erhebliche Sorgen verbunden, insbesondere wenn laufende Kosten wie beispielsweise die Miete nicht mehr bezahlt werden können. Was kann dabei helfen, in dieser Situation Zuversicht zu behalten? 

Informieren Sie sich, welche Unterstützungsmöglichkeiten es derzeit gibt: 

Informationen zu Soforthilfen und zur wirtschaftlichen Situation finden Sie auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Bundesregierung stellt eine Reihe weiterer Informationen zur Verfügung: Für Unternehmen und Selbständige im Kontext der Coronavirus-Epidemie, ebenso für Arbeitnehmer.

Denken Sie Ihre Sorgen „zu Ende“: Dies mag seltsam klingen, aber häufig denken wir unsere Sorgen und die damit verbundenen Szenarien nicht „zu Ende“. Grund ist, dass wir annehmen, dadurch noch mehr unter Angst und Stress zu geraten. Zumeist ist es aber hilfreich, herauszufinden, was genau wir befürchten. Vielleicht können Sie mit einem nahestehenden Menschen über das schlimmste Szenario sprechen, über das Sie sich sorgen. Sie können gemeinsam überlegen, was Sie ganz konkret tun würden, wenn dieser Fall eintritt. Welche Stärken und Ressourcen können Sie zur Bewältigung mobilisieren und nutzen? Einige Bedenken können Sie so besser einschätzen und möglicherweise entkräften. 

Sprechen Sie mit vertrauten Menschen: Anderen die eigenen Sorgen mitzuteilen, ist ein hilfreicher Weg, um Entlastung und Unterstützung zu erfahren. Vertrauen Sie sich einem nahestehenden Menschen an. Gemeinsam lassen sich schwierige Situationen leichter bewältigen.

Vertrauen Sie Ihren Stärken und bleiben Sie zuversichtlich: Behalten Sie trotz Ihrer schwierigen Situation Mut und Zuversicht. Erinnern Sie sich an schwierige Situationen, die Sie in der Vergangenheit gut bewältigt haben. Vertrauen Sie auf Ihre Stärken und darauf, dass sich die Situation positiv entwickeln wird. Denn die Coronavirus-Epidemie wird zu Ende gehen.

Lassen Sie sich beraten: Es kann hilfreich und entlastend sein, sich beraten und unterstützen zu lassen, um Lösungsideen und Perspektiven zu entwickeln. Sie können sich zum Beispiel von Ihrer Bank beraten lassen oder Beratungsangebote nutzen, die in Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehen oder auch von gemeinnützigen Organisationen kostenfrei angeboten werden.