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10:13 Uhr · 29. April 2020

Mit Unsicherheit umgehen

Der „neue Alltag“, mit dem wir zurzeit umgehen müssen, und die Flut an Informationen kann zu Verunsicherung führen. Ungewissheiten können Sie auf unterschiedliche Arten begegnen.

Bild: Getty Images / Westend61

Bei der Coronavirus-Epidemie handelt es sich um eine Situation, die wir seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Da wir bisher nicht ausreichend viel über das Virus wissen, besteht noch keine Gewissheit darüber, welche Maßnahmen die richtigen sind, um die Epidemie einzudämmen. Stets werden wir über die Medien damit konfrontiert, wie sich Fallzahlen zu Infizierten entwickeln und welche Konsequenzen für das öffentliche Leben zu ziehen sind. Unter der Flut von Informationen sind wichtige Fakten, aber auch Meldungen, die teils für Verunsicherung sorgen können.

Wir alle müssen mit dieser neuen Situation umgehen und Regelungen beachten. Es kann zunächst verunsichern, diese im Alltag umzusetzen. Beispielsweise weil wir eine Alltagsmaske beim Einkauf oder in öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen müssen. Wenn ein Arzttermin bevorsteht, vermeidet mancher den Besuch, weil er besorgt ist, sich anzustecken. Viele Menschen hinterfragen, ob sie sich selbst und andere immer effektiv vor einer Infektion schützen können. 

Wir alle reagieren auf diese Situation in individueller Weise. Ungewissheiten können wir auf unterschiedliche Arten begegnen.

Versuchen Sie, Verunsicherung als eine natürliche Reaktion auf diese außergewöhnliche Situation zu betrachten und dieses Gefühl in gewisser Weise als gegeben zu akzeptieren. Es kann helfen, sich vor Augen zu führen: Die Lage wird sich zukünftig stetig verbessern und auch Sie selbst werden Tag für Tag mehr Sicherheit dabei gewinnen, mit den neuen Umständen umzugehen. Wie werden Sie wohl in ein paar Monaten auf die jetzige Situation zurückblicken?

Wenn es um den besseren Umgang mit Nachrichten geht, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Beispiel folgendes (https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/mental-health-considerations.pdf?sfvrsn=6d3578af_10):

  • Vermeiden Sie es, sich übermäßig mit Nachrichten über das neuartige Coronavirus und die damit verbundene Covid-19-Erkrankung zu beschäftigen. Dies betrifft insbesondere Nachrichten, die Sie verunsichern oder ängstigen.
  • Informieren Sie sich höchstens ein bis zwei Mal pro Tag, idealerweise zu bestimmten Zeiten des Tages und nur in einem begrenzten Umfang.
  • Konzentrieren Sie sich auf Fakten. Achten Sie bei vermeintlich „sensationellen Nachrichten“ zum Beispiel genau auf die Quelle und überprüfen Sie diese, indem Sie sie mit verlässlichen Informationen vergleichen.
  • Suchen Sie hauptsächlich Informationen, die Ihnen helfen, sich auf die Situation einzustellen, Veränderungen vorzubereiten und sich selbst und die Ihnen nahestehenden Menschen zu schützen.

Folgende Quellen können Sie nutzen, um sich zu informieren:

Ein weiterer Tipp ist es, mit Angehörigen und Freunden über die aktuelle Lage und die Nachrichten zu sprechen. Versuchen Sie, diese Gespräche jedoch auf ein für Sie hilfreiches Maß zu begrenzen und sich auch zu angenehmeren Themen auszutauschen. 

Um mehr Sicherheit hinsichtlich eines Erkrankungsrisikos zu gewinnen, können Ihnen gut aufbereitete Informationen zu Verhaltensregeln oder Hygienemaßnahmen helfen. Hierzu können Sie sich zum Beispiel umfassend auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/. Weitere Informationen zu einem stärkenden Umgang mit Unsicherheit und Stress durch die         Coronavirus-Epidemie finden Sie zum Beispiel auch auf der Website des Leibnitz-Instituts für Resilienzforschung Mainz (LIR) unter folgendem Link: https://lir-mainz.de/corona-pandemie-empfehlungen-zur-staerkung-der-psychischen-gesundheit.