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Psychisch stabil bleiben
07:54 · 3. Juni 2021

Umgang mit Einsamkeit

Als älterer Mensch müssen Sie sich besonders vor Ansteckung schützen. Vielleicht fühlen Sie sich alleine? Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, die Ihnen helfen können.

Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken.

Als älterer Mensch stehen Sie in der momentanen Situation vor einer besonderen Herausforderung. Sie gehören zur Risikogruppe und es ist wichtig, dass Sie während Ihrer persönlichen Kontakte Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel ausreichenden Abstand einhalten. Kontakte zu Angehörigen oder Freunden und gemeinsame Aktivitäten sind aktuell für Sie daher vielleicht nur sehr eingeschränkt möglich. Vielleicht fühlen Sie sich deshalb gerade allein, haben sich eventuell schon vor der Coronavirus-Pandemie öfter einsam gefühlt? Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, die Ihnen helfen können. 

Mit anderen sprechen 

Manchmal, wenn vieles belastend ist, vermuten Sie vielleicht, es wäre nicht angebracht, anderen Ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Möglicherweise möchten Sie andere nicht zu sehr in Anspruch nehmen. Hier kann helfen, sich bewusst zu machen, dass es vielen Menschen ähnlich geht. Sie dürfen sich mitteilen! Am Telefon, gegenüber ihren Angehörigen, auf Abstand mit den Nachbarn, auf der Straße, wo immer es möglich ist. Sie können und dürfen auch um Unterstützung bitten. Es gibt viele Menschen, die helfen wollen. Gesprächsangebote und Unterstützung finden Sie bei z. B. bei Wohlfahrtsverbänden, Kirchen oder auch bei einigen Initiativen, die auf dieser Website gelistet sind

Ein Gesprächsangebot für Menschen über 60 bietet das Silbernetz täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr unter der Nummer 0800 4 70 80 90.

Bleiben Sie in Kontakt mit anderen Menschen

Wenn Sie nahestehende Menschen nicht treffen können oder auf Besuche derzeit noch verzichten müssen, dann ist vielleicht die Kontaktpflege durch Briefe und Telefonate eine Möglichkeit. Vielleicht ist jetzt auch der richtige Moment, um neue Interessen zu entdecken und den Umgang mit Laptop und Computer zu erlernen. Das ist vielleicht einfacher als Sie denken.

Der Digitale Engel unterstützt ältere Menschen alltagsnah und persönlich bei der Nutzung digitaler Medien.

Die Situation zeitlich einordnen 

Manchmal, wenn sich etwas sehr schwer oder bedrohlich anfühlt, kann es so wirken, als ob dies kein Ende hätte. Machen Sie sich bewusst: Die aktuelle Situation ist zeitlich begrenzt, sie wird eines Tages vorüber sein.

Sich auf die eigenen Stärken besinnen 

Sie haben schon ein langes Leben geführt und vermutlich auch krisenhafte Situationen erlebt. Wie haben Sie diese Herausforderungen bewältigt? Vielleicht nehmen Sie sich etwas Zeit, sich an Ihre eigenen Stärken zu erinnern, die Ihnen schon früher geholfen haben. Daraus können Sie neue Kraft und Zuversicht schöpfen. 

Überprüfen, was Ihnen gut tut

Fragen Sie sich, was Ihnen den Alltag erleichtern kann. Manche der täglichen Gewohnheiten sind gerade vielleicht noch nicht wieder wie früher möglich – andere aber nach wie vor. Dazu zählt beispielsweise, Gespräche mit Bekannten zu führen (zum Beispiel am Telefon oder über digitale Medien), die Natur zu erleben oder sich anderweitig zu beschäftigen. Wenn Sie bei der Organisation von Aktivitäten Unterstützung brauchen, können Sie beispielsweise Nachbarinnen und Nachbarn um einen Gefallen bitten. Es gibt viele Menschen, die gerne helfen.

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