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07:53 · 3. Juni 2021

Partnerschaftliches Zusammenleben als Eltern

Durch den teilweise eingeschränkten Besuch von Schule oder Kindergarten ist die Betreuung der Kinder eine besondere Herausforderung. Wie Eltern diese Zeit gut meistern.

Mit dem neuen Alltag als Familie umgehen /

Höhere Belastung von Eltern während der Coronavirus-Pandemie

Durch den eingeschränkten Besuch von Schule, Kindergarten und anderen sozialen Aktivitäten sind Eltern besonders gefordert, für die Betreuung ihrer Kinder zu sorgen. Es bleibt möglicherweise weniger Zeit zu zweit. Zusätzlich sind beide mit ihren eigenen Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten beschäftigt und gehen vielleicht unterschiedlich mit ihren Gefühlen um. Vielleicht haben Sie auch unterschiedliche Bedürfnisse nach Austausch und Nähe. Im Artikel Herausforderungen als Paar bewältigen finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Kein Streit in Anwesenheit von Kindern

Auseinandersetzungen mit dem Partner oder der Partnerin sind normal und manchmal notwendig, um den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und Meinungsverschiedenheiten zu klären. Doch wie lassen sich Konflikte in der Partnerschaft austragen, wenn Ihr Kind die meiste Zeit zuhause ist? Achten Sie darauf, Konflikte nicht bei gemeinsamen Aktivitäten mit Ihrem Kind zu besprechen (z. B. beim Essen oder gemeinsamen Unternehmungen). Denn Ihr Kind braucht Sicherheit und Aufmerksamkeit. Häufig sind Kinder das Thema von Konflikten in der Partnerschaft. Vermeiden Sie, dass Ihr Kind in einen Streit hineingezogen wird oder für einen Elternteil Partei ergreift. Wenden Sie sich Ihrem Kind nach dem Streit zu, wenn es traurig oder verunsichert ist. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Eltern sich trotzdem liebhaben, auch wenn sie streiten. Und dass ein Streit manchmal gut ist, um Meinungsverschiedenheiten zu klären und Probleme zu lösen. 

Getrenntlebende Eltern müssen sich besonders gut organisieren

Häufig befinden sich getrenntlebende Eltern in einem Spagat zwischen dem Wohl des Kindes und den eigenen Bedürfnissen. Je nachdem, wie das Verhältnis der Eltern zueinander ist, kann es mehr oder weniger herausfordernd sein, sich gemeinsam um ein Kind zu kümmern. Vielleicht waren die Betreuungszeiten vor der Coronavirus-Pandemie gut organisiert, wurden jedoch jetzt durcheinander geworfen. Da sich die Situation fortlaufend ändert, ist aktuell mehr Kommunikation zwischen den beiden Elternteilen gefragt – da kann es zu Konflikten kommen. Die Angst vor Ansteckung kann auch den Wunsch wecken, Besuche bei dem anderen Elternteil einzuschränken. Doch gerade jetzt ist es für Kinder besonders wichtig, stabilen Kontakt zu den engsten Bezugspersonen zu halten. Finden Sie Möglichkeiten, Besuche zu ermöglichen.

Als Paar füreinander da sein

Um Konflikten in der Partnerschaft vorzubeugen, ist es gut, sich trotz der schwierigen Situation Zeiträume zu zweit zu schaffen. Das kann z. B. eine Zeit sein, in der Ihr Kind sich selbst beschäftigt oder schläft. Es ist möglich, das Kind zeitweise von einer anderen Person betreuen zu lassen, die kontinuierlich diese Aufgabe übernimmt und zum erweiterten Familienkreis gehört. Nutzen Sie diese Zeit beispielsweise, um sich als Paar füreinander da zu sein. Oft sind wir im Alltag viel mit uns selbst, unserer Arbeit oder den Kindern beschäftigt und die Partnerschaft kommt zu kurz. Nehmen Sie sich Zeit füreinander. Nähe und der Austausch miteinander stärken die Beziehung und machen es leichter, die herausfordernde Zeit zu meistern.

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