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Bundesministerium für Gesundheit
Erwachsene
06:54 · 6. Mai 2021

Mit belastenden Gedanken und Gefühlen umgehen

Die aktuelle Situation kann Gefühle wie Ängste und Sorgen, Frustration, Einsamkeit oder Ärger mit sich bringen. Was Sie tun können, um leichter damit umzugehen.

Überwinden Sie negative Gefühle im neuen Alltag! /

Die Ausbreitung des Coronavirus beschäftigt uns alle sehr und wir sind mit Einschränkungen, Veränderungen und Herausforderungen konfrontiert. Das kann Gefühle wie Ängste und Sorgen, Frustration, Einsamkeit, Traurigkeit oder Ärger mit sich bringen. Das sind natürliche Reaktionen. Denn vieles ist anders und für die Zukunft noch ungewiss.

Was aber können Sie tun, um leichter mit diesen Empfindungen umzugehen? 

Erlauben Sie sich all diese Gedanken und Gefühle

Sie sind natürlich und verständlich. Sie machen uns deutlich, was wir gerade brauchen. Machen Sie sich bewusst: Was drücken Ihre Gedanken und Gefühle aus? Welche Bedürfnisse melden sich auf diese Weise und was können Sie tun, um für diese Bedürfnisse zu sorgen?

Denken Sie immer wieder an Positives in Ihrem Leben

Es tut gut, sich auf Dinge zu konzentrieren, mit denen positive Empfindungen verbunden sind. Schöne Erlebnisse und Erfahrungen, die Sie gemacht haben. Menschen, die Sie gerne haben und schöne Momente, die es im Alltag weiterhin gibt. 

Bleiben Sie in Bewegung 

Sportliche Aktivität kann helfen, Gedanken und Empfindungen zu sortieren und zur Ruhe zu kommen. Damit können Sie mehr Zuversicht und eine bessere Stimmung bekommen. Anregungen finden Sie im BZgA-Frauengesundheitsportal und im BZgA-Männergesundheitsportal.

Schaffen Sie sich bewusst schöne Momente im Alltag

Genießen Sie die Tasse Kaffee am Morgen, wohltuende Musik oder ein gutes Buch. Ein Gespräch mit einem Angehörigen oder einer alten Freundin und ein paar Momente in Stille in der Natur sind vielleicht angenehm. Besinnen Sie sich bewusst auf diese schönen Momente und nehmen Sie auf, wie gut diese Ihnen tun.

Informieren Sie sich gezielt und vermeiden Sie Gedankenkreisen und Grübeln 

Wenn wir verunsichert sind, ist es normal, dass wir mehr Sicherheit, Struktur und Kontrolle suchen. Sich gezielt und bei verlässlichen Quellen über die Coronavirus-Pandemie zu informieren, kann hierbei hilfreich sein. Empfehlungen hierzu finden Sie hier. Sorgen Sie danach jedoch für ausreichend Abstand und vermeiden Sie möglichst, über die Coronavirus-Pandemie und ihre Konsequenzen zu grübeln. Finden Sie stattdessen heraus, was Ihrem Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur entgegenkommt. Sind es sinnvolle Hygienemaßnahmen, Gespräche mit Mitmenschen, Hilfestellungen für andere, eine Halt gebende Tagesstruktur oder ablenkende schöne Themen und Tätigkeiten?

Weitere Informationen und psychologische Tipps finden Sie auch unter anderen Links auf dieser Website, z. B. zum Umgang mit Unsicherheit, QuarantäneEinsamkeit,Existenzsorgen oder zur Bewältigung psychischer Belastungen während der Coronavirus-Pandemie.

Darüber hinaus bietet auch die Website der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hilfreiche Informationen zum Umgang mit schwierigen Gedanken und Gefühlen. Ebenso das Leibniz-Institut für Resilienzforschung Mainz (LIR). Zur Förderung von Resilienz und Stressreduktion können Sie hier auch kostenfrei und anonym am Online-Kurs AUFKURSBLEIBEN kompakt teilnehmen.

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