GebärdenspracheLeichte SpracheAudioinhalteDownloads

Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit
Erwachsene
16:51 Uhr · 19. Februar 2021

Mit Unsicherheit umgehen

Der Alltag, mit dem wir zurzeit umgehen müssen, und die unklaren Entwicklungen können zu Verunsicherung führen. Ungewissheiten können Sie auf unterschiedliche Arten begegnen.

Überwinden Sie Unsicherheit im neuen Alltag! /
Bild: Getty Images / Westend61

Viele Meldungen sorgen für Unsicherheit während der Coronavirus-Pandemie

Bei der Coronavirus-Pandemie handelt es sich um eine Situation, die wir seit Jahrzehnten nicht erlebt haben. Da wir bisher nicht ausreichend viel über das Virus wissen, besteht noch keine Gewissheit darüber, welche Maßnahmen die richtigen sind, um die Pandemie einzudämmen. Stets werden wir über die Medien damit konfrontiert, wie sich Fallzahlen zu Infizierten entwickeln, wo es erneut einen größeren Ausbruch von COVID-19-Infektionen gab und welche Konsequenzen für das öffentliche Leben zu ziehen sind. Unter all den Informationen sind wichtige Fakten, aber auch Meldungen, die teils für Verunsicherung sorgen können.

Neuer Alltag und viele Regelungen

Wir alle müssen mit dieser Situation umgehen und Regelungen beachten. Es kann zunächst verunsichern, diese im Alltag umzusetzen. Beispielsweise wenn wir sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 beim Einkauf oder in öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen müssen. Wenn ein Arzttermin bevorsteht, vermeidet mancher den Besuch, weil er besorgt ist, sich anzustecken. Viele Menschen hinterfragen, ob sie sich selbst und andere immer effektiv vor einer Infektion schützen können. 

Wir alle reagieren auf diese Situation in individueller Weise. Ungewissheiten können wir auf unterschiedliche Arten begegnen.

Verunsicherung ist in dieser Situation ganz normal

Versuchen Sie, Verunsicherung als eine natürliche Reaktion auf diese außergewöhnliche Situation zu betrachten und dieses Gefühl in gewisser Weise als gegeben zu akzeptieren. Es kann helfen, sich vor Augen zu führen: Die Lage wird sich zukünftig stetig verbessern und auch Sie selbst werden noch mehr Sicherheit und Selbstverständlichkeit dabei gewinnen, mit den neuen Umständen umzugehen. Wie werden Sie wohl in ein paar Monaten auf die jetzige Situation zurückblicken?

Besser mit Nachrichten zum Coronavirus umgehen

Wenn es um den besseren Umgang mit Nachrichten geht, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) z. B. folgendes:

  • Vermeiden Sie es, sich übermäßig mit Nachrichten über das neuartige Coronavirus und die damit verbundene COVID-19-Erkrankung zu beschäftigen. Dies betrifft insbesondere Nachrichten, die Sie verunsichern oder ängstigen.
  • Informieren Sie sich höchstens ein bis zwei Mal pro Tag, idealerweise zu bestimmten Zeiten des Tages und nur in einem begrenzten Umfang.
  • Konzentrieren Sie sich auf Fakten. Achten Sie bei vermeintlich „sensationellen Nachrichten“ z. B. genau auf die Quelle und überprüfen Sie diese, indem Sie sie mit verlässlichen Informationenvergleichen.
  • Suchen Sie hauptsächlich Informationen, die Ihnen helfen, sich auf die Situation einzustellen, Veränderungen vorzubereiten und sich selbst und die Ihnen nahestehenden Menschen zu schützen.

Folgende Quellen können Sie nutzen, um sich zu informieren:

Ein weiterer Tipp ist es, mit Angehörigen und Freunden über die aktuelle Lage und die Nachrichten zu sprechen. Versuchen Sie, diese Gespräche jedoch auf ein für Sie hilfreiches Maß zu begrenzen und sich auch zu angenehmeren Themen auszutauschen. 

Gut aufbereitete Informationen können Ihnen mehr Sicherheit geben

Um mehr Sicherheit hinsichtlich eines Erkrankungsrisikos zu gewinnen, können Ihnen gut aufbereitete Informationen zu Verhaltensregeln oder Hygienemaßnahmen helfen. Hierzu können Sie sich z. B. umfassend auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/. Weitere Informationen zu einem stärkenden Umgang mit Unsicherheit und Stress durch die Coronavirus-Pandemie finden Sie z. B. auch auf der Website des Leibnitz-Instituts für Resilienzforschung Mainz (LIR) unter folgendem Link: https://lir-mainz.de/corona-pandemie-empfehlungen-zur-staerkung-der-psychischen-gesundheit.

Das könnte Sie auch interessieren

Umgang mit der veränderten Lebenssituation

Vieles hat sich in kurzer Zeit verändert – im beruflichen Bereich oder im Hinblick auf persönliche Perspektiven. Es gibt Wege, die neuen Herausforderungen zu meistern. Wir geben einige Tipps.

Mehr erfahren

Gedanken und Gefühle bewältigen

Die aktuelle Situation kann Gefühle wie Ängste und Sorgen, Frustration, Einsamkeit, Traurigkeit oder Ärger mit sich bringen. Was können Sie tun, um leichter mit diesen Empfindungen umzugehen?

Mehr erfahren

Zukunftsplanung anpassen

Im Moment können Vorhaben im beruflichen oder privaten Bereich vielleicht nicht realisiert werden, wie geplant. Es kann helfen, Alternativen zu überlegen und sich mit anderen auszutauschen.

Mehr erfahren