Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Wissen
09:37 · 28. Mai 2021

Bei Symptomen bleiben Arztpraxen und Krankenhäuser die erste Anlaufstelle

Auch die Praxen und Krankenhäuser in Deutschland haben sich auf die Coronavirus-Pandemie eingestellt. Patientinnen und Patienten sollten bei Beschwerden nicht auf eine Untersuchung verzichten.

Symptome erkennen und handeln /

Auch während der Coronavirus-Pandemie sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen und zum Beispiel Vorsorgetermine wahrnehmen. Mediziner und Medizinerinnen warnen eindringlich davor, trotz schwerwiegender Krankheitssymptome auf ärztliche Behandlung zu verzichten. „Wir haben beobachtet, dass sich deutlich weniger Patientinnen und Patienten z. B. mit einem akuten Herzinfarkt vorstellen“, sagt Prof. Dr. Fabian Knebel, Internist und Kardiologe an der Charité Berlin im Interview. Dabei zähle gerade beim Infarkt jede Minute. „Die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben ist hoch, wenn man sich nicht rechtzeitig meldet“, warnt Knebel. Die Hygienestandards in Krankenhäusern seien hoch. „Die Wahrscheinlichkeit, sich hier mit dem Coronavirus zu infizieren, ist gering.“ 

Versorgung in den Krankenhäusern ist sichergestellt

„Niemand sollte im Notfall aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus auf die dringend notwendige medizinische Hilfe in einem Krankenhaus verzichten“, hatte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, schon im April gewarnt. Zwar waren planbare Eingriffe zu Beginn der Pandemie bewusst verlegt worden, doch galt dies zu keinem Zeitpunkt für dringende Fälle. „Notfälle, etwa nach Unfällen, oder akute Erkrankungen, wie z. B. ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt, bedürfen einer schnellen Versorgung im Krankenhaus“, betonte Schmidtke. „Die Versorgung von Notfällen in den Krankenhäusern ist sichergestellt. Sie erfolgt unter Beachtung der notwendigen Isolationsmaßnahmen von COVID-19-Patientinnen und Patienten.“ 

Mehr Kapazitäten für Nicht-COVID-19-Behandlungen

Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben sich auf die Pandemie eingestellt. Chronisch kranke Menschen, die im Moment nicht zu ihrem Facharzt oder ihrer Fachärztin gehen, setzen sich der Gefahr aus, dass sich ihre Krankheit verschlimmert. Auch Vorsorgeuntersuchungen oder die Impftermine der Kinder sollte man nicht ausfallen lassen, rät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Coronavirus-Infizierte würden in den Krankenhäusern getrennt von anderen Patientinnen und Patienten behandelt. „Deshalb gilt natürlich: Wenn Sie krank sind, gehen Sie zum Arzt oder ins Krankenhaus“. 

Interview mit Prof. Dr. Fabian Knebel, Internist und Kardiologe an der Charité Berlin: 

https://www.facebook.com/watch/?v=666494157502193

Mitteilung der Patientenbeauftragten der Bundesregierung: 

https://www.patientenbeauftragte.de/2020/04/02/patientenbeauftragte-der-bundesregierung-akute-erkrankungen-nicht-ignorieren-notfallversorgung-nutzen/

Interview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/waz-260420.html#c17997

Das könnte Sie auch interessieren

Alltag mit Maske: FFP2-Masken für Fremd- und Selbstschutz

Masken schützen uns und unsere Mitmenschen vor einer Corona-Infektion. Im öffentlichen Raum ist das Tragen von FFP2- und anderen Masken mit medizinischer Schutzwirkung aktuelle Norm. Was wir jetzt über sie wissen müssen, erfahren Sie hier.

Mehr erfahren

Fünf Gründe, warum Apotheken und Arztpraxen besonders sicher sind

Schon früh in der Pandemie haben sich Apotheken und Arztpraxen gegen das Virus gewappnet. Mit ihren Maßnahmen sind sie Vorbild für den Einzelhandel.

Mehr erfahren

Fieber, Husten, Unwohlsein: Verdacht auf COVID-19

Neben Fieber, Husten und Schnupfen gibt es viele Symptome, die auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus hindeuten können. Hier können Sie nachlesen, woran Sie eine COVID-19-Erkrankung erkennen und wie Sie bei einem Verdacht, erkrankt zu sein, vorgehen sollten.

Mehr erfahren