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Bundesministerium für Gesundheit
Körperliche Gesundheit
11:50 · 25. Februar 2021

Bei Symptomen bleiben Arztpraxen und Krankenhäuser die erste Anlaufstelle

Auch die Praxen und Krankenhäuser in Deutschland haben sich auf die Coronavirus-Pandemie eingestellt. Patientinnen und Patienten sollten bei Beschwerden nicht auf eine Untersuchung verzichten.

Symptome erkennen und handeln /

Auch während der Coronavirus-Pandemie sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen und zum Beispiel Vorsorgetermine wahrnehmen. Mediziner und Medizinerinnen warnen eindringlich davor, trotz schwerwiegender Krankheitssymptome auf ärztliche Behandlung zu verzichten. „Wir haben beobachtet, dass sich deutlich weniger Patientinnen und Patienten z. B. mit einem akuten Herzinfarkt vorstellen“, sagt Prof. Dr. Fabian Knebel, Internist und Kardiologe an der Charité Berlin im Interview. Dabei zähle gerade beim Infarkt jede Minute. „Die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben ist hoch, wenn man sich nicht rechtzeitig meldet“, warnt Knebel. Die Hygienestandards in Krankenhäusern seien hoch. „Die Wahrscheinlichkeit, sich hier mit dem Coronavirus zu infizieren, ist gering.“ 

Versorgung in den Krankenhäusern ist sichergestellt

„Niemand sollte im Notfall aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus auf die dringend notwendige medizinische Hilfe in einem Krankenhaus verzichten“, hatte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, schon im April gewarnt. Zwar waren planbare Eingriffe zu Beginn der Pandemie bewusst verlegt worden, doch galt dies zu keinem Zeitpunkt für dringende Fälle. „Notfälle, etwa nach Unfällen, oder akute Erkrankungen, wie z. B. ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt, bedürfen einer schnellen Versorgung im Krankenhaus“, betonte Schmidtke. „Die Versorgung von Notfällen in den Krankenhäusern ist sichergestellt. Sie erfolgt unter Beachtung der notwendigen Isolationsmaßnahmen von COVID-19-Patientinnen und Patienten.“ 

Mehr Kapazitäten für Nicht-COVID-19-Behandlungen

Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben sich auf die Pandemie eingestellt. Chronisch kranke Menschen, die im Moment nicht zu ihrem Facharzt oder ihrer Fachärztin gehen, setzen sich der Gefahr aus, dass sich ihre Krankheit verschlimmert. Auch Vorsorgeuntersuchungen oder die Impftermine der Kinder sollte man nicht ausfallen lassen, rät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Coronavirus-Infizierte würden in den Krankenhäusern getrennt von anderen Patientinnen und Patienten behandelt. „Deshalb gilt natürlich: Wenn Sie krank sind, gehen Sie zum Arzt oder ins Krankenhaus“. 

Interview mit Prof. Dr. Fabian Knebel, Internist und Kardiologe an der Charité Berlin: 

https://www.facebook.com/watch/?v=666494157502193

Mitteilung der Patientenbeauftragten der Bundesregierung: 

https://www.patientenbeauftragte.de/2020/04/02/patientenbeauftragte-der-bundesregierung-akute-erkrankungen-nicht-ignorieren-notfallversorgung-nutzen/

Interview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/waz-260420.html#c17997

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