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Corona-Wissen
13:00 · 20. September 2021

Blutspenden werden in der Corona-Pandemie dringend benötigt

Unser Gesundheitssystem ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie dringend auf Blutspenden angewiesen. Helfen Sie mit und spenden Sie Blut, wenn Sie gesund und fit sind. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Blutspendetermine auch während der Pandemie sicher verlaufen.

Spenden Sie Blut, wenn Sie gesund und fit sind! /

Jede Spende hilft dem Gesundheitssystem und Menschen, die auf sie angewiesen sind. Erfahren Sie hier, wie Blutspendetermine auch während der Pandemie sicher verlaufen.

Finden aktuell Blutspendetermine statt?

Ja. Eine Übersicht über Blutspendeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie über die Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Fast alle Unikliniken und Krankenhäuser bieten Blutspendedienste an, die Sie auch in der Corona-Pandemie gerne nutzen können. Erkundigen Sie sich im Vorfeld über die Hygieneschutzmaßnahmen und registrieren Sie sich vor Ihrem Blutspendetermin, wenn möglich, online. Das Deutsche Rote Kreuz bietet beispielsweise eine Termindatenbank an, die Sie nutzen können, um zu erfahren, wann die nächsten freien Blutspendetermin in Ihrem Ort stattfinden. Durch vorherige Terminbuchungen können Wartezeiten und ein zu hoher Andrang vermieden werden. Potenzielle Spenderinnen und Spender sollten sich bei den Spendediensten nach den aktuellen Terminen und Voraussetzungen erkundigen. Bitte prüfen Sie vor Ihrem Blutspendetermin daher nochmals alle Angaben zu Ort und Zeit bei den für Blutspende zuständigen Organisationen und bei den staatlich-kommunalen und universitären Blutspendediensten oder anderen Organisationen, die Sie über diese Informationsseite finden.

Wird das gespendete Blut auf COVID-19 getestet?

Es gibt keine Hinweise, dass der Erreger durch Transfusion übertragen werden kann. Daher werden Spenderinnen und Spender beziehungsweise das gespendete Blut nicht auf SARS-CoV-2 getestet. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich nichts geändert. Gespendetes Blut wird nach wie vor auf das Vorliegen verschiedener Infektionen untersucht, um sicherzustellen, dass das Spenderblut frei von übertragbaren Krankheitserregern ist. Aufsichtsbehörden beobachten und analysieren die Blutsicherheit sehr genau. Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel beim Robert Koch-Institut (RKI) und beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI).


Weshalb sind Blutspenden auch während der Corona-Pandemie so wichtig?

Unser Gesundheitssystem ist auch während der Corona-Pandemie unbedingt auf Blutspenden angewiesen. Ohne Blutspenden kann die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert werden. Es gibt keine künstliche Alternative zu Blutspenden. Jede Spende kann potenziell Leben retten. Kontinuierliche Blutspenden sind außerdem so wichtig, da Blutbestandteile nur eine begrenzte Haltbarkeit haben und lediglich für eine gewisse Zeit gelagert werden können. Blutplättchen sind beispielsweise lediglich vier bis fünf Tage einsetzbar.

Wer kann aktuell Blut spenden und wer nicht?

Grundsätzlich gilt nach wie vor: Jede Person, die gesund und fit ist, kann Blut spenden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspenderinnen und Blutspender sowie Helferinnen und Helfer. Wie bei anderen Infektionsrisiken gelten derzeit allerdings auch Sperrfristen für Personen mit Symptomen oder einer akuten Erkrankung. Zur Spende nicht zugelassen sind:

  • Menschen mit Symptomen wie Halskratzen, Schüttelfrost, Fieber über 38°C, Husten, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Gliederschmerzen oder Kurzatmigkeit. Menschen mit diesen Symptomen werden vorsorglich vier Wochen lang von der Spende zurückgestellt. Weitere Informationen zu Symptomen einer COVID-19-Erkrankung finden Sie hier.

  • Personen, die an COVID-19 erkrankt sind, dürfen nach Genesung vier Wochen lang nicht zur Blutspende (weitere Infos hier).

  • Spendewillige, die Kontakt zu einer oder einem COVID-19-Erkrankten, zu einer auf SARS-CoV-2-positiv getesteten Person oder zu einem bislang ungeklärten Verdachtsfall hatten, werden zwei Wochen lang von der Spende zurückgestellt. Ein negativer Coronatest kann diese vorsorgliche Rückstellung nicht verkürzen.

  • Wenn Ihre Corona-Warn-App für Sie ein „erhöhtes Risiko” (in der Statusanzeige rot unterlegt) anzeigt und Sie diesbezüglich noch keine Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bzw. Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt hatten.

  • Einreisende aus internationalen und nationalen Risikogebieten, für die die Quarantänepflicht gilt, werden für zwei Wochen nach Einreise von der Blutspende gesperrt. Eine Liste der derzeit für Deutschland ausgewiesenen Risikogebiete finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) und weitere Informationen zu Hochrisiko- und Virusvarianten-Gebieten finden Sie hier.

  • Wenn Sie innerhalb der letzten zehn Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind, sind Sie zur Spende nicht zugelassen. Hiervon ausgenommen sind Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus dem Ausland, auf die der 3G-Status (geimpft, genesen, getestet) unter Beachtung der jeweiligen Quarantänevorschriften zutrifft. Zudem sind Pendlerinnen und Pendler in Risikogebiete in Nachbarländern mit einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden ausgenommen. Mehr Informationen zu den Ausnahmen finden Sie hier.

Die Dauer der Rückstellung kann je nach Bundesland oder Region variieren, erkundigen Sie sich daher zusätzlich über die Regelungen vor Ort. Weitere Informationen zu vorsorglichen Rückstellungen sind auf den Websites der Blutspendedienste zu finden, zum Beispiel auf der Coronavirus-Infoseite des für Sie zuständigen Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.

Kann ich nach meiner Corona-Schutzimpfung Blut spenden?

Nach einer Corona-Schutzimpfung wird empfohlen, zwischen der Impfung und der Blutspende einen Tag Wartezeit einzulegen. Wie bei anderen Impfungen sind Impfreaktionen oder Nebenwirkungen möglich. Sie sollten nur bei Wohlbefinden einen Spendetermin wahrnehmen. Eine Rückstellung nach einer Corona-Schutzimpfung ist allerdings nicht vorgeschrieben.

Ist ein Schutz vor einer Corona-Infektion gewährleistet?

Es ist weiterhin ein hoher Schutz für die Blutspendenden und Helferinnen und Helfer gewährleistet. Die Schutzmaßnahmen sind durch die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen geregelt. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Dazu wird die Körpertemperatur gemessen und eine infektionsbezogene Befragung durchgeführt. Es werden zusätzliche Hygienemaßnahmen angewendet wie eine häufigere Desinfizierung von Kontaktflächen und Handschuhen sowie ein vergrößerter Abstand zwischen den Liegen. Ebenfalls sind Blutspendedienste aufgefordert, regelmäßig und gründlich zu lüften. Achten Sie auch selbst darauf, die Verhaltensregeln einzuhalten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch, gründliches Händewaschen und desinfizieren) sowie während des gesamten Aufenthalts Maske tragen. Der Eintritt in die Spendeeinrichtung und die Blutspende sind nur mit einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske oder FFP2-Maske) möglich. Erkundigen Sie sich bitte im Voraus, welche weiteren Schutzmaßnahmen eventuell vor Ort getroffen werden.

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