GebärdenspracheLeichte SpracheAudioinhalteDownloads

Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit
empty
Einfach erklärt
16:06 Uhr · 15. Oktober 2020

Wir Improvisationsprofis

Die Coronavirus-Pandemie zwingt uns, Gewohnheiten zu überdenken. So manches Verhalten – aus der Not geboren – hat aber Zukunft.

Planen während der Pandemie? Wir improvisieren /
Bild: Getty Images / Westend61

Die Geburtstagsfeier ist abgesagt, der Traumurlaub verschoben: In der Coronavirus-Pandemie sind Planänderungen zu unserem neuen Alltag geworden. Wir haben gelernt, mit diesen kleinen Enttäuschungen zu leben. Durch die besondere Lage sind wir aber auch alle zu Profis in Sachen Improvisation geworden. Und wir sehen: Das schränkt unser Leben nicht nur ein - es kann uns sogar bereichern.

Die Maßnahmen zur Einschränkung sozialer Kontakte waren nervenaufreibend für uns alle. Doch sie haben auch neue, gute Gewohnheiten wachsen lassen. Fünf Beispiele, welche Chancen wir Improvisationsprofis in die „Zeit danach“ mitnehmen können:

Fahrrad schlägt Flugzeug

Weite Reisen sind weiterhin schwer planbar. Der internationale Umgang mit dem neuartigen Coronavirus variiert stark, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort. Ein spontaner Urlaub vor der eigenen Haustür ist daher die sicherste Lösung. Steigen Sie doch einmal aufs Rad und erkunden Sie Ihre Region. Das ist nicht nur spannend für Sie, es freut sicher auch die Gastronomen, bei denen Sie zwischendurch einkehren.

Lokal einkaufen lohnt sich 

Die vergangenen Monate waren für Unternehmer und Unternehmerinnen eine harte Prüfung. Die meisten Geschäfte verbuchten Verluste. Für sie sind Urlaub und Freizeit daheim jetzt eine Chance. Tausende Händlerinnen und Händler geben sich Mühe, Abstand, Hygiene und guten Service unter einen Hut zu kriegen. Das sollten Sie würdigen. Denn damit sichern Sie auch die Vielfalt vor Ort über die Coronavirus-Pandemie hinaus.

Kleiner ist oft feiner

Nach vielen Telefonaten und Videokonferenzen wissen wir das persönliche Miteinander wieder mehr zu schätzen. Mit der weiterhin bestehenden Infektionsgefahr im Hinterkopf wissen wir: Hier kann weniger mehr sein. Wir haben das Vieraugen-Gespräch noch mehr zu schätzen gelernt. Ein Treffen zu zweit ist häufig viel persönlicher als in einer Gruppe mit 20 Personen.

Krise eröffnet neue Karrierewege

Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmermussten Kurzarbeit akzeptieren, viele Selbständige fürchten um ihre Existenz. Die Coronavirus-Pandemie unterbrach so manche berufliche Laufbahn. Aber sie hat auch neue Perspektiven eröffnet. Digitales Lernen ist nun ganz oben auf der Agenda. Wer sich weiterentwickeln möchte, hat auch ohne Präsenz-Seminare die Möglichkeit: Es gibt Online-Unis, die einzelne Kurse zu diversen Themen anbieten. Die Lernenden können überall sitzen – und ihren Stundenplan flexibel mit dem Privatleben abstimmen.

Neue Gewohnheiten haben Zukunft 

Trotz der allgegenwärtigen Sorgen um die Gesundheit – viele Menschen haben durch die notwendigen Schutzmaßnahmen auch eine neue Ruhe gelernt. Anstehen mit Abstand gehört nun zum Einkaufen dazu. Während früher viele über das Schlange stehen klagten, achten heute die meisten Mitmenschen mehr aufeinander und wissen Rücksicht mehr denn je zu schätzen.