Leichte Sprache
13:00 · 10. Mai 2022

Die 3G-Regel und Hotspot-Gebiete

Wann gilt die 3G-Regel? Was bedeuten 2G und 2G-Plus? Welche Nachweise sind nötig? Was ist die Hotspot-Reglung?

3G heißt: Geimpft, Getestet, Genesen

Wer gilt als geimpft?

Sie brauchen insgesamt 2 Impfungen. Wenn nach Ihrer letzten Impfung 14 Tage vergangen sind, dann haben Sie einen vollständigen Impf-Schutz.

Für Ihren Impf-Schutz brauchen Sie einen Nachweis. Das sind Ihr gelber Impf-Pass oder ein digitaler Impf-Nachweis. Für den digitalen Impf-Nachweis können Sie die Corona-Warn-App oder die CovPass-App auf Ihrem Smartphone verwenden. Dann haben Sie die Nachweise immer dabei. Sie werden in allen Ländern der EU anerkannt. Wie Sie die Zertifikate in die App einfügen, erklären wir Ihnen hier.

Wer gilt als genesen?

Wenn Sie sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, brauchen Sie dafür einen Nachweis. Es gilt nur ein PCR-Test als Nachweis. Der PCR-Text muss mindestens 28 Tage und darf höchstens 90 Tage, also 3 Monate, alt sein.

Wenn Genesene nach der Erkrankung noch eine Impfung zur Auffrischung bekommen, gelten sie als vollständig genesen. Erst dann ist ihr Immun-Schutz ausreichend. Dann gelten für sie auch Erleichterungen im Alltag.

Achten Sie dennoch auf Krankheits-Anzeichen für eine mögliche Corona-Erkrankung. Krankheits-Anzeichen sind zum Beispiel Husten, Fieber oder der Geruchs- und Geschmacks-Verlust.

Was bedeuten 2G und 2G-Plus?

Die Abkürzung 2G steht für geimpft oder genesen. Diese Regel ist strenger als die 3G-Regel. Denn hier haben nur geimpfte oder genesene Personen Zutritt. Die 2G-Plus-Regel ist noch strenger. Hier haben nur geimpfte oder genesene Personen mit einem aktuellen negativen Test-Nachweis Zutritt.

Was ist die Hotspot-Regelung?

Es gibt ein neues Infektionsschutz-Gesetz. Darin steht, dass Sie nur noch im Flugzeug und in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske tragen müssen. Für alle anderen Bereiche kann jedes Bundesland selbst entscheiden, welche Regeln gelten. Die Bundesländer können einen Basis-Schutz und Hotspot-Gebiete festlegen.

Der Basis-Schutz soll besonders gefährdete Gruppen schützen, zum Beispiel in Krankenhäusern oder in Pflegeheimen. In diesen Einrichtungen gilt dann auch die Maskenpflicht. Es kann auch eine Testpflicht hier gelten.

Ein Hotspot-Gebiet kann jedes Bundesland selbst festlegen. Das können eine Stadt, ein Landkreis oder ein ganzes Bundesland sein. Das Bundesland kann für diesen Hotspot dann die Maskenpflicht, Mindest-Abstände oder Test-Nachweise verlangen.

Wann wird ein Gebiet zu einem Hotspot erklärt?

Wenn in einem Gebiet besonders viele Corona-Ansteckungen auftreten, wird ein Gebiet zum Hotspot erklärt. Damit möchte man weitere Ansteckungen verhindern und die Krankenhäuser nicht überlasten.

Wann ist ein Corona-Test erforderlich?

Nicht geimpfte oder nicht genesene Personen brauchen einen Corona-Test, wenn sie bestimmte öffentliche Orte besuchen wollen. Dabei darf der Schnelltest nicht älter als 24 Stunden und der PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Diese Regel gilt seit dem 23. August 2021.

Wenn Sie eine Veranstaltung oder eine öffentliche Einrichtung besuchen wollen: Lesen Sie vorher auf den Internet-Seiten von Einrichtungen oder Veranstaltern nach. Es kann sein, dass Sie an diesen Orten weiterhin einen aktuellen Corona-Test benötigen:

  • Krankenhaus
  • Pflegeheim
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Arztpraxis
  • Sport- oder Kultur-Veranstaltungen
  • Unternehmen

Auch Unternehmen können selber Schutzmaßnahmen festlegen wie zum Beispiel die Maskenpflicht oder Test-Nachweise.

Was gilt für Geimpfte und Genesene auf Reisen?

Mit einem Nachweis über Ihren Impf-Schutz oder über Ihre Genesung können Sie wieder an viele Orte reisen. Sie müssen keinen zusätzlichen Corona-Test machen. Wenn Sie verreisen möchten, lesen Sie bitte den Artikel Urlaub und Reisen in Corona-Zeiten in Leichter Sprache.

Erkundigen Sie sich auch beim Auswärtigen Amt, ob für Ihr Reise-Ziel eine Reise-Warnung wegen COVID-19 vorliegt.

Wie funktioniert der digitale Impf-Nachweis?

Sie können Ihre Impf-Nachweise auf Ihrem Smartphone immer bei sich führen. Dafür müssen Sie sich von Ihrer Arztpraxis, von einer Apotheke oder von einem Impf-Zentrum einen Nachweis über Ihre Impfungen als Papier-Ausdruck holen. Auf diesem Ausdruck ist ein QR-Code.

Jetzt müssen Sie Ihre Impf-Nachweise in eine App hochladen. Sie können die Corona-Warn-App oder die CovPass-App dafür nutzen. Beide Apps sind kostenfrei verfügbar.

Scannen Sie den QR-Code mit der App und fügen Sie die Impf-Nachweise, also Zertifikate, hinzu. In allen Ländern der EU gilt dieses COVID-Zertifikat als Nachweis. Das Zertifikat gibt das Datum der Impfung und den Impfstoff an.

Sie können auch Nachweise von Tests oder von Ihrer Genesung in der App abspeichern. Damit können Sie schnell nachweisen, dass Sie die 3G-Regel erfüllen. Sie müssen aber immer einen Ausweis mit Ihrem Foto dabeihaben.

Welche Strafen gib es für das Fälschen von Impf-Nachweisen?

Das Fälschen von Impf-Nachweisen ist eine Straftat. Egal, ob ein digitaler Impf-Nachweis oder der Impf-Pass gefälscht werden. Für diese Dokumenten-Fälschung muss man bis zu 2 Jahre in Haft.

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