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14:19 Uhr · 4. Mai 2020

So können Eltern ihren Kindern helfen

Alle reden über das Corona-Virus. Ein Virus ist ein Krankheit-Erreger. Es gibt viele Fernseh-Sendungen über diese Krankheit und das Virus. Auch Kinder sehen diese Sendungen.

Bild: Getty Images / StockPlanets

Sie könnten Angst bekommen. Die Eltern müssen ihren Kindern die neue Situation erklären. Die Eltern müssen vielleicht auch mit ihren Kindern zu Hause bleiben.

Durch das Corona-Virus ist vieles anders.  Die Schulen und Kinder-Tagesstätten sind geschlossen.  Kinder können sich nicht mit ihren Freunden und Freundinnen treffen. 

Im Fernsehen und im Radio wird über das Corona-Virus geredet. Kinder merken sehr genau:

  • Wie gehen die Eltern mit der Situation um?
  • Haben die Eltern vielleicht Angst oder sind unsicher?
  • Was verändert sich alles in ihrem Leben?

Die Kinder haben viele Fragen an ihre Eltern. Vielleicht ist die Familie auch in Quarantäne und muss zu Hause bleiben. 

Quarantäne ist ein schweres Wort. Das spricht man: Ka ran tä ne. Manche Menschen haben ansteckende Krankheiten. Sie dürfen keinen anderen Menschen anstecken. Deshalb kommen sie in Quarantäne. Das bedeutet: Man darf keinen Kontakt haben zu anderen Menschen. Man darf nicht raus gehen.  Man bleibt zu Hause. Oder sogar im Krankenhaus. Die Quarantäne dauert meistens 2 Wochen.

Jedes Kind reagiert anders. Wenn es zum Beispiel Stress erlebt. Manche Kinder fühlen sich dann ängstlich, müde oder unruhig. Sie reagieren dann gereizt, aggressiv oder weinerlich.

Manche Kinder schlafen schlecht oder haben keinen Hunger. Vielleicht benehmen sie sich auch plötzlich wieder wie ganz kleine Kinder. Sie machen zum Beispiel wieder in die Hose. Sie könnten auch plötzlich über Bauchweh klagen.

Dies alles können Anzeichen sein. Das Kind merkt die Veränderung. Es reagiert gestresst.

So können sie den Kindern helfen

Diese Tipps können Ihnen und Ihren Kindern helfen: 

  • Seien Sie für Ihr Kind da!
  • Halten Sie Essenzeiten und Schlafzeiten wie immer ein!
  • Halten Sie Versprechen genau ein.
  • Sorgen Sie für eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse.
  • Lassen Sie Ihr Kind Wasser trinken.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind an die frische Luft.
  • Ihr Kind braucht Bewegung zum Beispiel Radfahren oder Ball spielen
  • Geben Sie ihm viel Zeit zum Spielen.
  • Lassen Sie es sehr wenig oder gar keine Nachrichtensendungen schauen.
  • Vielleicht möchte Ihr Kind bei Ihnen schlafen.

So können Sie die besondere Situation erklären

Sprechen Sie viel mir Ihrem Kind. Hören Sie ihm gut zu  uch wenn es immer das Gleiche sagt.

Beantworten Sie Fragen ehrlich. Geben Sie zu, wenn Sie etwas nicht wissen. Sprechen Sie besonders verständlich mit Ihrem Kind.

Erklären Sie alles ganz genau:

  • welche Vorbeuge-Maßnahmen helfen
  • was Sie tun werden, wenn ein Familienmitglied krank wird
  • wie Kranken geholfen wird
  • warum sie zum Beispiel die Großeltern nicht besuchen können
  • wie wir dafür sorgen, dass die Krankheit sich nicht ausbreitet
  • wenn Sie sich derzeit gestresst oder besorgt fühlen

Erklären Sie dies alles Ihrem Kind besonders verständlich.

So helfen Sie Ihrem Kind bei einer häuslichen Quarantäne

Die Zeiit der Quarantäne kann sehr belastend sein. Vor allem wenn Kinder im Haushalt leben. Die Kinder gehen nicht zur Schule oder in den Kindergarten. Sie haben keine Abwechslung und werden vielleicht schwierig.

Das können Sie tun: 

  • Erklären Sie Ihrem Kind die Situation gut.
  • Erklären Sie, warum kein Besuch kommen darf.
  • Lassen Sie es mit Freunden oder Verwandten telefonieren.
  • Halten Sie Essenzeiten und Schlafzeiten wie immer ein!
  • Schaffen Sie feste Zeiten zum Lernen und zum Spielen.
  • Lassen Sie Ihr Kind bei der Tages-Planung mitreden.
  • Lassen Sie zum Beispiel Ihr Kind ein Mittagessen aussuchen.
  • Lassen Sie sich von Nachbarn und Verwandten helfen.
  • Fragen Sie in der Schule nach Arbeitsmaterialien für Ihr Kind.
  • Machen Sie die Quarantäne-Zeit für Ihr Kind überschaubar.
  • Verschaffen Sie Ihrem Kind auch im Haus Bewegung.
  • Machen Sie mit Ihrem Kind Entspannungsübungen.
  • Lesen oder rätseln Sie mit Ihrem Kind.
  • Vielleicht müssen Sie sich von anderen Mit-Bewohnern fernhalten.
  • Denken Sie an etwas Gutes und Schönes.