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10:00 · 24. Mai 2022

Hinweise für die Quarantäne zu Hause

Das Corona-Virus breitet sich weiterhin schnell aus. Deshalb bleibt die Quarantäne so wichtig, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Jeder, der sich vielleicht angesteckt hat, muss in Quarantäne gehen. Das heißt: kein Kontakt zu anderen Menschen. Doch das ist gar nicht so einfach. Hier finden Sie praktische Tipps und was sonst noch zu beachten ist.

Quarantäne heißt Zuhause bleiben.

Quarantäne: Was ist das eigentlich? 

Quarantäne [gesprochen: ka-ran-tä-ne] ist eine Maßnahme zum Schutz vor Infektionen. Sie soll verhindern, dass sich ansteckende Krankheiten weiter ausbreiten. 

Das Corona-Virus und die Virus-Varianten sind sehr ansteckend. Deshalb muss jeder, der sich vielleicht mit Corona angesteckt hat, in Quarantäne. Zum Beispiel, weil man Kontakt zu einem corona-infizierten Menschen hatte oder wenn man aus einem Virus-Varianten-Gebiet zurückkehrt

Der Unterschied von Quarantäne und Isolierung

Wenn man sich mit Corona angesteckt hat, dann muss man sich isolieren.

Isolierung bedeutet genau wie Quarantäne, dass man keinen Kontakt zu anderen Menschen hat. Der Unterschied: Die Isolierung ist eine Maßnahme, die vom Gesundheits-Amt vorgeschrieben ist.

Die Isolierung ist Pflicht, wenn die Corona-Infektion mit einem positiven Antigen-Schnelltest oder PCR-Test nachgewiesen wurde.

Die Dauer der Isolierung beträgt 5 Tage. Auch danach sollte man sich weiter täglich testen. Wenn das Test-Ergebnis positiv ist, sollte man sich weiter isolieren. Erst wenn das Test-Ergebnis wieder negativ ist, sollte man die Isolierung beenden.

Die Isolierung kann zu Hause oder bei schwerem Krankheits-Verlauf im Krankenhaus stattfinden.Das Gesundheits-Amt kontrolliert, ob die Quarantäne-Regeln befolgt werden.

Das ist neu: Kontakt-Personen, bei denen keine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, müssen nicht mehr in Quarantäne. Bitte regelmäßig testen!

Quarantäne und Reisen

Eine Quarantäne wird angeordnet, wenn man aus einem Virus-Varianten-Gebiet zurückkehrt. Auch vollständig geimpfte Personen und Genesene müssen in Quarantäne, wenn sie aus Virus-Varianten-Gebieten einreisen.

Die aktuelle Einstufung der Gebiete steht auf der Website des RKI.

Auch in Deutschland gibt es seltene Virus-Varianten. Wenn man Kontakt zu einer Person hatte, die sich damit angesteckt hat, dann wird auch eine Quarantäne angeordnet.

Was muss bei Rückreise aus Virus-Varianten-Gebieten beachtet werden? 

Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte, also alle, sind verpflichtet,

  • 14 Tage in Quarantäne zu Hause zu bleiben
  • einen negativen Test vorzulegen und
  • sich unter www.einreiseanmeldung.de anzumelden.

Was muss bei Rückreise aus Hoch-Risiko-Gebieten beachtet werden?

Wenn man aus einem Hoch-Risiko-Gebiet zurückkehrt, müssen Geimpfte und Genesene nicht in Quarantäne.

Für alle anderen Personen ab 6 Jahren endet die Quarantäne nach 10 Tagen. Die Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn man ein negatives Test-Ergebnis über das Einreiseportal www.einreiseanmeldung.de übermittelt. Der Test darf aber erst 5 Tage nach der Einreise gemacht werden.

Kinder unter 6 Jahren müssen nicht in Quarantäne. Kinder zwischen 6 und 12 Jahren können sich direkt nach der Rückkehr aus einem Hoch-Risiko-Gebiet freitesten. Ansonsten endet für sie die Absonderung 5 Tage nach der Einreise automatisch.

Quarantäne zu Hause: Was müssen Sie tun? 

Wenn Sie in Quarantäne sind, müssen Sie diese Regeln einhalten: 

  • Sie müssen zu Hause bleiben.
  • Sie dürfen nicht nach draußen gehen.
  • Sie dürfen keinen direkten Kontakt zu anderen haben.
  • Messen Sie regelmäßig Ihre Körper-Temperatur und beobachten Sie mögliche Krankheits-Anzeichen. Schreiben Sie Ihre Beobachtungen täglich auf. 

In der Quarantäne zu Hause sollten Sie außerdem folgende Hygiene-Regeln beachten: 

  • Husten und niesen Sie in Ihre Armbeuge.
  • Lüften Sie regelmäßig Ihre Räume. 
  • Entsorgen Sie benutzte Taschentücher sorgfältig im Hausmüll.

Unsicherheit in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie macht viele Menschen unsicher. Denn Viren sind unsichtbar. Wir können sie auch nicht riechen. Wir bemerken Viren nicht, auch wenn wir vielleicht schon infiziert sind. Und vielleicht werden wir krank. Dazu kommt die Angst vor neuen Viren und die Frage, ob die Impfungen davor schützen können. 

Viele Menschen machen sich nicht nur Sorgen über ihre eigene Gesundheit, sondern auch um Verwandte und Freunde. Oder sie fühlen sich oft hilflos. Diese Gefühle sind in diesen Zeiten ganz normal. Die Corona-Pandemie ist eine sehr schwierige Situation. Sie betrifft alle Menschen, überall auf der Welt. 

Die meisten von uns haben so eine Situation noch nie erlebt. Es gibt immer neue Nachrichten, die uns unsicher machen. Glauben Sie nicht alles, was Sie hören und lesen! Vertrauen Sie Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und den Menschen vom Gesundheits-Amt.

Quarantäne: Ängste und Probleme

Die Quarantäne soll andere Menschen vor einer Ansteckung schützen. Vor dem Alleinsein zu Hause haben viele Menschen Angst. Denn es ist schwierig und sehr ungewohnt, immer zu Hause zu sein, nicht nach draußen zu gehen und niemanden zu treffen. Auch zur Arbeit gehen ist verboten. 

Es ist normal, dass man sich dann einsam fühlen kann. Manche Menschen fangen an zu grübeln. Sie denken immer wieder an die Krankheit und bekommen vielleicht Angst. Das muss nicht sein. Machen Sie sich die Quarantäne so leicht wie möglich!

Praktische Tipps

Damit Sie die Zeit zu Hause gut überstehen, machen Sie einen Plan für jeden Tag:

  • Was möchten Sie erledigen? Wie möchten Sie Ihre Zeit verbringen?
  • Setzen Sie sich Ziele!
  • Probieren Sie etwas Neues aus. Zum Beispiel puzzlen oder zeichnen Sie!
  • Telefonieren Sie mit Freunden und Verwandten! Oder schreiben Sie Ihnen Nachrichten.
  • Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, für Sie einkaufen zu gehen. Sie können auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer um Hilfe bitten.
  • Haben Sie einen Hund? Dann brauchen Sie auch dafür eine Hilfe. Wer könnte mit dem Hund spazieren gehen?
  • Bewegen Sie sich! Auch in einem kleinen Zimmer kann man ein bisschen trainieren. Vorschläge dazu gibt es im Internet.
  • Beschäftigen Sie Ihr Gehirn: Lesen Sie oder lösen Sie Rätsel!
  • Sind Sie nervös und angespannt? Machen Sie Entspannungs-Übungen. Im Internet gibt es dazu viele Anleitungen.
  • Schauen Sie nur wenige Informationssendungen zu Corona. Lenken Sie sich mit anderen Themen ab.
  • Denken Sie bewusst an etwas Schönes. Denken Sie zum Beispiel an schöne Erlebnisse mit Ihren Freunden oder mit der Familie.

Wenn die Belastung zu groß wird

Geht es Ihnen seelisch nicht gut? Werden Ihre Sorgen immer größer? Dann sprechen Sie mit Freunden oder Verwandten darüber. 

Sie können auch die Telefon-Seelsorge anrufen:

0800-111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 oder 116 123

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