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09:03 · 16. Juni 2021

Wer wird wann geimpft?

Die Personen mit einem hohen Erkrankungs-Risiko wurden zuerst geimpft. Seit dem 7. Juni können alle Personen, die eine Impfung wollen, einen Impf-Termin vereinbaren.

Hier finden Sie Informationen zur Impfreihenfolge

Wer wurde zuerst geimpft? 

Seit Dezember 2020 werden die Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft. Zuerst gab es noch nicht genug Impfstoff für alle Menschen. Deshalb wurden die Menschen mit einem hohen Erkrankungs-Risiko zuerst geimpft. Das waren vor allem ältere Menschen und Personen, die in Krankenhäusern oder Pflege- und Altenheimen arbeiten.

Fachleute von der Ständigen Impf-Kommission (kurz STIKO) haben geprüft, wer zuerst geimpft werden soll. Die STIKO ist eine Arbeitsgruppe vom Robert Koch-Institut (kurz RKI). Es wurde errechnet, wie der Impfstoff verteilt werden muss, damit der Effekt möglichst groß ist. Das war sehr wichtig, damit es weniger Sterbefälle und weniger schwere Krankheits-Verläufe gibt. Und damit die Krankenhäuser weniger überlastest sind. Dafür haben die Fachleute 3 Impf-Gruppen festgelegt. 

Die Empfehlung der STIKO zur Impf-Reihenfolge und zu den Impfgruppen steht in der Corona-Impf-Verordnung

Es bekommen noch nicht alle Menschen sofort einen Impf-Termin, die geimpft werden wollen. Das geschieht nach und nach. Bis zum Ende des Sommers soll jeder, der möchte, eine Schutzimpfung bekommen.

Inzwischen haben 45 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die erste Schutzimpfung bekommen, also 45 von 100 Personen. Und 20 von 100 Personen haben schon den vollen Impfschutz.

Welche Impf-Gruppen gibt es?

Es wurden 3 Impf-Gruppen oder auch Prioritäten-Gruppen festgelegt. Wenn nicht genug Impf-Stoff vorhanden ist, gilt weiterhin diese Impf-Reihenfolge. 

Die Personen der Impf-Gruppe 1 haben die höchste Priorität, also Dringlichkeit, und wurden zuerst geimpft. Denn bei ihnen besteht ein hohes Risiko, dass sie bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sehr schwer erkranken oder sogar an dem Virus sterben.
Hier sind nur einige Personen-Gruppen je Priorität genannt. In der Corona-Impf-Verordnung steht genau, welche Personen-Gruppe welche Priorität hat. 

Impf-Gruppe 1 mit höchster Priorität:

  • Personen, die älter als 80 Jahre sind

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Altenheimen

  • medizinisches Personal, das mit dieser Risiko-Gruppe in engem Kontakt ist

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflege- und Altenheimen

  • Pflegerinnen und Pfleger in der häuslichen Pflege  

Impf-Gruppe 2 mit hoher Priorität:

  • Personen, die älter als 70 Jahre sind

  • Personen mit dauerhaften Vorerkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Diabetes oder Zuckerkrankheit, Trisomie 21, Contergan-Schädigung, Demenz, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung. 
    Es gibt noch weitere Vorerkrankungen, die zu einem hohen Erkrankungs-Risiko führen können. Im Einzelfall muss die Ärztin oder der Arzt prüfen, wie hoch das Erkrankungs-Risiko für eine Person ist. In einem ärztlichen Gutachten steht dann, ob die Person aufgrund ihrer Vorerkrankung impfberechtigt ist. 

  • Personal in Kitas, Schulen oder bei der Polizei

  • Personal, die Personen dieser Impfgruppe betreuen, pflegen oder behandeln

Impfgruppe 3 mit erhöhter Priorität:

  • Personen, die älter als 60 Jahre sind

  • Personen mit Vorerkrankungen wie Rheuma, Asthma, Herz-Erkrankungen, leichterer Diabetes oder Übergewicht.
    Auch hier muss im Einzelfall die Ärztin oder der Arzt prüfen, zu welcher Impfgruppe eine Person zählt.

  • Personal im Lebensmittel-Einzelhandel oder bei der Feuerwehr

Schwangere Frauen, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen und pflegebedürftige Personen konnten 2 Kontakt-Personen benennen, die auch geimpft werden sollen.

 

Wer informiert mich über meine Impfung?

Dafür ist jedes Bundesland selbst zuständig. Informationen der Bundesländer über die Organisation der Corona-Schutzimpfung finden Sie hier

Wenn Sie zu einer Impf-Gruppe der Priorität 1 bis 3 gehören, haben Sie zum Beispiel einen Brief bekommen von: 

  • Ihrer Krankenkasse

  • Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt

  • Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber 

  • der Senatsverwaltung für Gesundheit 

  • Wenn Sie über 70 oder 80 Jahre alt sind, genügt Ihr Geburtsdatum auf Ihrem Personalausweis als Nachweis für eine Impf-Berechtigung. 

Seit dem 7. Juni können Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin oder in einem Impf-Zentrum vereinbaren. Sie bekommen dafür keinen extra Brief und keine persönliche Einladung. 

 

Wann und wie bekomme ich die Impfung?

Dafür gibt es 3 Möglichkeiten:

Mobile Impf-Teams 

Die mobilen Impf-Teams kommen zum Beispiel in ein Pflege- oder Altersheim oder in einen Betrieb. Die Termine werden von der Einrichtung selbst organisiert. 

Impf-Zentren 

Wenn Sie eine Einladung und einen Impf-Code für eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, dann können Sie jetzt einen Impf-Termin in einem Impf-Zentrum in Ihrer Nähe buchen. Das geht online oder telefonisch unter der kostenfreien Telefon-Nummer 116117.

Impfung bei Hausärztin oder Hausarzt

Rufen Sie bei Ihrer Hausärztin oder bei Ihrem Hausarzt an und vereinbaren Sie einen Impf-Termin. 

Gab es Abweichungen von der Impf-Reihenfolge?

Die Impf-Reihenfolge ist in der Corona-Impf-Verordnung festgelegt. Es konnte in Einzelfällen zu Abweichungen kommen, wenn zum Beispiel die Organisation von Schutzimpfungen schnell geändert werden muss. Oder damit kein Impfstoff kurzfristig weggeworfen werden musste.

Es gab auch den Fall, dass eine gesamte Bevölkerung an der Grenze zu einem anderen Land mit sehr vielen corona-infizierten Personen früher geimpft werden musste. Damit konnte die Übertragung des Virus in das eigene Land gestoppt werden. 

 

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?

Sie finden auf unserem Impf-Dashboard die Anzahl der geimpften Personen in Deutschland. 

 

Bekommen Kinder eine Corona-Schutzimpfung?

Zuerst haben nur Erwachsene eine Corona-Schutzimpfung bekommen. Jetzt sind die Impfstoffe auch für Kinder und Jugendliche ausreichend getestet. Es können Personen ab 12 Jahren eine Corona-Schutzimpfung bekommen.

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