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09:08 · 7. Mai 2021

Wer wird wann geimpft?

Es gibt noch nicht genug Impfstoff für alle Personen, die eine Impfung wollen. Deshalb werden die Personen mit einem hohen Erkrankungs-Risiko zuerst geimpft.

Impfung für Risikopatientinnen und -patienten.

Wer wird zuerst geimpft? 

Jetzt gibt es noch nicht genug Impfstoff für alle Menschen. Deshalb wird nach und nach geimpft. Zuerst werden die Menschen geimpft, bei denen ein hohes Erkrankungs-Risiko besteht. Das sind vor allem ältere Menschen und Personen, die in Krankenhäusern oder Pflege- und Altenheimen arbeiten.

Fachleute von der Ständigen Impf-Kommission (kurz STIKO) haben geprüft, wer zuerst geimpft werden soll. Die STIKO ist eine Arbeitsgruppe vom Robert Koch-Institut (kurz RKI). Es wurde errechnet, wie der Impfstoff verteilt werden muss, damit der Effekt möglichst groß ist. Damit es weniger Sterbefälle und weniger schwere Krankheits-Verläufe gibt. Dann sind auch die Krankenhäuser weniger überlastet. Dafür haben die Fachleute 3 Impf-Gruppen festgelegt.

Die Empfehlung der STIKO zur Impf-Reihenfolge und zu den Impfgruppen steht in der Corona-Impf-Verordnung

Welche Impf-Gruppen gibt es?

Es gibt 3 Impf-Gruppen oder auch Prioritäten-Gruppen.

Die Personen der Impf-Gruppe 1 haben die höchste Priorität, also Dringlichkeit, und werden zuerst geimpft. Denn bei ihnen besteht ein hohes Risiko, dass sie bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sehr schwer erkranken oder sogar an dem Virus sterben. Hier sind nur einige Personen-Gruppen je Priorität genannt. In der Corona-Impf-Verordnung steht genau, welche Personen-Gruppe welche Priorität hat. 

Impf-Gruppe 1 mit höchster Priorität:

  • Personen, die älter als 80 Jahre sind
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Altenheimen
  • medizinisches Personal, das mit dieser Risiko-Gruppe in engem Kontakt ist
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflege- und Altenheimen
  • Pflegerinnen und Pfleger in der häuslichen Pflege  

Impf-Gruppe 2 mit hoher Priorität:

  • Personen, die älter als 70 Jahre sind
  • Personen mit dauerhaften Vorerkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Diabetes oder Zuckerkrankheit, Trisomie 21, Contergan-Schädigung, Demenz, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung.  Es gibt noch weitere Vorerkrankungen, die zu einem hohen Erkrankungs-Risiko führen können. Im Einzelfall muss die Ärztin oder der Arzt prüfen, wie hoch das Erkrankungs-Risiko für eine Person ist. In einem ärztlichen Gutachten steht dann, ob die Person aufgrund ihrer Vorerkrankung impfberechtigt ist. 
  • Personal in Kitas, Schulen oder bei der Polizei
  • Personal, die Personen dieser Impfgruppe betreuen, pflegen oder behandeln

Impfgruppe 3 mit erhöhter Priorität:

  • Personen, die älter als 60 Jahre sind
  • Personen mit Vorerkrankungen wie Rheuma, Asthma, Herz-Erkrankungen, leichterer Diabetes oder Übergewicht. Auch hier muss im Einzelfall die Ärztin oder der Arzt prüfen, zu welcher Impfgruppe eine Person zählt.
  • Personal im Lebensmittel-Einzelhandel oder bei der Feuerwehr

Schwangere Frauen, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen und pflegebedürftige Personen können 2 Kontakt-Personen benennen, die auch geimpft werden sollen.

Wer informiert mich über meine Impfung?

Dafür ist jedes Bundesland selbst zuständig. Informationen der Bundesländer über die Organisation der Corona-Schutzimpfung finden Sie hier

Wenn Sie zu einer Impf-Gruppe der Priorität 1 bis 3 gehören, bekommen Sie zum Beispiel einen Brief von: 

  • Ihrer Krankenkasse
  • Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber 
  • der Senatsverwaltung für Gesundheit 
  • Wenn Sie über 70 oder 80 Jahre alt sind, genügt Ihr Geburtsdatum auf Ihrem Personalausweis als Nachweis für eine Impf-Berechtigung. 

Wenn Sie impfberechtigt sind, benötigen Sie jetzt einen Impf-Termin.

Wann und wie bekomme ich die Impfung?

Wenn Sie impfberechtigt sind, benötigen Sie jetzt einen Impf-Termin und einen Impf-Anbieter. Dafür gibt es 3 Möglichkeiten:

Mobile Impf-Teams 

Die mobilen Impf-Teams kommen zum Beispiel in ein Pflege- oder Altersheim oder in einen Betrieb. Die Termine werden von der Einrichtung selbst organisiert. 

Impf-Zentren 

Wenn Sie eine Einladung und einen Impf-Code für eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, dann können Sie jetzt einen Impf-Termin in einem Impf-Zentrum in Ihrer Nähe buchen. Das geht online oder telefonisch unter der kostenfreien Telefon-Nummer 116117.

Impfung bei Hausärztin oder Hausarzt

Vereinbaren Sie bei Ihrer Hausärztin oder bei Ihrem Hausarzt einen Impf-Termin, wenn Sie zu einer Prioritäten-Gruppe gehören. In der Arztpraxis gilt auch die Impf-Reihenfolge. 

Gibt es Abweichungen von der Impf-Reihenfolge?

Die Impf-Reihenfolge ist in der Corona-Impf-Verordnung festgelegt. Es kann in Einzelfällen zu Abweichungen kommen, wenn zum Beispiel die Organisation von Schutzimpfungen schnell geändert werden muss. Oder damit kein Impfstoff kurzfristig weggeworfen werden muss.

Es ist auch möglich, eine gesamte Bevölkerung an der Grenze zu einem anderen Land mit sehr vielen Corona-infizierten Personen früher zu impfen. Damit soll die Übertragung des Virus in das eigene Land gestoppt werden.

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?

Sie finden auf unserem Impf-Dashboard die Anzahl der geimpften Personen in Deutschland. 

Bekommen Kinder eine Corona-Schutzimpfung?

Es erhalten zunächst nur die Erwachsenen eine Corona-Schutzimpfung. Für Kinder wurden die Impfstoffe noch nicht ausreichend getestet.

Medikamente werden erst bei Kindern getestet, wenn man genug Erfahrungen bei Erwachsenen gemacht hat. In den USA wird ein Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren getestet. Bisher sind Kinder nur sehr selten an Corona erkrankt.

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