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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Wissen
12:45 · 4. Juni 2021

Blutspenden werden dringend benötigt

Unser Gesundheitssystem ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie dringend auf Blutspenden angewiesen. Sichern Sie die Versorgung und spenden Sie Blut, wenn Sie gesund und fit sind.

Spenden Sie Blut, wenn Sie gesund und fit sind! /

Ohne Blutspenden kann die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert werden, denn für Blut gibt es keine künstliche Alternative. Jede Spende hilft dem Gesundheitssystem und Menschen, die auf sie angewiesen sind. Helfen Sie mit und erfahren Sie hier, wie Blutspendetermine auch während der Pandemie sicher verlaufen.

Finden aktuell Blutspendetermine statt?

Ja, es finden derzeit Blutspendetermine statt. Eine Übersicht über Blutspendeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie über die Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Blutspendetermine sind von Ausgangsbeschränkungen oder Versammlungsverboten, die im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen gelten, nicht betroffen. Fast alle Unikliniken und Krankenhäuser bieten Blutspendedienste an, die Sie weiterhin gerne nutzen können. Erkundigen Sie sich im Vorfeld über die Hygieneschutzmaßnahmen und registrieren Sie sich vor Ihrem Blutspendetermin, wenn möglich, online. Das Deutsche Rote Kreuz bietet beispielsweise eine Termindatenbank an, die Sie nutzen können, um den nächsten freien Blutspendetermin in Ihrem Ort zu erfahren. 

Erkundigen Sie sich bei Spendediensten über Termine und Voraussetzungen während der Pandemie

Potenzielle Spenderinnen und Spender, sollten sich bei den Spendediensten nach den aktuellen Spendeterminen und Voraussetzungen erkundigen. Bitte beachten Sie, dass es momentan kurzfristig zu Änderungen bei Terminen und Orten für die Blutspende kommen kann. Bitte prüfen Sie kurz vor Ihrem Blutspendetermin daher nochmals Angaben zu Ort und Zeit bei den für Blutspende zuständigen Organisationen und bei den staatlich-kommunalen und universitären Blutspendediensten oder anderen Organisationen, die Sie über diese Informationsseite finden.

Weshalb sind Blutspenden auch während der Coronavirus-Pandemie so wichtig?

Unser Gesundheitssystem ist auch während der Corona-Pandemie unbedingt auf Blut-Spenden angewiesen. Denn ohne Blutspenden kann die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert werden. Es gibt keine künstliche Alternative zu Blutspenden. Jede Spende kann potenziell Leben retten. Kontinuierliche Blutspenden sind außerdem so wichtig, da Blutbestandteile nur eine begrenzte Haltbarkeit haben und lediglich für eine gewisse Zeit gelagert werden können. Blutplättchen sind beispielsweise lediglich vier bis fünf Tage einsetzbar.

Wer kann aktuell Blut spenden und wer nicht?

Grundsätzlich gilt nach wie vor: Jede Person, die gesund und fit ist, kann Blut spenden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspenderinnen, Blutspender sowie Helferinnen und Helfer. Wie bei anderen Infektionsrisiken gelten derzeit allerdings auch Sperrfristen für Personen mit Symptomen oder einer akuten Erkrankung. Zur Spende nicht zugelassen sind: 

  • Menschen mit Symptomen wie Halskratzen, Schüttelfrost, Fieber über 38°C, Husten oder Kurzatmigkeit. Menschen mit diesen oder anderen Symptomen werden vorsorglich vier Wochen lang von der Spende zurückgestellt. Weitere Informationen zu Symptomen einer COVID-19-Erkrankung finden Sie hier.
  • Einreisende aus internationalen und nationalen Risikogebieten werden für zwei Wochen nach Einreise von der Blutspende gesperrt. Eine Liste der derzeit ausgewiesenen Risikogebiete finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) und weitere Informationen zu Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten finden Sie hier.
  • Spendewillige, die Kontakt zu einer oder einem COVID-19-Erkrankten hatten. Diese Personen werden zwei Wochen lang von der Spende zurückgestellt. Ein negativer Coronatest kann diese vorsorgliche Rückstellung nicht verkürzen.
  • Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, dürfen  nach Genesung vier Wochen lang nicht zur Blutspende (weitere Infos hier).

Die Dauer der Rückstellung kann je nach Bundesland oder Region variieren, erkundigen Sie sich daher zusätzlich über die Regelungen vor Ort. Weitere Informationen zu vorsorglichen Rückstellungen sind auf den Websites der Blutspendedienste zu finden, zum Beispiel auf der Coronavirus-Infoseite des für Sie zuständigen Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes

Kann ich nach meiner Corona-Schutzimpfung Blut spenden?

Nach einer Corona-Schutzimpfung wird empfohlen, zwischen der Impfung und der Blutspende einen Tag Wartezeit einzulegen. Wie bei anderen Impfungen sind Impfreaktionen oder Nebenwirkungen möglich. Sie sollten nur bei Wohlbefinden einen Spendetermin wahrnehmen. Eine Rückstellung nach einer Corona-Schutzimpfung ist allerdings nicht vorgeschrieben.

Ist ein Schutz vor Infektion gewährleistet?

Es ist weiterhin ein hoher Schutz für die Blutspendenden und Helferinnen und Helfer gewährleistet. Die Schutzmaßnahmen sind durch die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen geregelt. Es werden zusätzliche Hygienemaßnahmen angewendet wie eine häufigere Desinfizierung von Kontaktflächen und Handschuhen sowie ein vergrößerter Abstand zwischen den Spendeliegen. Ebenfalls sind Blutspendedienste aufgefordert, regelmäßig und gründlich zu lüften. Achten Sie auch selbst darauf, die Verhaltensregeln einzuhalten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen und gründliches Händewaschen) sowie im Alltag Maske tragen. Blutspenderinnen und Blutspender werden in vielen Lokalen gebeten, während ihres Blutspendetermins eine FFP2-Maske zu tragen. Erkundigen Sie sich bitte im Voraus bei Ihrem Spendelokal, welche weiteren Schutzmaßnahmen eventuell getroffen werden. 

Wird das gespendete Blut auf COVID-19 getestet?

Es gibt keine Hinweise, dass der Erreger durch Transfusion übertragen werden kann. Daher werden Spenderinnen und Spender beziehungsweise das gespendete Blut nicht auf SARS-CoV-2 getestet. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich nichts geändert. Gespendetes Blut wird nach wie vor auf das Vorliegen verschiedener Infektionen untersucht, um sicherzustellen, dass das Spenderblut frei von übertragbaren Krankheitserregern ist. Aufsichtsbehörden beobachten und analysieren die Blutsicherheit sehr genau. Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel beim RKI.

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