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16:04 · 12. Februar 2021

Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung: Pflegekräfte und pflegende Angehörige

Am 30. Januar 2021 diskutierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum dritten Mal gemeinsam mit den Präsidenten des PEI, Prof. Dr. Klaus Cichutek, und des RKI, Prof. Dr. Lothar H. Wieler Fragen zur „Corona-Schutzimpfung“. Da die Corona-Pandemie die Pflegekräfte und die pflegenden Angehörigen in ganz besonderem Maße fordert, wurden ihre Fragen in dieser Runde beantwortet, an der auch die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Britta Hermes-Bickmann und Claudia Güldenzoph teilnahmen.

Zusammen gegen Corona Live - Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung (30.01.2021)

Jens Spahn beantwortete Fragen von Pflegekräfte und pflegende Angehörige zur Corona-Schutzimpfung: 

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO), Professor Mertens, dem Präsidenten des Paul-Ehrlich Instituts, Professor Klaus Cichutek, und dem Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Lothar H. Wieler, beantwortete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Fragen von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen zur Corona-Schutzimpfung.

Die größte Impfkampagne der Geschichte

Die COVID-19-Impfkampagne ist laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

„die größte Impfkampagne der Geschichte“.

Sein Anliegen: das gemeinsame Gespräch mit diesen Menschen zu suchen und zu hören, welche Fragen in der Pflege sie bewegen. Spahn sprach all jenen seine hohe Wertschätzung und seinen Dank aus, die in der Corona-Pandemie den starken Druck im Pflegealltag aushielten und Enormes leisteten. Mit Information und Aufklärung wolle er sie unterstützen. Daher wurde eigens ein Informationspaket für Pflegekräfte zur Corona-Schutzimpfung erstellt.

Impfreihenfolge muss eingehalten werden

Kurz vor der Live-Veranstaltung aus dem Bundesgesundheitsministerium hatte sich der Minister in einer Videokonferenz mit den zuständigen Länderministerinnen und -ministern darauf verständigt, die festgelegte Impfreihenfolge auch nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca durch die EU-Kommission zunächst beizubehalten. Die Bundesregierung folgt hier den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), deren Vorsitzender, Professor Mertens, noch einmal klarstellte:  

“Wir brauchen zwei Impfungen. Daran besteht kein Zweifel. Der Vorschlag, nur mit einer Impfung weiterarbeiten zu können, ist nicht zulässig”, insbesondere in Anbetracht der Virusmutationen.

Auf jeden Fall müssten Patientinnen und Patienten für die Erst- und Zweitimpfungen Dosen vom gleichen Impfstoff bekommen.

Senioren- und Pflegeheime bereits zu knapp 79% gegen Corona geimpft

Der Präsident des Paul-Ehrlich Instituts, Professor Klaus Cichutek, und Professor Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, erinnerten daran, dass die Impfung zwar ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie sei, dass jedoch die anderen Corona-Schutzmaßnahmen, auch von den bereits Geimpften, weiter einzuhalten seien. Um noch mehr Daten über die Impfverträglichkeit zu erhalten motivierten die Experten die Zuschauerinnen und Zuschauer, die Corona-Warn-App, die SafeVac App und die STIKO-App zu nutzen. Die damit erhobenen Daten seien auch für die Zulassungsprozesse weiterer Impfstoffe wichtig. Mit mehr Impfstoffen könnte die aktuelle Impfstoff-Knappheit nach und nach weiter verringert werden. Dass bereits fast 79 Prozent der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner geimpft seien, sei ein Zeichen der professionellen Organisation der mobilen Impfteams und Impfzentren, so der Bundesgesundheitsminister.

Hohe Corona-Impfbereitschaft bei Pflegepersonal

Über die Webseite zusammengegencorona.de wurden über 3.000 Fragen und Beiträge von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen an die Expertenrunde herangetragen. Darüber hinaus erhielten der Minister und die Experten durch die beiden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Claudia Güldenzoph und Britta Hermes-Bickmann, einen direkten Einblick in die Impfsituation im ambulanten Pflegealltag. Beide teilten die Einschätzung, dass sie eine hohe Impfbereitschaft bei ihren Kolleginnen und Kollegen wahrnehmen, verwiesen jedoch auf das Nadelöhr der Terminvergabe für die Impfung.  Sie bedauerten die unterschiedliche Handhabung der Impfung in den Bundesländern und brachten klar zum Ausdruck, dass auch die ambulanten Pflegekräfte und die pflegenden Angehörigen zeitnah auf die Impfung hofften. 

Der Weg aus der Corona Pandemie

Gemeinsam mit den Experten bat der Bundesgesundheitsminister um Durchhaltevermögen und warb für Vertrauen und Verständnis für die Impfstrategie der Bundesregierung:

„Wir werden allen Zug und Zug das Angebot machen“, so Spahn.

Der Minister betonte, dass es keine Impfpflicht für die Corona-Schutzimpfung geben werde, vielmehr setze er auf Vertrauen und die Verantwortungsbereitschaft aller in der Pflege Tätigen.

Der Bundgesundheitsminister appellierte an die Pflegekräfte und pflegenden Angehörigen, die bestehenden Informationsangebote zu nutzen und kündigte mit Blick auf das immense Interesse am Thema Corona-Schutzimpfung eine weitere Gesprächsrunde an.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt umfangreiche Informationen zur Corona-Schutzimpfung auf www.zusammengegencorona.de zur Verfügung. Ausführliche Frage-Antwort-Listen sind auf den Webseiten www.pei.de und www.rki.de zu finden. 

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