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Corona-Wissen
09:44 · 19. Mai 2021

Kontaktarm studieren

Für viele Studierende und Lehrkräfte birgt der Universitätsalltag im Homeoffice große Hürden. Finden Sie hier ein paar Tipps, mit denen sie diese außergewöhnliche Situation bewältigen können.

Kontaktarmes Lernen während der Pandemie /

Durch die Corona-Pandemie werden auch Universitäten und Hochschulen vor eine Vielzahl besonderer Herausforderungen gestellt. An Online-Seminare und -Vorlesungen haben sich viele Lehrende und Studierende längst gewöhnt. Aber wie funktioniert effektives Lernen zuhause und wie kann man den Studienalltag mit Kontaktbeschränkungen besser strukturieren? Die folgenden sechs Tipps zeigen, wie Sie ein kontaktarmes Studium erfolgreich meistern.

1. Bilden Sie digitale Lerngruppen

Da der direkte Kontakt zu Kommilitoninnen und Kommilitonen im Vorlesungssaal vorerst ausbleibt, fehlt vielen Studierenden der soziale Austausch. Um eine dynamische Lernsituation zu schaffen, können Sie kleine Lerngruppen mit drei bis fünf Teilnehmern bilden und regelmäßig digital oder telefonisch zusammenkommen. Versuchen Sie, sich, wenn nötig, immer mit derselben Person zum Lernen zu treffen. Sollte ein persönliches Lern-Treffen unumgänglich sein, versuchen Sie bitte, sich möglichst immer mit derselben Person zu treffen. An manchen Universitäten ist eingeschränkter Präsenzunterricht möglich. Über aktuelle Regelungen informieren Sie sich auf der Website Ihrer Hochschule. Generell gilt: alle nicht notwendigen Kontakte sollten auf ein Minimum reduziert werden. Die in der AHA+A +L-Formel zusammengefassten Verhaltensregeln helfen dabei, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen, Corona-Warn-App nutzen und regelmäßig Lüften. Weitere Informationen bezüglich der geltenden Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie finden Sie hier.

2. Definieren Sie Ihre Lernzone 

Ein digitales Studium erfordert es, viel Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Um damit einhergehenden Stress vorzubeugen, kann eine klare Raumaufteilung hilfreich sein. Selbst in einem kleinen WG-Zimmer sollten Sie – wenn möglich – eine klare Abtrennung schaffen zwischen dem Bereich, in dem Sie lernen und dem Bereich, in dem Sie sich entspannen. Lernen Sie daher möglichst nicht in Ihrem Bett oder auf der Couch, sondern verwandeln Sie Ihren Schreibtisch in einen gemütlichen Lernbereich, in dem Sie sich wohlfühlen. Tücher, Pflanzen oder Möbelstücke können bei der räumlichen Abtrennung helfen.

3. Selbstorganisation lernen

Besonders wenn man einen Großteil des Studiums zuhause verbringt, ist es wichtig, die eigene Arbeit gut zu strukturieren. Reflektieren Sie Ihre Lernweise und finden Sie heraus, wie Ihnen die Selbstorganisation am besten gelingt. Erstellen Sie beispielsweise eine Übersicht mit allen To-Dos und dazugehörigen Deadlines und ordnen Sie all diese Aufgaben nach Priorität. Notieren Sie sich alle Termine, beispielsweise im Kalender des eigenen Smartphones mit Erinnerungs-Funktion. Nutzen Sie die Zeit zwischen (Video-) Vorlesungen sinnvoll, zum Beispiel für die Vor- und Nachbereitung eines Moduls. Finden Sie heraus, welche Methoden Ihnen am besten helfen, Ihr Studium gut zu organisieren. So sparen Sie Zeit und lernen vieles über Ihre eigenen Lernpräferenzen, was auch in zukünftigen Lebensabschnitten hilfreich sein kann. 

4. Trotz Online-Vorlesungen an die frische Luft

Da der Weg zur Hochschule größtenteils ausbleibt, fällt ein Teil der täglichen Aktivität für viele Studierende weg. Es ist daher wichtig, dass Sie dennoch an die frische Luft gehen und sich bewegen. Sport und Bewegung sind gerade  in der Corona-Pandemie unerlässlich und können helfen, sich während Lernphasen besser zu konzentrieren. Mehr über Sport und Bewegung während der Pandemie erfahren Sie hier.

5. Unterstützung von Ihrer Hochschule oder dem Studierendenwerk

In dieser besonderen Zeit ist sich auch Ihre Hochschule bewusst, dass Studierende derzeit vor großen Herausforderungen stehen. Wenden Sie sich daher bei Sorgen oder Unklarheiten an eine Ansprechperson Ihrer Universität, des Instituts oder Fachbereichs und bitten Sie um telefonische Beratung. Wenn Sie sich Unterstützung bei psychischen Herausforderungen oder studienbedingten Problemen wünschen, bieten viele Studierendenwerke psychotherapeutische und psychosoziale Beratungen an. Hier finden Sie außerdem hilfreiche Tipps, wie sie mit Unsicherheit und Sorgen im Alltag umgehen können.

Viele Studierende stellt die Corona-Pandemie auch finanziell vor große Herausforderungen. Um Sie in dieser Situation zu entlasten, stellt der Bund verschiedene Unterstützungsprogramme bereit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet unter anderem Überbrückungshilfen für Studierende an. Weitere Unterstützungsmöglichkeiten sowie Informationen zu Bafög während der Corona-Pandemie erhalten Sie hier.

6. Machen Sie Pläne für die Zukunft

Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten viele Studierende ihre bereits geplanten Reisen sowie andere Aktivitäten verschieben oder sogar absagen. Dieser Verzicht kann belastend sein. Um diese Belastung etwas erträglicher zu machen, kann es helfen, kurze Listen anzufertigen – für Dinge, die Sie für Ihre Zukunft planen: eine solche Liste kann Reisen, Berufserfahrungen oder auch andere Wünsche beinhalten. Diese Pläne können Ihnen als Motivation dienen, um das derzeitige Studium weiterhin mit Kraft und Ausdauer zu bestreiten – auch digital. 

Weitere Informationen: 

Hier finden Sie Entscheidungen der Kultusministerkonferenz der Länder in der Corona-Pandemie.

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